endlich fertig

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Benutzeravatar
noteingang
Beiträge: 197
Registriert: 16.11.2008, 13:30

endlich fertig

von noteingang (03.12.2008, 18:15)
habe nun endlich mein Erstlingswerk vollendet und alle verschickten Vorabausdrucke (6 an der zahl) korrigiert und mit Notizen versehen von meinen Freunden wiederbekommen.

Habe eben nur mal kurz einige Notizen angesehen und finde wirklich amüsant, dass bei manchen etwas ankommt, was andere überhaupt nicht mögen.

Nun ist meine Frage, gibt es Tips wie lange man das am besten ruhen lässt?
Oder soll ich am besten gleich die ganzen Verbesserungsvorschläge anschauen und umschreiben?

Habe mal etwas von drei bis vier Wochen gelesen, die man das Werk ruhen lassen soll.

Alle meine Leser waren ausgesprochen zügig und ich habe es Samstag Nacht ausgedruckt in mich seit dem mit völlig anderen Dingen beschäftigt, es sind immerhin 90 DinA4 Seiten und 79500 wörter.

Also was ist eure Erfahrung, soll ich gleich lesen und ggf. umschreiben oder einfach lieber noch ein paar Wochen warten?

Arachne
Beiträge: 437
Registriert: 28.03.2008, 18:29
Wohnort: Niedersachsen

Re:

von Arachne (03.12.2008, 18:25)
Ich würde sagen, ja und nein. Wenn Dir die Änderungsvorschläge Deiner Testleser vernünftig vorkommen, wird sich das vermutlich in 4 Wochen nicht ändern.
Aber Du selbst siehst Deinen Text vielleicht nach 4 Wochen anders, d.h. Du würdest noch eigene Änderungen vornehmen wollen oder Fehler finden, für die Du jetzt noch blind bist.

Sigrid

Benutzeravatar
hawepe
Beiträge: 7138
Registriert: 15.04.2007, 21:26
Wohnort: Berlin

Re: endlich fertig

von hawepe (03.12.2008, 20:42)
Hallo,

noteingang hat geschrieben:
Also was ist eure Erfahrung, soll ich gleich lesen und ggf. umschreiben oder einfach lieber noch ein paar Wochen warten?


Ich arbeite immer mit mehreren Durchgängen.

Im ersten übernehmen ich nur Korrekturen, die unstrittig, weil z.B. Rechtschreib-, Grammatik- oder Zeichensetzungsfehler. Auch einzelne Ausdrücke, deren Alternativen mir spontan gefallen, werden da übernommen.

Im zweiten kommen die Korrekturen dran, denen ich im Prinzip zwar zustimme, die ich aber nicht 1 : 1 übernehmen möchte, die also weiterreichende Umformulierungen erfordern.

Im dritten sind dann die Korrekturen dran, bei denen ich sehr unschlüssig bin.

Korrekturen, die ausgeführt sind, streiche ich der besseren Übersichtlichkeit willen durch. Oft markiere ich auch besonders neuralgische Stellen farbig, um sie schneller wiederfinden zu können.

Beste Grüße,

Heinz.

Benutzeravatar
noteingang
Beiträge: 197
Registriert: 16.11.2008, 13:30

Re:

von noteingang (03.12.2008, 22:05)
Eventuell ist unter meiner Freude versteckt nicht wirklich deutlich geworden, was ich genau wissen will. :lol:

Es geht mir genau darum, ob es sinn macht vor dem Verbessern eine Pause zu machen. Eventuell hat jemand Erfahrungen darin, dass man "sein Werk" lieber etwas ruhen lässt.

Es geht mir gar nicht so sehr um Fehler, die sollten nun nach 6 verschiedenen Personen behoben sein, da sind einige recht Fitte dabei.

Verliert man nach sagen wir mal 4 Wochen die Bindung zum Werk, oder ist es doch eher so, dass man vermeintlich "objektiver" überarbeitet?

Will nun nicht anfangen und alles umbauen und dann auf einmal merken, dass schon Tausende vor mir diesen Fehler gemacht haben.

Benutzeravatar
hawepe
Beiträge: 7138
Registriert: 15.04.2007, 21:26
Wohnort: Berlin

Re:

von hawepe (03.12.2008, 22:36)
Hallo,

noteingang hat geschrieben:
Eventuell ist unter meiner Freude versteckt nicht wirklich deutlich geworden, was ich genau wissen will. :lol:


Doch, ist mir schon klar gewesen.

Auch deshalb eben die mehreren Durchgänge. Es gibt immer Korrekturen, über die man nicht zu überlegen braucht, weil sie wirkliche Fehler oder Ungenauigkeiten betreffen.

Es geht mir genau darum, ob es sinn macht vor dem Verbessern eine Pause zu machen. Eventuell hat jemand Erfahrungen darin, dass man "sein Werk" lieber etwas ruhen lässt.


Dazu müsste man erst einmal die Korrekturvorschläge kennen. Wie tief greifen sie in das Werk ein?

Will nun nicht anfangen und alles umbauen und dann auf einmal merken, dass schon Tausende vor mir diesen Fehler gemacht haben.


Ich kenne weder deine Schreibe noch deine Freunde, ich kenne nicht das Manuskript, weiß nicht, ob deine Freunde sehr tiefgehende Korrekturen vorschlagen oder eher kleinere. ob du mit dem Text absolut zufrieden bist oder stellenweise noch etwas unsicher.

Wie gesagt, ich bin mit den mehreren Durchgängen immer sehr gut gefahren, weil sich damit die meisten Korrekturen verhältnismäßig schnell abarbeiten lassen.

Bei den übrigen hängt es dann eben unter anderem davon ab, wie sehr ich an bestimmten Formulierungen oder Gedankengängen hänge. Wenn mich kein Redaktionsschluss drängt, lasse ich mir da ggfs. auch mal länger Zeit.

Aber jeder hat eben seinen eigenen Arbeitsstil. Es gibt nicht die richtige Vorgehensweise.

Beste Grüße,

Heinz.

Benutzeravatar
noteingang
Beiträge: 197
Registriert: 16.11.2008, 13:30

Re:

von noteingang (03.12.2008, 22:50)
Okay dann bedanke ich mich mal dafür.

Natürlich gibt es nie die einzigrichtige Lösung. Hätte ja aber sein können, dass einige Erfahrene drauf schwören, dass man es immer erst einige Wochen ruhen lässt. Wie geschrieben, habe da mal was gelesen aber erinnere mich nicht wo.

Halte es jetzt einfach so, korrigiere das oberflächlich und formal und vor inhaltlichen und stilistischen Verbesserungen lasse ich mir mal eine Woche Zeit um vorher etwas Abstand zu gewinnen.

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5693
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (04.12.2008, 02:19)
noteingang hat geschrieben:
Verliert man nach sagen wir mal 4 Wochen die Bindung zum Werk, oder ist es doch eher so, dass man vermeintlich "objektiver" überarbeitet?


Der richtige Zeitpunkt ist dann erreicht, wenn das Ändern deiner Lieblingsszene ganz tief in dir nicht mehr weh tut.

So lange dein Herzblut an deinem Text klebt, solltest du das Manuskript liegen lassen. cheezygrin

LG
Siegfried

Benutzeravatar
Valerie J. Long
Beiträge: 777
Registriert: 19.11.2008, 16:20
Wohnort: Wiesbaden

Re:

von Valerie J. Long (05.12.2008, 10:22)
Mein Erstling ruhte mehr als ein Jahr, bevor ich beschloss, ihn "buchfertig" zu machen - das lag aber auch nur daran, dass ich erst so spät auf die Idee mit BOD gekommen war.

Bei den späteren Folgen habe ich schon kurz nach der Fertigstellung angefangen, Stilblüten und krude Formulierungen 'rauszuwerfen.

Jedenfalls habe ich mir in allen Fällen Meinungen Dritter eingeholt, und das war gut so.


Was mir richtig weh tat, war der Versuch, nachträglich das Plusquamperfekt auszumerzen. Wenn die Rückblende eigentlich zum Spannungsbogen gehört, dann sägt das am Grundpfeiler der Geschichte. Das kann man gar nicht früh genug anfangen. Was will ich damit sagen? Es kann sich lohnen, Teile des Textes schon vor der Fertigstellung jemandem zu lesen zu geben.

Minimaus83
Beiträge: 6
Registriert: 08.12.2008, 11:34
Wohnort: Herda

Viele Fragen!

von Minimaus83 (08.12.2008, 11:44)
Hallo. Ich bin neu hier, und habe einige fragen an euch!
Ich habe seit einen halben jahr wieder angefangen zu schreiben. Und seit der zeit habe ich drei Bücher geschrieben, die ich auch versucht hatte, an einen Verlag zu bringen.
Dieses ist mir gut gelungen, und die Verläge haben sie auch haben wollen.
Aber jedesmal sollte ich dazu bezahlen. Bei einen Verlag sogar 16000 Euro!
Nun habe ich die Frage, wie komme ich an einen Verlag , wo ich nicht dazu bezahlen muss?
Oder was kann ich machen , wenn mir ein Verlag nicht antworten tut?
Was sindd gute Verläge, und was nicht?
Ich habe also viele Fragen und hoffe auf eine antwort von euch! Vielleicht könnt ihr mir helfen!
Oder vielleicht auch ein Autor der sich mit allen auskennen tut.
Das würde mich sehr freuen!
Ich schreibe seit längeren, habe jedoch eine menge fragen , die ich hoffe, hier beantwortet zu bekommen.

LOFI

Re: Viele Fragen!

von LOFI (08.12.2008, 11:49)
Minimaus83 hat geschrieben:
Hallo. Ich bin neu hier, und habe einige fragen an euch!
Ich habe seit einen halben jahr wieder angefangen zu schreiben. Und seit der zeit habe ich drei Bücher geschrieben, die ich auch versucht hatte, an einen Verlag zu bringen.
Dieses ist mir gut gelungen, und die Verläge haben sie auch haben wollen.
Aber jedesmal sollte ich dazu bezahlen. Bei einen Verlag sogar 16000 Euro!
Nun habe ich die Frage, wie komme ich an einen Verlag , wo ich nicht dazu bezahlen muss?
Oder was kann ich machen , wenn mir ein Verlag nicht antworten tut?
Was sindd gute Verläge, und was nicht?
Ich habe also viele Fragen und hoffe auf eine antwort von euch! Vielleicht könnt ihr mir helfen!
Oder vielleicht auch ein Autor der sich mit allen auskennen tut.
Das würde mich sehr freuen!


hallo erstmal und willkommen.

Diese Verlage, die derart zulangen nennen sich Druckkostenzuschussverlage. Da bezahlst du die Druckkosten und weißt nie, ob sich deine Bücher verkaufen.
Suche mal hier im Forum diverse Diskussionen.
Kann ich nur von abraten.

Einen Publikumsverlag zu finden ist wie ein Lottospiel.
von 3000-4000 eingesandtten Manuskripten werden i.d.R. nur 1 bis 3 genommen.

Letztendlich bleibt dir immer noch die Möglichkeit es über BOD zu versuchen. www.bod.de Hier liegst du preislich wesentlich günstiger, teilweise sogar fast kostenlos, je nach Projektwunsch.

VG

LOFI

Re:

von LOFI (08.12.2008, 11:51)
@Minimaus

ich habe für dich ein neues Thema eröffnet. da passt deine Frage nun besser rein.

Minimaus83
Beiträge: 6
Registriert: 08.12.2008, 11:34
Wohnort: Herda

Danke schön

von Minimaus83 (08.12.2008, 14:14)
Ich danke erstmal für deine antwort und versuche es mal mit den Bod. Jedenfalls schaue ich da mal rein.
Ich habe noch einen verlag offen. das ist der Frankfurter Literarurverlag. Hat jemand schon einmal von den gehört? Und wie die sind?
Ich schreibe seit längeren, habe jedoch eine menge fragen , die ich hoffe, hier beantwortet zu bekommen.

M-F Hakket
Beiträge: 1580
Registriert: 20.08.2009, 13:37

Re:

von M-F Hakket (08.12.2008, 20:19)
Hi Minimaus!

Der Frankfurter Literaturverlag wird - schätze ich - irgendwas im 5-stelligen :shock:: Bereich von dir haben wollen.
Das wäre zu viel. cheezygrin

Gruß
Hakket

Andreas T.
Beiträge: 344
Registriert: 11.04.2007, 19:08

Re:

von Andreas T. (09.12.2008, 09:40)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 30.07.2009, 10:49, insgesamt 1-mal geändert.

Minimaus83
Beiträge: 6
Registriert: 08.12.2008, 11:34
Wohnort: Herda

Re:

von Minimaus83 (09.12.2008, 09:51)
Danke für den Hinweis, mit dem Literaturverlag!
Ich schreibe natürlich meine Manuskripte anders, wie in dieses Forum!
Aber ich muss auch sagen, dass ich erst neu hier bin. Und ihr schon länger dabei seid, auch als Autoren vielleicht! Ich muss mich auch erstmal zu Recht hier finden.
Vielleicht gibt ihr mir erstmal eine Chance!


Mann kann auch verlieren
ohne selbst einen Fehler gemacht zu haben,
aber das ist kein Zeichen von Schwäche,
das ist das Leben!
:?
Ich schreibe seit längeren, habe jedoch eine menge fragen , die ich hoffe, hier beantwortet zu bekommen.

Zurück zu „Self-Publishing“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.