Dialoge - Formalie oder Lappalie?

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Siegfried
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Dialoge - Formalie oder Lappalie?

von Siegfried (06.01.2009, 16:04)
Hi!

In einem anderen Thread wurde das Thema der korrekten äußerlichen Darstellung von Dialogen, also der direkten Rede, angesprochen. Ich habe dazu mal ein paar Sachen dazu zusammengestellt. Verbesserungen und Erweiterungen sind natürlich jederzeit gerne gesehen. cheezygrin

Teil 1: Formalien

Die direkte Rede ist Teil eines Dialogs (oder auch Monologes) in einem Text und stellt den unmittelbaren Wortlaut von gesprochener Sprache dar. Äußeres Kennzeichen der direkten Rede ist die Begrenzung durch Anführungszeichen.

Teil des Dialoges, aber nicht der direkten Rede, ist die so genannte Dialogauszeichnung, die das gesprochene Wort näher interpretiert, bewertet oder ausmalt. Hierzu gehören die Sprecherverben.

Generell gilt:

Anfang und Ende der direkten Rede werden in Anführungszeichen gesetzt. Am Ende, noch vor den schließenden Anführungszeichen, wird das entsprechende Satzzeichen gesetzt (Punkt, Ausrufezeichen, Fragezeichen).

    "Es regnet."
    "Es regnet!"
    "Regnet es?"

Folgt auf das Ende der direkten Rede eine Dialogauszeichnung, so fällt der abschließende Punkt in der direkten Rede ersatzlos weg. Ein Ausrufe- oder Fragezeichen bleibt hingegen erhalten. Dem schließenden Anführungszeichen folgt immer (Neue Rechtschreibung) unmittelbar, also ohne Leerzeichen, ein Komma, dann die Dialogauszeichnung.

    "Es regnet", sagte er.
    "Es regnet!", rief er.
    "Regnet es?", fragte er.


Im umgekehrten Fall, also einer Dialogauszeichnung vor der direkten Rede, wird nach einem Sprecherverb ein Doppelpunkt gesetzt. Da auf die direkte Rede jetzt keine Dialogauszeichnung mehr folgt, bleibt der abschließende Punkt in der direkten Rede erhalten. Nach dem schließenden Anführungszeichen wird kein weiteres Satzzeichen gesetzt.

    Er sagte: "Es regnet."
    Er rief: "Es regnet!"
    Er fragte: "Regnet es?"


Wird die direkte Rede durch eine Dialogauszeichnung unterbrochen, so kann der zweite Teil der direkten Rede nach einem Komma weitergeführt werden. Dabei beginnt der zweite Teil der direkten Rede klein geschrieben (sofern er nicht mit einem Substantiv oder Eigennamen eröffnet).

    "Es regnet", sagte er, "wir brauchen einen Schirm."
    "Es regnet!", rief er, "wir brauchen einen Schirm."
    "Regnet es?", fragte er, "dann wir brauchen einen Schirm."


Alternativ kann der zweite Teil der direkten Rede als eigenständiger Satz angefügt werden, d. h. die Dialogauszeichnung wird mit einem Punkt abgeschlossen, die direkte Rede beginnt wie ein regulärer Satz.

    "Es regnet", sagte er. "Wir brauchen einen Schirm."
    "Es regnet!", rief er. "Wir brauchen einen Schirm."
    "Regnet es?", fragte er. "Dann wir brauchen einen Schirm."


Wird die direkte Rede von einer Dialogauszeichnung aufgeteilt, die mit einem Sprecherverb endet, wird ein Doppelpunkt vor dem zweiten Teil der direkten Rede gesetzt. Der Doppelpunkt wirkt dabei wie ein Punkt am Satzende: Der zweite Teil der direkten Rede beginnt mit einem Großbuchstaben.

    "Es regnet", sagte er, schob die Gardinen zu, knipste das Deckenlicht aus und rief: "Wir brauchen einen Schirm."


Teil 2: Anführungszeichen

Die direkte Rede wird in Anführungsstriche gesetzt. Es gibt öffnende und schließende Anführungsstriche. Der gelegentlich auftauchende Begriff "Abführung" oder "Abführungsstriche" ist in der deutschen Grammatik unbekannt.

In Deutschland gelten spezifische Anführungszeichen. Das öffnende Anführungszeichen steht unten, das schließende oben. Da auf der Schreibmaschinentastatur nur eine Taste für die Anführungszeichen vorhanden ist, hat sich das englische Modell der öffnenen und schließenden Anführungszeichen - beide jeweils oben - eingebürgert. Beim PC kann jeder selbst entscheiden, welchem System er folgt.

Die direkte Rede wird in doppelten Anführungszeichen gesetzt. Wer Gedanken darstellen will, kann als Alternative das einfache Anführungszeichen benutzen (oder die Gedanken einer Person ganz ohne Anführungszeichen darstellen).

Im Buchdruck sind die typischen deutschen oder englischen Anführungszeichen, also der Doppelstrich unten/oben oder oben/oben völlig untypisch. Hier werden die so genannten Guillemets benutzt, die mitunter auch als dänisch-französische Anführungszeichen bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um zwei Winkel - ähnlich dem Größer-/Kleiner-Zeichen, die entweder auf den Text der direkten Rede zeigen (dänische Variante; vor allem in Gebrauch bei deutschen und österreichischen Verlagen), oder vom Text der direkten Rede weg zeigen (französische Variante; vor allen in Gebrauch bei schweizer und liechtensteiner Verlagen).

    Dänische Variante
    »Es regnet«, sagte er.
    »Es regnet!«, rief er.
    »Regnet es?«, fragte er.

    Französische Variante
    «Es regnet», sagte er.
    «Es regnet!», rief er.
    «Regnet es?», fragte er.

Der Einsatz von Guillemets statt der deutschen Anführungszeichen ist ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zwischen Büchern auf Publikumsverlagen und vielen On-Demand-Büchern, die der Autor selbst einem Layout unterzogen hat.



Teil 3: Dialogauszeichnungen

Mittels Dialogauszeichnungen beschreibt ein Autor, wie die direkte Rede einer Romanfigur vom Leser zu verstehen oder zu interpretieren ist. Die simpelste Form der Dialogauszeichnung ist das einfache Sprecherverb.

    "Es regnet", sagte er.

Häufig vergreifen sich ungeübte Autoren oder Anfänger bei den Sprecherverben und produzieren Dialoge, die einer genauen Prüfung nicht standhalten.

    "Es regnet", lachte er.

Lachen ist im eigentlichen Sinne kein Sprecherverb, da es nichts mit dem Vorgang des Sprechens zu tun hat. Wer dies anders sieht, der soll die Probe aufs Exempel machen mit folgendem Satz:

    "Wir können es uns nicht leisten, jedes Jahr Milliarden an Euro in ein Projekt zu investieren, das am Ende finanziell nichts abwirft", lachte er.
Jeder möge versuchen, diesen Satz zu lachen. cheezygrin Ich weiß nicht, wie das geht.

Wer solchen Fallen entgehen will, wird vermutlich sehr schnell zum Partizip greifen, um ein korrektes Sprecherverb nutzen zu können und gleichzeitig die notwendige Information über die Art und Weise des Sprechens an den Leser zu bekommen. Das Ergebnis sieht häufig so aus:

    "Es regnet", sagte er lachend.
Das ist jetzt korrekt formuliert, jedoch gelten Partizipien als stilistisch unschön. Weil sie ein Zwitter sind zwischen Verb und Adjektiv bzw. Adverb. Hier greift eine ganz einfache Faustregel, die man bei der Überarbeitung seines Textes stets berücksichtigen sollte: Ist die Dialogauszeichnung durch das Sprecherverb wirklich notwendig?

Im vorliegenden Fall zeigen die Anführungszeichen an, dass jemand spricht. Von daher ist das "sagte er" eigentlich überflüssig. Wir können uns also ganz auf die Reaktion des Sprechers konzentrieren. Sprecherverb raus, und aus dem Partizip wird ein starkes Verb.

    "Es regnet." Er lachte.

oder aus

    "Es regnet", sagte er, schob die Gardinen zu, knipste das Deckenlicht aus und rief: "Wir brauchen einen Schirm."

wird
    "Es regnet." Er schob die Gardinen zu, knipste das Deckenlicht aus und rief: "Wir brauchen einen Schirm."



Ähnliche Prüfungen sollte man immer seinen Sprecherverben antun, wenn sie ein Partizip oder Adverb mit sich schleppen. Gibt es eine besser Möglichkeit in Form eines Verbs?

    "Es regnet", sagte er laut.

"sagte er laut"? Dafür gibt es eigene Vokabeln im Deutschen: rief er - brüllte er - kreischte er ...

"sagte er leise"? Auch dafür gibt es Alternativen: flüsterte er - wisperte er - hauchte er ...

Genau an dieser Stelle setzt die Kreativität eines jeden Autoren ein ...



So, das war's. Ich hoffe, es hilft dem einen oder anderen! cheezygrin

LG
Siegfried

Nachtrag 07.01.2009 00:11 Uhr

Teil 4: Dialogstruktur

Mit Dialogstruktur ist der Aufbau eines Dialoges zwischen zwei Personen gemeint.

Eine Grundregel der Dialogstruktur besagt, dass bei Sprecherwechsel ein Absatz gemacht wird. Schreib-Anfänger neigen mitunter dazu, einen Dialog in einem Absatz zusammenzufassen und den Sprecherwechsel durch einen Strich darzustellen. Es mag gedruckte Bücher geben, die solche Dialogstrukturen aufweisen - allerdings sind sie in der absoluten Minderheit, und sie erschweren zudem das Lesen des Dialoges.

So also bitte nicht:

    «Ein denkwürdiger Augenblick», sagte Ted. «Ich empfinde es als großes Vorrecht, dabei zu sein.» - «Scharf stellen!», rief Barnes. - «Jawohl, Sir.» Das Bild wurde noch verschwommener. «Andersrum!» - «Ja, Sir.» Die Konturen wurden allmählich scharf. «Oho», sagte Ted, den Blick auf den Bildschirm geheftet.

sondern so:

    «Ein denkwürdiger Augenblick», sagte Ted. «Ich empfinde es als großes Vorrecht, dabei zu sein.»
    «Scharf stellen!», rief Barnes.
    «Jawohl, Sir.»
    Das Bild wurde noch verschwommener.
    «Andersrum!»
    «Ja, Sir.»
    Die Konturen wurden allmählich scharf.
    «Oho», sagte Ted, den Blick auf den Bildschirm geheftet.

Bei einem längeren Dialog zwischen zwei Personen muss der jeweilige Sprecher nicht ständig benannt werden. Ein versierter Leser ist durchaus in der Lage, einem Dialog zu folgen und die jeweilige direkte Rede der richtigen Person zuzuordnen, wenn er zu Beginn den Wechselrhythmus vorgestellt bekommt.

    »Erbitte weitere Anweisungen, Sir«, kam die Stimme des Piloten über die Kopfhörer.
    »Fliegen Sie bis zur Mitte der Straße«, sagte Stone. »Dort lassen Sie die Strickleiter herab. Sie bleiben sieben Meter über dem Boden und gehen keinesfalls tiefer. Ist das klar?«
    »Jawohl, Sir.«
    »Sobald wir ausgestiegen sind, gehen Sie auf eine Höhe von zweihundert Metern.«
    »Jawohl, Sir.«
    »Sie kommen zurück, sobald wir Zeichen geben.«
    »Jawohl, Sir.«
    »Und sollte uns etwas zustoßen ...«
    »Fliege ich auf geradem Wege zu Wildfire", beendete der Pilot den Satz. Seine Stimme klang spröde.
    »Richtig.«

In diesem Dialog wird nur drei Mal der jeweilige Sprecher genannt. Ganz zu Beginn der Pilot, danach Stone. Damit kennt der Leser die Teilnehmer am Dialog und die Sprechreihenfolge. Erst im neunten Satz wird wieder der Sprecher genannt. So kann sich der Leser wieder orientieren und feststellen, dass er sich noch in der korrekten Reihenfolge befindet.

Einen Dialog mit drei oder mehr Sprechern zu schreiben, ist eine echte Kunst, wenn man auf Sprecherverben verzichten will. Das ist meist nicht möglich, und von daher ist hier die Umsetzung der Tipps unter Dialogauszeichnung (Sprecherverben weglassen und durch Aktionen ersetzen) gefordert.
Zuletzt geändert von Siegfried am 07.01.2009, 00:10, insgesamt 2-mal geändert.

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Tabiro Malex
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Re:

von Tabiro Malex (06.01.2009, 16:42)
Hallo Siegfried!

Für diese Variante
Siegfried schrieb:
"Es regnet." Er schob die Gardinen zu, knipste das Deckenlicht aus und rief: "Wir brauchen einen Schirm."


hatte ich eher diese Form gewählt:

"Es regnet." Er schob die Gardinen zu und knipste das Deckenlicht aus. "Wir brauchen einen Schirm", fügte er an.

Die Zusätze „fügte er/sie an“ oder „ergänzte er/sie“ habe ich nie als besonders gut empfunden – sie wirken eher formal und steif. Deine Version ist flüssiger und lebendiger.

VG thumbbup
Tabiro
Unglaublich, wie schnell du die neue Rechtschreibreform angewendet, hasst.

büchernarr

Re:

von büchernarr (06.01.2009, 16:47)
Hallo Siegfried,
Dein hervorragender Beitrag hat seinen Platz in meinem Ordner "wie schreibe ich ein Buch" gefunden. Danke dafür!
Grüße
Bernd

Johanna
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Re:

von Johanna (06.01.2009, 17:24)
Hallo Siegfried,

das ist ein sehr nützlicher Beitrag, klar, übersichtlich und verständlich. Danke.

Eine Frage habe ich noch zu den Anführungszeichen bzw. Guillemets. Als Leser ist es mir nie aufgefallen, dass es da Unterschiede gibt. Ist es wirklich ein Makel (bzw. laienhaft), wenn man Anführungszeichen anstatt Guillemets benutzt?

Und wie sieht es bei Zitaten oder Begriffen aus? Sind die Anführungszeichen da richtig eingesetzt?

Danke im voraus.

Johanna

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hawepe
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Re:

von hawepe (06.01.2009, 17:36)
Hallo Johanna,

Johanna hat geschrieben:
Eine Frage habe ich noch zu den Anführungszeichen bzw. Guillemets. Als Leser ist es mir nie aufgefallen, dass es da Unterschiede gibt. Ist es wirklich ein Makel (bzw. laienhaft), wenn man Anführungszeichen anstatt Guillemets benutzt?


Für belletristische Werke würde ich es auch als laienhaft sehen. In Fachbüchern sind sie dagegen keineswegs üblich.

Und wie sieht es bei Zitaten oder Begriffen aus? Sind die Anführungszeichen da richtig eingesetzt?


Es werden immer einheitlich typographische Anführungszeichen oder Guillemets benutzt, aber nie mal diese und mal jene. Selbst in Fachbüchern dürfen in diesen Fällen Zitate geändert werden, wobei es da aber natürlich auch Ausnahmen gibt.

Beste Grüße,

Heinz.

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Judith
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Re:

von Judith (06.01.2009, 17:59)
"Siegfried, da warst du aber fleißig!", lobt Judith. thumbbup

Der Einsatz von Guillemets statt der deutschen Anführungszeichen ist ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zwischen Büchern auf Publikumsverlagen und vielen On-Demand-Büchern, die der Autor selbst einem Layout unterzogen hat.


Ich habe mir mal mehrere Bücher von "echten" Verlagen angesehen und kann das nicht unbedingt bestätigen, wenngleich die Häufigkeit von Guillements bei Belletristik überwiegt.

Grüßle,
Judith
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (06.01.2009, 23:32)
Judith hat geschrieben:
Ich habe mir mal mehrere Bücher von "echten" Verlagen angesehen und kann das nicht unbedingt bestätigen, wenngleich die Häufigkeit von Guillements bei Belletristik überwiegt.


Kannst du Beispiele nennen?

Ich habe bei mir Bücher (Belletristik) aus folgenden Verlagen durchgesehen:

Bastei = dänisch
Goldmann = dänisch
Ullstein = dänisch
Aufbau = dänisch
Lübbe = dänisch
Fischer = dänisch
rororo = französisch
knaur = dänisch
detebe = dänisch
Heyne = dänisch
dtv = dänisch
List = dänisch
Haffmans = dänisch
Scherz = französisch
Luchterhand = dänisch
Insel = dänisch
Piper = dänisch
campus = dänisch
Alexander = dänisch
Piazza = dänisch
Hoffmann und Campe = dänisch
Bechtermünz = dänisch
Hanser = dänisch
Blessing = dänisch
Bertelsmann = dänisch

Und selbst der Original-Nachdruck der "Buddenbrooks" aus dem Jahre 1903 vom S. Fischer Verlag (Hardcover) = dänisch

Welche große deutsche Verlage gibt es, die in »Gänsefüßchen« setzen? book:

LG
Siegfried

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Judith
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Re:

von Judith (06.01.2009, 23:43)
Hallo Siegfried,

möglicherweise sind die deutschen Anführungsstriche eher bei Kinderbüchern zu finden. Ich habe hier auf die Schnelle ein Buch aus einem kleineren Verlag (Belletristik Erwachsene), eines von Ravensburger (Kinderbuch etwa ab 10 J.) und eines von Schneiderbuch (auch etwa ab 10 J.) mit deutschen Anführungsstrichen gefunden. Ansonsten vorwiegend dänisch. Auch mein Mädchenroman wird mit der dänischen Variante gedruckt.

Da meine BoD-Bücher auch für Kinder sind, dürften meine Anführungsstriche auch kein Problem sein. :wink:

Grüßle,
Judith
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rbader
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Re:

von rbader (07.01.2009, 00:40)
Hallo Siegfried

Ich finde die meisten deiner Beiträge sehr lehrreich, aber besonders danken möchte ich dir heute für diese tolle und umfassende Erklärung zur wörtlichen Rede, die ich gerne vor einem Jahr gehabt hätte, als ich an der letzten Fassung des 1. Buchs saß.

Da kapierte ich nämlich plötzlich, dass ich die ganze Zeit versehentlich englische Zeichensetzung für die wörtliche Rede angewandt hatte.

Der Unterschied? Zum Beispiel schreibt man da:

"Let's go," he said.

Interessanterweise war niemandem unter den deutschen Probe- bzw. Korrekturlesern (wohlbemerkt Laien) aufgefallen, dass da was nicht stimmte. (Auch sonst ist denen und mir einiges nicht aufgefallen, weswegen auch in der 2., korrigierten Auflage - wenige Tage nach der 1. geschaltet - immer noch mehr Fehler stecken, als mir lieb ist.)

Ich werde in Zukunft bei Fragen zu dem Thema deinen Beitrag konsultieren.

Schönen Gruß
Ruth

[Edit]
Zuletzt geändert von rbader am 09.02.2009, 23:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (07.01.2009, 08:14)
hawepe hat geschrieben:
Hallo Johanna,

Johanna hat geschrieben:
Eine Frage habe ich noch zu den Anführungszeichen bzw. Guillemets. Als Leser ist es mir nie aufgefallen, dass es da Unterschiede gibt. Ist es wirklich ein Makel (bzw. laienhaft), wenn man Anführungszeichen anstatt Guillemets benutzt?


Für belletristische Werke würde ich es auch als laienhaft sehen. In Fachbüchern sind sie dagegen keineswegs üblich.


Oh je!

Danke, Siegfried und Heinz, ich fürchte, ich muss meine noch nicht freigegebenen Werke dringend überprüfen!

Ich hatte mich mit „Gänsefüßchen“ bisher auf der sicheren Seite gefühlt.
Na ja, globales Suchen und Ersetzen reicht ja.

Gruß,
Valerie

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hawepe
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Re:

von hawepe (07.01.2009, 08:43)
Hallo Ruth,

rbader hat geschrieben:
Interessanterweise war niemandem unter den deutschen Probe- bzw. Korrekturlesern (wohlbemerkt Laien) aufgefallen, dass da was nicht stimmte.


Klar, sie sind entweder schreibmaschinen- oder wordgeschädigt. Auf der Schreibmaschine fehlten typographische Anführungszeichen aus Platzgründen, in Textverarbeitungsprogrammen sind sie inzwischen zwar vorhanden, aber nicht voreingestellt.

Mit Word geht es übrigens bis heute nicht, deutschsprachige Texte automatisch mit Guillemets versehen zu lassen. Open Office ist da schon ein Ende weiter.

PS: Oh Mann, sehe gerade, heute soll's 36 Grad heiß werden.


Bei uns waren es in der letzten Nacht minus 19 Grad. Ergibt doch also einen guten Querschnitt cheezygrin

Beste Grüße,

Heinz.

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hawepe
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Re:

von hawepe (07.01.2009, 08:45)
Hallo Valerie,

Valerie J. Long hat geschrieben:
Ich hatte mich mit „Gänsefüßchen“ bisher auf der sicheren Seite gefühlt.


Immerhin verwendest du bereits typographische Anführungszeichen. Immer wieder stoße ich auf Book-on-Demand-Bücher, die mit Zollzeichen gespickt sind :twisted:

Beste Grüße,

Heinz.

rbader
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Re:

von rbader (07.01.2009, 10:41)
Hallo Heinz

hawepe hat geschrieben:

Mit Word geht es übrigens bis heute nicht, deutschsprachige Texte automatisch mit Guillemets versehen zu lassen. Open Office ist da schon ein Ende weiter.



Das geht in der dt. Version von MS Word auch nicht? :roll:
Und ich dachte, das liegt an meiner englischen Version! Das war eine blöde Arbeit, all diese Dinger (aha, Guillemets heißen die) einsetzen zu müssen. Denn mit einfachem "Suchen und Ersetzen" funktionierte das bei mir nicht.

Muss ich mir doch mal Open Office und andere Programme anschauen beim nächsten Buch.

[Edit]

Tschüss
Ruth
Zuletzt geändert von rbader am 09.02.2009, 23:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (07.01.2009, 10:59)
Hallo, Heinz,
ja, StarOffice (die kommerzielle Variante von OpenOffice) bietet Guillemets m.W. in beiden Varianten für die Autokorrektur an.

Hallo, Ruth,
In Word geht das allerdings auch, nur ein wenig mühsamer.
Man kann in Extras->Autokorrektur einstellen, dass " immer durch « ersetzt wird und zwei Kommata ,, durch », danach muss man sich nur angewöhnen, eine direkte Rede mit ,, zu beginnen und mit " zu beenden, und schon flutscht es.

Zur Temperatur: Ich habe in Perth mal einen österreichischen Taxifahrer getroffen, der seine Heimat verlassen hat, weil es ihm dort zu kalt war. Nun, Tiefsttemperaturen von 15 Grad Celsius im Winter sind auch ein Wort. :wink:

Gruß Valerie

LOFI

Re:

von LOFI (07.01.2009, 11:17)
Hi,

bei mir geht es in Word 2003 exakt so:


Word 2003:

1.Extras/Autokorrektur-Optionen/Tab:Autokorrektur "Während der Eingabe ersetzen" deaktivieren

2.Extras/Autokorrektur-Optionen/Tab:Autoformat "Gerade Anführungszeichen" durch "typographische" deaktivieren

3.Extras/Autokorrektur-Optionen/Tab:Autoformat während der Eingabe "Gerade Anführungszeichen" durch "typographische" deaktivieren

Dann mit Ersetzen die " durch die frz. Zeichen suchen und ersetzen lassen.

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