Lyrik-Reihe bei Engelsdorf

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hawepe
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Lyrik-Reihe bei Engelsdorf

von hawepe (15.10.2008, 09:21)
Hallo,

durch Zufall habe ich gestern mitbekommen, dass Engelsdorf seine Lyrik-Veröffentlichungen zukünftig unter einem einheitlichen Logo und einheitlichem Reihen-Layout bündelt.

Ich könnte mir vorstellen, dass dieses sich im Buchhandel positiv bemerkbar macht, weil sich Reihen meistens besser präsentieren lassen als Einzeltitel. Allerdings geht damit auch ein Stück Individualität verloren.

Beste Grüße,

Heinz.

hwg
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Re:

von hwg (15.10.2008, 11:51)
Die Idee und deren Umsetzung verdient jedenfalls den erhofften Erfolg.
Ich wünsche dem Verleger und den Autoren schon jetzt ein gutes Gelingen und werde das künftige Angebot im Auge behalten! thumbbup

Amator Artium

Re:

von Amator Artium (04.12.2008, 23:14)
Hat denn schon einmal jemand hier bei Engelsdorfer Lyrik veröffentlicht? Treffen die da eine kritische Auswahl, oder wird alles gedruckt, was den Autor glücklich macht?

Kritisch fällt mir, neben der Hervorhebung der "Glückliche(n) Autoren", was für mich nach "glückliche Milchkühe" klingt, auch die Reihe der Autorenporträts auf. Da sind nur wenige, deren Vorstellungstexte mir Appetit auf die dahinterstehenden Bücher machen. (Nichts gegen Dich, Heinz - bei Dir weiß ich ja aus eigener Anschauung, daß Qualität dahinter steht!)

Ich weiß noch nicht so recht, was ich von diesem Verlag halten soll.


Herzliche Grüße,
Sigmar
Zuletzt geändert von Amator Artium am 05.12.2008, 10:53, insgesamt 1-mal geändert.

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hawepe
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Re:

von hawepe (05.12.2008, 09:57)
Hallo Sigmar,

Amator Artium hat geschrieben:
Kritisch fällt mir, neben der Hervorhebung der "Glückliche(n) Autoren", die mir nach "glückliche Milchkühe" klingt, auch die Reihe der Autorenporträts auf. Da sind nur wenige, deren Vorstellungstexte mir Appetit auf die dahinterstehenden Bücher machen.


Für die Portraits muss man ja auch bezahlen. Und wer sich ernsthafter mit der Schreiberei befasst, der rechnet offenbar doch häufiger und verzichtet dann auf ein Portrait bei Engelsdorf.

Mit den Frameseiten ist Engelsdorf auch völlig uninteressant, um sich bei Google und Co. weiter vorne zu plazieren. Und für einen direkten Link von der eigenen Homepage zum Angebot bei Engelsdorf sind Frames eben auch uninteressant. Bleibt also nur das eigene Ego. Und dafür bereitwillig Geld hinzulegen scheint bei anspruchsvolleren Autoren nicht so ausgeprägt zu sein.

Ich weiß noch nicht so recht, was ich von diesem Verlag halten soll.


Das inhaltliche Niveau entspricht dem von BoD. Das Gestalterische ist besser und auch die Massen von Rechtschreibfehlern wie in vielen BoD-Büchern konnte ich bisher nicht beobachten.

Beim Engelsdorfer Verlag werden standardmäßig Word-Dateien verlangt und von Hand umgewandelt. Und obwohl eigentlich nicht vorgesehen, versucht Tino Hemmann auch die schlimmsten Fehler auszumerzen.

Wer PDF-Dateien anliefern möchte, muss das vorher vereinbaren. Ob das allerdings auch mit der Lyrik zukünftig noch möglich ist, weiß ich nicht. Die Reihe soll ja ein einheitliches Gesicht bekommen. Prinzipiell finde ich diese Idee auch nicht schlecht. Auf der Leipziger Buchmesse werde ich mir mal die ersten Ergebnisse ansehen.

Beste Grüße,

Heinz.

holz

Re:

von holz (05.12.2008, 10:23)
hawepe hat geschrieben:
Mit den Frameseiten ist Engelsdorf auch völlig uninteressant, um sich bei Google und Co. weiter vorne zu plazieren.


zumindest mit dem suchbegriff "verlag" tauchen sie schon auf seite 1 auf.

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hawepe
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Re:

von hawepe (05.12.2008, 10:46)
Hallo,

holz hat geschrieben:
zumindest mit dem suchbegriff "verlag" tauchen sie schon auf seite 1 auf.


Und was habe ich davon?

Mein Bücher wirst du im Zusammenhang mit der Engelsdorfer Seite nicht vorne finden, weil aus mehreren Frames bestehende Webseiten für Suchmaschinen eben nun einmal als unabhängige Seiten betrachtet werden.

Selbst ein Verlinken auf das Buch im Engelsdorf-Shop geht nicht, weil der Frame nicht nachgeladen wird.

Ich habe mit Tino Hemmann und seinen Leuten sehr gerne zusammengearbeitet. Aber die Homepage ist eine Katastrophe und Verkaufsbremse.

Beste Grüße,

Heinz.

holz

Re:

von holz (05.12.2008, 10:53)
hawepe hat geschrieben:
Und was habe ich davon?
Mein Bücher wirst du im Zusammenhang mit der Engelsdorfer Seite nicht vorne finden, weil aus mehreren Frames bestehende Webseiten für Suchmaschinen eben nun einmal als unabhängige Seiten betrachtet werden.
Heinz.


frames - weiß ich doch (benutze auf meinen seiten auch keine).

um weit vorne zu landen (erstmal den potentiellen autoren gewinnen) hat ja der verlag auf seiner startseite noch etliches zwischen das noframes-tag gesetzt.

verkauf ist wieder ein ganz anderes feld ...

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Tino
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Re: Lyrik-Reihe bei Engelsdorf

von Tino (11.09.2009, 10:13)
hawepe hat geschrieben:
Hallo,
durch Zufall habe ich gestern mitbekommen, dass Engelsdorf seine Lyrik-Veröffentlichungen zukünftig unter einem einheitlichen Logo und einheitlichem Reihen-Layout bündelt.
Ich könnte mir vorstellen, dass dieses sich im Buchhandel positiv bemerkbar macht, weil sich Reihen meistens besser präsentieren lassen als Einzeltitel. Allerdings geht damit auch ein Stück Individualität verloren.
Heinz.


Neben Kinderbüchern sind Lyrik und Kunst die schwer verkäuflichen Genres. Daher entscheiden sich immer mehr Verlage, solche Werke nicht mehr zu veröffentlichen. Um Ihrer Lyrik auf dem Markt eine Chance zu geben, wurde die Reihe „Lyrikbibliothek im Engelsdorfer Verlag ®“ (kurz LyBi) ins Leben gerufen. Die Bücher werden bei uns im Format 12x19 (Taschenbuchformat) hergestellt. Als maximale Seitenzahl in diesem Format gelten etwa 140 Seiten schwarzweiß, Schriftart ist Garamond 11 Pt. Farbseiten sollten – wenn überhaupt – dezent verwendet werden, in der Lyrik steht immer die Sprache im Vordergrund! Pro Farbseite muss die Seitenzahl um 10 Seiten verringert werden. Unsere Lyrikbibliothek erscheint in einem einheitlichen Erscheinungsbild und besitzt ein eigenes Logo. Das Logo der Lyrikbibliothek ist eine eingetragene Wort-Bild-Marke.
Wollen Sie ein Buch in der Lyrikbibliothek veröffentlichen, dann kontaktieren Sie uns per Mail. Wir schicken Ihnen eine Musterdatei und die entsprechenden Coverentwürfe. Sie können Informationen über die Lyrikbibliothek auch auf unserer Internetseite www.engelsdorfer-verlag.de abrufen.
Grundsätzlich muss der Lyrik-Autor aber nicht in die Edition, so dass die künstlerische Freiheit durchaus erhalten bleibt. Auf der letzten Buchmesse in Leipzig (2009) fand die Edition große Anerkennung. Doch solch ein Baby wird nicht über Nacht berühmt.
Ich muss auch noch einmal verdeutlichen: Der EV lehnt rund 25% Manuskripte ab, fast 30% wüssen komplett überarbeitet werden und weiteren 25% wird dringend ein Lektorat empfohlen.
Warum eigentlich wird der Spruch "Glückliche Autoren - Zufriedene Leser" verpöhnt? Mein Verlag ist ein Autorenverlag, der auch Newcomern eine Chance gibt.
Internetseiten sind immer kostspielige Problemkinder, wenn die umfangreichen Daten fast täglich aktualisert werden müssen. Doch auch diesen Zustand versuchen wir täglich zu verbessern.

Herzliche Grüße
Tino Hemmann
Dateianhänge
9783869010939.jpg
Ein Exemplar der LyBi
9783869010939.jpg (5.15 KiB)
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Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (11.09.2009, 11:32)
Hallo, zusammen.

Mit dem Engelsdorfer Verlag habe ich bisher wenig am Hut gehabt (außer, dass ein Bekannter dort Romane veröffentlicht hat), aber die LyBi-Edition erinnert mich von der Umschlaggestaltung her sehr an Reclam.

Jedenfalls wäre es den Dichtern zu gönnen, dass sie ihren Absatz erhöhen. thumbbup

Herzliche Grüße,
Thorsten

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hawepe
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Re:

von hawepe (11.09.2009, 12:10)
Thorsten hat geschrieben:
Jedenfalls wäre es den Dichtern zu gönnen, dass sie ihren Absatz erhöhen. thumbbup


Wenn nur der Buchhandel mitziehen würde. Die Lyrikreihe von Engelsdorf ist auch im Buchblock sehr gut gelungen. Dies gilt übrigens auch für etliche andere Engelsdorfer Bücher. Allein schon die Gestaltung lässt einen die Bücher gerne in die Hand nehmen und lesen.

Beste Grüße,

Heinz.

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (11.09.2009, 12:16)
hawepe hat geschrieben:
Allein schon die Gestaltung lässt einen die Bücher gerne in die Hand nehmen und lesen.


Wie ich sehe, wechselt die Farbe von Buch zu Buch. Allerdings finde ich nirgends eine Leseprobe bzw. den Blick ins Buch. Oder hast du, Heinz, bereits eine Ausgabe zuhause? :wink:

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hawepe
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Re:

von hawepe (11.09.2009, 12:35)
Hallo Thorsten,

Thorsten hat geschrieben:
Allerdings finde ich nirgends eine Leseprobe bzw. den Blick ins Buch. Oder hast du, Heinz, bereits eine Ausgabe zuhause? :wink:


Nein :-( Inzwischen halte ich mich beim Kaufen von Büchern extrem zurück. Die Stapel ungelesener Bücher und die sich auf dem Fußboden stapelnden Bücher haben doch überhandgenommen.

Die bei Engelsdorf veröffentlichte Lyrik leidet meiner Meinung nach wie sehr viele Lyrik darunter, dass sie eigentlich keine Lyrik ist. Es sind meistens Prosatexte, die mit dem Hackebeil zu Lyrik geformt wurden. Oder durch einen verqueren Satzbau.

Allerdings hatte ich keine Zeit, mir in Leipzig alle Bände anzuschauen. Und wie du schreibst, es gibt eben keine Leseproben, um sich im Internet informieren zu können. Aber die nächste Buchmesse in Leipzig ist gewiss und dann plane ich dafür gleich Zeit ein.

Beste Grüße,

Heinz.

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (11.09.2009, 12:44)
Ich bin auf deinen "Bericht" gespannt, Heinz ... ;-)

Da (auch ich in einem kleinen unabhängigen Berliner Verlag demnächst wieder einen Lyrikband veröffentlichen werde - und) mich dieses "Stiefkind der Literatur" - beschäftigt, finde ich Bemühungen und Pläne in dieser Hinsicht stets interessant ...

LG; Babs

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (11.09.2009, 12:56)
Hallo, Heinz.
hawepe hat geschrieben:
Hallo Thorsten,

Thorsten hat geschrieben:
Allerdings finde ich nirgends eine Leseprobe bzw. den Blick ins Buch. Oder hast du, Heinz, bereits eine Ausgabe zuhause? :wink:

Nein :-( Inzwischen halte ich mich beim Kaufen von Büchern extrem zurück. Die Stapel ungelesener Bücher und die sich auf dem Fußboden stapelnden Bücher haben doch überhandgenommen.

Sei getröstet, du bist nicht allein. :D
hawepe hat geschrieben:
Die bei Engelsdorf veröffentlichte Lyrik leidet meiner Meinung nach wie sehr viele Lyrik darunter, dass sie eigentlich keine Lyrik ist. Es sind meistens Prosatexte, die mit dem Hackebeil zu Lyrik geformt wurden. Oder durch einen verqueren Satzbau.

Das würde mich dann u.U. auch vom Kauf abhalten. Die Option der Leseproben ist ja bereits online - fehlen nur noch die Leseproben selbst. Vielleicht klären diese bald mehr auf.

Herzliche Grüße,
Thorsten

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