Fein,

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Teddy2065
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Fein,

von Teddy2065 (10.04.2007, 10:49)
dann mal eine Frage. Mal abgesehen davon wie schwer es ist ein Buch zu veröffentlichen, was kann denn ein Neuling überhaupt mit einem Buch verdienen.

Teddy

diekert
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Re:

von diekert (10.04.2007, 14:34)
Um auch an dem Buch verdienen musst du entsprechendes marketing machen und selbst aktiv werden. Also eigene Webseite, Flyer etc. sollten dann schon drin sein. Vieleicht dem örtlichen Buchhandel ein paar exemplare zum Einkaufpreis da lassen etc. Freundeskreis begeistern, dass die es weiter tragen, eins in die Bücherei schleppen etc.

Wenn man kein Markting macht, dann lohnt es sich nicht. Man sollte aber Zeit und Geld mitbringen. Oder eine Agentur beauftragen. Schau dir da einfach mal den Artikel von mir an. Wir machen das und was Marketing angeht würden wir dich da auch an die Hand nehmen. http://www.autorenpool.info/eine-professionelle-internetseite-ist-eine-investition-t39.html

Beim "erstellen" des Buches kannst du ja selbst sagen, wie viel Marge du willst. Das macht sich dann beim VBuchpreis bemerkbar. Aber schon da sollte man drauf achten, dass man den "regulären" Preis nicht überschreitet. Ein Buch darf für viele nicht mehr als 8€ kosten.

Wenn du viele Bücher verkaufst, dann bekomst du auch das Investierte wieder rein. Aber das musst du dir mal selbst ausrechnen. Wenn du willst, kann ich dir gerne mal einen Kostenvoranschlag für eine Komplettleistung bei uns machen. Also Layout des Buches, Cover und einige Marketing Artiikel

Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (12.04.2007, 22:27)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 28.07.2009, 15:02, insgesamt 1-mal geändert.

herby

Re:

von herby (14.04.2007, 17:29)
Ich denke man kann mit Bücherschreiben schon Geld verdienen, allerdings können wohl die wenigsten davon leben. Bei POD-Büchern ist es schwieriger, aber z.B. im Fach- und Sachbuchbereich kann man schon mit wenigen Exemplaren in die Gewinnzone rutschen.
gruss
herby

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Anneliese
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Re:

von Anneliese (15.04.2007, 20:30)
Hallo Teddy!

Wir haben uns mit der Werbung wirklich Mühe gegeben. Dennoch werden wir wohl die Kosten für unseren Lyrikband nicht wieder hereinbekommen. :(

Andererseits haben wir nette Zuschriften bekommen und neue Freunde gefunden. Vielleicht sollte man nicht so materiell an die Sache herangehen. Lass Dir nicht einreden, dass man mithilfe von Marketing einen Bullen melken kann.

Die Leute da draußen haben einfach zu wenig Geld.
Verzeih ihnen ihren Geiz. :)
`
Gute Gedanken und Frieden!

Anneliese

diekert
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Re:

von diekert (17.04.2007, 06:56)
Man muss von Anfang an eine Strategie haben:
die frage, die man sich stellen sollte: macht es sinn sein Geld bei BoD zu lassen?
Gibt es Alternativen? (Ja gibt es durchaus!)
Lohnt sich der Aufwand für eine ISBN Nummer (Wenn man damit rechnet, dass man nur einen eingegrenzten Leserkreis hat, den man über andere Kanäle erreichen kann, dann macht es kein sinn.)
Gehen wirklich so viele Leute nach einer Recherche im Internet in die Buchhandlund oder greifen sie lieber auf alt bewertes zurück? Wir bringt man die Leute dann dazu grade das zu kaufen?

Diese und noch viel mehr Fragen muss man sich stellen.
Lyrikband hätte ich wie folgt rausgegeben:
Buch: 100 Seiten in DIN A5
Auflage: 200 stk
Stückpreis: 2,79€

Vermarktung: Internet, Onlineshop etc. genaue Marketingstrategien müsste man ausklügeln.
Buch zum Stückpreis von für den Endverbraucher: 7,90 (incl. od. excl. Versand: 0,85€

Heißt pro verkauftes Buch: 4,26 bzw. 5,11 Gewinn. - Sprich auch wenn man auf der hälfte sitzen bleibt hat man die Kosten wieder drin. Wenn man dann noch Werbekosten wie Internetseite etc. abzieht kommt man trotzdem auf eine stolze Summe und wenn es Nachfrage gibt kann man Nachdrucken.

Mehr solche Rechenbeispiele kann ich auf Anfrage rausgeben. Ich beschäftige mich da ein bisschen länger mit. In dem Zuge, kann man sich auch überlegen einen Verlag zu gründen, der sich NUR mit solchen Schemen ohne ISBN Nummern abspielt. Da könnte man durchaus erfolge verzeichnen, da man da mit "wenig" mühe auf einen grünen zweig kommen könnte, aber ich bin nur der Mensch hinter so einem geschehen.

Für einige Sachen ist bod das falsche Forum. Besonders bei einem Lyrikband wäre ich vorsichtig. Und wenn man sich mal die Gewinnmarge betrachtet pro Buch dann liegt man Knapp 3,5 Mal so hoch, wie bei Bod und es amotisiert sich auch nach einer Zeit wenn man das macht. Man Investiert dann NUR die Produktionskosten, also man hat keine Datenhaltungskosten wie Bod. Selbstmarketing und verkauf. Abgabe an Buchhandlungen wären dann kein Problem. Man muss ja keine Autorenexemplare bestellen und weitergeben. Man hat die Komplette auflage in der Hand.

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hawepe
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Re:

von hawepe (17.04.2007, 09:55)
Hallo,

diekert hat geschrieben:
Man muss von Anfang an eine Strategie haben:
die frage, die man sich stellen sollte: macht es sinn sein Geld bei BoD zu lassen?
Gibt es Alternativen? (Ja gibt es durchaus!)


BoD Norderstedt ist eben am bekanntesten und vermarktet sich selbst sehr professionell.

Ich habe inzwischen drei Buecher bei Engelsdorf herausgegeben und bin sehr zufrieden. Wichtig waren mir, dass ich druckfertige PDF-Dateien liefern kann, dass ich beim Umschlag mitreden kann, ihn aber nicht selbst gestalten muss, und dass es einen kompetenten Ansprechpartner gibt.

diekert hat geschrieben:
Lohnt sich der Aufwand für eine ISBN Nummer


Wenn alles so billig wie eine ISBN-Nummer waere... Und ohne ISBN braucht man es wirklich nicht versuchen, in irgendwelche Zeitungen zu kommen. Wenn man nicht gerade in einer Grossstadt lebt, sind die Regionzeitungen/Regionalteile meistens jedoch willige Abnehmer fuer Rezensionen und/oder Lesungsberichte.


diekert hat geschrieben:
Lyrikband hätte ich wie folgt rausgegeben:
Buch: 100 Seiten in DIN A5


Bitte nicht :-( Die DIN-Formate moegen fuer vieles geeignet sein, aber nicht fuer Buecher und schon gar nicht fuer Belletristik. Ein etwas schmaleres Format wuerde viel gefaelliger aussehen.

diekert hat geschrieben:
In dem Zuge, kann man sich auch überlegen einen Verlag zu gründen, der sich NUR mit solchen Schemen ohne ISBN Nummern abspielt.


Mit der kleinen Nebenfolge, dass man einen Gewerbeschein benoetigt, gewerbesteuerpflichtig und Zwangsmitglied der IHK wird. Okay, der Gewerbeschein ist preiswert und bei der Gewerbesteuer duerfte man unter die Freibetragsregelung fallen. Aber eine Gewerbesteuererklaerung muss man trotzdem abgeben. Bei der IHK muessen Kleinstunternehmen i.d.R. ebenfalls nichts zahlen, aber das sollte man sicherheitshalber _vorher_ erfragen. Wer im oeffentlichen Dienst taetig ist, braucht zudem noch eine Nebentaetigkeitserlaubnis.

Ich will damit niemanden entmutigen, bloss blauaeugige Unternehmensgruendungen gibt es schon genug.

Natuerlich kann man auch alles ignorieren und hoffen, dass es nicht irgendwann Aerger gibt und teuer wird.

Mir war das bisher zu aufwendig. Vor Jahren bin ich deshalb mal bei einem guten Bekannten untergeschluepft, der seinen Buchhandel fuer mich um eine Verlagstaetigkeit erweitert hat. Das war optimal. Leider hat seine Selbstaendigkeit aus familiaeren Gruenden aufgegeben.

Beste Gruesse,

Heinz.
Zuletzt geändert von hawepe am 04.05.2007, 16:25, insgesamt 1-mal geändert.

diekert
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Re:

von diekert (17.04.2007, 23:17)
Was ich hier schreibe sind wege. Wir haben eine Lösung, sogar zum Thema und den ganzen anderen schnick schnack. Ich werfe nur möglichkeiten ein.

Zum Thrma blauäugig: na ja wie viele BoD autotrn haben schon den unprofesionellesten scheis abgegeben und macht damit keine kohle, bleibt auf den kosten gänzich sitzen, obwohl es hätte anders sein können?

Zum Thema DIn A Formate. Man kann sich jetzt daran aufhängen, dass din formate schlecht für bücher sind, aber die finde ich auch im angebot von. Ich als mediengestalter, der auch Print macht, weiß das man technisch gesehen mit 12 x 19 genau so wenig aufwand hat als mit din a 5. Also wenn es nur darrum geht, ich könnte jetzt hier sonst was für rechnungen reinstellen, die dann erst recht keiner versteht. ich denke, dass ist nicht sinn der sache.

Wenn man mal bedenkt, dass einige Bücher regional populäre sind, die wirklich über keine denkbare isbn nummer verfügung dann vertstehe ich nicht, warum es so schlecht sein soll ohne isbn was zu machen.
Verlagtechnisch: wenn sich ein Kunde dazu entscheiden würde einen ^verlag zub gründen wüssten wir gute günstige und effektive lösungen, ohne das man einen nachteil hat. Wir haben genjug leute die sich mit nichts anderem beschäftigen.

Also wenn jemand mal so einen weg anschlagen möchte, oder sich erkundigen möchte, in wie fern was möglich ist, dann kann er / sie / es sich gerne einmal melden. Ich stehe gerne rede und antwort^.

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hawepe
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Re:

von hawepe (18.04.2007, 08:29)
Hallo,

diekert hat geschrieben:
Zum Thrma blauäugig: na ja wie viele BoD autotrn haben schon den unprofesionellesten scheis abgegeben und macht damit keine kohle, bleibt auf den kosten gänzich sitzen, obwohl es hätte anders sein können?


Eben, deshalb appelliere ich ja immer, dass man erst genau ueberlegen und dann handeln solle.

diekert hat geschrieben:
Zum Thema DIn A Formate. Man kann sich jetzt daran aufhängen, dass din formate schlecht für bücher sind, aber die finde ich auch im angebot von. Ich als mediengestalter, der auch Print macht, weiß das man technisch gesehen mit 12 x 19 genau so wenig aufwand hat als mit din a 5. Also wenn es nur darrum geht, ich könnte jetzt hier sonst was für rechnungen reinstellen, die dann erst recht keiner versteht. ich denke, dass ist nicht sinn der sache.


Die Rechnung duerfte dadurch kaum anders aussehen, aber es koennte gerade eine deiner Staerken sein, dass du optimale Formate anbietest.[/quote]

diekert hat geschrieben:
Wenn man mal bedenkt, dass einige Bücher regional populäre sind, die wirklich über keine denkbare isbn nummer verfügung dann vertstehe ich nicht, warum es so schlecht sein soll ohne isbn was zu machen.


Habe ich das behauptet? Man sollte sich bloss ueber die Konsequenzen im klaren sein.

diekert hat geschrieben:
Verlagtechnisch: wenn sich ein Kunde dazu entscheiden würde einen ^verlag zub gründen wüssten wir gute günstige und effektive lösungen, ohne das man einen nachteil hat. Wir haben genjug leute die sich mit nichts anderem beschäftigen.


Natuerlich kann die Gruendung eines eigenen Verlages die Loesung sein. Aber auch der beste Berater nimmt einem das eigene Denken nicht ab.

Bekannte von uns haben in den 60er Jahren oeffentlich gefoerdert gebaut. Jetzt wollten sie ein Gewerbe eroeffnen. Alles war bereits klar - bloss dann stiessen sie durch Zufall auf einen Passus in den Foerderbedingungen, dass Gewerbe verboten ist :-(

Beste Gruesse,

Heinz.

Gerry
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Mit Büchern Geld verdienen

von Gerry (18.04.2007, 15:25)
Hallo Teddy!

Mit Büchern verdienen nur die Druckereien Geld und 99% aller Schreiber, ich mit eingeschlossen, decken nicht ein mal ihre Unkosten.
Um in Deutschland Interesse zu erwecken, musst du irgend ein krimmineler sein der schon mal durch die Presse ging oder eine bereits bekannte Persönlichkeit aus Film, Sport oder Politik.
Bestseller werden nicht geschrieben, sondern gemacht durch finanziell starke Verlage mit einer Lobby im Ausland und bei der Presse.
Täglich werden tausende von Büchern vernichtet, die außer dem Autor und dem Lektor, und der auch nur weil er musste, nie jemand gelesen hat.
Es gibt ganz einfach zuviel Bücher und es gibt nichts, über das noch nicht geschrieben wurde.

Gruß Gerry

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hawepe
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Re: Mit Büchern Geld verdienen

von hawepe (18.04.2007, 19:21)
Hallo,

Gerry hat geschrieben:
Mit Büchern verdienen nur die Druckereien Geld und 99% aller Schreiber, ich mit eingeschlossen, decken nicht ein mal ihre Unkosten.
Um in Deutschland Interesse zu erwecken, musst du irgend ein krimmineler sein der schon mal durch die Presse ging oder eine bereits bekannte Persönlichkeit aus Film, Sport oder Politik.
Bestseller werden nicht geschrieben, sondern gemacht durch finanziell starke Verlage mit einer Lobby im Ausland und bei der Presse.
Täglich werden tausende von Büchern vernichtet, die außer dem Autor und dem Lektor, und der auch nur weil er musste, nie jemand gelesen hat.
Es gibt ganz einfach zuviel Bücher und es gibt nichts, über das noch nicht geschrieben wurde.


Wenn dir diese einfache Weltsicht das Leben erleichtert, ist es gut. Aber ich sehe es lieber etwas differenzierter, auch wenn das manchmal ganz schoen laestig sein kann.

Bei klassischen Verlagen verient man nach wie vor Geld, auch wenn es knapper geworden ist. Zu erfolgreichen Buechern gehoert mehr als nur eine Lobby.

Bei BoD sieht es natuerlich etwas anders aus. Ohne Anspruch auf statistische Aussagekraft wuerde ich sagen, dass in 99 Prozent der BoD-Titel zwar bestimmt viel Herzblut geflossen ist, bloss das reicht genauso wenig wie viel guter Wille aus.

Ich habe mir in den letzten Wochen ziemlich intensiv die Lyrik von BoD-Autoren angesehen: Es war ein Horror-Trip. Sorry, dass ich es so hart formuliere. Von Metrik keine Spur, verhunzter Satzbau, duerftige Bilder. Hin und wieder mal ein nettes Gedicht fuer die beruehmt-beruechtigten Poesie-Alben. Mehr leider nicht.

Dass man mit solchen Buechern nur schwer ueber den Familien-, Bekannten-, Freundeskreis hinauskommt, ist klar. Und dass man so nichts verdienen kann, ebenfalls.

Beste Gruesse,

Heinz.

diekert
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Re:

von diekert (19.04.2007, 19:40)
Es kommt einfach wieder die Frage auf: wer soll es lesen? Braucht man da eine ISBN Nummer?

Wenn man keine braucht, weil man die dann aus dem Kofferraum verkauft oder sowas dann soll man das in eine Normale Druckerei geben und da machen lassen und BEI BEDARF bei BoD oder sonstigem veröffentlichen.

Viele handeln viel zu schnell und BoD ist anspruchslos. Sprich: da kann jeder machen was er will, außer was mit Hakenkreuzen oder sowas. Gab da eine riesen Diskussion drüber. Es muss jeder einfach mal schaun, wie er am besten veröffentlicht und nich direkt zum verlag rennen. Kostet viel Geld und man bekommt in vielen Fällen kaum was raus.

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Adriana
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Re: Mit Büchern Geld verdienen

von Adriana (20.04.2007, 12:13)
hawepe hat geschrieben:
Ich habe mir in den letzten Wochen ziemlich intensiv die Lyrik von BoD-Autoren angesehen: Es war ein Horror-Trip. Sorry, dass ich es so hart formuliere. Von Metrik keine Spur, verhunzter Satzbau, duerftige Bilder. Hin und wieder mal ein nettes Gedicht fuer die beruehmt-beruechtigten Poesie-Alben. Mehr leider nicht.


Hallo Heinz!

Gegen einen kritischen Blick ist im Prinzip nichts einzuwenden. Und sicher geht gute Lyrik unter der Flut der "Knittelverbüchlein" schnell unter. :( . Andererseits ist es verständlich, dass BoD, die ja an jeder Veröffentlichung verdienen, kein Interesse daran haben, einen Autor abzuwimmeln.

Ich finde es auch nicht besonders schlimm, wenn manche Titel ein wenig unausgegoren sind. Was man in Buchhandlungen findet, ist auch nicht alles top. Nicht einmal die so genannten Bestseller.
Nicht alles, was sich gut verkauft, muss auch was taugen. Und gerade Lyrik ist in einem hohen Maße Geschmackssache.

Nun muss ich doch mal fragen, was für dich ein gutes Gedicht ausmacht: Eine poetische Idee? Die sprachlichen Bilder? Oder muss alles, was sich "Gedicht" schimpft, unbedingt ein klassisches Versmaß haben und sich reimen?
Nun gibt es Leute, die generell nur auf klassiche Lyrik stehen und alles andere als "Horrotrip" empfinden. Damit kann ich leben.
Aber Vorsicht mit solchen Rundumschlägen :roll: . Die helfen niemandem weiter und beleidigen vielleicht Autoren, die Du gar nicht gemeint hast.

Viele Grüße,

Adriana.

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hawepe
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Re: Mit Büchern Geld verdienen

von hawepe (20.04.2007, 14:47)
Hallo Adriana,

Adriana hat geschrieben:
Gegen einen kritischen Blick ist im Prinzip nichts einzuwenden. Und sicher geht gute Lyrik unter der Flut der "Knittelverbüchlein" schnell unter. :( . Andererseits ist es verständlich, dass BoD, die ja an jeder Veröffentlichung verdienen, kein Interesse daran haben, einen Autor abzuwimmeln.


Der grosse Fortschritt von BoD ist eben, dass wirklich jeder Buecher veroeffentlichen kann. Dass moechte ich auch gar nicht aendern.

Aber zugleich ist es auch der grosse Nachteil. Jeder kann alles veroeffentlichen, Qualitaet spielt keinerlei Rolle. Selbst wenn die meisten Autoren nur ein paar Dutzend Buecher fuer den Eigenvertrieb abnehmen, haben die BoD-Verlage bereits verdient.

Trotzdem wird das Problem auch bei diesen Verlagen gesehen. Die Edition BoD bei BoD und die pernobilis edition bei Engelsdorf sind Versuche, eine Antwort auf diese Herausforderung zu geben. Beide Reihen setzen ausdruecklich auf Qualitaet. Welche Titel in ihnen erscheinen, entscheiden alleine die Verlage.

Ich finde es auch nicht besonders schlimm, wenn manche Titel ein wenig unausgegoren sind. Was man in Buchhandlungen findet, ist auch nicht alles top. Nicht einmal die so genannten Bestseller.
Nicht alles, was sich gut verkauft, muss auch was taugen.


Wer sollte so verrueckt sein, das zu bestreiten?

Aber aus dem Verlagsnamen kann man meist doch schon recht gut auf die Qualitaet schliessen. Ob einem ein Titel dann auch persoenlich gefaellt, steht natuerlich auf einem ganz anderen Blatt. Aber auf was schliesst man bei BoD (wobei ich wie immer nicht den gleichnamigen Verlag, sondern das Verfahren meine)?

Vorsichtig formuliert ist das Niveau extrem durchwachsen, wobei man eigentlich besser von einer Pyramide sprechen sollte.

Wenn ein Buchhaendler z.B. Suhrkamp oder Fischer auslegt, muss er die entsprechenden Titel keinesfalls gelesen haben, einen BoD-Titel sollte er aber besser vorher lesen, wenn er sich nicht blamieren moechte.

Nun muss ich doch mal fragen, was für dich ein gutes Gedicht ausmacht: Eine poetische Idee? Die sprachlichen Bilder? Oder muss alles, was sich "Gedicht" schimpft, unbedingt ein klassisches Versmaß haben und sich reimen?


Weder klassisches Versmass noch Reime sind noetig, aber gute freie Gedichte stellen an den Autor (oder natuerlich genauso Autorin) eher noch hoehere Ansprueche.

Was erwarte ich nun? Bei gereimten Gedichten muss die Metrik "stimmen", das heisst den Inhalt unterstuetzen und entsprechend bewusst und formal korrekt angewendet werden. Die Reime duerfen sich nicht in den Vordergrund schieben.

Bei unsgereimten uebernimmt den Part der Metrik der Rhythmus. Die Zeilenumbrueche muessen nach Lesefluss und Inhalt so gesetzt werden, dass sie nur dort und nicht woanders stehen koennen.

Beide Gedichtsformen geben Inhalte sehr verichtet wieder, lassen Bilder oder Melodien entstehen. Dazu bedarf es einer angemessenen Wortwahl und des Verzichts auf abgenutzte Bilder.

Das ist jetzt sehr kurz gefasst meine Vorstellung, wobei sie natuerlich nicht auf meinem Mist gewachsen ist, sondern ganz wesentlich von Menschen gepraegt wurde, die sich zum Teil schon seit Jahrzehnten mit Lyrik befassen und viel mehr wissen als ich.

Nun gibt es Leute, die generell nur auf klassiche Lyrik stehen und alles andere als "Horrotrip" empfinden. Damit kann ich leben.


Ob habe ich versucht, Kriterien fuer gute Gedichte zu beschreiben. Was einem dann persoenlich gefaellt, ist wieder eine ganz andere Sache. Vorhin habe ich gerade ein paar Gedichte von Elke Erb gelesen. Gefallen mir ueberhaupt nicht. Aber gut sind sie trotzdem.

Aber Vorsicht mit solchen Rundumschlägen :roll: . Die helfen niemandem weiter und beleidigen vielleicht Autoren, die Du gar nicht gemeint hast.


Da es hier nicht um eine kritische Betrachtung einzelner Texte oder Autoren ging, sehe ich die Gefahr eigentlich nicht. Ausgangspunkt war die Frage, wie man als BoD-Autor seine Buecher unter das Volk bringt bzw. was dieses so schwer macht.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Anneliese
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Re: Mit Büchern Geld verdienen

von Anneliese (20.04.2007, 15:24)
hawepe hat geschrieben:
Aber auf was schliesst man bei BoD (wobei ich wie immer nicht den gleichnamigen Verlag, sondern das Verfahren meine)?


Hallo Heinz!

Als alte Eisenbahnerin und Umweltschützerin finde ich das BoD-Verfahren ausgesprochen gut. Denk doch bitte auch an die armen Bäume, die wegen der sinnlos auf Halde produziertesson Bücher sterben müssen. Da ist es doch besser, wenn nur auf Anforderung gedruckt wird. :D

BoD ist umweltfreundlich und modern. Das war für mich auch ein Grund, dort zu publizieren.

Ob jemand eine ISBN will oder nicht, sollte jeder selbst entscheiden. Ich glaube, da erübrigen sich weitere Diskussion. :wink:

Herzliche Grüße!

Anneliese

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