Erstzeileneinzug

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Erstzeileneinzug bei Absätzen

Ist ein formales Muss
7
50%
Ist egal und Geschmackssache
7
50%
 
Abstimmungen insgesamt: 14

LOFI

Erstzeileneinzug

von LOFI (18.04.2009, 21:33)
Hi Leute,

ich habe mir mal so einige Belletristische Werke bei mir zu Hause angeschaut. Die meisten arbeiten mit Erstzeileneinzügen bei Absätzen bzw. neuer direkter Rede von ca. 2 Buchstabenlängen (nur ungefähr). Nur wenige Bücher sind ohne diese Einzüge gedruckt.

Ich habe bei meinem neuen Roman teilweise viele Dialoge drin. da sieht das Ganze dann natürlich sehr flatterhaft aus links. Sieht das nicht befremdlich aus? Bin mir da unsicher. Wie handhabt ihr diese Einzüge.

danke
VG
Lofi

Bea_Wagner
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Re: Erstzeileneinzug

von Bea_Wagner (18.04.2009, 21:44)
LOFI (Moderator) hat geschrieben:
Wie handhabt ihr diese Einzüge.



Meiner unbescheidenen Meinung nach ein Muss. Es sieht auch nicht flatterhaft aus, denn es gibt ja nur zwei Abstände, normaler und Einzug. Flatterhaft wäre in meinen Augen: jede Zeile fängt an einem anderen Punkt an.

Schönes Wochenende
Bea

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PvO
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Re:

von PvO (19.04.2009, 09:17)
Meine Bücher haben ale diesen Einzug, es sieht einfach gut aus. Aber: es ergibt ein paar Mehrseiten und die müssen bei der Bodproduktion bezahlt werden. Da aber die Buchpreise ohnehin schon recht hoch sind, sollte man auf diesen Einzug verzichten. Weniger Seiten gleich einen geringeren Verkaufspreis.

Gerhard
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Re:

von Gerhard (19.04.2009, 10:28)
Es scheint reine Geschmacksache zu sein.

Ich habe den „Graf von Monte Christo“ 1959, Bertelsmann, ohne Erstzeileneinzug, „David Copperfield“ 1962, Bertelsmann, mit Einzug. Marion Zimmer Bradley vom Krüger Verlag, ohne. Tad Williams von Klett-Cotta, mit. Noah Gordon’s „Schamane“ im Droemer Knaur, ohne … ich denke, es ist reine „Gefühlsduselei“ ob mit oder ohne Erstzeileneinzug.

Und ich könnte auch nicht behaupten, die meisten meiner Bücher haben das oder jenes.
Herzliche Grüße
Gerhard

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Die Welt ist anders, als sie uns erscheint. "Auf der Suche nach der Realität" , ISBN 978-3833493294

www.GerhardPhilipp.de

Bea_Wagner
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Re:

von Bea_Wagner (19.04.2009, 10:31)
PvO hat geschrieben:
Da aber die Buchpreise ohnehin schon recht hoch sind, sollte man auf diesen Einzug verzichten. Weniger Seiten gleich einen geringeren Verkaufspreis.


Stimmt, BoD Bücher sind im Vergleich mit anderen meist sehr teuer. Aber „Seiten einsparen“ oder einfach ein größeres Format nehmen, wie ich es hier auch schon gelesen habe, halte ich nicht für eine Alternative, sondern für einen großen Fehler. Wenigstens für die AutorInnen, die ein Interesse daran haben, dass sich ihre Bücher auch verkaufen.

Die LeserInnen sind durch die Vorgaben der großen Verlage auf bestimmte Formate, Schriftbilder etc. konditioniert. Auch wenn sie selbst keine Ahnung haben, weshalb eigentlich, empfinden sie Sparlösungen bezüglich der Seitenzahlen als „komisch“ – bestenfalls. Im schlechtesten Fall unterstellen sie Dilettantismus.

Beispiel: Ich habe an Weihnachten u. a. auch den Krimi „Frauen, die nach Schinken stinken“ verschenkt. - Keine Ahnung, wie das Buch ist, ich fand einfach den Titel genial. - Der Beschenkte bekam noch mehr Bücher und meinte dann, er werde diesen Krimi als erstes lesen, weil er der „Dünnste“ sei, und meinte damit: kürzester Inhalt. Ich habe ihm dann mit einem Layoutprogramm gezeigt, dass das Buch bei „üblichem“ Format und Schriftbild an die 50 Seiten mehr hätte. Großes Staunen und dann die Aussage: „Ich will dein Geschenk ja nicht niedermachen, aber das Erscheinungsbild ist schei…“

Gruß
Bea

Dozen-Roses

Re: Erstzeileneinzug

von Dozen-Roses (19.04.2009, 10:43)
Hallo Lofi!

Dialog rücke ich Grundsätzlich ein. Ich stelle den Einzug von vornherein auf 0,5 ein. Das ist für mich das ideale Maß.

Außerdem finde ich, dass es sich einfach besser liest, wenn die Dialoge eingerückt sind. book:
Zuletzt geändert von Dozen-Roses am 20.04.2009, 19:36, insgesamt 1-mal geändert.

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (19.04.2009, 11:05)
Ja, mit Einzug.
Hab ich irgendwann gemacht und nun bleibe ich dabei.

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Judith
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Re:

von Judith (19.04.2009, 11:48)
Rose, du machst aber nicht den Tab von Hand, oder? Wenn man Erstzeileneinzug automatisiert, passieren bei der Umwandlung in PDF oder irgendwelchen Änderungen weniger Fehler.

Ich finde den Einzug auch besser da übersichtlicher und habe erstaunt festgestellt, dass es nicht immer mehr Seiten geben muss. Es kann sich durch den restlichen Platz bei Kapiteln ausgleichen. Und notfalls kann man ja immer mal noch einen Satz streichen, wenn am Kapitelende für zwei Zeilen eine neue Seite begonnen wird.

Bei sehr vielen Dialogen wirkt es allerdings wirklich manchmal unruhig, vor allem jedoch, wenn der Einzug zu groß gewählt ist.

Grüßle,
Judith
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hawepe
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Re:

von hawepe (19.04.2009, 13:04)
Hallo,

was heißt schon "muss"? Es gibt kein Gesetz, dass Erstzeileneinzüge vorschreibt. Sie dienen lediglich dazu, dem Leser zu zeigen, dass ein neuer Absatz beginnt.

Man kann natürlich auch sicherstellen, dass die vorhergehende Zeile nicht vollständig gefüllt ist, sondern mindestens 1 oder 2 cm frei bleiben. Wer ausreichend masochistisch veranlagt ist, kann es mal probieren.

Oder man kann wie die Mehrheit der book on demand veröffentlichenden Autoren sagen: "Was interessieren mich die Leser? Mir geht es um die Selbstverwirklichung." Dann spart man nicht nur typographische Feinheiten, sondern auch noch den Lektor cheezygrin

Beste Grüße,

Heinz.

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hawepe
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Re:

von hawepe (19.04.2009, 13:10)
Hallo Judith,

Judith hat geschrieben:
Wenn man Erstzeileneinzug automatisiert, passieren bei der Umwandlung in PDF oder irgendwelchen Änderungen weniger Fehler.


Leider erfolgt der Einzug dann auch nach Überschriften, wo er nicht hingehört. Dort muss man ihn also von Hand wieder aufheben.

Bei sehr vielen Dialogen wirkt es allerdings wirklich manchmal unruhig, vor allem jedoch, wenn der Einzug zu groß gewählt ist.


Ein Tab ist nun einmal fast immer zu viel. Solche starken Einzüge sind nur für wenige Bücher geeignet. Wenn sie in das gestalterische Konzept passen, sehen sie jedoch sehr gut aus.

Beste Grüße,

Heinz.

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (19.04.2009, 14:34)
Hallo, Lorenz.

Deine Beobachtung ist mir auch schon aufgefallen und ich muss dazu sagen, dass ich es persönlich als Geschmackssache betrachte, welche Art angewandt wird. Außerdem kommt es auf das Buchprojekt an. In einem Sachbuch mit viel Text kann mitunter der Erstzeileneinzug bei Absätzen übersichtlicher wirken (Nachteil: es entstehen mehr Buchseiten). Bei Romanen dagegen halte ich es für unnötig.

Zum Unterpunkt "Dialoge". Dort würde ich auf jeden Fall immer mit Einzügen arbeiten, auch wenn dann einmal zehn Zeilen untereinander eingerückt sind. Ich erkläre mir das so, dass ein Dialog ein anderer Erzählstil ist, als der restliche Text - die Perspektiven wechseln von Figur zu Figur, man ist mitten im Gespräch.

Da es dir vor allem um deinen Roman geht, würde ich es so handhaben:
- Erstzeileneinzüge bei Absätzen weglassen und
- Einzug bei allen Dialogen setzen.

Beste Grüße,
Thorsten

LOFI

Re:

von LOFI (19.04.2009, 15:27)
Hi,

Danke für eure Einschätzung; also ich habe festgestellt, auch wenn es bei langen Dialogen optisch sehr zerfranst aussieht, kann ich mich persönlich irgendwie schneller auf die wechselnden Dialogpartner einstellen, wenn sie mit Einzug beginnen. Also werde ich diesen Einzug diesesmal benutzen, glaube ich.

Danke

VG

Lofi

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (19.04.2009, 18:27)
PvO hat geschrieben:
Meine Bücher haben ale diesen Einzug, es sieht einfach gut aus. Aber: es ergibt ein paar Mehrseiten und die müssen bei der Bodproduktion bezahlt werden. Da aber die Buchpreise ohnehin schon recht hoch sind, sollte man auf diesen Einzug verzichten. Weniger Seiten gleich einen geringeren Verkaufspreis.


Wenn man dem Vorsatz folgt, dann muss man auch Schusterjungen und Hurenkinder zulassen. Und da sträubt sich in mir alles ... cheezygrin

LG
Siegfried
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Arachne
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Re:

von Arachne (19.04.2009, 18:37)
Leider erfolgt der Einzug dann auch nach Überschriften, wo er nicht hingehört. Dort muss man ihn also von Hand wieder aufheben.


Hallo Heinz,

ist doch kein Problem: man erstellt eine Formatvorlage mit Einzug für Fließtext und eine 2. für Kapitelanfänge. Das Zuordnen ist dann keine große Mühe, so viele Kapitelanfänge gibts ja nicht.

Sigrid

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hawepe
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Re:

von hawepe (19.04.2009, 21:26)
Hallo Sigrid,

Arachne hat geschrieben:
ist doch kein Problem: man erstellt eine Formatvorlage mit Einzug für Fließtext und eine 2. für Kapitelanfänge. Das Zuordnen ist dann keine große Mühe, so viele Kapitelanfänge gibts ja nicht.


Du hast völlig recht, aber solche Vorschläge wage ich schon gar nicht mehr zu machen.

Wenn ich hier immer wieder lese, dass mit der Tabtaste gearbeitet wird, oder das Umformatieren bei Veränderungen so unendlich viel Arbeit mache, weil alle Seiten neu formatiert werden müssten, denke ich, dass der Anteil der Autoren, der mit Formatvorlagen arbeitet, eher im Promille- denn Prozentbereich angesiedelt sein dürfte.

Allerdings gebe ich zu, dass das Formatvorlagenkonzept zwar genial sein mag, die Umsetzung aber noch sehr viel Verbesserungspotential aufweist. Intuitiv ist wirklich etwas anderes.

Beste Grüße,

Heinz.

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