Das etwas andere Tunesien.... oder wo der Esel noch Vorfahrt

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Jacey
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Das etwas andere Tunesien.... oder wo der Esel noch Vorfahrt

von Jacey (11.02.2009, 19:37)
Titel: Das etwas andere Tunesien.... oder wo der Esel noch Vorfahrt
Autor: Jacey Derouich

Verlag: Books on Demand
ISBN: 9783837076035
Seiten: 104
Preis: 11,95 Euro

Klappentext:

Ein Tunesienurlaub der etwas anderen Art, bei dem auf heitere Weise beschrieben wird, wie ein deutsch-tunesisches Paar die Urlaubstage bei ihrer tunesischen Familie erlebt.
Ausflüge werden zu Abenteuertouren, bei denen Straßen plötzlich im Nichts verschwinden und Orte entdeckt werden, die ein normaler Tourist wohl niemals findet.
Das Kochen in der XXL Familie wird zum täglichen Showevent und bei einem Hammambesuch wird verzweifelt die Waschanleitung für Europäer gesucht. Beim Start in den Tag wird der Ruf des netten Muezzin begleitet von Nachbars Hahn und beim Bummel durch die Straßen mutieren harmlose Plastiktüten zu wilden Flugdrachen, die fröhlich über die bunten Müllberge fliegen. Selbst beim harmonischen Familienleben bleibt kein Schmunzel aus und kein Auge trocken, wenn zwei Welten aufeinander prallen.
Mal lustig, mal traurig und manchmal einfach nur unglaublich! Urlaub im wahren Leben! Marhaba in Tunesien!


Inhalt:

Leseprobe:

........
Schweren Herzens trennten wir uns dann von der Ausgrabungsstätte und fuhren weiter zu unserem nächsten Ziel. Da es schon wieder etwas spät war, besichtigten wir Zaghouan nur ganz kurz und machten uns lieber auf den Weg Richtung Takrouna. 
In meinen Reiseführern hatte ich schon einiges darüber gelesen, aber richtig etwas darunter vorstellen konnte ich mir nicht. Ein altes Berberdörfchen auf einem Felsen. Auf jeden Fall hörte es sich interessant an. 
Es ging auch zügig voran, bis auf einmal die Straße vor uns verschwand. Moment, wo war die hin? Hatte die jemand geklaut oder hatte sie nur Mittagspause und lag unter den Bäumen im Schatten?
Keine Ahnung! Da sie nicht wieder auftauchte mussten wir uns mit dem zufrieden geben, was wir vorfanden.
Propeller ausfahren und drüber fliegen!

Irgendwie war mein Bedarf an Geländefahrten für heute gedeckt, aber was sollten wir machen? Aufgeben und umkehren? Nein, so etwas würden wir nie machen, nicht so kurz vor dem Ziel. 
Und wirklich, es dauerte gar nicht mehr so lange und gefühlte 20 Steinschläge später, sah man einen Berg mit einem Nest oben auf.
Das musste das berühmte Takrouna sein. Oh weh, von unten sah es aus der Ferne aus, als ob das Dörfchen beim nächsten Windstoß vom Felsen geweht würde. Und da wollten wir rauf?
Mit der zaghaften Frage, ob wir nicht doch lieber weiter nach Nabeul durchfahren sollten, antwortete mein Mann nur:  Nein, jetzt sind wir hier und jetzt geht es darauf!
Prima drei Stunden Auf- und Abstieg! Ich hatte die Rechnung wiederum ohne meinen Mann gemacht, denn er hatte ja auf dem Weg zum Friedhof schon die Senkrechtlage unseres Autos getestet und meinte nun: Wir fahren da rauf!
Um Himmelswillen das klappte doch nie!!!
Zu spät, das Auto fuhr schon den Berg hoch. Eine Straße war auch hier nicht wirklich vorhanden und so krochen wir langsam über die Geröllmassen, Stückchen für Stückchen. Auf meiner Seite war natürlich auch der Abhang, der mich innerlich nicht gerade ruhiger werden ließ.
Gegenverkehr! Mist, wie sollte das denn jetzt funktionieren? Wuff!, da war auch schon der Motor abgewürgt. Auch noch Anfahren am Berg, ach was Berg, Anfahren am Abhang! 

Ich fühlte schon die Rolle rückwärts, die unser Auto gleich machen würde und wünschte mir jetzt ganz doll, dass sich das andere Auto in Luft auflösen würde.
Langsam bis Drei zählen. Eins, Zwei, Zweieinhalb…
Es war noch da und bewegte sich nicht von der Stelle, also rollten wir ein Stückchen zurück. Der Klügere gibt ja nach, aber grade jetzt wollte ich gar nicht klug sein. Neben mir war immer noch der Abhang im Spiel.

Der andere Fahrer bestand darauf dumm zu bleiben, und uns blieb leider keine andere Wahl.
Mit Millimeterarbeit rangierten wir den Wagen Richtung Abhang und ließen das andere Fahrzeug vorbei ziehen. Geschafft!!!
Der restliche Weg war dann auch gar nicht weiter schlimm, denn was sollte es darauf noch für eine Steigerung geben?
Ziel erreicht, Aussicht genossen und alle Eindrücke in mir aufgesaugt. Vielleicht führt mich ja irgendwann noch einmal eine Reise nach Takrouna. Dann weiß ich wenigstens schon was mich erwartet. 
Weiter ging es und Nabeul erreichten wir natürlich erst beim Anfang der Dämmerung. So machten wir dort nur einen Gang durch den Porzellanladen, aber dieses Mal ohne Auto, denn das musste an diesem Tag ja nicht überall mit hin.
......... 
Dateianhänge
Coverklein.jpg

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