noelle - Prolog

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Bitte beurteilt meinen Prolog nach deutschen Schulnoten.

Umfrage endete am 27.11.2008, 13:34

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Abstimmungen insgesamt: 13

anja1989
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noelle - Prolog

von anja1989 (13.11.2008, 13:34)
editiert
Zuletzt geändert von anja1989 am 27.12.2008, 00:01, insgesamt 8-mal geändert.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (13.11.2008, 13:43)
Hallo,

zunächst fällt auf, dass entliche Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler im Text sind, von daher ist das Lesen nicht sonderlich lustvoll.

Gruß
Haifischfrau

PS: Grammatik sollte man / frau als Schreiberling schon können!

anja1989
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Re:

von anja1989 (13.11.2008, 13:56)
sei doch nicht gleich so batzig.
Ich bin noch ziemlich jung, also nicht perfekt.
Geb mir doch Tipps was daran falsch ist.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (13.11.2008, 14:28)
Hallo Anja,
nö, ich bin nicht patzig. Ich bin sogar ein hilfsbereiter Mensch, nur habe ich im Moment wirklich keine Zeit, den ganzen Text durchzuarbeiten, vielleicht findet sich hier aber noch jemand, der das übernimmt.

Ehrlich gesagt kann ich mir aber nicht erklären, was jugendliches Alter mit Rechtschreib- und Grammatikproblemen zu tun hat - im Gegenteil, die Älteren mussten ja noch von alt auf neu umlernen (und haben das meist auch geschafft).

Ein Tipp: lasse deine Texte durch die Rechtschreibprüfung laufen, lese sie dann laut, damit du selbst siehst und hörst, was nicht stimmt.

Z. B. würde ich den Namen "Sproßa" sofern er von den - wie du schreibst - Sommersprossen herrühren, SPROSSA schreiben.

Schönen Gruß
Haifischfrau

Dozen-Roses

Re: Prolog

von Dozen-Roses (13.11.2008, 15:06)
anja1989 hat geschrieben:
Hallo Ihr,

ich war euch sehr dankbar ber eure ehrlichen Antworten. Ich habe heute noch mal neu angefangen, mit einer anderen Geschichte, aber es soll weiterhin um die Zwangsstörung gehen.
Es wäre sehr nett von euch, wenn ihr auch diesmal bewerten würdet.

Liebe Grüße
Anja

Prolog


Es ist wohl einer der schönsten Anblicke – Kinder zu sehen, die vertieft spielen, als wäre es das Wichtigste der Welt.
Sie haben keine Sorgen, keine Probleme, und keine Ahnung davon, was in der weiten Welt Grausames vor sich geht. Sie kennen nur die liebevolle Zuneigung ihrer Eltern.

1994

An jenem sonnigen Tag waren etwa ein dutzend Kinder auf dem Kindergartenspielplatz.
Es waren wenige Kinder, dafür, dass es der erste warme Tag im Jahr war.
Für die Kleinen war es eine große Freude, nach der langen Winterpause endlich wieder rutschen und schaukeln zu können. Manche warfen sich auch nur einen kleinen, roten Ball hin und her.
Es war angenehm warm. Sogar die Vögel trällerten in den großen Eichenbäumen ihre Lieder.
Die Erzieherin saß auf einer Holzbank, an einem Tisch neben der Rutsche, und blätterte in einer Frauenzeitschrift mit dem Titel »Betrogen«.
Ihren Kopf hatte sie auf dem linken Arm abgestützt und leicht zur Seite geneigt; mit den rechten Fingern trommelte sie auf ihrer Zeitschrift. Sie wirkte müde und erschöpft. Ihre lockigen, roten Haare waren mit einer Haarklammer hochgesteckt. Sie trug ein meerblaues Satinsommerkleid und linste ab und zu über den Rahmen ihrer braunen Hornbrille - mit ihren geschwollenen, rötlichen Augen - um nach den Kindern zu sehen.
Sie selbst nannte sich »Sprossa«, da ihr Gesicht etliche Sommersprossen zierten. Sprossa legte nach wenigen Minuten die Zeitschrift zur Seite, wischte sich eine kleine gläserne Träne von der Wange und stand auf.
»Kommt mal bitte alle zu mir.« Ihre Stimme klang leise und kränklich, doch die Kinder hatten sie verstanden, denn sie rannten ihr alle entgegen.
»Lasst uns ein paar Gymnastikübungen machen.«
Sproßa räusperte sich und faltete ihre Hände. Ihre Mundwinkel waren vollkommen starr und ihre eigentlich schönen, hellblauen Augen leer und grau.
Sie biss sich auf die Unterlippe – so sehr, dass diese ein wenig blutete.
Sproßa erklärte den Kindern, dass sie sich im Kreis drehen sollen und wenn ihnen schwindelig wird, können sie sich einfach auf den Boden setzen.
Die Erzieherin stand nur da und starrte ihre Finger an, während die Kleinen sich im Kreis drehten. Es war Sproßas Erziehungsmaßnahme, den Kindern etwas zu erklären und sie dann alleine ausprobieren zu lassen, damit sie lernen selbstständiger zu werden.
Nach und nach setzte sich die Hälfte der Kinder auf den Boden.
»Gut gemacht. Nun streckt eure Hände in den Himmel.« Sproßa versuchte zu lächeln, aber es gelang ihr nicht. Es war so, als wären ihre Lachmuskeln eingefroren.
Die Kinder streckten ihre Hände nach oben, alle, bis auf ein kleines Mädchen, das sich weiterhin im Kreis drehte.
Sie war gerade mal ein Meter groß, hatte kleine, blonde Löckchen, blaue Augen und strahlte im ganzen Gesicht, während sie sich um ihre eigene Achse drehte. Sie trug ein rubinrotes Kleid, mit weißen Punkten und schwarzen Sandalen.
»Süße, wir sind längst bei der nächsten Übung.«, sagte Sproßa und ging auf das Mädchen zu.
Doch das Kind hörte nicht auf sich zu drehen, sodass Sproßa sie am Arm festhalten musste.
»Wird dir denn nicht schwindelig?«, fragte die Erzieherin.
Die anderen Kinder lachten und zeigten auf das sonderbare Kind.
Das Mädchen strahlte immer noch und schüttelte nur den Kopf.
»Ich muss mich doch wieder zurückdrehen, sonst gehe ich doch falsch rum durch die Welt...«
An diesem Tag wurde Sproßa klar, das das kleine Mädchen anders ist, anders als die anderen Kinder. Doch sie wusste auch, dass es nie mehr dazukommen würde, ihr das irgendwann einmal zu sagen.


Mal abgesehen von der Rechtschreibung und Grammatik finde ich das Ende deines Prologes spannend, da es meine Fantasie anregt, was alles passieren könnte, dass Sprossa dem Kind ihre Meinung nie wird sagen können. Bringt sie das Kind etwa um? Stirbt das Kind? Wird es plötzlich taub?

Die einzelnen Sätze würde ich noch mit mehr Metaphern ausschmücken und, wie gesagt, an der Rechtschreibung arbeiten.

Eine Note zu geben ist schwer, wenn es um die Fehler geht. Man muss den Text aus zweierlei Ansichten benoten, wenn es denn sein soll.

Ich denke, was ich geschrieben habe, drückt schon eine Note aus.
Fehler mache ich auch. Deswegen ... Kopf hoch, es wird schon. thumbbup

PS: Ich habe ein wenig in deinem Text herumgefuhrwerkt, wie du siehst.
Zuletzt geändert von Dozen-Roses am 14.11.2008, 07:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Judith
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Re:

von Judith (13.11.2008, 15:56)
Hallo Anja,

ich habe im Moment nicht die Zeit, alles durchzulesen, aber deine Formulierungen wirken manchmal etwas "ungelenk". Deshalb hatte ich auch schon vermutet, dass du noch recht jung bist. Dürfen wir dein Alter erfahren?

Grüßle,
Judith
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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (13.11.2008, 17:49)
Hallo Anja, achte mal drauf, dass du nach dem "Mädchen" im nächsten Satz(teil) nicht "sie" sondern ES schreibst. (ES drehte sich um SEINE eigene Achse)

Weniger Adjektive bei den Beschreibungen! (meerblaues Satinsommerkleid, rubinrotes ... mit weißen Punkten).

LOFI

Re:

von LOFI (13.11.2008, 18:20)
Hallo Anja,

dieser Text gefällt mir sehr viel besser, als der von gestern. Er ist viel ruhiger geschrieben. Du hast es geschafft, einen Spannungsbogen aufzubauen, der mich am Ende des Abschnitts fragend zurückließ.
Man kann den text sehr wohl gut lesen, auch wenn Rechtschreibfehler drin sind, die lassen sich ausbessern. (aber generell sollte man sie von Anfang an ausmerzen, denn was du heute kannst besorgen das verschiebe nicht auf morgen; spart später Arbeit)

An der Ausdrucksweise mancher Sätze kann noch viel getan werden, keine Frage. Aber das kommt auch mit der Übung. Hast du jemanden, dem du den Text langsam vorlesen kannst, und dir verbesserungsvorschläge machen kann.

Weitere PN folgt dazu.

VG

Lorenz

anja1989
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Re:

von anja1989 (13.11.2008, 18:44)
ich hab den text jetzt ein bisschen verbessert.
:wink:

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (13.11.2008, 22:06)
Liebe Anja!
Beim Lesen ist in meinem Kopf eine Szene lebendig geworden...
Auch wenn es noch an Formulieren etc. zu feilen gibt, finde ich den Einstieg gelungen (vor allem das Zurück-dreh-Beispiel mit dieser speziellen Logik!), wobei mich persönlich der letzte Satz irritiert. Ich fände es spannender, wenn du ihn wegließest... ;-)

LG, Barbara

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Bücherwurm
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Re:

von Bücherwurm (13.11.2008, 22:53)
»Kommt mal bitte alle zu mir.« Ihre Stimme klang leise und kränklich, doch die Kinder hatten sie verstanden, denn sie rannten ihr alle entgegen.
»Lasst uns ein paar Gymnastikübungen machen.«
Spossa räusperte sich und faltete ihre Hände. Ihre Mundwinkel waren vollkommen starr und ihre eigentlich schönen, hellblauen Augen leer und grau.
Sie biss sich auf die Unterlippe – so sehr, dass sie ein wenig blutete.
Sproßa erklärte den Kindern, dass sie sich im Kreis drehen sollten. Wenn ihnen schwindelig würde, könnten sie sich einfach auf den Boden setzen.
Die Erzieherin stand nur da und starrte ihre Finger an, während die Kleinen sich im Kreis drehten. Es war Spossas Erziehungsmaßnahme, den Kindern etwas zu erklären und es sie dann alleine ausprobieren zu lassen, um sie zu lehren, selbstständiger zu werden.
Nach und nach setzte sich die Hälfte der Kinder auf den Boden.
»Gut gemacht. Nun streckt eure Hände in den Himmel.« Sprossa versuchte, zu lächeln aber es gelang ihr nicht. Es war, als wären ihre Lachmuskeln eingefroren.
Die Kinder streckten ihre Hände nach oben, alle, bis auf ein kleines Mädchen, das sich weiterhin im Kreis drehte.
Sie war gerade mal ein Meter groß, hatte kleine, blonde Löckchen, blaue Augen und strahlte im ganzen Gesicht, während sie sich um ihre eigene Achse drehte. Sie trug ein rubinrotes Kleid, mit weißen Punkten und schwarze Sandalen.
»Süße, wir sind längst bei der nächsten Übung«, sagte Sproßa und ging auf das Mädchen zu.
Doch das Kind hörte nicht auf, sich zu drehen, sodass Sprossa sie am Arm festhalten musste.
»Wird dir denn nicht schwindelig?«, fragte die Erzieherin.
Die anderen Kinder lachten und zeigten auf das sonderbare Kind.
Das Mädchen strahlte immer noch und schüttelte nur den Kopf.
»Ich muss mich doch wieder zurück drehen, sonst gehe ich doch falsch rum durch die Welt ...«
An diesem Tag wurde Sprossa klar, dass das kleine Mädchen anders war, anders als die anderen Kinder. Doch sie wusste auch, dass es nie mehr dazukommen würde, ihr das irgendwann zu sagen.



Liebe Anja,

ich habe den zweiten Teil grob überarbeitet. Nur Mut, du wirst mit jedem Text lernen. Du hast einen Vorteil. Du beginnst viel früher mit dem Schreiben, als ich es getan habe. Also hast du noch viel Zeit, dich zu verbessern. Wegen des letzten Satzes, der mich auch irritiert, musst du vielleicht nachdenken, ob du ihn nicht ganz streichst.

Grüße, Gabi
Titel bei BoD:
Hunger auf Leben - Ein Mädchen kämpft gegen den Krebs
Anna und das Traumland
Kinderbuch

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Siegfried
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Re: Prolog

von Siegfried (14.11.2008, 03:29)
anja1989 hat geschrieben:
Es wäre sehr nett von euch, wenn ihr auch diesmal bewerten würdet.


Ratschlag von meiner Seite:

Leg den Text des Prologs zur Seite,

dann arbeite in diversen Büchern über das Schreiben die Kapitel durch, die sich mit dem Thema "Show, don't tell" befassen,

dann nimm deinen Text wieder zur Hand und vergleiche ihn mit dem, was du aus den Schreibbüchern gelernt hast.

Und danach bitte ein Lehrbuch zum Thema Sprache und Stil. Bei dem Satz
"Es waren wenige Kinder dafür, dass es der erste warme Tag im Jahr war."
hat es mich aus der Kurve gehauen. So ein Satz, das geht nicht. Gar nicht. Das ist einfach nur schlimmes Deutsch.

LG
Siegfried

P.S. An der Kritik für deine andere Textvorstellung arbeite ich noch. Wird etwas länger.

Dozen-Roses

Re: Prolog

von Dozen-Roses (14.11.2008, 07:55)
Rein von der Rechtschreibung weg, gehört hinter Kinder ein Komma ...
Es waren nur wenige Kinder, dafür, dass es der erste warme Tag im Jahr war.

So, mit dem Komma, kann er verstanden werden: Es war der erste warme Tag im Jahr. Dafür waren nur wenige Kinder draußen (Die Schreiberein wundert sich, dass es nicht mehrere Kinder waren, dafür, dass es der erste warme Tag in diesem Jahr war).

Der Satz kann hin- und hergedreht werden, es kommt immer auf das Gleiche raus. Nur das KOMMA fehlt. Das hatte ich in ihrem Text ja auch berichtigt. :roll: book:
Zuletzt geändert von Dozen-Roses am 14.11.2008, 22:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (14.11.2008, 13:11)
Hallo Anja,
inhaltlich gefällt mir dein Text sehr gut. Nur mit der Umsetzung hapert es ein wenig. :wink:

An jenem sonnigen Tag waren etwa ein duzend Kinder auf dem Kindergartenspielplatz.

ein Dutzend Kinder
An jenem sonnigen Tag - Das klingt sehr schicksalhaft, aber natürlich vollkommen korrekt, wenn dieser Tag eine besondere Bedeutung haben soll. Geht es einfach nur um einen x-beliebigen Tag, muss man das nicht derart betonen.
Wie Siegfried an dieser Stelle ganz sicher sagen würde: Fang niemals mit dem Wetterbericht an. :lol:
Warum startest du nicht später im Text und baust die Situations- und Wetterbeschreibungen ein, wenn diese wichtig sind. Also z.B. als Anfang: Ihre Finger trommelten auf das Hochglanzcover. ...

Wenn es ein Hochglanzcover hat, ist es meines Wissens keine Zeitschrift, sondern ein Magazin.
Manche warfen sich auch nur einen kleinen, roten Ball hin und her.

sich zuwerfen oder hin- und herwerfen
was ist wichtiger beim Ball? Klein oder rot? Jedenfalls mindestens ein Adjektiv weglassen.
...und blätterte in einer Frauenzeitschrift, mit dem Titel »Betrogen«.

Die Finger ihrer rechten Hand trommelten träge über das Hochglanzcover einer Zeitschrift auf der mit rot leuchtenden Buchstaben das Wort "Betrogen" als Titel prangte.

Doppelerwähnung des Magazins und Titels.
träge trommeln? Trommeln empfinde ich als Ungeduld, Nervosität.

Sie selbst nannte sich Sprossa, ...

Spitznamen werden doch eher von Freunden oder der Familie vergeben.

Soviel zu den ersten Sätzen. :wink:
Liebe Grüße
Christel

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Siegfried
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Re: Prolog

von Siegfried (14.11.2008, 13:23)
Dozen-Roses hat geschrieben:
So, mit dem Komma, kann er verstanden werden: Es war der erste warme Tag im Jahr. Dafür waren nur wenige Kinder draußen (Die Schreiberein wundert sich, dass es nicht mehrere Kinder waren, dafür, dass es der erste warme Tag in diesem Jahr war).

Der Satz kann hin- und hergedreht werden, es kommt immer auf das Gleiche raus. Nur das KOMMA fehlt.


Es geht um die Sprachqualität, nicht um die inhaltliche Aussage. Und auch mit Komma - oder mit Punkt und dann in zwei einfache Hauptsätze aufgelöst - ist der Satz schlecht. Das ist Umgangssprache, und keine besonders gute. Hinzu kommt noch, dass in beiden Sätzen (bzw. Teilsätzen, wenn es ein Satz bleibt) ein schwaches Hilfsverb benutzt wird: "sein". Solche Hilfsverben, besonders im Doppelpack, sind Alarmzeichen.

Einfache, klare Aussagen brauchen einfache, klare Sätze - am besten mit starken Verben.

Am ersten warmen Tag im Jahr tobten erstaunlich wenig Kinder auf dem Spielplatz herum.

Klare Aussage, kein Hilfsverb, Örtlichkeit bezeichnet (im Gegensatz zum sehr allgemeinen "draußen") und im Kopf des Lesers entsteht ein Bild.

LG
Siegfried

P.S.: Mehr als dieser sprachlich unzulängliche Satz (so etwas kann immer mal jemandem passieren) überrascht mich, dass niemand hier solche Schwachpunkte bemängelt. Nehmt ihr es in Texten einfach hin? Ist es euch egal, wenn ihr so etwas lest? Oder sagt ihr tatsächlich, das es gut und lesbar sei?

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