Exklusiv-Rechte

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


Irina

Exklusiv-Rechte

von Irina (02.01.2009, 20:04)
Hallo mal wieder,

nachdem ich mit meiner Arbeit schon ein Weilchen fertig bin und eigentlich nur noch in den Startlöchern sitze, bin ich erneut über ein Problem gestolpert, das mir etwas Kopfzerbrechen bereitet.

Hinsichtlich des Autorenvertrages von bod habe ich mich zu § 2 (Nutzungs- und Verbreitungsrechte) von einem Anwalt beraten lassen, der auf Urheber-, Markenrechte usw. spezialisiert ist. Dieser hat mir gesagt, dass das Wort "exklusiv" bedeutet, dass ich meine eigenen Gedichte für die nächsten 5 Jahre nicht mehr nutzen kann, im Klartext, nach diesem Vertragspunkt dürfte ich meine Gedichte z. B. als Leseprobe auf meiner Homepage nicht mehr einstellen. Auch an Lyrik-Wettbewerben könnte ich mit diesen Gedichten nicht mehr teilnehmen, da in der Regel Einzelpublikationen bei anderen Verlagen dabei herauskommen, wenngleich die Rechte weiterhin bei mir verbleiben. Publiziert ist aber publiziert. Das gleiche würde dann auch für die Personen gelten, die mir ihre Nutzungsrechte zur Publikation meines Booklets eingeräumt haben, in diesem Fall Fotos im Booklet und Kunstbild auf dem Umschlag. Für die dritte Person, die mir das Kunstbild zur Verfügung gestellt hat, wäre § 2 des bod-Vertrages vermutlich ein Problem, da dieser das Kunstbild bereits für eine öffentliche Ausstellung eingeplant hat.

Der Anwalt meinte, dass es aber die Möglichkeit einer Nebenabrede mit bod gibt. Bod habe ich deshalb angeschrieben, leider ist man darauf gar nicht erst eingegangen, sondern hat mich lediglich auf das "Gut zu wissen-pdf" hinsichtlich Urheberrecht und Titelschutz verwiesen.

Der Anwalt meinte ebenfalls, dass es bod möglicherweise zunächst nicht stören würde, wenn man Auszüge seiner eigenen Arbeiten anderweitig nutzt. Sobald ein Buch aber für bod ein Erfolg abzeichnet, müsse man davon ausgehen, dass bod auf § 2 des Autorenvertrages pocht und spätestens dann hätte man als Autor ein Problem.

Meine eigene Meinung hierzu ist Folgende: Wenn mir ein Verlag alle Arbeit abnimmt (herkömmlicher Vertrag) kann ich das nachvollziehen, aber selbst hier ist es nicht unüblich, dass man dem Autor einräumt, eine bestimmte Anzahl zum Zweck der Eigenwerbung zu nutzen, z. B. max. 5 Textauszüge oder 3 Gedichte zum Einstellen ins Internet.
Wenn ich aber alle Arbeit selbst machen muss wie es bei bod-classic ja der Fall ist und auch alles selbst bezahle, vom Lektorat bis zum Druck, finde ich den § 2 doch unangemessen.

Hat hier jemand zu diesem Thema Erfahrungen mit bod gemacht? Kann mir jemand sagen, wie bod sich verhält, wenn man seine eigenen Arbeiten wie oben beschrieben, anderweitig nutzt?

Für eure Antworten herzlichen Dank im Voraus.

aron05
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Copyright/Urheberrecht

von aron05 (02.01.2009, 20:25)
Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag, da auch ich mir zur Zeit Gedanken über Umfang und mögliche spätere Auswirkungen des Autoren- bzw. Buchvertrages mache.

Wie hat im Sinne des Exklusivrechtes für BoD das Copyright auszusehen?
© 2009 - Name des Autors

Herstellung und Verlag: Books on Demand GmbH, Norderstedt

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Übersetzung - auch auszugsweise -sowie die Vervielfältigung und Verbreitung jeglicher Art in Medien wie Film, Funk, Fernsehen, Internet und elektronischen Systemen nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors.


Wer kann hier eigentlich die Genehmigung zur Vervielfältigung erteilen - üblicherweise der Verlag oder doch der Autor? Welchen rechtssicheren Vermerk verwenden erfahrene Autoren hier im Forum?
Vielen Dank!

Irina

Re:

von Irina (02.01.2009, 21:01)
Hallo Aron,

ich hab mal nachgeschaut. Bei bod gibts unter der Rubrik "Infothek Print & Publikation" bei "Lesekomfort ist wichtig - Buchblock-Layout" folgende Vorgabe hinsichtlich des Impressums:

"Copyrightvermerk.............`© Jahreszahl Autor´...."

Also im Prinzip widerspricht sich bod hier selbst, im Zweifelsfall wird aber der Vertrag maßgebend sein. Denn nach Auskunft des Anwalts räumt man bod ja mit Unterzeichnung des § 2 exklusiv das Vervielfältigungsrecht ein, was ja die Verbreitung zum Ziel hat, das bedeutet also, dass das Copyright, was ja nichts anderes als das Vervielfältigungsrecht ist, nach diesem § nicht beim Autor liegt, sondern beim Verlag, also bei bod. Nach logischem Denken würde ich das jedenfalls so sehen. Mit Unterzeichnung des § 2 räumt man diese Rechte übrigens automatisch auch Kooperationspartnern von bod ein, sofern bod diese Rechte an Kooperationspartner weiter gibt. (Nachzulesen unter Absatz h des § 2.)

julia07
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Re:

von julia07 (02.01.2009, 21:14)
Das widerspricht sich doch nicht.
Das eine ist das Urheberrecht (fälschlicherweise Copyright-Zeichen) und das andere ist das Nutzungsrecht (BoD-Vertrag) - oder irre mich da?

LG,
Julia

aron05
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Re:

von aron05 (02.01.2009, 22:08)
Halo Julia07,
dann ist mit dem von BoD empfeohlenen Copyrightvermerk mein Urheberrecht ausreichend gesichert?
Den Passus rund um das Thema Nachdruck/Vervielfältigung kann ich mir dann sparen, da ich das exklusive Nutzungsrecht BoD erteile und ein nicht genehmigter Nachdruck also gegen die Rechte von von BoD7des Verlages verstoßen würde? Um die Rechtesicherung von BoD muss ich mich ja nicht sorgen.
Dennoch bleibt die Frage von Irina berechtigt, ob der Autor seine eigenen Werke aufgrund des Exklusivrechtes für BoD überhaupt noch frei auf der eigenen Website oder auf Flyern nutzen darf? Sicherlich ist eine Nutzung des Werkes bzw. von Teilen auch für BoD von Vorteil, wenn dadurch die Publikation beworben wird und somit die Chancen auf einen Buchverkauf steigen. Eine rechtliche Grauzone scheint es aber doch zu sein?!

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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (02.01.2009, 22:18)
Ich vermute (deckt sich auch mit meinen Erfahrungen), dass BoD natürlich eine gewisse Kulanz walten lässt, wenn du deine Texte anderweitig nutzt. Textauszüge, die nicht zu lang sind, fungieren immerhin auch als Werbung, genau wie ein Song im Radio oder ein Musikvideo nebenbei als Werbung für ein Album fungiert.
Was ich nicht wagen würde, wäre bei BoD bereits veröffentlichte Texte woanders nochmal so zu veröffentlichen, dass du damit finanzielle Gewinne erzielen könntest, an denen dann eben BoD nicht beteiligt wäre.
Beim Punkt Lesungen kann ich mir allerdings überhaupt nicht vorstellen, dass das jemals ein Problem geben könnte.
Ich kann mir auch schwerlich vorstellen, dass man durch den Vertrag auch beispielsweise Verfilmungsrechte an BoD abtritt - natürlich ein hypothetischer Fall.
Am besten wäre es natürlich, noch weiter zu versuchen, von BoD gezielte Fragen beantwortet zu bekommen. Hier sind doch viele von BoD sehr nett beraten worden. Das müsste doch auch bei dir möglich sein.
Ich glaube auch, soweit ich mal etwas zu den Gesetzen gelesen habe, dass das Recht des Urhebers in solchen Fragen immer an oberster Stelle steht. Mit den Details kenne ich mich aber nicht gut genug aus.

Irina

Re:

von Irina (02.01.2009, 22:39)
@julia:

Also ich denke, dass sich das sehrwohl widerspricht. Ich hab mir mal eben ein paar Bücher geschnappt und durchgeforstet, hab ja genug davon. Und in jedem Impressum steht hinter dem Copyright-Zeichen nicht der Autor des Buches, sondern immer der Verlag. Mit dem Zusatz: Alle Rechte vorbehalten oder noch ausführlicher. Das zeigt also, dass eindeutig die Verlage die Nutzungs- und Verbreitungsrechte besitzen und nicht der Autor. Sonst würde ja der Autor hinter dem Copyright-Zeichen stehen.

@aron:
Also ich habe mein Impressum folgendermaßen gestaltet:
"Copyright Zeichen, mein Name, Jahreszahl der Veröffentlichung
Alle Rechte vorbehalten." Da bin ich aber noch davon ausgegangen, dass das Vervielfältigungs- und Verbreitungsrecht bei mir verbleibt und ich es nicht, wie im § 2 des Autorenvertrages steht, an bod abtreten muss. Siehe Thema Widersprüchlichkeit (@julia).

Was Dein Urheberrecht betrifft, brauchst Du Dir keine Sorgen machen, sofern der Text tatsächlich von Dir stammt. Erst Recht nicht nach einer Publikation. Ist Dein eigener Text erstmal publiziert, kann Dir Dein Urheberrecht niemand mehr streitig machen. Und abtreten kann man sein Urheberrecht sowieso nicht, man kann es höchstens vererben, also seinen Nachkommen weitergeben oder einer Stiftung oder Ähnliches.

Hinsichtlich der Wahrung des Nutzungs- und Verbreitungsrechtes Deines Werkes gebe ich Dir Recht, wenn Du sagst, dass Du Dir darüber keine Sorgen zu machen brauchst, wenn Du das an bod weiter gibst. Es würde mich wundern, wenn bod keine eigene Lizenzen- und Rechteabteilung hätte, die sich um die Wahrung dieser Rechte kümmert. Die Frage ist nur, ob sich das nicht auch einmal gegen einen selbst richtet, wenn man Auszüge seiner Arbeiten trotz des § 2 z. B. auf seiner Homepage einstellt usw.

Irina

Re:

von Irina (02.01.2009, 22:46)
@Aron, Nachtrag zu Deinem Urheberrecht:

Ich würde Dir ohnehin empfehlen, Deine Texte bei einem Rechtsanwalt oder Notar zu hinterlegen, solange Deine Texte noch nicht publiziert sind. So mache ich das jedenfalls, um meine Urheberrechte bereits vor einer Publikation abzusichern.

Irina

Re:

von Irina (02.01.2009, 23:36)
Hallo Zeitloch,

die Tatsache, dass ich von bod keine konkrete Antwort auf meine Frage zur Nebenabrede erhalten habe und ich auf die Antwort darüber hinaus zwei Wochen warten musste, lässt mich nicht gerade hoffen, dass eine zweite Anfrage von Erfolg gekrönt sein wird.

Hinsichtlich anderweitiger Einzelpublikationen in Anthologien oder Jahrbüchern, die im Rahmen von Lyrik-Wettbewerben publiziert werden, ist es in der Regel so, dass man selbst keinen finanziellen Gewinn erzielt, höchstens die entsprechenden Verlage und diese sichern sich ebenfalls beim Autor gegen etwaige Schadenersatzforderungen Dritter ab, z. B. wenn man diesen Text schon vorher in einem anderen Verlag publiziert hat und dieser bereits die Verbreitungsrechte daran hat. Das heißt also, dass im Endeffekt immer der Autor derjenige ist, an den man dann heran tritt.

Dass die Rechte des Urhebers immer an oberster Stelle stehen, halte ich für ein Gerücht, erst Recht nach der vergangenen Urheberrechts-Reform. Du kannst Dir hierzu ja mal § 31 a und § 32 a UrhG durchlesen. Da wird der ein oder andere eine herbe Überraschung erleben, sofern er einem Verlag alle wesentlichen Nutzungsrechte ausschließlich bzw. exklusiv, räumlich und zeitlich unbegrenzt eingeräumt hat. Das betrifft nicht nur bis dato bekannte Nutzungsarten, sondern auch jetzt noch unbekannte Nutzungsarten. Und wer nach diesem Gesetz bei solch einem Vertrag nicht rechtzeitig Widerspruch eingelegt hat, hat sein Mitspracherecht bereits jetzt unwiderbringlich verloren. Bei neueren Verträgen gibts zwar noch ein Widerspruchsrecht, aber auch das ist zeitlich begrenzt und lässt man die Frist zum Widerspruch verstreichen, hat man auch hier Pech gehabt. Aber lese Dir das am besten selbst durch, in dem Gesetz steht das alles noch viel ausführlicher drin.

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hawepe
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Re:

von hawepe (03.01.2009, 00:11)
Hallo,

aron05 hat geschrieben:
dann ist mit dem von BoD empfeohlenen Copyrightvermerk mein Urheberrecht ausreichend gesichert?


Er ist zwar üblich, aber absolut überflüssig. Das Urheberrecht hat grundsätzlich der Autor, und er kann es laut Urhebergesetz auch nicht abtreten. Was im Buch Buch steht, ist deshalb völlig unwichtig.

Den Passus rund um das Thema Nachdruck/Vervielfältigung kann ich mir dann sparen, da ich das exklusive Nutzungsrecht BoD erteile und ein nicht genehmigter Nachdruck also gegen die Rechte von von BoD7des Verlages verstoßen würde?


Egal, welche Nutzungsrechte BoD hält, niemand darf dein Werk ohne deine Zustimmung nutzen. Dass trotzdem meistens etwas über das Urheber- und über Nutzungsrechte im Impressum steht, soll eher abschrecken und z.B. Interessenten an Nutzungsrechten verraten, an wen sie sich wenden können.

Dennoch bleibt die Frage von Irina berechtigt, ob der Autor seine eigenen Werke aufgrund des Exklusivrechtes für BoD überhaupt noch frei auf der eigenen Website oder auf Flyern nutzen darf?


Grundsätzlich darf er sie erst einmal nicht nutzen. In der Praxis ist es aber üblich, dass Leseproben als Anreiz zum Kaufen verbreitet werden.

Eine rechtliche Grauzone scheint es aber doch zu sein?!


Keine Ahnung. Ich bin kein Jurist, sondern beobachte das Thema nur als betroffener und deshalb interessierter Laie.

Beste Grüße,

Heinz.

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Re:

von Zeitl0ch (03.01.2009, 00:14)
@Irina:
Ich finde das merkwürdig. In Büchern, die ich gelesen habe, stehen so Sachen wie Copyright by Anne Rice oder John Irving. ???

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hawepe
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Re:

von hawepe (03.01.2009, 00:16)
Hallo,

Zeitl0ch hat geschrieben:
Was ich nicht wagen würde, wäre bei BoD bereits veröffentlichte Texte woanders nochmal so zu veröffentlichen, dass du damit finanzielle Gewinne erzielen könntest, an denen dann eben BoD nicht beteiligt wäre.


Gewinn oder nicht spielt keine Rolle. Die Nutzungsrechte für die Veröffentlichung als Druck und ebook tritt man ganz unabhängig davon ab.

Beim Punkt Lesungen kann ich mir allerdings überhaupt nicht vorstellen, dass das jemals ein Problem geben könnte.
Ich kann mir auch schwerlich vorstellen, dass man durch den Vertrag auch beispielsweise Verfilmungsrechte an BoD abtritt - natürlich ein hypothetischer Fall.


Über beide Rechte steht meines Wissens nichts im Vertrag, d.h. es gibt damit keine Einschränkungen.

Beste Grüße,

Heinz.

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Re:

von Zeitl0ch (03.01.2009, 00:37)
Jedenfalls, Irina! Ich habe Texte aus meinem Kurzgeschichten-/Gedichtband im Internet stehen (nicht zuviel, wie ich finde) und habe bei Lesungen aus meinen beiden Büchern vorgelesen. Es gab keinerlei Probleme - um es mal pragmatisch zu sehen. Gäbe es mal eine Verfilmung meines Romans oder einer meiner Kurzgeschichten, würde ich wirklich böse mit BoD werden, falls die dafür Geld bekommen und ich nicht. Das ist natürlich ohnehin unwahrscheinlich. Aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es so laufen würde, wenn es eine Verfilmung geben würde.
Wenn du willst, sieh es als blöden Spruch in einer Düsseldorfer Altstadtkneipe: Mach dir nicht so einen Kopf! Oder vielleicht hier fürs Forum: jedenfalls nicht ganz so sehr!

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Re:

von Zeitl0ch (03.01.2009, 01:10)
Oder sagen wir es mal ganz krass, Irina: Wenn du befürchtest, durch die Vertragsunterzeichnung bei BoD dein Recht, über deine eigenen Texte zu verfügen, für alle Zeiten abzugeben, liegst du eindeutig falsch.

Irina

Re:

von Irina (03.01.2009, 02:37)
@zeitloch:

Dass ich mir soviele Gedanken mache und lieber einmal mehr nachfrage als einmal zu wenig, liegt wahrscheinlich daran, dass ich selbst Rechtsanwaltsgehilfin gelernt habe und ich deshalb weiß, dass es genügend Abmahnungen und Prozesse wegen weit profaneren Angelegenheiten gibt.

Zu dem Was-wäre-wenn-Fall hinsichtlich der Verfilmung eines Deiner Werke hättest Du nach dem neuen Urheberrechtsgesetz durchaus einen angemessenen Vergütungsanspruch, Deine Rechte könntest Du aber unter Umständen trotzdem verlieren, je nachdem, was für einen Vertrag Du ursprünglich unterschrieben hast und sofern Du Dein Widerspruchsrecht nicht rechtzeitig wahrnimmst.

Mir ist schon klar, dass ich meine Nutzungs- und Verbreitungsrechte an bod nicht für alle Zeiten abtrete, der Vertrag ist ja zunächst mal auf 5 Jahre begrenzt. Und durchaus ist mir auch klar, dass es üblich ist, Leseproben in die Öffentlichkeit zu stellen. Man muss sich aber auch darüber im Klaren sein, dass, wenn bod es ganz genau nimmt, auf den § 2 bestehen kann und vor jedem Gericht auch Recht bekommen würde, da man als Autor die Vertragsbedinungen mit seiner Unterschrift ja anerkannt hat. Das bedeutet also auch, wenn ich als Autor eine Leseprobe ins Internet stelle und bod würde sich unkulant zeigen, hätte ich definitiv ein Problem, nicht nur rechtlich, sondern auch finanziell, je nach dem, wie hoch eine Schadenersatzforderung oder Unterlassungsklage ausfällt. Vertrag ist nunmal eben Vertrag und unerlaubt publiziert ist nunmal eben unerlaubt publiziert. Wenn man also selbst Leseproben veröffentlicht, sollte man sich immer auch im Klaren darüber sein, dass man sich damit auf rechtliches Glatteis begibt. Genau deshalb hatten mich hier ja die Erfahrungen verschiedener Autoren interessiert, wie bod sich dahingehend verhält. Eher kulant oder eher nicht kulant?

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