2. "überarbeitete" "durchgesehene" "

Euer Forum rund um kreatives Schreiben, lesergerechtes Texten und spannende Plots.


Sabine_Hartmann01
Beiträge: 48
Registriert: 26.10.2008, 09:09

2. "überarbeitete" "durchgesehene" "

von Sabine_Hartmann01 (16.02.2009, 15:42)
Hallo,

wenn ein Buch in 2. Auflage erscheint, darin auf ca. jeder 10. Seite ein Tippfehler korrigiert wurde, einige Fußnoten gestrichen wurden, insgesamt etwa 15 neue Sätze hineinformuliert wurden, und an ungefähr 30 Stellen einzelne Worte geändert wurden:

Wie soll ich dann diese Auflage nennen?

"überarbeitete Auflage"

"komplett überarbeitete Auflage"

"durchgesehene Auflage"

"korrigierte Auflage"

Die ISBN bleibt nach (einigem Grübeln) dieselbe!

Kennt jemand insoweit grobe Richtlinien?

Danke Euch! Sabine

LOFI

Re:

von LOFI (16.02.2009, 16:07)
Hi,

rein aus dem bauch heraus:

15 neue Sätze könnten den Inhalt verändern; tun sie es, brauchst du schon eine neue ISBN. Tun sie es nicht im Sinne des Kontextes würde ich persönlich auch die alte ISBN beibehalten. Fragliche Sache, das.

Nennen würde ich diese Version: überarbeitete 2. version

VG
lofi

Benutzeravatar
Eisbär
Beiträge: 63
Registriert: 03.01.2009, 13:02

Re:

von Eisbär (16.02.2009, 16:23)
üblich wäre glaube ich: 2., überarbeitete Auflage

julia07
Beiträge: 2315
Registriert: 22.05.2007, 17:23
Wohnort: 87700 Memmingen

Re:

von julia07 (16.02.2009, 21:14)
Eisbär hat geschrieben:
üblich wäre glaube ich: 2., überarbeitete Auflage

Würde ich auch so schreiben.
"überarbeitete 2. version" klingt so, als ob es eine dritte Auflage wäre, nämlich die überarbeitete zweite Auflage :wink:
Ich werde einmal nachsehen, ob ich irgendwo ein Fachbuch herumliegen habe, wo ich nachsehen könnte.
LG,
Julia

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (16.02.2009, 21:17)
Hallo, Sabine.

Ich wäre für "zweite, überarbeitete Ausgabe".

Im Übrigen musst du bei diesen Änderungen eine neue ISBN beantragen; die Änderungen sind inhaltlich zu gravierend.

Beste Grüße,
Thorsten

Sabine_Hartmann01
Beiträge: 48
Registriert: 26.10.2008, 09:09

Re:

von Sabine_Hartmann01 (16.02.2009, 21:26)
Thorsten hat geschrieben:
die Änderungen sind inhaltlich zu gravierend.


Wer sagt das?

Eine signifikante Änderung des Textes verlangt nach einer neuen ISBN.

http://www.german-isbn.org/cgi-bin/webs ... _id=446021

Was nun "signifikant" ist, darüber ließe sich streiten. Ich habe bei der Zentrale der ISBN-Agentur in London angerufen. Ergebnis: es ist ein gutes Stück weit die Entscheidung des Verlages. Bei mir ist Beibehaltung der ISBN vertretbar.

LOFI

Re:

von LOFI (16.02.2009, 21:32)
Sabine_Hartmann01 hat geschrieben:
es ist ein gutes Stück weit die Entscheidung des Verlages. Bei mir ist Beibehaltung der ISBN vertretbar.


Und da BOD dieses Ermessen scheinbar in die Hände des Projektinhabers legt, setzt man von deren Seite wohl auf die Entscheidung des Autors nach gesundem Menschenverstand.
Und da finde ich sollte man dann auch nach diesem handeln und sich nicht allzu große Köpfe machen, wenn es um kleinere Korrekturen oder marginale Veränderungen geht.

VG
lofi

Benutzeravatar
hawepe
Beiträge: 7138
Registriert: 15.04.2007, 21:26
Wohnort: Berlin

Re:

von hawepe (16.02.2009, 21:35)
Hallo Thorsten,

Thorsten hat geschrieben:
Im Übrigen musst du bei diesen Änderungen eine neue ISBN beantragen; die Änderungen sind inhaltlich zu gravierend.


Eigentlich vertrete ich diese Position auch, wie sich in zahlreichen Postings nachlesen lässt.

Inzwischen tendiere ich allerdings zur Aussage, dass es egal ist. In Fachkreisen werden book on demand verlegte Bücher ohnehin nicht ernst genommen. Die Zahl der book on demand veröffentlichenden Autoren, die es mit der ISBN nicht ernst nehmen, ist inzwischen viel zu groß, als dass die ISBN noch die Gewähr dafür sein könnte, tatsächlich das gewünschte Buch zu bekommen. Warum also nicht die 39 Euro sparen?

Beste Grüße,

Heinz.

Sabine_Hartmann01
Beiträge: 48
Registriert: 26.10.2008, 09:09

Re:

von Sabine_Hartmann01 (16.02.2009, 21:40)
Das Buch, um das es geht, ist nicht bei BoD erschienen smart2

LOFI

Re:

von LOFI (16.02.2009, 21:44)
Sabine_Hartmann01 hat geschrieben:
Das Buch, um das es geht, ist nicht bei BoD erschienen smart2


Nun gut, aber es geht hier um die "Signifikanz" und das ist etwas Bezeichnendes, Auffälliges.
Und wenn die offiziellen Stellen das so deklarieren, würde ich mich auch an dieses halten. Signifikant wären für mich keine Fehlerbereinigungen, sondern wesentliche (eben signifikante) kapitel- oder buchübergreifende Änderungen.

VG
Lofi

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (16.02.2009, 21:46)
Hallo, Heinz.

hawepe hat geschrieben:
Hallo Thorsten,

Thorsten hat geschrieben:
Im Übrigen musst du bei diesen Änderungen eine neue ISBN beantragen; die Änderungen sind inhaltlich zu gravierend.


Eigentlich vertrete ich diese Position auch, wie sich in zahlreichen Postings nachlesen lässt.

Inzwischen tendiere ich allerdings zur Aussage, dass es egal ist. In Fachkreisen werden book on demand verlegte Bücher ohnehin nicht ernst genommen. Die Zahl der book on demand veröffentlichenden Autoren, die es mit der ISBN nicht ernst nehmen, ist inzwischen viel zu groß, als dass die ISBN noch die Gewähr dafür sein könnte, tatsächlich das gewünschte Buch zu bekommen. Warum also nicht die 39 Euro sparen?

Beste Grüße,

Heinz.


Dann hat sich in den letzten Monaten wirklich etwas getan, denn "damals" wurde mir von vielen Seiten (auch außerhalb dieses Pools natürlich) bestätigt: "Auf jeden Fall eine neue ISBN! Sicher ist sicher!"

Aber dieser Wandel kann ja nur gut für uns sein - bis das nächste Gesetz verabschiedet wird. :wink:

Übrigens hatte ich vor einiger zeit bei BoD wegen meiner zweiten Auflage meiner Boose-Nacht-Geschichten nachgefragt gehabt, da ich ein, zwei Texte (Gedichte, Kurzgeschichten) herausnehmen und dafür vier, fünf neue Texte hereinnehmen wollte. Da wurde mir seitens BoD natürlich sofort zur neuen ISBN geraten ...

Beste Grüße,
Thorsten

Sabine_Hartmann01
Beiträge: 48
Registriert: 26.10.2008, 09:09

Re:

von Sabine_Hartmann01 (16.02.2009, 21:46)
LOFI (Moderator) hat geschrieben:
Sabine_Hartmann01 hat geschrieben:
Das Buch, um das es geht, ist nicht bei BoD erschienen smart2


Nun gut, aber es geht hier um die "Signifikanz" und das ist etwas Bezeichnendes, Auffälliges.
Und wenn die offiziellen Stellen das so deklarieren, würde ich mich auch an dieses halten. Signifikant wären für mich keine Fehlerbereinigungen, sondern wesentliche (eben signifikante) kapitel- oder buchübergreifende Änderungen.

VG
Lofi


Ja, aber es gibt eben eine Grauzone.

Thema dieses Threads war aber ohnehin ein anderes. Ich glaube ich nenne es wirklich
Zweite, überarbeitete Auflage, 2009

Thanks, Sabine

Benutzeravatar
hawepe
Beiträge: 7138
Registriert: 15.04.2007, 21:26
Wohnort: Berlin

Re:

von hawepe (16.02.2009, 21:57)
Hallo Thorsten,

Thorsten hat geschrieben:
Dann hat sich in den letzten Monaten wirklich etwas getan, denn "damals" wurde mir von vielen Seiten (auch außerhalb dieses Pools natürlich) bestätigt: "Auf jeden Fall eine neue ISBN! Sicher ist sicher!"

Aber dieser Wandel kann ja nur gut für uns sein


Warum soll es gut sein? Klar, ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Bloß mir wäre ein anderes Image des Book on Demand sehr viel lieber. Eine ISBN, die nicht wirklich für einen ganz konkreten Titel steht, ist nur noch etwas für jene dummen Leser wert, die noch immer glauben, dass sie mit ihr einen ganz bestimmten Titel bestellen.

Aber wie gesagt, ich denke, inzwischen ist das Image ausreichend schlecht, so dass es darauf wirklich nicht mehr ankommt.

- bis das nächste Gesetz verabschiedet wird. :wink:


Nein, es gibt eben kein Gesetz, sondern es ist eine freiwillige Vereinbarung der Verlage und des Handels. Mir hat mal ein Verlag, der ISBN ebenfalls mehrfach verwendete, ganz direkt gesagt, er sei gespannt, auf welche Paragraphen man eine Klage stützen wolle. Da es sich um einen staatlich alimentierten Verlag handelt, ist er letztlich nicht auf dieses System angewiesen.

Beste Grüße,

Heinz.

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (16.02.2009, 22:08)
Hallo, Heinz.

hawepe hat geschrieben:
Thorsten hat geschrieben:
Dann hat sich in den letzten Monaten wirklich etwas getan, denn "damals" wurde mir von vielen Seiten (auch außerhalb dieses Pools natürlich) bestätigt: "Auf jeden Fall eine neue ISBN! Sicher ist sicher!"

Aber dieser Wandel kann ja nur gut für uns sein


Warum soll es gut sein? Klar, ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Bloß mir wäre ein anderes Image des Book on Demand sehr viel lieber. Eine ISBN, die nicht wirklich für einen ganz konkreten Titel steht, ist nur noch etwas für jene dummen Leser wert, die noch immer glauben, dass sie mit ihr einen ganz bestimmten Titel bestellen.

Aber wie gesagt, ich denke, inzwischen ist das Image ausreichend schlecht, so dass es darauf wirklich nicht mehr ankommt.


Dass es gut für uns BOD-Autoren sei, bezog ich auf die wegfallenden Kosten und die damit verbundene Arbeit im Hintergrund. Dieses Geschehen betrifft ja nicht nur BOD-Bücher (man möge mich an dieser Stelle bitte korrigieren, wenn ich falsch liege!), diese haben leider einen bestimmten Ruf, das ist wahr.

hawepe hat geschrieben:
Thorsten hat geschrieben:
- bis das nächste Gesetz verabschiedet wird. :wink:


Nein, es gibt eben kein Gesetz, sondern es ist eine freiwillige Vereinbarung der Verlage und des Handels. Mir hat mal ein Verlag, der ISBN ebenfalls mehrfach verwendete, ganz direkt gesagt, er sei gespannt, auf welche Paragraphen man eine Klage stützen wolle. Da es sich um einen staatlich alimentierten Verlag handelt, ist er letztlich nicht auf dieses System angewiesen.


Eine freiwillige Vereinbarung? Das ist interessant, würde auch erklären, warum die Dienstleistunsverlage zu einer neuen ISBN raten: Einnahmen. Käme ja fast dem Betrug gleich, wenn sie dann eine zweite Auflage ohne neue ISBN ablehnen würden ...

Gibt es irgendwo einen Verweis, ein Dokument, eine Beratungsstelle (?), wo man deine Aussage für sich bestätigt findet? Nicht, dass ich dir Schwindel unterstelle, aber es wäre mal ganz interessant zu lesen! :wink:

Beste Grüße,
Thorsten

P.S.: Sabine, wir schweifen hier gerne mal vom eigentlichen Thema ab, was aber nicht böse gemeint ist, sondern allen dienen soll, mehr zu erfahren. cheezygrin

julia07
Beiträge: 2315
Registriert: 22.05.2007, 17:23
Wohnort: 87700 Memmingen

Re:

von julia07 (16.02.2009, 23:00)
In diesem Zusammenhang frage ich mich schon lange, warum eigentlich mit einer zweiter ISBN-Nummer so gegeizt wird?
Die kostet, jedenfalls bei BoD, keinen Cent mehr, als eine Neuauflage mit alter ISBN.
Welchen Vorteil bringt die Beibehaltung der alten ISBN einem Autor eigentlich, dass man/frau sie so vehement verteidigt? :roll:
Geht es um die vorhandenen, gedruckten Werbematerialien?

LG,
Julia

Zurück zu „Textakademie“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.