Buchpreisbindung

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


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cosmopolit
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Buchpreisbindung

von cosmopolit (20.12.2008, 18:36)
Frage über Buchpreisbindung.
Wenn ich als Autor zum Beispiel ein Buch für 3,00 Euro drucken lasse,und es für 6,00 Euro anbiete. Würde das gegen irgendwelche Regeln verstoßen. ?Die Frage betrifft nicht die Wirtschaftlichkeit!
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Johanna
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Re:

von Johanna (20.12.2008, 19:12)
Hallo,

ich verstehe deine Frage nicht.

a) Was hat das mit der Buchpreisbindung zu tun?
b) Gegen welche Regeln könnte das verstoßen? Es ist sogar wirtschaftlich.

Hier drängt sich mir die Frage auf, ob du die Angaben nicht verdreht hast und die Frage lauten sollte: für 6 Euro drucken und für 3 verkaufen. Hast du es so gemeint?

Schönen Gruß

Johanna

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cosmopolit
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Re:

von cosmopolit (20.12.2008, 19:16)
Hallo Johanna
Nein ich meinte ganz generell,ob ich, wie auch immer den Preis als Autor festlege, und das dann die so genannte Buchpreisbindung ist.Also ganz Krass gesagt eben auch das Buch für einen Euro verkaufen kann.
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M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (20.12.2008, 20:02)
Hi Cosmo!
Du legst den VP fest. Wohin ist dir überlassen. Dann musst du dich aber auch an den VP halten. Rabatt für den Buchhandel ist natürlich was anderes.

Um auf einen vernünftigen VP zu kommen solltest du den Druckpreis min. verdoppeln. Eher mehr. Du verdienst sondt so gut wie nichts.

Gruß
Hakket

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cosmopolit
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Re:

von cosmopolit (20.12.2008, 20:28)
merci hakket
mich hat dabei an sich nur interessiert ob man den Buchbindungspreis selber festlegt.
z.B. Publik Relation das erste Buch mit sagen wir mal 4,00 Euro also ca. den Druckpreis verkauft.Das ganze in einer Limitierten Auflage ca.300 Stück.Wenn die dreihundert verkauft werden hat man nicht mehr Geld verloren als bei BOD vertreiben.Und habe für den Preis eine bessere Chance die dreihundert loszuwerden.Wenn möglich sogar mich als Autor bekannt zu machen.Die nächsten Auflagen und Bücher kann mann ja zum Normalpreis verkaufen.Werbung muss ich ja auch bei BOD machen.Und was mich am meisten erschreckt sind dabei ja die Vertriebs preise,Taschenbücher von Bekannten Autoren erhalte ich locker für 12,00 Euro.Da überlege ich mir doch ein Buch zu kaufen mit der halben Seitenzahl und muss dann 16-19 Euro bezahlen.Es sind ja nicht alle Leser hier im Forum und haben die Leseproben die hier eingestellt werden als Wertmaßstab.
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M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (20.12.2008, 20:46)
Klar, kannst du so machen.
Sobald du aber den Buchhandel mit einbindest, solltest du die Preise anheben. Sonst zahlst du drauf.
Wobei die Buchhändler auch 30% oder weniger schlucken.
Musst halt ein bisschen weinen cheezygrin

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Judith
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Re:

von Judith (20.12.2008, 21:45)
Hallo Cosmopolit,

wenn du selbst drucken lassen möchtest, dann musst du noch wesentlich mehr selbst dazu tun, das Buch unter die Leute zu bringen, als wenn du es über BoD machst. Die Norderstädter bringen nämlich die Bücher zu allen Baranbietern. Ich verkaufe z.B. zur Zeit täglich was über amazon. Außerdem können die Buchhändler so einfacher bestellen. Wenn du aber davon ausgehst, die Bücher alle selbst zu vertreiben, kann eine Druckerei der bessere Weg sein. Trotzdem bist du mindestens eineinhalb Jahre an den von dir festgelegten Buchpreis gebunden. Wie es dann weitergeht, wenn du ihn ändern willst, weiß Heinz. smart2

Grüßle,
Judith
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Sabine_Hartmann01
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Re:

von Sabine_Hartmann01 (21.12.2008, 12:46)
Judith hat geschrieben:
Trotzdem bist du mindestens eineinhalb Jahre an den von dir festgelegten Buchpreis gebunden.


Das ist mir neu. Woher hast Du das?

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Judith
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Re:

von Judith (21.12.2008, 12:52)
Sabine, das hatte Heinz hier mal geschrieben. Ich kenne mich da nicht näher aus. Wenn man sie aufheben möchte, muss man das wohl irgendwo melden. Siehe z.B. >>bei Wikipedia<<.

Oder >>hier<< heißt es: Eine öffentliche Erklärung des Verlags – in der Regel in den Gelben Seiten des Börsenblatts – hebt die Buchpreisbindung nach Ablauf von 18 Monaten für einzelne Titel auf.

Grüßle,
Judith
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (21.12.2008, 13:09)
Judith hat geschrieben:
Oder >>hier<< heißt es: Eine öffentliche Erklärung des Verlags – in der Regel in den Gelben Seiten des Börsenblatts – hebt die Buchpreisbindung nach Ablauf von 18 Monaten für einzelne Titel auf.


Völlig korrekt.

Die originäre Quelle ist das "Gesetz über die Preisbindung für Bücher (Buchpreisbindungsgesetz) BuchPrG" vom 02.09.2002, zuletzt geändert vom 14.07.2006

Da heißt es in ...

§ 8 Dauer der Preisbindung

(1) Verleger und Importeure sind berechtigt, durch Veröffentlichung in geeigneter Weise die Preisbindung für Buchausgaben aufzuheben, deren erstes Erscheinen länger als 18 Monate zurückliegt.

(2) Bei Büchern, die in einem Abstand von weniger als 18 Monaten wiederkehrend erscheinen oder deren Inhalt mit dem Erreichen eines bestimmten Datums oder Ereignisses erheblich an Wert verliert, ist eine Beendigung der Preisbindung durch den Verleger oder Importeur ohne Beachtung der Frist gemäß Absatz 1 nach Ablauf eines angemessenen Zeitraums seit Erscheinen möglich.


Quelle:
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht ... gesamt.pdf

LG
Siegfried

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hawepe
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Re:

von hawepe (21.12.2008, 13:55)
Hallo,

Judith hat geschrieben:
Wie es dann weitergeht, wenn du ihn ändern willst, weiß Heinz.


Nicht wirklich. Die Aufhebung muss dem Buchhandel lediglich bekanntgegeben werden.

Eine öffentliche Erklärung des Verlags – in der Regel in den Gelben Seiten des Börsenblatts – hebt die Buchpreisbindung nach Ablauf von 18 Monaten für einzelne Titel auf.


Das ist der vermutlich übliche, aber vom Gesetzgeber nicht vorgeschriebene Weg.

Im Gesetz über die Preisbindung für Bücher heißt es nur "Verleger und Importeure sind berechtigt, durch Veröffentlichung in geeigneter Weise die Preisbindung für Buchausgaben aufzuheben, deren erstes Erscheinen länger als achtzehn Monate zurück liegt."

Sabine_Hartmann01 hat geschrieben:
Das ist mir neu. Woher hast Du das?


Sowohl die Forensuche als auch Google hätte dir die Quelle sehr schnell genannt. Es gibt wenige Gesetze, die so klar und auch für Laien verständlich formuliert sind.

Beste Grüße,

Heinz.

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