Geister?

Präsentiert euren Roman, Thriller, Fantasy-, Science-Fiction-, Romance-Titel oder euer Kinderbuch.


Benutzeravatar
noteingang
Beiträge: 197
Registriert: 16.11.2008, 13:30

Geister?

von noteingang (02.03.2009, 23:21)
Es war stockdunkel in dem Zimmer. Nur ein schnelles und flaches Atmen war zu vernehmen. Geräusche, ähnlich die einer Hand, die nach etwas tastete, dann ein leises 'Klick' und die Nachttischlampe erleuchtete das Zimmer.

Rita saß kreidebleich auf dem Bett. Sie zog die Beckdecke bis zu ihren Hals hoch und nun war nur noch ihr Kopf zu sehen. Die Schweißperlen auf ihrer Stirn glitzerten in dem grellen Licht der Lampe. Lediglich Ritas schnelle Atmung war zu hören.

Sie hielt die Luft an. Kein Laut – es war totenstill. Dann ein deutlich zu hörendes Schlucken und sie atmete umso schneller weiter. Ihre Augen waren weit aufgerissen, wild zuckten sie umher, als ob sie etwas suchten.

„Keiner ist da, das war alles nur ein Traum – es gibt keine Geister,“ flüsterte Rita und sprach sich damit Mut zu. Dann drehte sie ihren Kopf etwas nach rechts, ihre Augen fokusierten die Bettkante. Langsam, Millimeter für Millimeter, lehnte sich sich zur Seite, so als wolle das Mädchen unter das Bett schauen. Sie sah aus, als ob sie bis zum Zerreißen angespannt war. Der Schweiß auf der Stirn floss bis zu ihre Nasenspitze, der sich dort sammelte und in kurzen Intervallen auf die Decke tropfte. Selbst diese Geräusche waren in den Atempausen hörbar.

Dann auf einmal ging alles sehr schnell. Rita sprang auf und lies sich auf alle Viere fallen um unter das Bett schauen zu können.
„Ha – ich wusste es doch, da ist nichts!“, gab sie wenig selbstsicher zum Besten. Denn auch nach diesen Worten, waren ihre Augen weit aufgerissen unddas Gesicht kreidebleich. Um auch sicher zu gehen, lag sie minutenlang dort auf dem Boden und musterte jede winzige Ecke unter dem Bett.

Ritas Körperspannung lies nun etwas nach. Der verkrampfte Nacken lockerte sich und auch die Augen waren nicht mehr ganz so weit aufgerissen, selbst ihre Gesichtsfarbe wurde wieder rosiger. Sie stand auf, ging etwas steif um ihr Bett und legte die Hand auf den Schalter der Nachttischlampe. Ein tiefes Seuftzen war zu vernehmen, als ob eine riesen Last von dem kleinen Mädchen genommen wurde. Dann schaltete sie das Licht aus und legte sich wieder ins Bett.
Zuletzt geändert von noteingang am 03.03.2009, 12:59, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
noteingang
Beiträge: 197
Registriert: 16.11.2008, 13:30

Re:

von noteingang (03.03.2009, 12:21)
so schlecht? Oder weshalb will niemand mal ein Kommentar abgeben? Mir würde ja schon helfen, wenn geschrieben würde, was so schlecht ist.

mittagliche Grüße

hwg
Beiträge: 6034
Registriert: 24.04.2007, 16:39

Re:

von hwg (03.03.2009, 12:34)
Gestehe, mir fehlt die Zeit, alles sofort zu lesen.
Und jetzt geht's zum Mittagessen. Melde mich
grantiert wieder! :lol:

Mahlzeit!
Hans

Benutzeravatar
schreiberlein
Beiträge: 68
Registriert: 11.02.2009, 15:22

Re: Geister?

von schreiberlein (03.03.2009, 12:47)
noteingang hat geschrieben:
..., als ob eine riesen Last von dem kleinen Mädchen genommen wurde. Dann schaltete sie das Licht aus und legte sich wieder ins Bett.


Kleine Mädchen sprechen so nicht. "Niemand" z.B. ist ein Erwachsenenwort. Kleine Mädels sagen "Da ist keiner".

Lieben Gruss von Alexandra, deren Tochter bereits sehr früh sehr wortgewaltig war, aber das Wort "Niemand" auch heute noch nur dann benutzt, wenn sie sich gewählt ausdrücken will oder muss.

Benutzeravatar
noteingang
Beiträge: 197
Registriert: 16.11.2008, 13:30

Re: Geister?

von noteingang (03.03.2009, 12:58)
schreiberlein hat geschrieben:
noteingang hat geschrieben:
..., als ob eine riesen Last von dem kleinen Mädchen genommen wurde. Dann schaltete sie das Licht aus und legte sich wieder ins Bett.


Kleine Mädchen sprechen so nicht. "Niemand" z.B. ist ein Erwachsenenwort. Kleine Mädels sagen "Da ist keiner".

Lieben Gruss von Alexandra, deren Tochter bereits sehr früh sehr wortgewaltig war, aber das Wort "Niemand" auch heute noch nur dann benutzt, wenn sie sich gewählt ausdrücken will oder muss.


Na das hilft mir doch mal weiter, danke dir.

Fabula

Re:

von Fabula (03.03.2009, 14:52)
Ich glaube nicht, dass mein Schweiß, der auf die Decke tropft, hören kann.
VG Fabula

Benutzeravatar
schreiberlein
Beiträge: 68
Registriert: 11.02.2009, 15:22

Re:

von schreiberlein (03.03.2009, 14:55)
Kann man. Ganz spät in der Nacht, wenn man alleine ist und die ganze Welt still.

Erfahrungswert aus Mexiko, wo's irre heiss war. cool5

Mac

Re:

von Mac (03.03.2009, 15:28)
Hi

der Text packt. Und wenn ich mir vorstelle ich säße da und hielte den Atem an, würde ich den Schweißtropfen garantiert auf das Laken fallen hören - und genau diese ICH-Position vermittelt der Text. Säße jemand einen Meter weiter neben dem Bett auf einem Stuhl und aus seiner Position wäre der Text zu verstehen, dann wäre die Kritik angebracht. So seh ich die Sache.

Benutzeravatar
noteingang
Beiträge: 197
Registriert: 16.11.2008, 13:30

Re:

von noteingang (05.03.2009, 01:22)
Mal komplett überarbeitet


In dem Zimmer war stockdunkel. Ein schnelles und flaches Atmen war zu vernehmen, daneben das Geräusche einer Hand, die nach etwas tastet. Ein leises 'Klick' und die Nachttischlampe erleuchtete das Zimmer. Rita saß kreidebleich auf dem Bett. Sie zog die Decke bis zum Hals hoch, bis nur noch ihr Kopf zu sehen war. Schweißtropfen auf ihrer weiße Stirn glänzten im matten Licht der Lampe. Nichts, außer die Atmung des Mädchens war zu hören. Sie hielt die Luft an. Jetzt war es völlig still.Kurze Momente, dann ein deutlich zu hörendes Schlucken und sie atmete umso schneller weiter. Ihre Augen waren weit aufgerissen, zuckten wild umher, als ob sie nach etwas suchten. „Keiner ist da, das war alles nur ein Traum – es gibt keine Geister,“ flüsterte Rita und sprach sich damit Mut zu. Sie drehte ihren Kopf etwas nach rechts, ihre Augen fokusierten die Bettkante. Langsam, Millimeter für Millimeter, lehnte sich sich zur Seite. Als hoffte sie durch näherkommen, auf dem Boden etwas zu sehen. Ihre Augen verengten sich leicht. Sie wirkte, bis zum Zerreißen angespannt. Ihre kleinen Finger krallten sich in den Bettbezug. Dann gab sie sich einen Ruck und alles ging sehr schnell. Rita warf die Decke von sich, sprang auf und lies sich auf alle Viere fallen, so das sie unter ihr Bett schauen konnte. „Ha – ich wusste es doch, da ist Keiner!“, beglückwünschte sie sich selbst. Wobei ihre Stimme lange nicht so fest klang, wie sie es bei diesen Worten wohl sollte. Auch jetzt noch, waren ihre Augen weit aufgerissen und das Gesicht kreidebleich. Um ganz sicher zu gehen, lag sie minutenlang dort auf dem Boden. Von wo sie jede winzige Ecke unter ihrem Bett musterte. Ritas Körperspannung lies nun etwas nach. Langsam wurde sogar ihre Gesichtsfarbe wieder rosiger. Dann stand sie auf, ging etwas steif um ihr Bett und legte die Hand auf den Schalter der Nachttischlampe. Ein tiefes Seuftzen war zu vernehmen, als ob eine riesige Last von dem kleinen Mädchen abgefallen wäre. Bevor sie ihre Finger bewegte, ließ sie noch einmal den Blick durch das Zimmer schweifen. Dann schaltete sie das Licht aus und krabbelte erleichter zurück in ihr Bett.

Mac

Re:

von Mac (05.03.2009, 10:24)
Hi

ein paar Verbesserungsvorschläge/Anregungen

... daneben das Geräusch (e WEG) einer Hand


Nichts, außer der Atmung des Mädchens war zu hören. Dann hielt sie die Luft an. Jetzt war es völlig still.


... ihre Augen fokussierten ...


Langsam, Millimeter für Millimeter, lehnte sie sich zur Seite, als erwarte sie, auf dem Boden etwas zu sehen.

Und das 'Näherkommen' ist in diesem Fall ein Substantiv und würde groß geschrieben.

Rita warf die Decke von sich, sprang aus dem Bett und ließ sich auf alle viere fallen, sodass sie unter ihr Bett schauen konnte.

'Lies' ist die Befehlsform von Lesen - Lies das! smart2

..., da ist keiner!

Wobei ihre Stimme bei Weitem nicht so fest klang ...


Auch jetzt noch, Komma WEG waren ihre Augen ...


Um ganz sicher zu gehen, lag sie minutenlang dort WEG auf dem Boden und musterte jeden Winkel unter ihrem Bett.


Ritas Körperspannung lies nun etwas nach. Langsam wurde sogar ihre Gesichtsfarbe wieder rosiger. Dann stand sie auf, ging etwas WEG steif um ihr Bett und legte die Hand auf den Schalter der Nachttischlampe. Ein tiefes Seufzen war zu vernehmen ...

Benutzeravatar
noteingang
Beiträge: 197
Registriert: 16.11.2008, 13:30

Re:

von noteingang (05.03.2009, 12:48)
Hi Mac,

danke für deine Mühe, habe das gestern Nacht überarbeitet, da haben sich wohl schlaftrunkener Weise noch einige Fehler eingeschlichen. Mir ging es hauptsächlich darum, ob die Stimmung transportiert wird. Bin nicht so der Kinderfachmann und dies sollte eine Rückblende sein, in einer Geschichte, in der sonst keine Kinder vorkommen, genau deswegen war/bin ich etwas skeptisch.

Grüße



Das kleine Mädchen saß auf dem Bett und es war stockdunkel. Ein schnelles und flaches Atmen war zu vernehmen, daneben das Geräusch einer Hand, die nach etwas tastete. Ein leises 'Klick' und die Nachttischlampe erleuchtete das Zimmer. Rita saß kreidebleich auf dem Bett. Sie zog die Decke bis zum Hals hoch, bis nur noch ihr Kopf zu sehen war. Schweißtropfen auf ihrer weiße Stirn glänzten im matten Licht der Lampe. Nichts, außer der Atmung des Mädchens war zu hören. Dann hielt sie die Luft an. Jetzt war es völlig still.Kurze Momente, dann ein deutlich zu hörendes Schlucken und sie atmete umso schneller weiter. Ihre Augen waren weit aufgerissen, zuckten wild umher, als ob sie nach etwas suchten. „Keiner ist da, das war alles nur ein Traum – es gibt keine Geister,“ flüsterte Rita und sprach sich damit Mut zu. Sie drehte ihren Kopf etwas nach rechts, ihre Augen fokussierten die Bettkante. Langsam, Millimeter für Millimeter, lehnte sie sich zur Seite. Als hoffte sie durch näherkommen, auf dem Boden etwas zu sehen. Ihre Augen verengten sich leicht. Sie wirkte, bis zum Zerreißen angespannt. Ihre kleinen Finger krallten sich in den Bettbezug. Dann gab sie sich einen Ruck und alles ging sehr schnell. Rita warf die Decke von sich, sprang auf und ließ sich auf alle viere fallen, sodas sie unter ihr Bett schauen konnte. „Ha – ich wusste es doch, da ist keiner!“, beglückwünschte sie sich selbst. Wobei ihre Stimme lange nicht so fest klang, wie sie es bei diesen Worten wohl sollte. Auch jetzt noch, waren ihre Augen weit aufgerissen und das Gesicht kreidebleich. Um ganz sicher zu gehen, lag sie minutenlang auf dem Boden. Von wo sie jede winzige Ecke unter ihrem Bett musterte. Ritas Körperspannung lies nun etwas nach. Langsam wurde sogar ihre Gesichtsfarbe wieder rosiger. Dann stand sie auf, ging steif um ihr Bett und legte die Hand auf den Schalter der Nachttischlampe. Ein tiefes Seufzen war zu vernehmen, als ob eine riesige Last von dem kleinen Mädchen abgefallen wäre. Bevor sie ihre Finger bewegte, ließ sie noch einmal den Blick durch das Zimmer schweifen. Dann schaltete sie das Licht aus und krabbelte erleichtert zurück in ihr Bett.

Mac

Re:

von Mac (05.03.2009, 17:18)
Hi
noteingang hat geschrieben:
Mir ging es hauptsächlich darum, ob die Stimmung transportiert wird.

Naja, das hatte ich ja eigentlich am 03.03. schon besätit :D

Zurück zu „Buchvorstellung: Belletristik“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.