Danksagung - ja oder nein?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


rbader
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Danksagung - ja oder nein?

von rbader (17.01.2009, 10:32)
Hallo Autoren

Ich habe hier im Autorenpool gerade mal nach dem Thema Danksagungen gesucht, konnte es aber nicht finden. Falls es dazu doch schon eine Diskussion gab, wäre ich für einen Link dorthin dankbar.

Was haltet ihr von Danksagungen? Habt ihr sie in euren Veröffentlichungen benutzt, und wie fandet ihr das im Nachhinhein? Welche Reaktionen gab es von den in der Danksagung Erwähnten?

Ich frage danach, weil ich überlege, ob in das Buch, das ich nun fertigstelle, eine Danksagung gehört.

Beim ersten Buch hatte ich ursprünglich vor, eine Danksagung von jeweils meiner Mutter und mir an den Schluß zu stellen. Es fiel ihr aber schwer, das Konzept (d.h. den Zweck) zu verstehen, vor allem auch im Vergleich zu einer Widmung. Sowohl Danksagung als auch Widmung habe ich dann weggelassen, aber von meiner Seiten den Leuten, die ich eigentlich erwähnt hätte, erklärt, warum da nichts im Buch stehen wird.

Ich würde mich über eure bisherigen Erfahrungen oder auch nur eure Meinung zu dem Thema freuen.

Schönen Gruß
Ruth

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (17.01.2009, 10:51)
Liebe Ruth,
ich habe Danksagungen drin - einfach weil mir Leute Interviews gegeben haben (ihr Leben erzählt), weil ich bei einem Buch einen sehr großzügigen Sponsor hatte, und bei der Feder haben mir einige ganz liebe Leute geholfen, insbesondere hinsichtlich des Layouts.
Feedback der Dankempfänger war unterschiedlich, aber da hatte ich auch nichts erwartet. Mein Standpunkt: wenn ich etwas bekomme, bedanke ich mich dafür.
Das ist sicherlich nicht zu verallgemeinern.

LG
maryanne
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (17.01.2009, 11:35)
Hallo, Ruth.

Auch ich habe in meinen beiden Büchern Danksagungen erstellt.
In meinem ersten Buch, "Boose-Nacht-Geschichten", was ein persönliches Werk von mir ist, fiel die Danksagung allgemein, aber durchaus ernst gemeint aus.
In meinem zweiten Buch, "Der deutsche Jackie Chan Filmführer", war die Liste der zu dankenden Personen und Instituten aufgrund meiner Recherchearbeit viel länger.

Rückmeldungen habe ich bisher einige bekommen und sie waren immer positiv. Die erwähnten Personen waren stolz darauf, in einem Buch Anklang zu finden und waren sehr gerührt.

Ich persönlich halte eine Danksagung nicht immer für notwendig, es kommt ja auch auf das Buch an, aber für meine Werke habe ich entschieden, immer eine Danksagung einzubringen - als schöne Geste - denn dort kann man Dinge unterbringen, die einem im Inhalt des Buches definitiv verwährt bleiben.

Beste Grüße,
Thorsten

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SandraR
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Re:

von SandraR (17.01.2009, 13:34)
Eine Danksagung gehoert fuer mich zum guten Stil, wenn es dafuer Gruende gibt. Danksagung fuer gute Fotos, fuer gute Ideen oder ohne viele Menschen im eigenen Leben haette man Thema X niemals schreiben koennen! Eine Reaktion von meiner Umwelt erwarte ich allerdings darauf nicht...
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

WalterJoergLangbein

Re:

von WalterJoergLangbein (17.01.2009, 13:42)
Hallo Ruth!

Danksagungen ja oder nein... diese Frage habe ich mir auch gestellt. Ich habe mich für Danksagungen entschieden. Ich schreibe populärwissenschaftliche Bücher, bin also auf gute Quellen angewiesen... sprich auf die Arbeit von Forschern, zum Beispiel. Quellen nenne ich im Literaturverzeichnis. Aber das ist mir nicht genug. Deshalb schreibe ich Danksagungen... weil es immer eine ganze Reihe von Menschen gibt, die mir bei der Recherche sehr geholfen haben. Resonanz... Nun, ich habe von einigen der in der Danksagung aufgeführten Leute dann und wann eine Dankeschön bekommen. Insgesamt hielt sich die Resonanz aber in Grenzen, habe ich auch nicht erwartet. Danksagungen müssen sein, wenn sie sein müssen, wenn es Gründe gibt.

Positiver aufgenommen wurden Widmungen. Darüber haben sich einige Leute wirklich gefreut. Gewidmet habe ich das eine oder das andere Buch Leuten, die mir sympathisch sind. Mit dem jeweiligen Buch selbst haben sie meist nichts zu tun.

Walter

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hawepe
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Re:

von hawepe (17.01.2009, 14:10)
Hallo Ruth,

wenn es Menschen gibt, denen du danken könntest oder möchtest, dann solltest du es auch tun. Komischerweise lese ich in Büchern eigentlich immer diese Danksagungen, weil sie auch einiges über die Entstehung eines Buches verraten können.

Beste Grüße,

Heinz.

büchernarr

Re:

von büchernarr (17.01.2009, 14:13)
Hallo,
einer Danksagung kann ich nur jederzeit zustimmen.
Sinnvoll scheint es mir aber, die betroffenen Personen vorher zu fragen, ob sie mit einer Nennung ihres Namens in einem öffentlichen Buch zustimmen. Habe da schon von Problemen gehört.
Grüße
Bernd

Martin
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Re:

von Martin (17.01.2009, 16:48)
Hallo Ruth,

wenn du Leute hast, denen du danken willst, weil sie dir in dieser oder jener Beziehung beim Entstehen des Buches geholfen haben, dann solltest du eine Danksagung verwenden.

In "Dämonenlust" habe ich eine Danksagung, weil es mir wichtig war einigen Leuten zu danken und ich habe nicht nur Reaktionen der Erwähnten bekommen, sondern auch von deren Freunden und Verwandten.
:D
Es ist halt für manche doch eine Ehre in einem Buch erwähnt zu werden, oder jemanden zu kennen, der in einem Buch erwähnt wird.

@Hawepe:
Komischerweise lese ich in Büchern eigentlich immer diese Danksagungen, weil sie auch einiges über die Entstehung eines Buches verraten können.

Das mache ich auch, erst wird die Widmung gelesen, dann die Danksagung und dann der Rest des Buches. :twisted:
Willkommen in der Dunkelheit
http://rosacouch.blogspot.com

julia07
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Re:

von julia07 (17.01.2009, 16:57)
Hallo Ruth,

auch ich habe in meiner "Lisa" denen gedankt, die mir bei der Entstehung des Buches sehr geholfen haben, bzw. mir Mut machten, es überhaupt zu veröffentlichen. Mir war das ein besonderes Bedürfnis und beschwert hat sich über diese Danksagung bisher niemand :wink:

LG,
Julia

Zitat
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Re:

von Zitat (17.01.2009, 17:19)
Auch ich halte Danksagungen für eine schöne Geste, bei meinem zweiten bod-Buch, einer Zitatensammlung, habe ich mich für eine Danksagung entschieden. Ich musste für das Buch Abdruckgenehmigungen von Verlagen einholen und habe mich bei diesen entsprechend bedankt (zumal nicht jeder Verlag gewillt ist, eine Genehmigung zu erteilen :)). Mein Dank galt außerdem der Person, die kostenlos für mich das Cover gestaltet hat.

Ich bin freiberufliche Korrektorin und habe mich auf der anderen Seite immer sehr gefreut, wenn ich für das Lektorat eines Textes/Buches im Rahmen einer Danksagung erwähnt wurde.

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Conny
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Re:

von Conny (17.01.2009, 17:38)
Auch ich habe gedankt, aber in der Einleitung. Textmäßig hat sich das eben so ergeben.
Generell finde ich es auch immer sehr interessant, wenn Danksagungen in einem Buch drin sind. Wie Heinz schreibt, dadurch erfährt man vielleicht manches zur Entstehungsgeschichte. Und ich finde es auch eine nette Geste.

LG, Conny
"Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann."
Antoine de Saint- Exupéry

www.kundenkoller.over-blog.de

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (17.01.2009, 17:43)
julia07 hat geschrieben:
Hallo Ruth,

auch ich habe in meiner "Lisa" denen gedankt, die mir bei der Entstehung des Buches sehr geholfen haben, bzw. mir Mut machten, es überhaupt zu veröffentlichen. Mir war das ein besonderes Bedürfnis und beschwert hat sich über diese Danksagung bisher niemand :wink:

LG,
Julia




Ganz im Gegenteil, ich habe mich darüber gefreut

Maryanne
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

andie

Re:

von andie (17.01.2009, 18:32)
Liebe Ruth,

vielleicht bin ich eine schlechte Ratgeberin, weil ich mich mit solchen Überlegungen noch nicht beschäftigt habe.
Ich weiß nur, wie ich es als Leserin halte. Die Widmungen am Anfang eines Buches lese ich gerne, die empfinde ich als sehr persönlich, sie stimmen mich auf das bevorstehende Lese-Erlebnis ein. Danksagungen am Ende interessieren mich dagegen wenig bis überhaupt nicht.
Kann man Widmung und Danksagung vielleicht vermischen? Nach dem Motto: "Ich widme dieses Buch all jenen, bei denen ich mich bedanken möchte. Bei meiner Familie, weil sie meine Familie ist. Bei meinen Freunden, die mich unterstützt haben ... etc." Das ist sozusagen ins Unreine getextet, damit du weißt, was ich meine. Namentliche Nennung nur, wenn es einen ganz besonderen Grund gibt.
Das fände ich gut, bin mir dabei aber sehr unsicher, ob meine Gedanken als Rat tauglich sind. Wenn nicht, vergiss sie einfach.

Liebe Grüße,
Andrea

rbader
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Re:

von rbader (18.01.2009, 04:44)
Vielen Dank, dass ihr von euren Erfahrungen berichtet bzw eure Meinung zu dem Thema mitgeteilt habt.

Meine Danksagung würde sich fast gänzlich auf Privatpersonen aus meinem Familien- oder Freundeskreis beziehen. Es gibt keine Organisationen oder Sponsoren, denen ich danken müsste, oder Personen, die mir irgendwelche Genehmigungen erteilt hätten (abgesehen von Familienmitgliedern).

Beim Lesen eurer Kommentare wurde mir klar, dass ich eigentlich auch selber sehr gerne Danksagungen lese, insofern fände ich es schon schön, eine Lösung zu finden.

@Bernd

büchernarr hat geschrieben:
Sinnvoll scheint es mir aber, die betroffenen Personen vorher zu fragen, ob sie mit einer Nennung ihres Namens in einem öffentlichen Buch zustimmen. Habe da schon von Problemen gehört.


Genau das ist eigentlich meine Sorge und der Grund, warum ich trotzdem noch nicht sicher bin, ob ich nun eine Danksagung einfügen soll oder nicht. Falls ich Personen namentlich erwähnen möchte, dann müsste ich sie doch fragen, denke ich, aber dann ist ja vielleicht auch irgendwie der positive Überraschungseffekt verpufft.

Der Hauptgrund jedoch, diese Personen erstmal um ihre Zustimmung zur namentlichen Erwähnung zu bitten, besteht für mich in der Thematik des Buchs (Holocaust und Folgen im Kontext einer Familie). Nicht jeder möchte, so vermute ich, in so einem Buch mit Vor- und Nachnamen aufgelistet werden, egal wie wohlwollend er die Absicht der Autorin erstmal beurteilen mag.

Eine Alternative, die mir auch durch den Sinn ging, wäre, nur Vornamen zu erwähnen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das blöd wirken würde.

Wo genau der entsprechende Text hinpasst, das müsste ich auch nach euren Hinweisen nochmals überdenken. Ich dachte wirklich, dass das am besten am Ende des Buchs steht. Aber in die Einleitung könnte ich es eventuell auch einbinden. Nur für sich an den Anfang stellen, das käme mir nicht so gut vor.

Falls euch noch mehr zu dem Thema einfällt, ich bin weiterhin sehr an euren Vorschlägen interessiert.

Schönen Gruß
Ruth
Zuletzt geändert von rbader am 18.01.2009, 07:35, insgesamt 1-mal geändert.

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SandraR
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Re:

von SandraR (18.01.2009, 06:14)
Zitat ich finde der freiberufliche Korrektur insbesondere wenn er selber schreibt gehoert ins Impressum und auf die Webseite. Zumindest wir halten es mit unserem Korrektor so.
Danksagung kann auch ohne Namensnennung sein, zB. wie in einem Buch von uns "ich danke alle Menschen die mir geholfen haben in diesem Land zu Leben" etc.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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