Kann jemand helfen

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katsche
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Kann jemand helfen

von katsche (18.02.2009, 18:48)
Ein Hallo an alle Autoren,

ich habe ein paar Fragen. Es wäre schön wenn mir jemand von Ihnen weiterhelfen könnte. Ich habe die Biografie meines Schwiegervaters geschrieben und diese bereits an mehrere Verlage versandt. Leider kam bislang nach Jahren keinerlei Reaktion. So wie es aber aussieht, hat in Deutschland nur jemand eine Chance ein Buch herauszubringen, der bekannt oder berühmt ist. Für Neueinsteiger ist da wohl kein Platz. Zudem passt diese Biografie wohl nicht mehr in unsere Zeit. Mein Schwiegervater war Verfolgter in NS Zeit (Zigeuner) und hat in dreieinhalb Jahren Haft, 4 Arbeitslager und Konzentrationslager als Einziger in seiner Familie überlebt. Darunter auch Auschwitz. Die Biografie, die über 600 Seiten enthält, beinhaltet u.a. auch seine Jugend. Er war Stiefkind und wurde brutal vom Stiefvater misshandelt. Da es aber nirgends einen Verlag gibt, der ein Buch von einem Neueinsteiger mit über 600 Seiten druckt, geschweige denn, Aufmerksamkeit schenkt, habe ich die Jugendgeschichte auf ca. 200 Seiten reduziert. Dennoch findet sich kein Verlag. Mir wurde schon einmal nahe gelegt, dass ich es bei amerikanischen Verlagen versuchen sollte. Da ich mich damit überhaupt nicht auskenne, habe ich mit einem alten Bekannten, der schon immer in Amerika lebt, Kontakt aufgenommen. Ich habe ihm die Geschichte in Form einer Exposé zukommen lassen. Er war begeistert und bot mir an, mein Buch den amerikanischen Verlagen anzubieten, bzw. vorzustellen. Es ist vielleicht meine einzige Chance mein Buch auf den Markt zu bringen, doch wie sichere ich mich ab? Amerika ist weit weg und ich habe nicht die finanzielle Möglichkeiten ständig zwischen Deutschland und Amerika zu pendeln. Was muss oder kann ich überhaupt tun, um einen Missbrauch meines Buches vorzubeugen? Ich wäre Ihnen für jeden Tipp sehr dankbar.
Eine Leseprobe folgt in Kürze.

Richymuc
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Re:

von Richymuc (18.02.2009, 18:54)
Hallo,

nur so eine Idee ...
wie wäre es mit einem BOD Buch?
Damit kann man zumindest mal den deutschen Markt testen und das Buch ist abgesichert, da es schon öffentlich ist.

Falls sich ein "richtiger" Verlag in Amerika meldet kann man immer noch aussteigen.

Gruß Richard
www.richymuc.de
Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0
NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (18.02.2009, 18:57)
Hallo,

ich kann mich Richard nur anschließen: bod!
Das Thema ist ja doch sehr auf Deutschland bezogen, von daher sehe ich die Chancen einer positiven Reaktion eines amerikanischen Verlages nicht als so groß.

Bei bod gehst du kein Risiko ein! Du solltest dann allerdings unbedingt von mehreren Leuten das Manuskript lesen und auf Fehler hin untersuchen lassen, ggf. Hilfe beim Layout suchen. Heißer Tipp: Kaufe dir einige Bücher von bod-Autoren!

Viel Erfolg
die Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

LOFI

Re: Kann jemand helfen

von LOFI (18.02.2009, 18:57)
Hallo,

katsche hat geschrieben:
ich habe ein paar Fragen. Es wäre schön wenn mir jemand von Ihnen weiterhelfen könnte. Ich habe die Biografie meines Schwiegervaters geschrieben und diese bereits an mehrere Verlage versandt. Leider kam bislang nach Jahren keinerlei Reaktion. So wie es aber aussieht, hat in Deutschland nur jemand eine Chance ein Buch herauszubringen, der bekannt oder berühmt ist. Für Neueinsteiger ist da wohl kein Platz.


So ist es leider. 1-5 Manuskripte werden von jährlich 4000 eingesandten bei Publikumsverlagen genommen.

katsche hat geschrieben:
Mir wurde schon einmal nahe gelegt, dass ich es bei amerikanischen Verlagen versuchen sollte. Da ich mich damit überhaupt nicht auskenne, habe ich mit einem alten Bekannten, der schon immer in Amerika lebt, Kontakt aufgenommen. Ich habe ihm die Geschichte in Form einer Exposé zukommen lassen. Er war begeistert und bot mir an, mein Buch den amerikanischen Verlagen anzubieten, bzw. vorzustellen. Es ist vielleicht meine einzige Chance mein Buch auf den Markt zu bringen, doch wie sichere ich mich ab? Amerika ist weit weg und ich habe nicht die finanzielle Möglichkeiten ständig zwischen Deutschland und Amerika zu pendeln. Was muss oder kann ich überhaupt tun, um einen Missbrauch meines Buches vorzubeugen?


Wenn sich in Amerika wirklich ein Verlag finden sollte, der das Buch herausgeben will, würde ich dieses Interesse einmal abwarten. Es sollte möglich sein, mit Verlagen zu verhandeln, ohne ständig dorthin zu reisen.

Einen 100%-igen Schutz gegen Mißbrauch deines Werkes durch Dritte gibt es leider nicht. Ich würde aber nicht in diesen negativen Gedanken verharren. Sollte sich ein Verlag bei dir melden, läßt sich doch sicherlich herausbekommen, ob dies einer der vertrauenswürdigen ist.

VG
Lofi

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (19.02.2009, 07:45)
Hallo, Katsche,
vertraust du deinem Bekannten oder nicht?

Wenn nicht: Weiß jemand einen Muster-Literaturagentenvertrag? Letztlich spielt der Bekannte genau diese Rolle.

Aber Achtung: als freundlicher Helfer würde ich in diesem Moment auch die Hand aufhalten - entweder kostenlose Gefälligkeit oder vertragliche gesicherte Dienstleistung, dazwischen gibt's nix.

Gruß,
Valerie

katsche
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Danke schön an alle

von katsche (19.02.2009, 18:07)
Das mit dem BOD habe ich auch schon einige Male in Erwägung gezogen, konnte mich aber noch dazu durchringen. Schließlich hofft man ja immer das es vielleicht doch noch mit einem Verlag klappt.

Hallo Haifischfrau
Sicher ist die Biografie die ich geschrieben habe ein brisantes Thema, ich finde es aber nicht das, weil es unsere Vergangenheit ist, auch auf Deutschland bezogen ist. Denken wir da an Anne Frank oder aber Schindlers Liste um nur zwei Bespiele zu nennen. Aber so wie es aussieht, werde ich doch mit einem BOD-Verlag zusammenarbeiten.

Zu Valerie J. Longs Frage, ob ich meinen Bekannten nicht traue. Na ja, Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser sagt man. Ich glaube auch nicht dass, wenn ich ihm mit einem Vertrag oder dergleichen komme, das er begeistert sein wird. Schließlich brauche ich ihn und nicht er mich. Aber es ist wohl eine Überlegung wert.

Natürlich bedanke ich mich bei euch allen für eure Hilfe.
Schaut bitte mal auf die Seite Buchvorstellungen: Belletristik dort findet ihr eine Leseprobe von meinem Buch.
Aufgewachsen im Schatten

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (19.02.2009, 18:14)
Hallo Katsche,
ich finde, wenn du dich in welcher Weise auch immer auf Anne Frank oder Schindlers Liste beziehst, tust du dir keinen Gefallen. Ich schätze mal, dass es darüber hinaus noch tausende Bücher gibt, die dieses Thema berühren, aber eben nicht DEN Erfolg hatten. Manche mehr, manche weniger.

Hier geht es um DEIN Buch, und das ist ebenso einzigartig wie die anderen.
Wenn du es gelesen wissen möchtest, dann veröffentliche es.

Ein "richtiger" VErlag ist nicht immer der bessere Weg. Ich hätte da veröffentlichen können, aber dann wäre der Preis meines Buches so hoch, dass sich diejenigen, die es angeht, es nicht / kaum leisten könnten.

Schau mal rein unter Edith Devries: Nicht mit zu hassen, mit zu lieben bin ich da (hier unter Autoren: Ruth Bader) - ein Beispiel für ein sehr gut geschriebenes, layoutetes Buch zum Thema und es verkauft sich gut.


Gruß
Maryanne
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

katsche
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Re:

von katsche (19.02.2009, 19:19)
Hallo Haifischfrau
Sicherlich kann man die Bücher nicht miteinander vergleichen. Ich will mein Buch auch nicht mit Anne Frank und Schindlers Liste gleich stellen. Die Geschichten sind so unterschiedlich und haben nur eines gemeinsam, das Sterben in den Lagern. Doch ähnlich wie bei Schindlers Liste gibt es auch bei meiner Geschichte ein dramatisches Drumherum.
Werde mich nun mal bei den BOD Verlagen umschauen.
Gruß Katsche

franziska rechperg
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Re:

von franziska rechperg (19.02.2009, 19:35)
Hallo Katsche,
ich finde, dass Dein Thema durchaus Potential zum Erfolg hat. Bücher über jüdisches Schicksal gibt es ja wirklich in großem Maß, vielleicht mal mehr mal weniger bekannte, aber auf das Schicksal der Zigeuner ist m.W. nicht so ausführlich aufmerksam gemacht worden. Wieso sollte das, bei entsprechender literarischer Darstellung, kein Erfolg werden, auch wenn Du es über BOD herausgibst! Vielleicht wird dann ein "echter" Verlag darauf aufmerksam und meldet sich bei Dir. Über diesen Umweg haben es schon manche doch noch geschafft. thumbbup
Ich halte Dir jedenfalls die Daumen!

Toi, toi, toi
Franziska Rechperg
www.franziskas-buchwelt.de

katsche
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Re:

von katsche (19.02.2009, 19:57)
Danke Franziska
Es ist wirklich was ganz Besonderes, nicht nur das es dabei um Zigeuner geht, sondern um das, was Lulu erlebt. Eine sehr außergewöhnliche Geschichte und ein noch außergewöhnlicher Weg den er und die Seinen Gehen.
Gruß Katsche

franziska rechperg
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Re:

von franziska rechperg (19.02.2009, 20:04)
Umso besser! Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn du dich dazu entschließen könntest, die Geschichte zu veröffentlichen!
Nur Mut! :D
Franziska Rechperg

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (20.02.2009, 11:30)
Dem kann ich mich nur anschließen. Wird das Buch über BoD oder einen vergleichbaren Anbieter herausgegeben, hast du auch alles unter Kontrolle, besonders den Inhalt.

Als ich für einen Bekannten (schon mehrere Monate her) eine Biografie schreiben sollte, zeigten die Verlage zwar prinzipielles Interesse, wollten jedoch stark auf den Inhalt Einfluss nehmen. Die Plackerei in der Fabrik für Kriegsgüter nicht hart genug, bitte noch ein drauf; die Liebschaft mit einer Zwangsarbeiterin nicht deftig genug, keine zweite Affäre mit einem Dorfmädchen usw. Kurz gesagt, die haben den Hals nicht vollgekriegt. :twisted:

Der alte Herr hat sich dann entschlossen, seine alten Tagebücher zum Buchbinder zu tragen, damit nichts abhanden kommt.

Liebe Grüße
Marlene
Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
www.marlenegeselle.de

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (20.02.2009, 11:44)
Marlene, das ist ja spannend, was du vondeinem bekannten schreibst...

Ok, das war auch bei meinem Kriegs-/Nachkriegsroman "Meine Berliner Kindheit" der Vorteil, dass ich schreiben konnte, was und wie ich wollte - in diesem Fall gerade!, weil es keine Doku werden sollte... ;-)

Ich habe mit BoD soweit gute Erfahrungen gemacht ...

Besten Gruß von Barbara

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