Einen dicken Schicken schreiben...

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Atlan_Gonozal
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Einen dicken Schicken schreiben...

von Atlan_Gonozal (10.09.2008, 19:06)
Hallo zusammen,

ich habe mich mal ausführlich mit dem Preiskalkulator von BOD und Shaker-Media beschäftigt und festgestellt, daß es völlig sinnlos, einen richtig dicken Schinken zu veröffentliche, sagen wir mal, so um die 500 Seiten. Das ganze sollte ja dann auch noch ein Hartcover haben, wegen der Stabilität. Der errechnete Preise lag immer so um die 30 Euro rum, das kauft doch keiner. Sehr ihr das auch so? Hat jemand so ein Buch schonmal veröffentlicht?

Gruß, Karsten.
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skipteuse
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Re:

von skipteuse (10.09.2008, 19:13)
Lieber Karsten!

Mein Freund doktert auch schon seit Monaten an diesem Problem herum und hat leider noch keine Lösung gefunden als drastisch die Seiten zu reduzieren - mittels Satz - und auf das Hardcover zu verzichten ...

Wenn du eine herausfindest, gib uns bitte Bescheid; wir wären dir sehr dankbar...

LG, Barbara

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hawepe
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Re: Einen dicken Schicken schreiben...

von hawepe (10.09.2008, 19:14)
Hallo Karsten,

Atlan_Gonozal hat geschrieben:
Der errechnete Preise lag immer so um die 30 Euro rum, das kauft doch keiner.


Das Thema ist hier schon viele Male diskutiert worden. Mit solchen Projekten stößt du derzeit noch an die Grenzen des Digitaldrucks.

Auch wenn es Forumsteilnehmer gibt, die das alles für Unfug halten, aber der Digitaldruck ist momentan noch deutlich teurer als der Offsetdruck. Bei 200 Buchseiten fällt das noch nicht so sehr auf, aber so ab 300 Seiten lässt es sich einfach nicht mehr übersehen, wie sehr die höheren Druckkosten den Buchpreis hochtreiben.

Beste Grüße,

Heinz.

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (10.09.2008, 19:15)
Hallo, Karsten.

Der Book on Demand Service ist gegenüber "dicken Schinken" ( :wink: ) meiner Meinung nach noch sehr ausbaufähig. Natürlich ist die Produktion von mehr Seiten teurer, dazu kommt das Hardcover, aber an diesen Preisen wird sich so schnell wohl noch nichts ändern - leider.

Ich kann deinen "Frust" verstehen, mein Roman, dem ich zur zeit eine Pause gönne - oder umgekehrt - würde auf 900 Seiten kommen. Eine Überarbeitung (Text kürzen, Satz umbauen) wäre also mehr als notwendig, doch selbst dann, habe ich so gut es eben ging ausgerechnet, würde ich auf über 600 Seiten kommen.

Ein bisher kaum realisierbares Projekt für den BOD-Service.

Grüße!

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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (10.09.2008, 19:43)
skipteuse hat geschrieben:
Lieber Karsten!

Mein Freund doktert auch schon seit Monaten an diesem Problem herum und hat leider noch keine Lösung gefunden als drastisch die Seiten zu reduzieren - mittels Satz - und auf das Hardcover zu verzichten ...

Wenn du eine herausfindest, gib uns bitte Bescheid; wir wären dir sehr dankbar...

LG, Barbara


Nachdem ich die anderen Antworten so gesehen habe, ist es wohl aussichtslos. Man könnte es mit einer kleineren Schriftgröße probieren- hat schon mal jemand 8 Punkt versucht? Ansonsten bleibt wohl nur kürzen oder in einzelnen Bänden veröffentlichen.

Danke an alle, Gruß, Karsten.
Authors Little Helper - Bücher schreiben leicht gemacht! http://www.alh.karsten-heimer.de

LOFI

Re: Einen dicken Schicken schreiben...

von LOFI (10.09.2008, 19:48)
Atlan_Gonozal hat geschrieben:
Der errechnete Preise lag immer so um die 30 Euro rum, das kauft doch keiner. Sehr ihr das auch so?


Hi,

Sehe ich auch so. Eine psychologische Grenze bei Taschenbüchern sehe ich im Belletristikbereich bei 15 Euro, wenn das Buch nicht zu dünn ist. Hardcover bei etwa 19,99 (um die 20 zu vermeiden cheezygrin ). Allerdings können auch diese Preise den oftmals 9,90-für-500-Seiten-Taschenbüchern keine Konkurrenz bieten. Da gibt es nur 3 Möglichkeiten bei BODs:

Mehrere Bände sinnvoll getrennt oder kürzen der Geschichte oder kleinstmögliche Schriften und Abstände verwenden.

LG

Lorenz

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (10.09.2008, 19:51)
Es kommt auf die Schriftart an, ob sie in 8 Punkt noch lesbar ist. Natürlich würden die Zeilen immens lang werden (über 100 Zeichen) und das würde der Lesefreundlichkeit nicht gerade entgegenkommen.
Auch immer zu bedenken ist das Alter deiner Leser. Wenn man in jungen Jahren vielleicht noch mit 8 Punkt zufrieden sein mag, gibt es bestimmt ältere Mitbürger, die das Buch sofort wieder aus der Hand geben würden, weil sie nichts erkennen könnten.

Alternative, wie du bereits geschrieben hast: Bände.

Grüße!

LOFI

Re:

von LOFI (10.09.2008, 19:54)
Thorsten hat geschrieben:
Es kommt auf die Schriftart an, ob sie in 8 Punkt noch lesbar ist. Natürlich würden die Zeilen immens lang werden (über 100 Zeichen) und das würde der Lesefreundlichkeit nicht gerade entgegenkommen.
Auch immer zu bedenken ist das Alter deiner Leser. Wenn man in jungen Jahren vielleicht noch mit 8 Punkt zufrieden sein mag, gibt es bestimmt ältere Mitbürger, die das Buch sofort wieder aus der Hand geben würden, weil sie nichts erkennen könnten.

Alternative, wie du bereits geschrieben hast: Bände.

Grüße!


Oder wir fragen BOD mal ob sie dicke Werke auf Mikrofilm herausgeben :twisted:

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (10.09.2008, 20:10)
LOFI (Moderator) hat geschrieben:
Thorsten hat geschrieben:
Es kommt auf die Schriftart an, ob sie in 8 Punkt noch lesbar ist. Natürlich würden die Zeilen immens lang werden (über 100 Zeichen) und das würde der Lesefreundlichkeit nicht gerade entgegenkommen.
Auch immer zu bedenken ist das Alter deiner Leser. Wenn man in jungen Jahren vielleicht noch mit 8 Punkt zufrieden sein mag, gibt es bestimmt ältere Mitbürger, die das Buch sofort wieder aus der Hand geben würden, weil sie nichts erkennen könnten.

Alternative, wie du bereits geschrieben hast: Bände.

Grüße!


Oder wir fragen BOD mal ob sie dicke Werke auf Mikrofilm herausgeben :twisted:


Ach, was soll's. Wir stellen unser Lebenswerk von runden 1000 Seiten einfach zum kostenlosen Download zur Verfügung. Ist ja nicht so, als wär's Arbeit gewesen. :P :twisted:

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Gigger
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Re:

von Gigger (10.09.2008, 20:16)
Habe das Problem auch. Habe zusammengetrichen, kleiner geschrieben usw. Geht einfach nicht. Habe nun beschlossen, das Werk trotz des hohen Preises von € 25 als Taschenbuch bei editionnove rauszubringen. Werden so um die 600 Seiten werden. Der Preis schreckt ab, aber ich hoffe, dass meine zahlreichen Arbeitskollegen zuschlagen.
Nach dieser Erfahrung bin ich jedoch schlauer und halte mein zweites Werk einfach knapper.

EIne AUfteilung auf zwei Bände wäre dann auf insgesamt € 40 gekommen, also blieb ich bei einem BUch

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PvO
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Re:

von PvO (11.09.2008, 08:13)
Eines meiner Bücher hat etwas über 400 Seiten und kostet 19,90. Natürlich viel zu teuer. Von 8 Pkt Schrift würde ich abraten unter 10 Pkt würde ich es nicht machen. Ich hab gerade so ein Buch gelesen. Die kleine Schrift nervt doch sehr.

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Yuki
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Re:

von Yuki (11.09.2008, 19:26)
Ich kann Heinz nur voll zustimmen. Bei 300 Seiten merkt man es wirklich sehr... Stehe selbst gerade vor dem Problem.

Mit der Schriftgröße habe ich mir einfach ein paar Leute aus meinem Umfeld geschnappt und ihnen 4 Seiten mit unterschiedlichen Schriften und Größen gegeben. Ich wollte einfach mal die Zielgruppe fragen, welche Schrift sie denn gerne mag. Heraus kam, dass die meisten Times New Roman mit 11 pt. am besten lesen konnten (meine Leute waren zwischen 16 und 19)

LOFI

Re:

von LOFI (11.09.2008, 19:30)
Yuki hat geschrieben:
Heraus kam, dass die meisten Times New Roman mit 11 pt. am besten lesen konnten (meine Leute waren zwischen 16 und 19)


Hi,

Times New Roman wird ja oft als "nicht originell oder sogar häßlich/unschön" verschrien, aber ich kann Yuki nur bestätigen, dass die Schriftart bei Lesern, die ich kenne ganz gut ankommt. Vielleicht nicht originell, aber doch bewährt.

LG

Lorenz

Albert Ulrich
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Re:

von Albert Ulrich (11.09.2008, 20:12)
Kann man nicht die Überschrift korrigieren?
Ich lese immer einen schicken Dicken reiben :oops:

LOFI

Re:

von LOFI (11.09.2008, 20:13)
Albert Ulrich hat geschrieben:
Kann man nicht die Überschrift korrigieren?
Ich lese immer einen schicken Dicken reiben :oops:
cheezygrin cheezygrin cheezygrin cheezygrin cheezygrin cheezygrin cheezygrin

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