Preiskalkulation bei BoD

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Benutzeravatar
Ruth
Beiträge: 652
Registriert: 18.04.2007, 13:52
Wohnort: Münsterland

Preiskalkulation bei BoD

von Ruth (07.06.2009, 14:56)
hi an alle und erst mal einen schönen sonntag!

habe gerade mal mein nächstes buchprojekt durchgerechnet und festgestellt, dass ich bei 180 seiten und 0 seiten farbig auf einen mindestpreist von 11,90 euro komme.

so weit, so gut. wenn ich die bücher nun in einer kleinauflagenbestellung (sagen wir mal unter 25) bestelle, muss ich sogar mehr für das buch bezahlen als im laden.

wie kommt das? ich dachte, man fährt immer besser mit der kleinauflagenbestellung ..., dass die bücher da günstiger sind. hier aber erst ab einer bestellmenge von > 25 büchern.
Meine Bücher bei BoD:

- Herzklopfen und Sachertorte
- Wenn du jetzt gehst

www.ruthelisabethmeisner.de

LOFI

Re: Preiskalkulation bei BoD

von LOFI (07.06.2009, 15:04)
Ruth hat geschrieben:
hi an alle und erst mal einen schönen sonntag!

habe gerade mal mein nächstes buchprojekt durchgerechnet und festgestellt, dass ich bei 180 seiten und 0 seiten farbig auf einen mindestpreist von 11,90 euro komme.

so weit, so gut. wenn ich die bücher nun in einer kleinauflagenbestellung (sagen wir mal unter 25) bestelle, muss ich sogar mehr für das buch bezahlen als im laden.

wie kommt das? ich dachte, man fährt immer besser mit der kleinauflagenbestellung ..., dass die bücher da günstiger sind. hier aber erst ab einer bestellmenge von > 25 büchern.


Hi,

bei Büchern mit geringer Seitenzahl ist es in der tat so, dass sie bei BOD auch unterhalb der 25er Abnahme Grenze billiger sind. Je höher die Seitenzahl wird, desto mehr verschiebt sich das Verhältnis in Richtung Verteuerung bei BOD. Mein Roman 276 Seiten kostet mich bei BOD einzeln über 19 Euro, während er im Buchladen nur 14,80 kostet.

VG
lofi

Benutzeravatar
Richard Norden
Beiträge: 68
Registriert: 06.06.2009, 17:13

Re:

von Richard Norden (07.06.2009, 15:11)
Vor allem wenn man dann noch die Versandkosten dazu rechnet...

Und last not least haben Kleinauflagenbestellungen von Autoren bei BOD eine sehr niedrige Priorität und somit, wenn genug andere Aufträge zum Drucken vorliegen, verdammt lange Lieferzeiten. Zumindest habe ich diese Erfahrung machen müssen, als ich auf die ersten Kleinauflagen von "Zehn vor Zwölf" und "Nimrod" wartete... :(
http://Ezine.WritersWorkshop.de
Das kostenlose monatliche Magazin für Schriftsteller und Hobbyautoren

Benutzeravatar
Judith
Beiträge: 3903
Registriert: 05.08.2007, 10:45
Wohnort: Schwobaländle

Re:

von Judith (07.06.2009, 19:11)
Hallo Ruth,

das Thema hatten wir hier schon häufig. Am besten bei Kleinauflagen unter 25 Stück die Bücher bei verschiedenen Buchhandlungen und amazon bestellen. So bekommt man immer noch seine Marge, kann sein Buch im Buchladen bekannt machen und bei amazon den Verkaufsrang verbessern.

Ich habe bisher immer 25 - 100 Stück bestellt, aber für Nachbestellungen werde ich es selbst so machen.

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Benutzeravatar
Aston Skovgaard
Beiträge: 621
Registriert: 26.03.2009, 09:38
Wohnort: Lübeck

Re:

von Aston Skovgaard (07.06.2009, 20:06)
Hallo Ruth !

Ist keine leichte Sache.

Wenn man auf Kommerz aus ist, ist BoD vielleicht nicht so gut. Hab kaum Ahnung, ist nur meine Meinung.

Andererseits finde ich, daß sie relativ schnell liefern und sorgsam verpacken.

Ich mag einfach die Unabhängigkeit, die BoD bietet.

Mach´s doch wie ich - sammle deine Bestellungen ! 8)

Liebste Grüße

Aston cheezygrin

Nitram
Beiträge: 465
Registriert: 01.03.2009, 15:07
Wohnort: Österreich

Re:

von Nitram (14.06.2009, 13:59)
Aston Skovgaard hat geschrieben:
Hallo Ruth !
Ich mag einfach die Unabhängigkeit, die BoD bietet.

Das sehe ich auch so.
Wie sehr sich das Buch dann verbreitet, hängt vom Marketing ab, da gibts hier im Forum ohnehin sehr gute Tipps.
Wenn man gelesen werden will, sind ja nicht nur die Verkaufszahlen relevant, sondern auch, dass das Werk in den Büchereien usw. zur Ausleihe präsent ist.

Wenn es jemandem rein um die Kohle geht, ist derjenige sowieso besser beraten, eine Döner-Bude aufzumachen, als ein Buch zu schreiben... cheezygrin
Ist jedenfalls meine Meinung.
Gruß
Nitram
Tu felix Austria - die andere Seite der Alpenrepublik - zweite Auflage
ISBN 978-3-8391-0512-2
HP: www.robert-brettschneider.com
Video: http://www.youtube.com/user/RobertBrettschneider

Benutzeravatar
B.S.64
Beiträge: 33
Registriert: 06.05.2009, 17:55
Wohnort: Bremen

Re:

von B.S.64 (22.06.2009, 12:14)
Ich habe gar nicht gewusst, dass die Preise varieren können, je mehr Seiten das Buch hat...(leider unwissend bin)
Beim Bod habe ich mein Buch (hat unter 100 Seiten) selbst mit dem Kostenkalkulator den Preis bestimmt.

Muss ich das jetzt so verstehen, dass wenn ein Buch über 100 oder mehr Seiten hat sich verteuert, also automatisch wird dann der Preis generiert?

Falls es so sein sollte, habe ich wohl was überlesen beim Bod.

Würde mich auf Rückantwort freuen!

LG Sabine...(die Unwissende)

Benutzeravatar
Hypewriter
Beiträge: 47
Registriert: 07.09.2008, 09:40
Wohnort: Costa Blanca

Re:

von Hypewriter (22.06.2009, 12:30)
Hallo Sabine,

ja, der Preis des Buches wird vor allem durch die Zahl der Seiten bestimmt.
Dabei gibt es einen festen Grundpreis und dann pro Seite (in Viererblöcken) einen kleinen Betrag pro Seite. Wie hoch dieser ist, richtet sich wieder nach anderen Faktoren: Format, Papierqualität, Gewicht, s/w- oder Farbseiten.

Etwas transparenter ist das hier bei epubli dargestellt:
http://www.epubli.de/projects/prices/

lg
Ulli

Benutzeravatar
Thomas Becks
Beiträge: 2747
Registriert: 04.09.2007, 17:47
Wohnort: Ruhrgebiet

Re:

von Thomas Becks (30.06.2009, 17:59)
Hallo, nun ist mein Comic-Büchlein fertig. Ich hatte erst mit 80 Seiten gerechnet. BoDs Maschine empfahl einen Preis von 5,90€. Das fand ich okay, denn bei meiner Recherche bei Google fand ich 66 Seiten Comics mit einem Preis von +- 6€. Die Marge wäre ca. 59 Cent gewesen. Jetzt sind es aber nur 76 Seiten geworden und siehe da; der Kalkulator empfiehlt 4,90. Ich werde das Buch natürlich für 5,90€ anbieten. Durch die 4 Seiten, die das Buch nun weniger hat, ist die Marge über 100% gestiegen. cheezygrin

Benutzeravatar
skipteuse
Beiträge: 5041
Registriert: 30.05.2007, 14:52
Wohnort: Potsdam

Re:

von skipteuse (30.06.2009, 18:14)
Das ist doch mal "schön" gerechnet ... ;-)

Bonne Chance!

Gruß, Barbara

Benutzeravatar
Judith
Beiträge: 3903
Registriert: 05.08.2007, 10:45
Wohnort: Schwobaländle

Re:

von Judith (30.06.2009, 23:33)
Hallo Thomas,

bei 80 Seiten und 5,90 Euro Preis spuckt er bei mir eine Marge von 1,02 Euro aus. Bei 76 Seiten und 4,90 Euro Endpreis sind es 58 cent (soweit keine Farbbilder im Buchblock enthalten sind). Es ist die Frage, ob du einen Euro mehr verlangen möchtest, um 54 cent mehr zu bekommen. Aber wenn der Comic gut ist, dann werden sicher auch 5,90 Euro bezahlt. Welches Format hast du gewählt?

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Benutzeravatar
Thomas Becks
Beiträge: 2747
Registriert: 04.09.2007, 17:47
Wohnort: Ruhrgebiet

Re:

von Thomas Becks (01.07.2009, 03:29)
Hi Judith,
bis jetzt habe ich erst einmal Fun gewählt, um Fehler auszumerzen. Später werde ich bestimmt die 5,90 veranschlagen. Es ist ein Taxicomic-Buch. Ich habe festgestellt, dass hier der Markt recht dünn beseelt ist und das Buch deswegen eine gute Chance hat. Die ehemals farbigen Seiten habe ich in Grautöne konvertiert. Mit der Qualität bin ich zufrieden. Das mit der Marge von 1,02€ habe ich nicht gesehen. Ich gehe davon aus, dass der BoD-Kalkulator eine Marge von 10% vorsieht. Fakt ist; bei 80 Seiten rechnet de Kalkulator 5,90€ und bei 76 Seiten 4,90€ als Endverkaufspreis. Da andere Comicbände, die 66 Seiten haben, 6€ kosten, sind 5,90€ mehr als vertretbar, denke ich.
welches Format?
12x19, Paperback.
Gruß Thomas

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (01.07.2009, 06:29)
Es ist doch meist schwer (eigentlich für "Otto-Normal-Bodler" nahezu unmöglich) vorauszusehen, wie viele Bücher verkauft werden. Daher finde ich es vollkommen legitim, den Preis etwas höher anzusetzen, damit wenigstens, im Falle eines Flopps, die Unkosten wieder hereinkommen. Einen Ausgleich für die erbrachte Leistung, die sich ja aus mehreren Komponenten zusammensetzt, erreichen doch die wenigsten. Die Kosten für eine vorherige Marktanalyse dürften wohl ebenfalls für die meisten nicht in Frage kommen. Da heißt es dann eh den Markt selbst beobachten, schätzen und abwägen.
Wenn es dann doch der Renner wird, also auch die Zeit des Schreibens, Recherchierens usw. usw. belohnt wird, um so besser.
Wobei, eigentlich reichen jedem von uns ja 358,00 Euronen zum (Über)Leben. Das wären dann bei 58 Cent Gewinn pro Buch 617 verkaufte Bücher, und zwar jeden Monat. Bei 1.02 Euronen wären's nur 351 Bücher, die über den Ladentisch gehen müssten. Haben wir sogar mehrere Bücher auf den Markt gebracht, könnten wir mit den Preisen noch weiter runtergehen und kämen so langsam an die Verkaufspreise der großen Verlage heran. (Konnte ich mir jetzt aktueller Weise nicht verkneifen)
Gruß von
Klaus

Benutzeravatar
hawepe
Beiträge: 7138
Registriert: 15.04.2007, 21:26
Wohnort: Berlin

Re:

von hawepe (01.07.2009, 08:04)
Hallo Thomas,

Thomas Becks hat geschrieben:
der Kalkulator empfiehlt 4,90. Ich werde das Buch natürlich für 5,90€ anbieten.


Sehr sinnvoll. Ich habe für meinen Autoren-Ratgeber die Marge leider so knapp kalkuliert, dass ich bei allen Werbemaßnahmen Gefahr laufe, draufzuzahlen.

Beste Grüße,

Heinz.

Zurück zu „Self-Publishing“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.