Lesung 800 km entfernt?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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Judith
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Lesung 800 km entfernt?

von Judith (04.11.2008, 12:13)
Hallo zusammen,

gestern habe ich im Tanzstudio einen Anruf bekommen, jemand wolle mich zu einer Lesung einladen. Da ich im Unterricht war, bat ich um die Nummer für den Rückruf. Es ist bei Hamburg, ich wohne im tiefsten Süden!

Es handelt sich um ein Tanzstudio, in dem ein 16jähriges Mädchen ist (nun, inzwischen müsste sie 17 sein), das mir letztes Jahr folgende mail schrieb:

Ich habe gestern dein Buch bekommen und muss sagen, ich finde es echt superschön. Eines allerdings haute mich so ziemlich vom Hocker. Das Buch passt gut zu unserer Schule. Wir haben sowohl die nervigen Eltern, die meinen der Hund sei unhygienisch und gefährlich als auch überdrehte Schüler, die zum ersten mal Ballett machen und meinen, sie können in einen Fortgeschrittenen-kurs.

Sie hatte meinen Tanzroman ihrer Ballettlehrerin zu Weihnachten geschenkt, und die war auch platt wegen der Parallelen, außerdem ganz angetan von meinem Buch. :P

Nun hatte sie die Idee, mich zu einer Lesung einzuladen. Die Mädels an ihrer Schule äußerten sich auch interessiert. Aber mit Fahrt zum Flughafen, Flug, Lesehonorar etc. müsste ich schon 250 Euro verlangen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das "wert" bin. Sie will versuchen, eine andere Ballettschule oder einen Buchladen zu finden, um die Kosten zu reduzieren.

Klingt aufregend, kostet aber ein Wochenende ohne Mann und Hund. Und ich habe ja, was Lesungen betrifft, schon ein gewisses Selbstbewusstsein, die 60 Euro Honorar im näheren Umkreis verlange ich mit gutem Gewissen, aber bei solch einem Betrag hört für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis auf.

Was würdet ihr tun?

Grüßle,
Judith
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powbase
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Lesung

von powbase (04.11.2008, 12:35)
Hallo Judith,

ganz ehrlich, ich würde in dem Fall höflich auf die enorme Entfernung etc. verweisen und mit der Bitte um Verständnis auf die Lesung verzichten.
Neben dem finanziellen Aspekt hast Du ja selbst auch schon den zeitlichen Aufwand erwähnt. Und Zeit ist heutzutage kostbar.

Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg, powbase

Dozen-Roses

Re: Lesung 800 km entfernt?

von Dozen-Roses (04.11.2008, 13:03)
Hallo Judith!

Wenn man, wie Franziska aus "Das Superweib" von Hera Lind, auf Lesertour ist, wäre die Entfernung angemessen.
Ich würde es nicht tun, obwohl es auf der anderen Seite natürlich schade ist um die Erfahrung, die man machen würde. :roll: blink3

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (04.11.2008, 13:07)
Also mir persönlich wäre es auch zu anstrengend...
Aber nach dieser Begeisterung zu schließen, ist es auch eine Chance...

Wenn sie die finanziellen Mittel zusammenbekommen, würde ich es an deiner Stelle machen...

Vielleicht kannst du in Berlin noch etwas klarmachen/ einen zewiten Termin? Wir hätten hier in Potsdam im Büro noch ein Zimmer mit Schlafcouch kostenfrei anzubieten ,-))

LG, barbara

roland_lange

Re:

von roland_lange (04.11.2008, 13:24)
Hallo Judith,

warum so bescheiden? Wir Schreiberlinge sind es wert, dass man uns gut bezahlt! Zumal dich jemand haben will, weil ihm deine Arbeit so gut gefällt.
Ich selbst habe über Jahre auch dieses "Ich-trau-mich-nicht-viel-Geld-zu-nehmen-Verhalten" an den Tag gelegt. Aber das ist nicht in Ordnung. Solltest du also diese Lesung machen wollen, solltest du auch deinen Preis nennen. Und der beinhaltet eben auch die "Nebenkosten". Das solltest du so auch ganz offensiv vertreten. Wem das dann zu viel ist, der sollte auf dich verzichten. Aber nicht anders herum, nach dem Motto: "Das bin ich doch gar nicht wert - also lasst das mal lieber mit mir ..." dozey:

Gruß
Roland

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (04.11.2008, 13:46)
Hallo Judith,

wenn du die Auslagen erstattet bekommst - warum nicht?
Ich habe schon wesentlich größere Entfernungen für Lesungen in Kauf genommen und es hat mir gefallen, mit Menschen, die weit entfernt wohnen in Kontakt zu treten, ihnen von meinem Buch zu erzählen.

Gruß
Maryanne

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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (04.11.2008, 14:35)
Hallo Judith,
wenn die Dich einladen, wollen die Dich ja auch.
Nun mal mutig voran, Du bekommst doch jetzt nicht kalte FÜße, nur weil Du berühmt wirst oder???
Außerdem hat Hamburg eine Menge zu bieten, die Du mit Mann und Hund auch am Tag vor oder nach der Lesung als Kurzurlaub genießen kannst - gerade für Menschen aus dem Süden kann so eine Bildungsreise doch ganz angenehm sein, also los.
thumbbup thumbbup
Deine Zeit ist gekommen, also pflücke den Tag cheezygrin
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Anna-Lena
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Re:

von Anna-Lena (04.11.2008, 14:48)
Hallo Judith,

wenn du es zeitlich einrichten kannst, vielleicht sogar mit Familienanschluss, würde ich es in jedem Fall machen.
Das ist doch eine tolle Chance thumbbup .

LG Anna-Lena
http://annalenaslesestuebchen.wordpress.com/

Schillernd wie Seifenblasen ISBN-13:978-3-8370-9040-6


Carpe diem.

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Judith
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Re:

von Judith (05.11.2008, 01:45)
Nun, mal sehen, ob sie sich nochmal meldet. Sie sollte mir eigentlich eine E-Mail schicken. Vielleicht ist ihr ja inzwischen aufgefallen, dass ich (noch) nicht so berühmt bin. :wink: :P

Grüßle,
Judith
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FraRa
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Re:

von FraRa (05.11.2008, 08:50)
Einmal konnte ich mir sogar einen Preis nicht abholen, weil er mir zu teuer wurde (über 200 Euro Bahnkosten hin und zürück). Ich las dann in der dortigen Presse (online), wie schön es war ohne mich, den dritten Preis.
Die Leute waren aber wirklich bettelarm. Der Saal war bestimmt nicht einmal geheizt...
In der Breite, glaube ich, muss man Veranstalter dazu erziehen, dass Kultur nicht gratis ist. Auch 60 Euro Honorar erscheinen mir als unterste Schmerzgrenze. Dafür fährt ein Klempner nicht mal los.
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Judith
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Re:

von Judith (05.11.2008, 11:32)
Vielleicht geht es ja auch ein kleines bisschen billiger. Die Frau will sehen, ob sie noch ein anderes Tanzstudio findet, das Interesse hat. Außerdem ist bis dahin mein Mädchenroman erschienen (kommt voraussichtlich im März raus) und vielleicht kann der Verlag da eine Buchhandlung o.ä. in Hamburg finden, die Interesse an einer Lesung hat. Dann würden sich die Reisekosten schon wieder reduzieren.

Grüßle,
Judith
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hawepe
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Re:

von hawepe (05.11.2008, 22:52)
Hallo Judith,

um auch noch meinen Senf dazuzugeben: Ich würde die Gelegenheit nutzen, wenn es irgendwie machbar ist. Immerhin ist es eine Möglichkeit, aus deiner Region herauszukommen. Meiner Meinung nach bringen solche Veranstaltungen mehr als z.B. Lesungen auf Buchmessen, auf denen man ein Vorlesender unter vielen ist.

Beste Grüße,

Heinz.

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Judith
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Re:

von Judith (06.11.2008, 00:57)
Hallo Heinz,

das ganz sicher.

Inzwischen bin ich auch noch auf eine weitere Idee gekommen. Vielleicht bieten die in der Ballettschule kein Hip Hop oder keinen Steptanz an. Dann kann ich ja noch ein dreiviertel Stündchen Unterricht in irgend einer "Fremddisziplin" geben. Andere bringen Musiker mit zur Lesung, ich den Tanz. :P

Grüßle,
Judith
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hawepe
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Re:

von hawepe (06.11.2008, 08:02)
Hallo Judith,

Judith hat geschrieben:
Vielleicht bieten die in der Ballettschule kein Hip Hop oder keinen Steptanz an. Dann kann ich ja noch ein dreiviertel Stündchen Unterricht in irgend einer "Fremddisziplin" geben. Andere bringen Musiker mit zur Lesung, ich den Tanz. :P


Das wäre doch was. Finde ich eine sehr gute Idee.

Jedenfalls würdest du in Erinnerung bleiben, was ja nicht so ganz unwichtig ist. Und vielleicht lässt sich damit auch die eine oder andere Redaktion locken, wenn du es ihnen vorher richtig präsentierst.

Beste Grüße,

Heinz.

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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (06.11.2008, 10:31)
siehste, geht doch thumbbup cheezygrin
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