Auschnitt meiner Vorgeschichte

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LightningElve
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Auschnitt meiner Vorgeschichte

von LightningElve (05.01.2009, 19:49)
Titel: Auschnitt meiner Vorgeschichte


Inhalt:

hallo alle zusammen....

ich bin hier noch ein ziemlicher Frischling, deshalb hoffe ich zu allererst das ich hier richtig bin, denn ich möchte ungerne mein Thema falsch veröffentlichen.

So und nun zum wesentlichen:


Ich möchte hier einen kleinen Auschnitt der Vorgeschichte zu einem Roman online stellen, über dem ich schon etwas länger sitze. Ich habe noch keinen entgültigen Titel dafür, deshalb wird er vorerst nicht erwähnt,hoffentlich ist das nciht so schlimm.

Ich hoffe es finden sich ein paar interressenten die sich reinlesen und vl. sogar ein paar Kommentare niederschreiben. Selbstverstänlich sind auch Kritik oder verbesserungsvoraschläge erwünscht und erlaubt. :)

also dann, viel Spaß beim lesen....

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Addyson Dearing wurde 1675 in Great Shelford bei Cambridge, England geboren.
Sie hatte keine schöne Kindheit, da ihr Vater starb als sie noch ganz klein war und ihre Mutter viel auf Reisen war.
Sie war eine berühmte Opernsängerin und kümmerte sich kaum um Addyson. Die meiste Zeit verbrachte sie auf dem Landsitz ihrer Mutter mit ihrem Kindermädchen. Ihre Mutter beachtete sie nur wenn sie etwas an ihr auszusetzen hatte. Die meiste Zeit interessierte sie sich nur für sich selbst- oder die Männer die sie ständig mit nach Hause brachte.

Addyson war immer ein hübsches Mädchen, schon als sie ganz klein war. Sie hatte lange schwarze Locken, stechend grüne Augen, eine blasse, schöne Haut und war schon immer Schlank gewesen.
Schlank, aber trotzdem sportlich.
Auch wenn sie etwas ungeduldig war, war sie trotzdem ein gewissenhaftes Mädchen. Sie hatte ein großes Herz und versuchte stets zu helfen wo es ging. Dabei vergaß sie manchmal an sich selbst zu denken. Im Gegensatz zu ihrer Mutter war Addyson kein bisschen Egoistisch. Sie war mutig und jederzeit bereit sich für jemand anderes einzusetzen. Dafür liebte man sie.

Sie war immer begehrt bei Männern. Aber nur an einen hatte sie ihr Herz verloren: Adrian Carter.
Er war der Sohn des reichen Kaufmannes vom Nachbargut.
Aber er hatte ein Geheimnis und das wusste sie. Aber auch die Leute des nahegelegenen Dorfes. Denn man sah ihn und seine Familie nur selten am Tag außerhalb des Hauses. Dann aber nur wenn die Sonne nicht schien sondern es bewölkt war.
Aber keiner wusste genau über sie bescheid, es gab nur Vermutungen. Und die wurden munter am leben erhalten. Doch Addyson waren diese Gerüchte egal. Schließlich gab es über so gut wie jeden in der Gegend irgendein Gerücht.

Doch eines Tages sollte sie dieses Geheimnis erfahren. Und es sollte ihr viel Kummer und Leid bringen.

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (05.01.2009, 20:19)
Hi Elfe cheezygrin .

Sag mal, ist das, was du eingestellt hast, das Grundgerüst für deine Geschichte?
Oder anders ausgedrückt: Willst du die Angeben benutzen, um daraus die Geschichte zu schreiben?

Ganz ehrlich: Für mich klingt es nämlich so. Du zählst eigentlich nur die wichtigsten Dinge auf, die für deinen Prot entscheidend sind.

Dann und dann und dort geboren, Mutter Opernsängerin - reist daher sehr viel, Vater tot, Prot lebt auf Anwesen, sehr hübsch, schwarze Haare, güne Augen, schlank, hilfsbereit, verliebt sich später in den Nachbarjungen, etc.

Dieser Eindruck wird auch noch verstärkt, weil du viele Sätze mit "Sie war ...", "Addysen war ..."

Als grobe Skizze für deinen Hauptprot ist das schon mal gut.

Aaaaber ... mehr ist es dann auch nicht.
Ein richtiger "Erzählstrom" kommt noch nicht rüber.
Für mich wirkt es nur wie eine Grundskizze, auf die du noch aufbaust.

Gruß
Hakket

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Conny
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Re:

von Conny (05.01.2009, 20:26)
Ich muss Hakket Recht geben. So viele Infos braucht es nicht auf den ersten Seiten. Lass den Leser auf Entdeckungsreise gehen. Und was die Personenbeschreibung angeht, hätte ich vielleicht einen Tip für Dich. Schau mal in den Thread "Show, don´t tell". Dort wird schön beschrieben, wie man am Elegantesten seine Personen vorstellt. Hat mir auch schon geholfen ...

Aber nicht entmutigen lassen! Kritik ist etwas Gutes!

LG, Conny
"Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann."
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Siegfried
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Re: Auschnitt meiner Vorgeschichte

von Siegfried (06.01.2009, 01:53)
LightningElve hat geschrieben:
Ich möchte hier einen kleinen Auschnitt der Vorgeschichte zu einem Roman online stellen, über dem ich schon etwas länger sitze. Ich habe noch keinen entgültigen Titel dafür, deshalb wird er vorerst nicht erwähnt,hoffentlich ist das nciht so schlimm.

Ich hoffe es finden sich ein paar interressenten die sich reinlesen und vl. sogar ein paar Kommentare niederschreiben. Selbstverstänlich sind auch Kritik oder verbesserungsvoraschläge erwünscht und erlaubt. :)



Kommentare? Okay ... in Blau
Fehler in Rot
Die roten Unterstriche deuten auf fehlende Satzzeichen hin.




Addyson Dearing wurde 1675 in Great Shelford bei Cambridge, England_ geboren.
Sie hatte keine schöne Kindheit, da ihr Vater starb_als sie noch ganz klein war und ihre Mutter viel auf Reisen war [Wiederholung "war"].
Sie [Wer? Addyson? Die Mutter?] war eine berühmte Opernsängerin und kümmerte sich kaum um Addyson. Die meiste Zeit verbrachte sie [Wer? Addyson? Die Mutter?] auf dem Landsitz ihrer Mutter mit ihrem Kindermädchen [War die Familie trotz Tod des Vaters wohlhabend (Kindermädchen im späten 17. Jahrhundert)?]. Ihre Mutter beachtete sie nur_ wenn sie etwas an ihr auszusetzen hatte. Die meiste Zeit [Wiederholung "Die meiste Zeit"] interessierte sie sich nur für sich selbst- [fehlendes Leerzeichen vor dem Bindestrich] oder die Männer_ die sie ständig mit nach Hause brachte.

Addyson war immer ein hübsches Mädchen, schon als sie ganz klein war. Sie hatte lange schwarze Locken, stechend grüne Augen, eine blasse, schöne Haut und war schon immer Schlank [schlank] gewesen.
Schlank, aber trotzdem sportlich [gab es im 17. Jahrhundert den Begriff "sportlich"?].
Auch wenn sie etwas ungeduldig war, war sie trotzdem ein gewissenhaftes Mädchen. Sie hatte ein großes Herz [Klischee] und versuchte stets zu helfen_ wo es ging. Dabei vergaß sie manchmal an sich selbst zu denken. Im Gegensatz zu ihrer Mutter war Addyson kein bisschen Egoistisch [egoistisch]. Sie war mutig und jederzeit bereit sich für jemand anderes einzusetzen. Dafür liebte man sie.

Sie war immer begehrt bei Männern. Aber nur an einen hatte sie ihr Herz verloren: Adrian Carter.
Er war der Sohn des reichen Kaufmannes vom Nachbargut.
Aber er hatte ein Geheimnis und das wusste sie. Aber auch die Leute des nahegelegenen Dorfes [Wenn Addyson und die Leute des nahegelegenen Dorfes - also nicht des Gutes - von diesem Geheimnis wissen, dann ist es keines mehr]. Denn man sah ihn und seine Familie nur selten am Tag außerhalb des Hauses. Dann aber nur_ wenn die Sonne nicht schien_ sondern es bewölkt war.
Aber keiner wusste genau über sie bescheid [Bescheid], es gab nur Vermutungen. Und die wurden munter am leben [Leben] erhalten. Doch Addyson waren diese Gerüchte egal. Schließlich gab es über so gut wie jeden in der Gegend irgendein Gerücht.

Doch eines Tages sollte sie dieses Geheimnis erfahren. Und es sollte ihr viel Kummer und Leid bringen.




Wie andere Vorredner schon schrieben, ist das von der Form oder vom Inhalt her ein Text, der so wohl kaum im Buch vorkommen dürfte, sondern als Werbetext in einer Anzeige oder auf einem Flyer, eventuell auch als Buchklappentext oder als Rücktiteltext brauchbar.

Ansonsten hapert es mit Rechtschreibung und Zeichensetzung (ich habe den Text nur deshalb bis zum Ende gelesen, weil er extrem kurz war (304 Wörter)).

Vom Inhalt her stellt sich die Frage, ob sich die Geschichte wirklich um Addyson Dearing dreht - dann ist es ein Kampf um die Liebe, ergo eine Liebesgeschichte -, oder um den Kampf von Adrian Carter, der wegen eines dem Leser noch nicht bekannten Geheimnisses um seine gesellschaftliche Akzeptanz kämpfen muss - dann ist der Aufbau des vorgestellten Textes allerdings falsch.

Aber gleichgültig, ob Liebesgeschichte oder Behauptungsdrama - wie sieht die Struktur der Gesamterzählung aus?

a) Was ist der Kernkonflikt deiner Geschichte?
b) Was bringt die Ereignisse in deiner Geschichte ins Rollen?
c) Welchen Gefahren und Bedrohungen sehen sich deine Hauptfiguren gegenüber?
d) Was steht für deine Hauptfiguren auf dem Spiel?
e) Warum weichen deine Hauptfiguren den Bedrohungen nicht einfach aus und laufen weg?
f) Welchem Gegner müssen sich deine Hauptfiguren stellen?
g) Was ist die finale Konfrontation zum Höhepunkt der Handlung?
h) Wie geht deine Geschichte für die Hauptfiguren aus - positiv oder negativ?

Du musst diese Fragen hier nicht beantworten, aber du solltest dir selbst über jede einzelne Frage im Klaren sein.


LG
Siegfried

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hawepe
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Re: Auschnitt meiner Vorgeschichte

von hawepe (06.01.2009, 08:21)
Hallo Siegfried und LightningElve,

Siegfried hat geschrieben:
Addyson war immer ein hübsches Mädchen, schon als sie ganz klein war. Sie hatte lange schwarze Locken, stechend grüne Augen, eine blasse, schöne Haut und war schon immer Schlank [schlank] gewesen.
Schlank, aber trotzdem sportlich [gab es im 17. Jahrhundert den Begriff "sportlich"?].


Sie war mutig und jederzeit bereit sich für jemand anderes einzusetzen. Dafür liebte man sie.

Sie war immer begehrt bei Männern.


Spätestens bei diesen Schilderungen würde ich den Roman beiseitelegen.

Schlanke Frauen galten im 17. Jahrhundert nicht als attraktiv. Das herrschende Schönheitsideal verlangte vielmehr opulente Formen. Und den Begriff sportlich gab es damals in der Tat noch nicht; und selbst wenn man ihn nur beschreibend versteht, wäre das ein weiteres Argument gegen ihre Beliebtheit bei Männern gewesen.

Die hier vorgestellte Frau hätte es im 17. Jahrhundert mit Sicherheit sehr schwer gehabt, sich in der Gesellschaft zu behaupten.

Auch wenn historische Romane vielen Autoren als sehr leichtes Genre erscheinen, erfordern sie tatsächlich doch sehr viel Recherche.

Beste Grüße,

Heinz.

Speedy
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Re:

von Speedy (06.01.2009, 12:22)
Das ist vollkommen richtig. Ein historischer Roman setzt eine Menge sorgfältiger Recherche voraus. Andererseits kann zu viel Wissen manchmal auch den Erzählfluss einer Geschichte ziemlich stark behindern.

Auf jeden Fall solltest Du aber die Lebensumstände der von Dir beschriebenen Zeit sehr genau unter die Lupe nehmen. Gab es denn im England jener Zeit schon berühmte Opernsängerinen? Konnte solch eine Opernsängerin ein Landgut besitzen? Und wie ist es mit der Nachbarsfamilie bestellt?

Im Vorfeld stellen sich da also eine Menge Fragen. Insgesamt war es schon eine interessante Zeit, über die Du da schreiben willst.

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hawepe
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Re:

von hawepe (06.01.2009, 12:38)
Hallo Speedy,

Speedy hat geschrieben:
Das ist vollkommen richtig. Ein historischer Roman setzt eine Menge sorgfältiger Recherche voraus. Andererseits kann zu viel Wissen manchmal auch den Erzählfluss einer Geschichte ziemlich stark behindern.


Klar, ein KFZ-Mechaniker, der zu viel weiß, repatiert dein Auto auch nicht mehr wirklich gut cheezygrin

Sorry, aber es ist wirklich genau umgekehrt. Man sollte immer sehr viel mehr wissen, als man für eine Geschichte benötigt. Nur dann lassen sich Plots entwickeln, die stimmen, und Personen sowie ihr Umfeld stimmig schildern.

Beste Grüße,

Heinz.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (06.01.2009, 14:21)
Speedy hat geschrieben:
Andererseits kann zu viel Wissen manchmal auch den Erzählfluss einer Geschichte ziemlich stark behindern.


Kannst du dafür mal ein Beispiel nennen, wie und wo so etwas eintreten kann?

Nur zum Vergleich:
In Thomas Manns "Doktor Faustus" stirbt Nepomuk, genannt Echo, sehr grausam an einer Hirnhautentzündung. Thomas Mann hat sehr intensive Recherchen allein hierzu betrieben, um den Ablauf dieser Krankheit mit allen Symptomen korrekt beschreiben zu können. Wie hätte er das so schreiben können, wenn er sich gesagt hätte: Zu viel Wissen hindert den Erzählfluss?

LG
Siegfried

LightningElve
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Re:

von LightningElve (06.01.2009, 17:54)
hallo allerseits...

ersteinmal ein großes dankeschön an alle Leser und und einen großen dank für die Kritiken. Ich werde sie mir zu Herzen nehmen und versuchen sie so gut es geht umzusetzten.

Ich arbeite bereits an einer anderen Fassung, da mir dieser Teil selbst nicht so recht gefallen hat. Viele DInge die ihr genannt habt, sind mir im nach hinein selbst aufgefallen. Vor allem das mit den Frauen aus dieser Zeit. Natürlich weiß ich das zu jener Zeit kurvenreichere Frauen gefragt waren. Ich möchte mich für die vielen Fehler der Recherche entschuldigen, zudem auch für die vielen Rechtschreibfehler.

Also gut, ich hoffe meine Überarbeitete Version wird gelungener.


lg LightningElve

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Conny
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Re:

von Conny (06.01.2009, 18:41)
LightningElve hat geschrieben:
Ich möchte mich für die vielen Fehler der Recherche entschuldigen, zudem auch für die vielen Rechtschreibfehler.

Also gut, ich hoffe meine Überarbeitete Version wird gelungener.


lg LightningElve


Du musst Dich nun wirklich nicht für Fehler entschuldigen! (Jedenfalls nicht bei mir cheezygrin )

Aber Deine Art, Kritik aufzufassen, finde ich gut. Nicht beleidigt sein, sondern aus den Fehlern lernen thumbbup ! Supi!

Ich bin schon auf Deine korrigierte Fassung gespannt.

LG, Conny
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (07.01.2009, 00:14)
LightningElve hat geschrieben:
Ich möchte mich für die vielen Fehler der Recherche entschuldigen, zudem auch für die vielen Rechtschreibfehler.


Conny hat absolut Recht:
Nicht entschuldigen - beim nächsten Mal besser machen! cheezygrin

LG
Siegfried

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Re:

von Speedy (07.01.2009, 12:05)
Siegfried hat geschrieben:
Speedy hat geschrieben:
Andererseits kann zu viel Wissen manchmal auch den Erzählfluss einer Geschichte ziemlich stark behindern.


Kannst du dafür mal ein Beispiel nennen, wie und wo so etwas eintreten kann?

Nur zum Vergleich:
In Thomas Manns "Doktor Faustus" stirbt Nepomuk, genannt Echo, sehr grausam an einer Hirnhautentzündung. Thomas Mann hat sehr intensive Recherchen allein hierzu betrieben, um den Ablauf dieser Krankheit mit allen Symptomen korrekt beschreiben zu können. Wie hätte er das so schreiben können, wenn er sich gesagt hätte: Zu viel Wissen hindert den Erzählfluss?

LG
Siegfried


Siegfried,
in meinem Spezialgebiet (Marinegeschichte) gibt es einen gewissen Frank Adam. Er hat ein paar ziemlich gute Sachbücher über die britische Marine zu Nelsons Zeiten veröffentlicht. Anschließend versuchte er sich als Autor marinehistorischer Romane und zeigte dabei eigentlich ganz gute Ansätze. Doch je mehr sich sein Held in die große Politik jener Zeit einmischte, desto stärker verkamen seine Geschichten zu trockenen Vorlesungen, in denen nur noch Punkte abgearbeitet wurden.

Lieber Heinz,
natürlich lasse ich mein Auto lieber von einem Kfz-Mechaniker reparieren, doch ob der dann auch noch besonders interessant über mein Auto schreiben wird oder sich in technischen Details verliert, sei mal dahingestellt.

Speedy

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hawepe
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Re:

von hawepe (07.01.2009, 12:22)
Hallo Speedy,

Speedy hat geschrieben:
Doch je mehr sich sein Held in die große Politik jener Zeit einmischte, desto stärker verkamen seine Geschichten zu trockenen Vorlesungen, in denen nur noch Punkte abgearbeitet wurden.


Das ist dann eine Frage der Umsetzung. Das umfangreiche Wissen braucht man als Autor nicht, um es dann mehr oder weniger komplett in seine Bücher einfließen zu lassen, sondern damit die handelnden Personen und ihr Umfeld "stimmen".

Ich finde es immer amüsant, wenn in irgendwelchen Krimis Menschen in ihrer Wohnung ums Leben kommen, weil sie verbrennen. Solche Schwachstellen ließen sich durch sorgfältige Recherche vermeiden.

Beste Grüße,

Heinz.

Speedy
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Re:

von Speedy (07.01.2009, 12:33)
Lieber Heinz,

offensichtlich habe ich mich da etwas missverständlich ausgedrückt. Natürlich sollte man schon wissen, worüber man schreibt, doch es darf dann halt nicht dozierend wirken.
Aus eigenen Versuchen, einen historischen Stoff zu bearbeiten, weiss ich, wie einem die Fakten auf der Suche nach einer spannenden manchmal im Wege stehen können. Ich beneide jeden, der sein geschichtliches Faktenwissen virtuos in eine Handlung umsetzen kann. Patrick O´Brian war so einer.

Speedy

LightningElve
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Re:

von LightningElve (07.01.2009, 16:36)
Nochmal Hallo an alle.
Ich habe gestern meinen 2.Versuch veröffentlicht. Leider ist er in das Falsche Forum gerutscht und ist im moment bei "Prosa" zu finden.
Also, wer ihn lesen möchte, muss leider einen kleinen Umweg machen.

lg Lightning Elve

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