Kurzgeschichte

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Caoimhe
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Registriert: 10.11.2008, 21:59
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Kurzgeschichte

von Caoimhe (10.11.2008, 22:20)
Folgendes ist wohl weniger eine Geschichte als ein Schulaufsatz(Bildimpulsgeschichte), verfasst für eine Freundin und nicht einmal einer meiner besten, aber ich denke, dem Zweck, den ich ihm zugedacht hab', wird er genüge tun.
Ich möchte darum bitten, den Inhalt erst einmal zur Seite zu lassen, - ich weiß, dass er überdramatisch ist, ich war eben schlecht gelaunt, als ich diesen Text verfasst hab' - denn vielmehr würde ich um eine Bewertung bzw. Beratung bzgl. meines Schreibstils bitten. Ich bin's einfach leid, mir subjektive Meinungen anzuhören, denen zufolge mein Schreibstil auf irgendeine Weise herausragend wäre - ich hab' ja doch schon zu viel gelesen, um derartige Kommentare ernst zu nehmen - und bitte hiermit um konstruktive Kritik =) Ach ja, ich entschuldige mich schon im voraus dafür, dass ich einfach nicht mit Zeilenumbruchsetzung zurecht komme. Und bevor ich es vergesse, meine Rechtschreibung ist grauenhaft, ich weiß >.>
Vielen Dank!
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Der Ruf seiner ältesten Schwester weckte Tobias aus der Ekstase, die ihn während der eintönigen, doch nicht weniger anstrengenden Feldarbeit gepackt hatte. Er hob den Arm, wischte sich mit dem zerschlissenen Ärmel seines Hemdes über das schweißnasse Antlitz, dann erst wandte der Junge sich in die Richtung, aus der er meinen Namen vernommen hatte. In der glühend heißen Mittagssonne wirkte das mausbraune Haar Hannahs fast blond, das bittersüße Lächeln auf ihren Zügen engelsgleich. Stöhnend ließ er die Sense fallen, mit der er die Getreideähren geerntet hatte. Was konnte dieses Biest nun schon wieder von ihm wollen? Nun, seinen Arbeitsrhythmus hatte sie schon einmal durchbrochen, dachte er bitter, denn erst jetzt wurde ihm die bleierne Erschöpfung bewusst, die sich in seinem jungen Körper aufgestaut hatte, lediglich von der Arbeit aus seinem Bewusstsein verdrängt. „Komm doch, “ schallte ihre Stimme über das verlassene Feld, „wir haben eine Überraschung für dich.“ Mit ‚wir‘ musste Hannah wohl seine Geschwister meinen, vier an der Zahl. Von ihr einmal abgesehen zählten seine Brüder allesamt weniger als seine zehn Sommer, der Jüngste war gerade erst geboren worden. Wenig begeistert setzte er sich in Bewegung, folgte seiner Schwester an der Scheune vorbei, bis hinter das verwitterte Bauernhaus, das nun schon seit Generationen die Wohnstätte seiner Familie darstellte. Kaum hatten sie den Bereich verlassen, den man von den Fenstern des Hauses hätte erfassen können blieb das Mädchen stehen und drehte sich, immer noch lächelnd, um. Obgleich der der Platz hinter dem Haus, von dem Badezuber einmal abgesehen, vollkommen menschenleer war musste der Junge den Impuls unterdrücken, sofort umzukehren und davonzulaufen. Irgendetwas im Blick seiner Schwester machte Tobias klar, dass Feldarbeit, mochte sie auch noch so kräftezehrend sein, dem, was seine Schwester nun mit ihm vorhatte, deutlich vorzuziehen war. „Und?“ fragte er, bemüht seine Stimme gefasst und ruhig klingen zu lassen. Ein leises Kichern hinter ihm erregte seine Aufmerksamkeit, doch brauchte er sich nicht einmal umzudrehen um zu wissen, welchem seiner kleinen Brüder jener Laut der Vorfreude entfahren war. Seufzend, Ungeduld sprach deutlich aus seinem Gesicht, blickte er weiter in das Gesicht seiner Schwester als ein unerwarteter Schlag in den Rücken ihn nach Vorne warf, sodass sich der Zehnjährige nur durch einen Ausfallschritt vor dem harten Aufprall am Kopfsteinpflasterweg bewahren konnte. Wie konnten sie es wagen? Das war doch eindeutig mehr als eine gewöhnliche Balgerei unter Geschwistern. „Wir wollen dir ein Bad zur Entspannung gewähren, “ erklärte Hannah und lachte boshaft. Mit harten Stößen sah er sich in die Richtung der Wanne geschoben, Pein schoss über sein Gesicht. Waren es bloß seine kleinen Brüder, die ihn da zum Zuber stießen? Tobias konnte kaum glauben, dass Acht- und Sechsjährige über derartige Kraft verfügten. Ein harter Schlag zwischen die Schulterblätter beraubte ihn seines Gleichgewichts und ließ ihn vorneüber in die Wanne stürzen. Ein gequälter Aufschrei ließ sich nun nicht mehr zurückhalten, als das kochende Wasser seine Haut verbrühte. Selbst der heiße Wasserdampf brannte auf seinem Gesicht wie Feuer, instinktiv wollte er von dem Schmerz zurückzucken, doch drückten ihn kleine Hände zurück ins Wasser. Schwach war das schmerzerfüllte Keuchen als sich erneut Wasser über sein Haupt ergoss, doch mittlerweile nahm er die Temperatur nicht einmal mehr wahr. Seine Haut, so spürte er, hatte sich bereits teilweise abgelöst als seine Geschwister, plötzlich nicht mehr lachend, von ihm abließen. Unbeholfen und schwach erhob er sich aus dem Badezuber, hievte sich einfach über den Rand und ließ sich auf den Boden fallen – zu mehr war der Junge in dem Moment nicht mehr fähig. Am Rande nahm er wahr, dass er auf den Rücken gedreht wurde, sah die erschrockenen, nahezu panischen Gesichter seiner Geschwister, wie sie die Münder in hilflosen Schreien weit aufgerissen hatten, dann überließ er sich der wohltuenden Schwärze, die ihn einhüllte und mit Taubheit willkommen hieß.
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Nedea
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Re:

von Nedea (12.11.2008, 22:41)
öhm...wie gehts weiter ? :lol:

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Caoimhe
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Re:

von Caoimhe (23.11.2008, 21:08)
Öhm, ich kann dich beruhigen, es geht nicht weiter ^.^ Es ist eben eine sehr kurze Kurzgeschichte x) Was dann tatsächlich mit dem Jungen passiert bleibt offen, aber ich hätte irgendwie trotzdem gerne ein Feedback :D Danke!

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