BOD, Dienstleisterverlag und Selbstverlag im Vergleich

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Ankh
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BOD, Dienstleisterverlag und Selbstverlag im Vergleich

von Ankh (14.03.2009, 15:33)
Hallo allerseits,
gibt es irgendwo einen Vergleich dieser drei grundsätzlichen Wege zum eigenen Buch?
Wo also die wichtigsten Kriterien aufgeführt sind (z. B. Kosten, Rechteabtretung) und vergleichend gegenüber gestellt werden?

hwg
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Re:

von hwg (14.03.2009, 15:41)
Diese Vergleiche muss man sich selber "erarbeiten".
Es kommt nämlich darauf an, was man tatsächlich
mit einer Buchveröffentlichung erreichen will.

Google Dich einfach einmal durch alle Druckkosten-
zuschussunternehmen und BoD-Anbieter und vergleiche
diese mit den Vertragsbedingungen eines herkömmlichen
Verlags.

Erstere drucken alles, was Du willst, auf Deine Kosten,
zweitere wählen selbstverständlich unter den Typoskripten
aus, was ihren Qualitätsanforderungen und dem Verlagsprogramm entspricht.

BoD-Produkte werden relativ flott hergestellt, Verlagsver-
träge dauern bis zur Unterschrift mitunter lange
(vorausgesetzt, das angebotene Typoskript
erscheint dem Verlag verbreitungswürdig.

Viele sonstige Antworten bekommst Du, wenn Du Dir die
Zeit nimmst und unsere Foren "durchblätterst".

Gruß aus der Steiermark!






skript entspricht den jeweiligen Anforderungen).

holz

Re:

von holz (14.03.2009, 16:56)
"dienstleister" siehe hier:
http://www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com/web/
unter dem menüpunkt: informationen

zum thema selbstverlag -
z.b. buch von M. Plinke, Mini-Verlag (lt. verbundkatalog in vielen bibliotheken zu finden)

und BOD diese übersicht
http://www.wege-zum-buch.de/

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Ankh
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Re:

von Ankh (14.03.2009, 18:33)
Dank euch, das ist hilfreich. :D

Warum wird beim Aktionsbündnis ausdrücklich nur dann vor Zuschussverlagen gewarnt, wenn es um Belletristik geht? In meinem Fall wäre es ein Sachbuch. Ich wäre ggf. bereit, etwas zu investieren, bin aber nicht bereit, sämtliche Rechte wie bei einem normalen Verlag abzutreten und mir bei allem reinreden zu lassen (daher die drei Alternativen).

Gibt es bei den Zuschussverlagen eigentlich große Unterschiede, was die Rechte des Autors angeht?

holz

Re:

von holz (14.03.2009, 18:43)
belletristik oder sachbuch, egal - mach um zuschussverlage einen großen bogen, das geld kannst du besser anlegen.

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Ankh
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Re:

von Ankh (14.03.2009, 22:33)
Jou, habe nach allem, was ich bisher gelesen habe, auch noch nicht erkannt, für speziell welchen Fall ein Zuschussverlag die beste Alternative sein könnte.

Vermutlich ist er nur dann wirklich empfehlenswert, wenn
-der Verlag neben diversen Dienstleistungen auch das Marketing übernehmen soll
-der Autor großes Vertrauen in dessen Marketing hat
-der Autor fest und begründet mit großem Absatz rechnen kann
-der Autor bei einem normalen Verlag nicht untergekommen ist.

holz

Re:

von holz (14.03.2009, 22:49)
Ankh hat geschrieben:
Jou, habe nach allem, was ich bisher gelesen habe, auch noch nicht erkannt, für speziell welchen Fall ein Zuschussverlag die beste Alternative sein könnte.

Vermutlich ist er nur dann wirklich empfehlenswert, wenn
-der Verlag neben diversen Dienstleistungen auch das Marketing übernehmen soll
-der Autor großes Vertrauen in dessen Marketing hat
-der Autor fest und begründet mit großem Absatz rechnen kann
-der Autor bei einem normalen Verlag nicht untergekommen ist.


wirklich empfehlenswert ist er nie.
und viel marketing wird nicht erfolgen (der verlag hat ja sein geld schon).

augustina
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Re:

von augustina (15.03.2009, 15:51)
Hallo ankh!

Wenn du nur mal so EIN Buch schreiben willst oder geschrieben hast und nach Veröffentlichung gierst, gibt es zu BoD wohl kaum eine brauchbare Alternative.

Mit dem Ansinnen, einen Selbstverlag zu gründen, solltest du erst schwanger gehen, wenn du die Schreiberei ernsthaft betreiben möchtest - und kannst. Keine Eintagsfliege, schließlich musst du gewerblich angemeldet sein. Der Vorteil hierbei ist die relativ hohe Gewinnspanne - sofern du mit einer regionalen Druckerei arbeitest, dass du alles selber in der Hand hast und vielleicht mal zum Kleinverlag übergehen kannst.

Bei BoD hast du gute Werbemöglichkeiten, ohne dich groß kümmern zu müssen. Nicht eben billig, aber die Anfangsinvestition lohnt, wenn es wirklich ein gutes Buch ist.

Von Druckkostenzuschussverlagen, auch solchen mit "artigem" Deckmäntelchen, unbedingt die Finger lassen. Die verdienen nicht am Buch, sondern an dir, an dem, was du für die Druckleistung bezahlst. Ohne Spaß - dafür kannst du dir drei super BoD-Werbepakete leisten!

Viel Erfolg und die richtige Entscheidung thumbbup
wünscht dir

augustina
"Die Regenmantelfrau ... von der Verdrängung einer unbändigen Leidenschaft"

www.regenmantelfrau.de

Mick Baxter
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Re:

von Mick Baxter (16.03.2009, 21:24)
augustina hat geschrieben:
Der Vorteil hierbei ist die relativ hohe Gewinnspanne - sofern du mit einer regionalen Druckerei arbeitest, dass du alles selber in der Hand hast und vielleicht mal zum Kleinverlag übergehen kannst.

Hohe Gewinnspanne nützt ja nur was, wenn wirklich Gewinn erzielt wird. Und das ist bei herkömmlicher Buchproduktion erst bei etwa 500 verkauften Exemplaren der Fall.

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Ankh
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Re:

von Ankh (17.03.2009, 23:19)
Hallo augustina,
ich schätze mal, es werden "ein paar" Bücher. Sicher mehr als eines, aber wohl nicht mehr als Fünf.

Warum ist die Anmeldung des Gewerbes ein Problem? Als ein nicht ins HGB einzutragender Namensverlag (Heinz Mustermann Verlag) plus Kleinunternehmerregelung lässt sich das alles doch investitions-, buchführungs- und steuermäßig auf kleiner Schiene fahren und zusätzlich Steuern sparen. Der Verlag macht natürlich Verlust, den ich mit anderem Einkommen verrechnen kann, allerdings nicht so viel Verlust, dass es insgesamt problematisch und unrentabel wird.

Die Gewinnspanne ist höher und wenn ich eine Druckerei finde, die per Offset günstige Kleinauflagen druckt, dann sollte irgendwann ein Gewinn reinkommen.

So in etwa wäre der Plan cheezygrin .

Wobei ich mich gerade frage, ob der Gewinn steuermäßig dem Gewerbe Verlag oder der freiberuflichen Schriftsteller-Tätigkeit zuzurechnen ist.

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Ankh
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Re:

von Ankh (17.03.2009, 23:21)
Mick Baxter hat geschrieben:
augustina hat geschrieben:
Der Vorteil hierbei ist die relativ hohe Gewinnspanne - sofern du mit einer regionalen Druckerei arbeitest, dass du alles selber in der Hand hast und vielleicht mal zum Kleinverlag übergehen kannst.

Hohe Gewinnspanne nützt ja nur was, wenn wirklich Gewinn erzielt wird. Und das ist bei herkömmlicher Buchproduktion erst bei etwa 500 verkauften Exemplaren der Fall.


500? Auf welchen Annahmen und Zahlen basiert diese Einschätzung?

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TipEx
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Re:

von TipEx (23.07.2009, 10:21)
Hallo,

mich würde eine andere Frage zu diesem Thema brennend interessieren:

Wenn ich einen kleinen Eigenverlag gründe (Gewerbeanmeldung ist eh vorhanden, müßte ich nur ummelden) und BoD sozusagen als Druckerei verwende, also keine ISBN von BoD beziehe sondern selber ein Kontingent an ISBN-Nummern kaufe....

....liefert BoD dann noch den gleichen Service hinsichtlich der Eintragung bei den wichtigsten Grossisten und daraus resultierender Einpflegung in die Onlinekataloge von Amazon & Co.?
Oder muß ich mich dann selber darum kümmern, daß mein Buch bei Amazon (selber, nicht bloß Marketplace) erscheint?

Wenn dem nämlich so ist, dann spiele ich mit dem Gedanken, einen solchen Eigenverlag zu gründen un die kommenden Bücher darüber zu verlegen, da ich glaube, besser zu fahren wenn ich die Bücher 200-Stück-Weise von BoD beziehe und selber an die Buchhändler versende.
Zumindest wäre die Transparenz deutlich größer und (wahrscheinlich) wären die Vorbehalte vieler potentieller Kunden gegen den Verlag nicht so groß wie sie oft leider gegen BoD sind.

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Judith
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Re:

von Judith (23.07.2009, 11:21)
Hallo TipEx,

hast du Telefon? Wenn ja, dann würde ich einfach mal bei BoD anrufen und nachfragen.

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

AFV

Re:

von AFV (23.07.2009, 11:32)
Hallo TipEx,

Wenn du deine Bücher oder Buch über BoD nur drucken lassen willst, mit eigener ISBN etc. dann meldet BoD dein Werk bei Libri, liefert entsprechend, was auch für amazon gilt. Anders geht es nicht.

Daher könntest du dein Buch besser im Selbstverlag herausbringen, und trotzdem mit Libri als Barsortiment einen Vertrag eingehen, und eben selbst die Buchhändler abklappern. Unter dem Verzeichnis lieferbarer Bücher wirst du eh gelistet, da du eine ISBN beantragen willst.

book: Gruß

Jens

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TipEx
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Re:

von TipEx (23.07.2009, 13:27)
@ Jens

Vielen Dank. Hat mir sehr geholfen.

@ Judith

bei BoD anzurufen tue ich mir nicht mehr an. Entweder man ruft auf der teuren Bezahl-Nummer an oder man erlebt BoD von einer recht pampigen Seite.

Keine Ahnung, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

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