Meta-Ebene

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Hanna
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Meta-Ebene

von Hanna (31.01.2009, 11:51)
Kennt jemand von Euch die Methode der Manuskriptanalyse auf der Meta- Ebene?
Erklärung aus Wikipedia:
Eine Metaebene ist eine übergeordnete Ebene oder Sichtweise, wenn ein Diskurs oder eine Struktur innerhalb von sich selbst über sich selbst spricht. Zu jeder Metaebene selbst kann wieder eine neue Metaebene gebildet werden.
Beispiel
Metasprache = 2. Stufe = Der Satz ‚Wien ist eine Stadt‘ ist wahr.
Objektsprache = 1. Stufe = Wien ist eine Stadt.
Objekt = 0. Stufe = {Wien, [ist eine Stadt]}

Ich bin in einem andern Forum (als Zaungast) auf diesen Begriff gestossen und war von dieser Theorie fasziniert. Man stellt sich dort die Frage, ob man bei Betrachtung aus einer M-Ebene seinem Roman das gewisse Etwas verpassen könnte. Für mich heisst Meta-Ebene etwas aus Distanz betrachten und beurteilen. Herausfinden, wann nüchterne Objektsprache besser wäre. Wann nicht.
Bin gespannt auf Eure Meinungen.
L.G. Hanna

g.c.roth

Re:

von g.c.roth (31.01.2009, 12:19)
blink3
liegts am Wetter oder an mir?
Kannst du das genauer erläutern?

LG Grete

Rita Hajak

Re:

von Rita Hajak (31.01.2009, 12:48)
Durch die unterschiedliche Zeichensetzung erhält der
Satz eine andere Bedeutung.

Mehr kann ich daraus auch nicht erkennen. dozey:

Bitte, wie Grete schon meint, näher erklären.

Grete, wie ist denn das Wetter bei dir??? :roll:

LG.Rita

g.c.roth

Re:

von g.c.roth (31.01.2009, 13:21)
Hallo Rita,
Durch die unterschiedliche Zeichensetzung erhält der
Satz eine andere Bedeutung

So?
Metasprache = 2. Stufe = Der Satz ‚Wien ist eine Stadt‘ ist wahr.
so weit so gut.
Objektsprache = 1. Stufe = Wien ist eine Stadt.
Hier ist Wien immer noch eine Stadt. Ist die Aussage jetzt nicht mehr wahr?
Objekt = 0. Stufe = {Wien, [ist eine Stadt]}
Hier ist Wien zwar auch immer noch eine Stadt, aber der Satz wartet auf Ergänzung.

Grete, wie ist denn das Wetter bei dir???

Ehrlich gesagt: völlig in Ordnung, kalt aber sonnig.
Wollte nur einen haben, auf den ich meine Unwissenheit abschieben kann,
und dafür eignet sich das Wetter ja immer gut :lol:

LG Grete

Rita Hajak

Re:

von Rita Hajak (31.01.2009, 14:23)
Hallo Grete,

Metasprache = 2. Stufe = Der Satz ‚Wien ist eine Stadt‘ ist wahr.
so weit so gut.
Objektsprache = 1. Stufe = Wien ist eine Stadt.
Hier ist Wien immer noch eine Stadt. Ist die Aussage jetzt nicht mehr wahr?
Objekt = 0. Stufe = {Wien, [ist eine Stadt]}
Hier ist Wien zwar auch immer noch eine Stadt, aber der Satz wartet auf Ergänzung.

Bei Nr. 1 bin ich mir auch nicht sicher, aber es klingt hervorgehoben. So als gäbe es keine schönere Stadt.
Nr. 2 ist eine Tatsache!
Nr. 3 kann man beliebig ergänzen, wie du schon erkannt hat. Z.B.:
Wien, eine Stadt der Künste

Warten wir mal ab, was Hanna sagt.

Grete, bei uns ist das Wetter schlecht. Gerade hat es geschneit und jetzt
ist Regen mit dabei. Eben ... kalt und nass! :twisted:


LG.Rita

Hanna
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Re:

von Hanna (31.01.2009, 16:25)
Warten wir mal ab, was Hanna sagt.

Schmunzel Schmunzel :D

Dem Forum entnommen:
Gewissermaßen wird der Text bis aufs Skelett zerlegt. Es ist die Stunde der Wahrheit! Aus der Sicht des Germanisten.

In der von mir entdeckten Diskussion ging es darum, ob man durch die oben genannte Skelettierung der Texte auf verschiedenen Ebenen, sie nennen das Meta-Ebenen, herausfiltern könnte, was genau Bücher erfolgreich macht. Die Rede ist von Bestsellern, die uns gewöhnliche Sterbliche beim Lesen weder berührt noch gefallen haben. Die aber dennoch Riesenauflagen einbrachten.
Die Frage taucht auf, ob diese Art der Analysen das rätselhafte Geheimnis "Erfolg" lüften könnte.
Bei Wikipedia habe ich versucht, mich über diese Meta-Ebenen schlau zu machen. Den Schlüssel zum perfekten Text habe ich dort leider nicht entdeckt. Wäre zu schön, um wahr zu sein. Vielleicht suche ich noch ein bisschen weiter. smart2

Liebe Grüsse Hanna

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (31.01.2009, 16:28)
(gelöscht, weil bereits seit 2.000 Jahren bekannt)
Zuletzt geändert von Siegfried am 31.01.2009, 18:17, insgesamt 1-mal geändert.

Arachne
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Re:

von Arachne (31.01.2009, 16:58)
Hach, Siegfried,

die Sache ist doch schon 2.000 Jahre alt. Es ist die alte Frage, ob die Aussage "Alle Kreter lügen" wahr oder falsch ist, wenn sie von einem Kreter gesprochen wird ... book:

Schon 1.000 Generationen von Philosophen haben sich darüber die Köpfe zerbrochen. Nur das man das neumodisch jetzt Metaebene nennt, war mir neu.

Ich habe in Mathematik (Logik) gelernt, das der Satz "Der Mond ist aus Käse" vor 1968 keine Aussage war, weil weder die Wahrheit noch die Falschheit belegt werden konnten (was astrophysikalisch natürlich Blödsin ist).

Gruß

Sigrid

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (31.01.2009, 18:16)
Arachne hat geschrieben:
Hach, Siegfried,

die Sache ist doch schon 2.000 Jahre alt. Es ist die alte Frage, ob die Aussage "Alle Kreter lügen" wahr oder falsch ist, wenn sie von einem Kreter gesprochen wird ... book:

Schon 1.000 Generationen von Philosophen haben sich darüber die Köpfe zerbrochen. Nur das man das neumodisch jetzt Metaebene nennt, war mir neu.


Oh, Sorry, wenn ich deinen Intellekt beleidigt haben sollte.
Wie wäre es, wenn du, statt mir einen zwischen die Beine zu geben mit "hach, Siegfried, die Sache ist doch schon 2.000 Jahre alt", selbst den Begriff "Meta-Ebene der Sprache" erklärt hättest. :cry:

Ich ziehe meine Erläuterungen hiermit zurück und beglückwünsche dich zu deinem Einwurf.

Grußlos
Siegfried

Hanna
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Re:

von Hanna (31.01.2009, 18:36)
Oh je!
Siegfried, darf ich Dir trotzdem Danke sagen? Du hast Dich mit diesem Thema auf eine für mich gut verständliche Art auseinander gesetzt. Dank Dir verstehe ich es besser. So abgehakt scheint das Thema übrigens nicht gar zu sein, wie Arachne glaubt.
@ Arachne
Es sind wahrlich keine Deppen, die dieses Thema in die heutige Zeit transferieren. Dein "Hach" ist arrogant und Diskussionstötend.
Enttäuschte Grüsse Hanna

Arachne
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Re:

von Arachne (31.01.2009, 18:37)
Siegfried,

ich scheine Dich auf dem falschen Fuß erwischt zu haben. Wenn's etwas hilft, entschuldige ich mich für meine Wortwahl, die Dich irgendwie gereizt zu haben scheint (eigentlich war sie scherzhaft gemeint). Trotzdem bleibe ich dabei, daß diese neue Begrifflichkeit in der Sache nicht neu ist und ähnlich wie die Mengenlehre der 60ger Jahre mir mehr Schaum zu schlagen scheint (und damit die Sicht vernebelt) als das eigentliche Problem aufzuhellen. Aber es ist nicht mein Fachgebiet und ich mag mich natürlich irren.

In jedem Fall habe ich und wir alle etwas neues gelernt und das ist immer positiv.

Mit trotzdem herzlichem Gruß

Sigrid

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (31.01.2009, 19:00)
Arachne hat geschrieben:
Trotzdem bleibe ich dabei, daß diese neue Begrifflichkeit in der Sache nicht neu ist und ähnlich wie die Mengenlehre der 60ger Jahre mir mehr Schaum zu schlagen scheint (und damit die Sicht vernebelt) als das eigentliche Problem aufzuhellen.


Wie wäre es, wenn du dich jetzt einfach mal auf deinen Allerwertesten setzt und uns Unwissende teilhaben lässt, was denn diese "uralte Sache der Meta-Ebene der Sprache" ist, die bislang von dir keinerlei Bemerkung wert war.

Ich jedenfalls habe mich den heutigen Samstag nachmittag mit einer Reihe von philologischen Büchern hingesetzt und versucht, das Thema möglichst verständlich darzustellen. Von daher bin ich derzeit stinksauer, dass du meine Arbeit von zwei Stunden mit deinem "Hach" derart lächerlich machst, ohne auch nur im Ansatz selbst eine Leistung zu erbringen.

Daher erläuter den anderen Diskussionsteilnehmern doch einfach mal, was du zum Thema "Meta-Ebene der Sprache" als "seit 2.000 Jahren bekannt" darstellst und was angeblich keiner weiteren Erläuterung bedarf.

Ein diskreditierendes "Hach" kann jeder in die Runde werfen. Dann sollte er oder sie es aber besser machen.

Noch immer grußlos und absolut sauer
Siegfried

Rita Hajak

Re:

von Rita Hajak (31.01.2009, 19:45)
Hallo Siegfried,

schade, jetzt gucke ich aber dumm. Wollte mir deinen lehrreichen
Beitrag kopieren und schwupps ist er weg.
Ich brauche immer etwas länger, bis ich es kappiert habe. dozey:

Ich finde, du hast das toll gemacht. Ich habe schließlich vor 2000 Jahren noch nicht gelebt.

Naja, dann werde ich auch mal googlengehen. Oder möchte Sigrid einen
exclosiv Beitrag leisten? cool5

Einen schönen Sonntag
wünscht
Rita

Gerhard
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Re:

von Gerhard (31.01.2009, 19:54)
Hi Siegfried,

zuerst mal, Du hast es echt super erklärt. Erst nach deiner Erklärung ist mir klar geworden, was da überhaupt gemeint ist.... thumbbup ... aaaaaber, deine Reaktion auf Sigrid finde ich etwas ... überreizt.

Ich habe dieses "Hach" nicht halb so aggressiv aufgefasst, wie du es getan hast. Aber diese Sache ist wieder einmal ein ganz kräftiger Beweis meiner These, dass die Welt so ist, wie wir sie sehen wollen. Jeder sieht die Realität, wie er sie sehen will.

Du hast hinter diesem "Hach....." eine Herabwürdigung deiner Arbeit gesehen ... ich nicht. Ich fand sie einen lustigen Einwurf im Sinne von "Nach 2000 Jahren reden wir immer noch über solche Probleme". Und das hatte, so habe ich es aufgefasst, absolut nichts mit deiner Erklärung zu tun.

Aber, jeder sieht es halt, wie er es will. Nur finde ich deine Reaktion darauf, nämlich das Löschen deiner Erklärung, unheimlich kindisch. Ich wollte sie mir nämlich, weil ich sie so gut fand, gerade kopieren. Und jetzt ist sie weg ... Schade.

:(
Herzliche Grüße
Gerhard

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Die Welt ist anders, als sie uns erscheint. "Auf der Suche nach der Realität" , ISBN 978-3833493294

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cosmopolit
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Re:

von cosmopolit (31.01.2009, 20:02)
Grußlos
Siegfried

Kinderkram
Erwachsen wirst du nicht mit dem alter,sondern erst dann wenn du die Fehler zuerst bei dir suchst. http://uae-alfred.blogspot.com/

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