BoD-Kalkulation Autorenexemplare - Wer kennt das Geheimnis?

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Hypewriter
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BoD-Kalkulation Autorenexemplare - Wer kennt das Geheimnis?

von Hypewriter (16.05.2009, 12:02)
Buchprojekt bei BoD, 192 Seiten, TB:

VK: 9,90
Autorenexemplare bis 24: 13,35

Was soll das?

Oder um es mal etwas verständlicher zu formulieren:

Was hat BoD davon, mich dazu zu bringen, meine zehn Autorenexemplare über den Buchhandel zu beziehen (der sie mir ggf. sogar kostenlos liefert)?

BoD hätte deutlich mehr davon (nämlich die Handelsspanne), wenn sie Autorenexemplare auch in kleineren Stückzahlen zum (oder dicht unter dem) Mindestpreis anbieten würden.

Kennt jemand das Geheimnis oder bin ich geistig irgendwie blockiert?

Beste Grüße
Ulli

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Judith
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Re:

von Judith (16.05.2009, 12:11)
Willkommen Ulli!

Nutze die Gelegenheit und bestelle bei amazon, um deinen Verkaufsrang nach oben zu treiben oder beim Buchhandel (am besten bei verschiedenen Läden), um dein Buch bekannt zu machen.

Es ist uns allen bekannt, dass unsere Bücher bei BoD-Bestellungen unter 25 Stück teurer sind als im Laden.

Grüßle,
Judith
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AmberStuart
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Re:

von AmberStuart (16.05.2009, 12:24)
Gute Idee... thumbbup


LG


Amber

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Hypewriter
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Re:

von Hypewriter (16.05.2009, 12:28)
Hallo Judith,

danke für die schnelle Antwort und den Willkommensgruß.


Warum BoD so kalkuliert hat aber noch nie jemanden interessiert? Und niemand hat je versucht, BoD mit dem doch recht überzeugenden Argument des finanziellen Vorteils auf den Mindestpreis herunterzuhandeln?

Das Geheimnis ist noch nicht gelüftet ... ;)

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (16.05.2009, 13:07)
hi Uli,
es kommt nicht darauf an, wie BoD kalkuliert, sondern darauf wie du kalkulierst.
Mit 9,90€ hast du den Verkaufspreis zu niedrig angesetzt.
Er müsste bei dir mindestens bei ca. 13,50€ liegen (Marge dann ca 15%).
Wobei du bei einer Bestellung bei BoD von bis zu 24 Büchern dann auch nur gerade mal eben mit ein paar Cent pro Buch ins Plus kommen würdest, das Porto inclusive. Also quasi plus minus null.
Erst ab 25 Büchern kommst du dann zu einem Gewinn. Aber das hast du sicherlich schon selbst gesehen. Du musst das einfach mit einigen Preisbeispielen durchspielen.
Gruß von
Klaus

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Hypewriter
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Re:

von Hypewriter (16.05.2009, 13:32)
Hallo Klaus,

nein, selbst wenn ich 13,50 einsetzen würde, käme ich beim Bezug über den Buchhandel deutlich besser weg, da in dem Fall fast zwei Euro Honorar an mich zurückfließen. Das Buch kostet mich dort also effektiv nur 11,50.

Erst wenn ich das Buch auf happige 17,50 schraube bin ich nach Abzug meiner saftigen 4-Euro-Marge bei den 13,50, die ich bei BoD im Direktbezug zahlen müsste. Und dann kommt bei BoD wohl noch Porto dazu ...

Meine Kalkulation spielt aber eigentlich keine Rolle. Es geht darum, dass BoD effektiv Geld verliert, da es - ich sach ma - die Hälfte an mich und den Handel abgeben muss, und eben nur nach o.a. Kalkulationen 4,95, 6,75 oder 8,75 einnimmt, während es bei 9,90 Autorenpreis die 9,90 komplett behalten könnte.

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lyd
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Re: BoD-Kalkulation Autorenexemplare - Wer kennt das Geheimn

von lyd (16.05.2009, 15:04)
Hypewriter hat geschrieben:
Kennt jemand das Geheimnis oder bin ich geistig irgendwie blockiert?


Das Geheimnis kenne ich nicht, also kann ich nur wild spekulieren: Vielleicht möchte man die Autoren so motivieren gleich 100 oder 200 Stück zu auf einen Schlag zu bestellen? :wink:

büchernarr

Re:

von büchernarr (16.05.2009, 15:23)
Hallo,
wenn Autoren bei BoD für ihre Bücher wirklich mehr bezahlen müssen als der Leser, dann ist das sicher nicht nur mir absolut unverständlich.
Grüße
Bernd

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.05.2009, 22:41)
Hypewriter hat geschrieben:
Warum BoD so kalkuliert hat aber noch nie jemanden interessiert? Und niemand hat je versucht, BoD mit dem doch recht überzeugenden Argument des finanziellen Vorteils auf den Mindestpreis herunterzuhandeln?

Das Geheimnis ist noch nicht gelüftet ... ;)


Vielleicht, weil BoD nicht möchte, dass sich Autoren in Kleinstpaketen mit ihren eigenen Büchern eindecken?

LG
Siegfried
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hawepe
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Re:

von hawepe (16.05.2009, 23:03)
Siegfried hat geschrieben:
Vielleicht, weil BoD nicht möchte, dass sich Autoren in Kleinstpaketen mit ihren eigenen Büchern eindecken?


Ich denke, die Lösung ist ganz einfach: Man kann so die Autoren auf Dauer an sich binden. Da es eine sehr, sehr wichtige, ja nahezu überlebenswichtige Frage ist, kann man sie nicht ignorieren und einfach zur nächsten Frage übergehen, wie man seine Bücher am erfolgreichsten vermarktet, sondern muss Titel für Titel bei BoD veröffentlichen, um irgendwann hinter das nicht vorhandene Geheimnis zu kommen cheezygrin

Aber ganz ernsthaft: Wenn BoD betriebswirtschaftlich so verkehrt arbeiten würde, wie hier einige Autoren immer wieder meinen, dann sähe es um BoD heute wohl anders aus. Die Frage ist deshalb nur noch, warum die Autoren betriebswirtschaftlich nicht mindestens genauso erfolgreich sind, wo sie doch genau wissen, wie man betriebswirtschaftlich arbeiten müsste cheezygrin cheezygrin

Oder missverstehe ich etwa alles angle:

Beste Grüße,

Heinz.

Suchender
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Re:

von Suchender (17.05.2009, 13:42)
Hallo in die Runde,

Ein sehr interessantes Thema, aber wie manches bei BoD nicht unbedingt verbraucherfreundlich beschrieben. Mir tun sich immer noch Fragen auf:

Wie funktioniert das mit der BoD-Kalkulation?
Warum gibt es bei BoD keine kostenlosen Autorenexemplare?
BoD ist angeblich kein Verlag sondern ein Dienstleistungsunternehmen. Warum sahnt BoD aber mehr ab, als der ohnehin schon mafiöse Buchhandel?

P.S. Ein BoD-Autor schrieb als PS auf die Rückseite seines Paperback-Buches:
Vom Buchpreis (Euro 24,00) erhalte ich als Autor, Setzer, Layouter, Redakteur und Lektor Euro 4,57

Die Frage stellt sich doch unwillkürlich:
Nachdem BoD nahezu alle Verlagsarbeiten abgenommen wurden, kassieren diese Herrschaften immer noch über 80% pro Buch, wobei die Arbeit im Vergleich zur Arbeit des Autoren im kleinen Promillebereich liegt.
Wie kalkulieren da die Verlage, welche die Setzer, Layouter, Redakteure und Lektoren noch extra zu bezahlen haben? An obigem Beispiel bliebe für den Autor dann nicht nur nichts übrig, nein, er müsste noch draufzahlen.

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hawepe
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Re:

von hawepe (17.05.2009, 14:28)
Suchender hat geschrieben:
Warum gibt es bei BoD keine kostenlosen Autorenexemplare?


Weil dann der Paketpreis steigen müsste, aber gerade der niedrige Classic-Preis ein wichtiges Werbeargument ist.

BoD ist angeblich kein Verlag sondern ein Dienstleistungsunternehmen. Warum sahnt BoD aber mehr ab, als der ohnehin schon mafiöse Buchhandel?


Schön, dass du Einblick in die Kalkulation von BoD hast. Dann könntest du doch mal ein paar Zahlen verraten.

Wenn der Buchhandl so phantastisch verdient, verstehe ich nicht, warum hier bloß ständig lamentiert, aber nicht selbst ein Buchladen eröffnet wird. Aber vermutlich tummeln sich hier nur Wohltäter, denen die horrenden Gewinne peinlich wären. Als Anregung: Es gibt viele Projekte, denen man die Gewinne spenden könnte cheezygrin

P.S. Ein BoD-Autor schrieb als PS auf die Rückseite seines Paperback-Buches:
Vom Buchpreis (Euro 24,00) erhalte ich als Autor, Setzer, Layouter, Redakteur und Lektor Euro 4,57


19 Prozent sind doch hervorragend. Ich habe noch bei keinem Verlag als Autor mehr als 5 bis 10 Prozent bekommen. Und womit Autoren Lektoren und Korrektoren abzuspeisen versuchen, war hier schon oft genug das Thema.

Nachdem BoD nahezu alle Verlagsarbeiten abgenommen wurden, kassieren diese Herrschaften immer noch über 80% pro Buch, wobei die Arbeit im Vergleich zur Arbeit des Autoren im kleinen Promillebereich liegt.


Das Problem ist, dass dein Wissen im diametralen Gegensatz zu deinem Gepampe steht. Der Digitaldruck ist leider nach wie vor sehr viel teurer als der Offsetdruck. Erst bei einer Auflage von etwa 500 Exemplaren beginnen beide gleichzuziehen.

Irgendwann wurde hier einmal die durchschnittlichen Auflagenhöhen von BoD und Engelsdorf genannt. Die konkreten Zahlen weiß ich nicht mehr, aber sie lagen gerade einmal im zweistelligen Bereich.

Du brauchst lediglich für eine ausreichende Auflagenhöhe garantieren und schon sinkt der Buchpreis und/oder steigt das Autorenhonorar. Rede mit Shaker, die lassen sich auf solche Sachen ein.

Ansonsten frage ich mich auch hier, warum bei den phantastischen Gewinnaussichten niemand ein entsprechendes Projekt aus der Taufe hebt. Aber das muss ... siehe oben cheezygrin

Beste Grüße,

Heinz.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (17.05.2009, 14:42)
Ich weiß ja nicht wie Ihr kalkuliert...
Über den Ladenverkauf erziele ich bei 12,80 Buchpreis (160 S.) eine Marge von 2 € & ein paar Zerquetschte.
Ich käme nie auf die Idee, mir eine Miniauflage zu bestellen, sondern bestelle als Kleinauflage immer mindestens 200 Stück (die ersten 400 waren innerhalb von 2 Monaten verkauft!), damit erziele ich dann einen guten Gewinn. Dass dafür der Verkauf über Läden und Amazon nicht so happig ist, nehme ich in Kauf, denn es ist doch völlig irrlevant, ob über den Handel 100, 500 oder 1000 laufen.

Wenn man schon selber für sein Buch Werbung machen muss, kann man es doch auch gleich selber verkaufen!

Gruß
Haifischfrau

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Judith
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Re:

von Judith (17.05.2009, 18:31)
Hallo Maryanne,

200 Bücher zu kaufen könnte ich mir nicht leisten (obwohl meine billiger sind) und auch nicht in einem überschaubaren Zeitraum verkaufen. Ich habe von "Hannahs Nachtgeschichten" 100 und von allen anderen 25 bestellt, da liegt der Einkaufspreis dann auch deutlich unter dem Verkaufspreis.

Suchender, sorry wenn ich das so deutlich sage, aber was du schreibst ist wirklicher Mist. Mit irgendwelchen Prozenten um sich zu werfen, ohne wirkliche Ahnung zu haben, ist ein Unding. Wie soll BoD 80 % bekommen, wenn der Buchhandel 30 - 55 % verlangt? Ich bekomme übrigens als Autorin von meinen Verlagen auch nur 5 - 7 % vom Netto-Ladenverkaufspreis, und das ist der übliche Satz.

Grüßle,
Judith
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (17.05.2009, 19:38)
Suchender hat geschrieben:
Wie funktioniert das mit der BoD-Kalkulation?


Keine Ahnung. Interessiert mich auch nicht.
Wie in allen kaufmännischen Berechnungen ist der Berechnungsweg eines Lieferanten oder Dienstleister völlig uninteressant. Wichtig ist nur der Endpreis, zu dem ein Lieferant seine Ware liefert oder ein Dienstleister seine Arbeit anbietet. Wie er zu seinem Preis gekommen ist - wen juckt's?

Mich interessiert doch auch nicht, wie Volkswagen auf den Preis für den neuen VW Golf GTI gekommen ist.

Suchender hat geschrieben:
Warum gibt es bei BoD keine kostenlosen Autorenexemplare?


Schick eine entsprechende Nachricht an die Geschäftsleitung von BoD - die können dir das erklären, wir hier nicht. Wir sind die falschen Adressaten für deine Frage.

Suchender hat geschrieben:
BoD ist angeblich kein Verlag sondern ein Dienstleistungsunternehmen. Warum sahnt BoD aber mehr ab, als der ohnehin schon mafiöse Buchhandel?


Vorschlag zur Güte: Mach einen Buchhandel auf und versuche, von den "mafiösen Einnahmen" zwei Jahre zu leben. Dann darfst du diese Frage gerne noch einmal stellen.

Suchender hat geschrieben:
P.S. Ein BoD-Autor schrieb als PS auf die Rückseite seines Paperback-Buches:
Vom Buchpreis (Euro 24,00) erhalte ich als Autor, Setzer, Layouter, Redakteur und Lektor Euro 4,57


Was für ein Raffzahn! cheezygrin


LG
Siegfried

P.S.: Ein Beispielkalkulation für ein Softcover von 240 Seiten
Brutto-Ladenpreis = 14,90 Euro
7% MWSt = 0,97 Euro
Netto-Ladenpreis = 13,93 Euro
30% für den Buchhändler = 4,18 Euro
20% für den Grossisten = 2,79 Euro
10% für den Autor = 1,39 Euro
Basispreis = 5,57 Euro
Herstellungskosten = 4,18 Euro
Gewinnmarge Hersteller = 1,39 Euro

Diese Kalkulation ist die Basis für den Vertrieb eines Buches über den normalen Buchhandel (30% ist dabei ein mittlerer Wert). Bei Abnehmern wie etwa Amazon steigt der Anteil für den Buchhändler deutlich an. Diese wachsende Händlermarge muss aus dem Anteil des Grossisten bzw. des Buchherstellers getragen werden.
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