Buchhandlungen

ISBN, VLB, Barsortiment, E-Book-Verleih und Buchhandel: Alles rund um den Buchvertrieb.


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skipper
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Buchhandlungen

von skipper (17.02.2009, 10:22)
Hallo!
Ich hoffe hier im richtigen Trööt mit meiner Frage zu sein.
Kann mir jemand sagen, ob man sein Buch in Buchhandlungen auf Kommission anbieten kann. Was bekommt, bei einem möglichen Verkauf, dann die Buchhandlung in der Regel für einen Anteil?
Ich habe allerdings keine ISBN Nummer für mein Buch beantragt. Ist das Voraussetzung?
Zweite Frage: Muss man eventuellen Gewinn durch den Buchverkauf beim Finanzamt angeben? Wenn ja, gibt es eine Freigrenze?
Wie versucht Ihr denn, den Verkauf Eurer Bücher zu puschen?
Gruß Karl-Heinz

Speedy
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Re:

von Speedy (18.02.2009, 09:05)
Bei Büchern ohne ISBN tun sich viele Buchhandlungen schwer. Speziell bei zu großen Ketten gehörenden Geschäften tendieren da die Chancen gegen Null aber die sind auch mit ISBN meist recht unflexibel.

Insgesamt ist es sicherlich viel schwieriger, ein Buch ohne ISBN zu verkaufen, es sei denn man veranstaltet Seminare und verkauft sein Buch als weiterführende Literatur.

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PvO
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Re:

von PvO (18.02.2009, 09:47)
Versuch es doch einfach, geh in den nächsten Laden und biete es dem Chef dort an. Mit 40% musst du schon rechnen, das wollen die Händler in der Regel haben. Ich gebe dir aber keine große Chance.
Beim Finanzamt musst du erst ab einer gewissen Größe anmelden. Auskunft darüber gibt dir dein Steuerberater.

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (18.02.2009, 09:52)
Meine Bücher durfte ich bis jetzt, allerdings mit ISBN-nr, für 30% bei den Buchhandlungen lassen ... Ist wohl auch Verhandlungs-/ Glückssache... ;-)

Viel Erfolg, Skipper!

Gerhard
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Re:

von Gerhard (18.02.2009, 10:27)
Ehrlich gesagt, ohne ISBN kannst du das knicken, da wirst du wahrscheinlich niemanden finden. Die Großen wie Hugendubel, Thalia schon gar nicht. Die nehmen die Bücher nicht mal mit ISBN. Ziemlich elitärer Haufen. Ich wollte Hugendubel und Thalia sogar zwei Bücher zum Verkauf schenken, nur damit sie bei denen im Regal liegen und vielleicht nachbestellt werden, wenn Kunden sie kaufen. Nicht einmal das wollten die Großen. Originalton: "Da könnte ja jeder kommen."

Such dir kleine Buchhandlungen, vielleicht welche, in denen du selbst kaufst. Die sind zugänglicher. Und überlege dir, ob du nicht doch eine ISBN beantragen willst. Ist einfach professioneller.
Herzliche Grüße
Gerhard

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Die Welt ist anders, als sie uns erscheint. "Auf der Suche nach der Realität" , ISBN 978-3833493294

www.GerhardPhilipp.de

hwg
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Re:

von hwg (18.02.2009, 10:34)
"Meine" Buchhandlung(en) nehmen stets Bücher (auch ohne ISBN) von den dem jeweiligen Chef bekannten Autoren zu besonders guten Konditionen auf Kommission. Allerdings ist eine persönliche Vorsprache unumgänglich.

Es wird wohl auch in Deiner Gegend solche kleinere Buchhandlungen geben, denke ich. Buchketten-Filialen machen das deswegen nicht, weil sie sonst Probleme mit der Abrechnung haben (sagen jedenfalls die Filialleiter - auch hierzulande).

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Felix16
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Re:

von Felix16 (18.02.2009, 10:37)
Ich habe eine Autorenlesung am Ort gemacht und zwei nahe gelegenen Buchhandlungen je 10 Bücher hinterlegt. Das hat geklappt.

Viele Grüße

Felix
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Speedy
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Re:

von Speedy (18.02.2009, 13:07)
skipteuse hat geschrieben:
Meine Bücher durfte ich bis jetzt, allerdings mit ISBN-nr, für 30% bei den Buchhandlungen lassen ... Ist wohl auch Verhandlungs-/ Glückssache... ;-)

Viel Erfolg, Skipper!


Rund 30% wollte die bisher einzige Buchhandlung, die ein Exemplar direkt bei mir bestellt hat, auch haben. Ich weiss allerdings nicht, ob das damals überhaupt ihre Kosten gedeckt hat, denn sie mussten ziemlich viel Recherchearbeit leisten, bis sie mich gefunden haben (mein Buch war zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal auf dem Markt - keine Ahnung wie ihr Kunde davon erfahren hatte).

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skipper
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Re:

von skipper (18.02.2009, 17:23)
Habe mal in einer Buchhandlung hier nachgefragt. Antwort: Kein Problem
ich solle in gut einer Woche vorbeikommen, da sie zur Zeit Inventur machen. Mein Buch wollen sie erst Hinterher in den Bestand stellen. Weiß allerdings noch nicht, was sie als Anteil möchten. Mal sehen. Wenn es im Rahmen bleibt, werde ich das etwas ausdehnen.
Gruß Karl-Heinz

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Klärus
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Re:

von Klärus (18.02.2009, 18:41)
also ich kam mir in Buchhandlungen vor wie ein Aussätziger. Mit spitzen Fingern haben die mein wunderschönes, perfekt gedrucktes Buch angefasst. Sogar von einer Buchhändlerin, die mich kannte. Ich hatte ihr gesagt, dass ich mich freuen würde, wenn sie mein Buch liesen würde und sie hat wörlich gesagt, dass sie viel lesen würde, aber garantiert nicht mein Buch. Ich habe mich für die aufbauenden Worte bedankt. Ich solle mir einen richtigen Verlag suchen, meinte sie noch, dabei war ich damals stolz, einen "richtigen" Verlag gefunden zu haben. Es gäbe so viele Leute die Bücher schreiben, und wo kämen sie hin, wenn sie die alle in ihrer Buchhandlung hinlegen würden.
Die mir bekannte Buchhändlerin erklärte sich dann bereit meine Bücher hinzulegen, wenn ein Artikel in der Zeitung parallel dazu veröffentlicht werden würde. Das ist dann geschehen und nach einem halben Jahr waren sie froh,als ich die restlichen Bücher abgeholt habe. Drei habe ich verkauft und die wollten 40% davon haben.
E i g e n t l i c h bin ich ganz anders - ich komme nur selten dazu
www.rolandstickel.de
http://www.youtube.com/watch?v=tkdlE9TdugA
http://www.pinnwand4u.de/klaerus/

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hawepe
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Re: Buchhandlungen

von hawepe (19.02.2009, 09:10)
Hallo,

skipper hat geschrieben:
Kann mir jemand sagen, ob man sein Buch in Buchhandlungen auf Kommission anbieten kann.


Warum sollte man es nicht können?

Aber suche mal ein wenig im Forum. Die damit zusammenhängenden Fragen sind bereits sehr häufig und umfangreich diskutiert worden. In wenigen Worten lässt sich das nicht zusammenfassen.

Ich habe allerdings keine ISBN Nummer für mein Buch beantragt. Ist das Voraussetzung?


Es ist auf jeden Fall leichter. Ohne ISBN hast du kaum Möglichkeiten, sinnvoll für dein Buch zu werben.

Zweite Frage: Muss man eventuellen Gewinn durch den Buchverkauf beim Finanzamt angeben? Wenn ja, gibt es eine Freigrenze?


Eine Freigrenze gibt es nicht. Der Gewinn erhöht ggfs. deine Steuerschuld. Aber vor dem Gewinn stehen erst einmal Ausgaben, die deine Steuerschuld mindern.

Auch zu diesem recht komplizierten Thema gab es schon viele Diskussionen im Forum. Haupttip: Beim Finanzamt anrufen und fragen.

Wie versucht Ihr denn, den Verkauf Eurer Bücher zu puschen?


Werben cheezygrin

Überlege dir, wo du deine Zielgruppe findest und wie du sie ansprechen kannst. Ohne ISBN hast du aber natürlich immer das Problem, dass du dein Buch immer nur im Selbstvertrieb anbieten kannst. Mit der neuen Verpackungsverordnung macht das aber endgültig auch keinen Spaß mehr. Suche einfach mal hier im Forum.

Beste Grüße,

Heinz.

Speedy
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Re:

von Speedy (19.02.2009, 09:48)
Die Handhabung der Finanzämter ist in dieser Frage, formulieren wir es mal ganz vorsichtig, typisch. Natürlich werden die Aufwände und Erlöse gegeneinander aufgerechnet, doch der entstehende Saldo wird sehr kreativ behandelt.

Hat man unterm Strich Gewinn gemacht, erhöht der natürlich das zu versteuernde Einkommen. Bei einem Verlust handelt es sich um reine Liebhaberei und man kann diese natürlich nicht steuerlich geltend machen.Wo kämen wir denn da hin?

Nochmal zum eigentlichen Thema: Ich kann nur, wie gesagt, dazu raten, kleine Buchhandlungen anzusprechen. Die haben einfach mehr Freiraum und ein Verkauf auf Kommission ist ohne jegliches Risiko für den Händler.
Einen wirklich engagierten Buchhändler erkenne ich oftmals auch an seinem Angebot. Klar, den Mainstream muss er auch bedienen, doch es finden sich bei ihm auch viele Nischenprodukte.
Bei Sachbüchern hat man es oftmals leichter. Wenn es eine Fachbuchhandlung zum Thema oder Themenbereich gibt, ist diese fast immer sehr gern bereit, das Buch ins Sortiment aufzunehmen.

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Cornelia
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Re:

von Cornelia (19.02.2009, 23:25)
Hallo,

ich möchte an dieser Stelle mal allen Mut machen, dass man scheinbar auch als BoD-Autor Chancen hat, bei Thalia (da hieß die Filiale noch 'boulevard', war aber schon in thalias Hand-nun hat sie auch den Namen entsprechend übernommen) im Regal zu landen.

Vor kurzem habe ich ein Buch mit regionalen Bezug dort im Regal gesehen (hatte leider keine Zeit, es mit genauer anzusehen). Habe mich sehr gefreut, weiß aber nicht wie der Autor dies gemacht hat, ob er überhaupt aktiv daran beteiligt war, oder ab der zuständige Mitarbeiter es aus dem 'Katalog' versuchsweise herausgesucht und bestellt hat.

Ich habe nun mal wieder geschaut von den Büchern ist keines mehr da, nun weiß ich natürlich nicht, ob sie alle verkauft wurden oder an Libri zurückgegeben wurden.

Auf jeden Fall werde ich dort mal anfragen, bin nur noch unsicher, ob ich direkt vor Ort frage, oder ob ich es irgendwie schriftlich versucht, eine kurze email hat keine Antwort ergeben, sie wurde aber ja vielleicht auch gar nicht gelesen, da Thalia wahrscheinlich viel zu viele Werbemails am Tag erhält.

Vielleicht schaffe ich es (zeitlich und den Mut aufbringend) wenn ich demnächst ein paar Tage frei habe. dann könnte ich nämlich auch vormittags dorthin. Wenn ich Feierabend habe und zurück in Bielefeld bin, ist es immer schon spät, womöglich ist dann der eigentliche Ansprechpartner nicht mehr da (ich weiß, dass ist eigentlich wieder eine Ausrede, um nicht hingehen zu müssen angle:, ich hätte nie gedacht, wie schwer es fällt das eigene Buch zu bewerben ).

Das Buch dass ich gesehen habe, ist übrigens dieses hier.

http://www.amazon.de/Bielefeld-ist-%C3% ... 096&sr=8-1

Ich glaube der Autor ist hier nicht aktiv, sonst könnte er vielleicht verraten, ob und wenn ja wie er daran mitgewirkt hat, dass sein Buch
dort zu kaufen war.

Hatte zwischendurch auch schon überlegt, ob ich zuerst versuche mit ihm in Kontakt zu treten, um etwas zu erfahren.

Viele Grüße
Cornelia

Speedy
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Re:

von Speedy (20.02.2009, 11:20)
Mein erster Krimi findet sich ebenfalls im Regal einer Thalia-Filiale. Auch hier ist der Grund ein starker regionaler Bezug, unterstützt durch Kundennachfragen aufgrund einer kurzen Zeitungsnotiz. Ich selbst habe nichts dazu tun müssen (außer derörtlichen Zeitung ein Rezensionsexemplar zu schicken cheezygrin )

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (20.02.2009, 11:47)
Cool Speedy!

Gruß, Barbara

PS. Du weißt, das die Zeitung Rezensionsexemplare auch kostenlos über die BoD Seite ordern können? (Bzw. ggf. mal du "in ihrem Auftrag") ...?

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