Keine falschen Hoffnungen

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Maya

Keine falschen Hoffnungen

von Maya (24.07.2008, 09:31)
Hallo an alle Forumsmitglieder.

Ich klicke mich jetzt schon seit einer Weile durch verschiedene Beiträge und habe jetzt eine Frage bzw. Bitte:

Könnt ihr mir mal knallhart sagen, wie gut/schlecht es für einen unbekannten Autor steht, dass ein Verlag sein Manuskript nimmt?

Also nicht so ein Druckkostenzuschussverlag - oder wie die heißen, die einem das Geld aus der Tasche ziehen.

Mir ist durchaus klar, dass niemand an meiner Tür klingeln wird und mich bekniet, dass ich bei ihm mein Geschreibsel verlege. Oder dass gleich die erste Manuskripteinsendung ein Erfolg ist.

Würde mich über viele ehrliche Antworten/Meinungen freuen - auch wenns wehtut.

Gruß
Maya

LOFI

Re:

von LOFI (24.07.2008, 09:37)
Hi Maya,

wenn du die Publikumsverlage meinst, liegt die Chance pro Jahr und pro 4000 eingesendeter Manuskripte bei 1 bis 5 Erfolgen. So die Statistiken. Es ist sehr, sehr, sehr schwer, für einen Newcommer hier einen Glücksgriff, und so muss man es bezeichnen, zu landen.

LG

Lorenz

Nichts desto trotz, Versuchen ist besser als direkt das handtuch zu werfen. Ich hatte 10 Versuche, 5 haben sich gar nicht erst gemeldet, und die anderen mit Standardabsagen.

Maya

Re:

von Maya (24.07.2008, 09:44)
Hallo Lofi,

ja, so habe ich das bisher auch verstanden.
Es kommt einem 6er im Lotto gleich.

Leider kommen andere Vertriebswege für mich nicht in Frage (zu kompliziert/zeitintensiv).
Ich habe zwar meine Bücher bei lulu, aber das eigentlich nur aus Spaß. Wollte halt meine Geschichten mal "in der Hand" halten - aber für mehr ist lulu glaube ich langsam nicht gut. Meine Meinung, will da niemandem zu nahe treten.

Gruß
Maya

LOFI

Re:

von LOFI (24.07.2008, 09:47)
Hi Maya,

warum versuchst du es nicht über BOD oder Shaker?

Maya

Re:

von Maya (24.07.2008, 09:51)
LOFI hat geschrieben:

warum versuchst du es nicht über BOD oder Shaker?


Bei BoD gefällt mir nicht, dass ich fünf Jahre an die gebunden bin und jeden Monat zahle, damit sie meine Daten behalten. thumbdown:

Über Shaker habe ich im Forum zwar schon gelesen - aber was genau ist der Unterschied zu BoD? blink3

Gruß Maya

PS: Ich will nicht faul erscheinen :oops: - von nichts kommt schließlich nichts.

LOFI

Re:

von LOFI (24.07.2008, 09:56)
Hi,

BOD und Shaker sind beides Book on Demand Dienstleister. Sie arbeiten nach dem gleichen Prinzip. Du lädst dein Buch hoch und die drucken es sobald eine Bestellung vorliegt, manchmal drucken sie auch ein paar mehr Exemplare für einen kleinen Vorrat. Der Service und die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten unterscheiden diese beiden BODs im Wesentlichen.
Bei Shaker sagen viele, dass dieser Anbieter einen besseren Service hat, andere wiederum bemängeln nicht eindeutige Angaben bei verschiedenen Angeboten. Wie das mit den laufenden Kosten bei Shaker ist, weiß ich nicht. Fakt ist, und das ist das Problem aller BODs, du musst dein ganzes Marketing entweder selber machen oder teuer anleiern.

LG

Lorenz

roland_lange

Re:

von roland_lange (24.07.2008, 10:02)
Hallo Maya,

sofern du die großen Publikumsverlage meinst, gehen die Chancen, dort als Newcomer unterzukommen gegen Null.
Allerdings gibt es einen ganzen Sack voll kleiner Verlage, die gewisse Themen bedienen oder als Regionalverlage ein begrenztes Einzugsgebiet abdecken. Klar, da gibt es möglicherweise nicht die Auflagen und die Werbung (oder was auch immer einen großen Verlag auszeichnet), dafür ist die Betreuung oft intensiver.
Ich denke, wenn man das gesamte Verlagsspektrum durchforstet, dann gibt es schon Möglichkeiten, sein Manuskript unterzubringen. Aber man sollte unbedingt selektieren und nicht wahllos sein Manuskript in die Gegend schicken. Und es braucht Geduld.
Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück bei der Verlagssuche. Manchmal klappt es - und man weiß dann vielleicht nicht mal, warum :shock::
So habe ich es auch schon erlebt cheezygrin

Gruß
Roland

powbase
Beiträge: 46
Registriert: 25.03.2008, 12:07

Re:

von powbase (24.07.2008, 10:05)
Hallo Maya, einen "normalen" Verlag zu finden, entspricht in der Tat einem 6er im Lotto. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass viele Verlage gar nicht antworten bzw. nach Monaten eine Standardabsage zu senden. Man sollte allerdings nicht aufgeben und versuchen, einen Verlag zu finden, der vergleichbare Themen (Buchinhalte) in letzter Zeit veröffentlicht hat. Sehr schwer ist es aktuell, wie hier im Forum auch schon besprochen, für Inhalte wie z.B. Kinderbücher, Fantasy etc. Ich selbst habe relativ kurzfristig einen Verlag gefunden, allerdings beschäftigt sich mein Buch auch mit den Bereichen Sachbuch/Lebenshilfe/Autobigrafie. Es ist halt alles etwas Glückssache.
Erkundige und informiere Dich im Vorfeld genau über mögliche Verlage und versuche einen entsprechenden Ansprechpartner zu finden, dem Du Deine Leseprobe/ Manuskript dann direkt zu senden kannst. Auf gut Glück etwas einfach nur an die Postadresse oder per EMail an irgendeinen Verlag zu senden, hat aus meiner Sicht nur geringe Chancen auf Erfolg.
Alles Gute und LG, Nico
Weitere Fragen bei Bedarf sonst gerne per PN.

Maya

Re:

von Maya (24.07.2008, 10:14)
Danke Roland und Nico für eure Meinungen. :D

Meine Frage noch:

Gibt es irgendwo im Netz ein Verzeichnis mit allen Verlagen?
Bei der Suche mit Google komme ich irgendwie nicht weiter - zu viel Info, zu ungefilert.

Gruß
Maya



Maya

Re:

von Maya (24.07.2008, 10:37)
wow... vielen Dank Lofi! cheezygrin

werde mich mal durchwühlen und schaun, was so für mich passt... book:

Gruß
Maya

M-F Hakket
Beiträge: 1580
Registriert: 20.08.2009, 13:37

Re:

von M-F Hakket (24.07.2008, 11:19)
Hi Maya,
was auch funktionieren könnte ist folgendes:
Mach dich "frei" davon, dass du genau das schreibst, was du schreiben willst.
Es gibt durchaus Verlage, die - ja nach Nachfrage des Marktes - Autoren suchen, die ein bestimmtes Genre mit bestimmten Vorgaben bedienen können.
Wenn du z.B. gute Geschichten für Kinder schreiben kannst, und ein Verlag sucht gerade einen guten Kinderbuchautoren und sie haben ein auf den Markt zugeschnittenes Konzept, könntest du eine Leseprobe einschicken und anbieten, dass du dieses Projekt (welches sich der Verlag vorstellt) übernehmen kannst.
Allerdings würdest du dann entsprechende Vorgaben vom Verlag bekommen: Die Charaktere, den groben Handlungsverlauf, auch den Umfang des Manuskriptes.
Du würdest also eher nach Auftrag schreiben.
Sicher ist das nicht so toll, als würdest du dein ureigenes Buch verlegen, aber die Chancen stehen etwas höher, dass ein Buch, das du geschrieben hast, auch verlegt wird.

Ich suche zurzeit jemanden, der ein bestimmtes Fachbuch schreibt. Das Thema ist in Deutschland bisher nicht vertreten, sprich, es gibt keine Fachliteratur darüber. Ich würde in diessem Fall keine Kostenbereiligung erwarten, und normale Honorare zahlen, weil ich davon ausgehe, dass sich das Fachbuch auch verkauft.
Doch jemanden zu finden, der das wirklich gut hinbekommt, ist gar nicht so einfach.

Gruß
Hakket

büchernarr

?

von büchernarr (24.07.2008, 11:28)
Hallo Hakket,
hier wäre es sehr interessant, zu erfahren, um welches Fachgebiet es sich handelt.
Grüße
Bernd

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hawepe
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Registriert: 15.04.2007, 21:26
Wohnort: Berlin

Re:

von hawepe (24.07.2008, 11:39)
Hallo Maya,

Maya hat geschrieben:
Gibt es irgendwo im Netz ein Verzeichnis mit allen Verlagen?


Schau dir einfach mal die Ausstellerverzeichnisse der letzten Leipziger und Frankfuerter Buchmesse an - und nimm ein paar Tage Urlaub :-)

(Die direkte URL fuer Leipzig kann ich leider nicht posten, weil die Forensoftware mit ihr nicht klarkommt.)

Beste Gruesse,

Heinz.

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