Rezensionen... Pressearbeit... mir fehlen Ideen...

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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medizynicus
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Rezensionen... Pressearbeit... mir fehlen Ideen...

von medizynicus (07.07.2009, 17:49)
Liebe Leute,
Nichts ist so wichtig fürs Marketing wie Rezensionen... andere Leute dazu zu motivieren, über das Buch zu sprechen bzw. zu schreiben.
Aber irgendwie kriege ich den Dreh noch nicht so recht raus - zumindest was die "richtige" Papier-Presse angeht.
Klar, ich kenne die kostenlosen Pressemitteilungs-Portale und habe zahlreiche Emails und auch Briefe verschickt.... aber irgendwie klappt es noch nicht so recht damit, von der "richtigen" Presse wahrgenommen zu werden.
Mein großes Handycap: Ich schreibe unter Pseudonym.
Und das hat seine Gründe.
Selbstverständlich ist mir klar, dass ein Journalist wissen will, mit wem er spricht und über wen er da schreiben soll und selbstverständlich bin ich auch bereit, Journalisten gegenüber meine echte Identität zuzugeben - aber irgendwie habe ich den Eindruck, daß Emails mit einer Pseudonym-Adresse und entsprechende Briefe - so seriös sie auch geschrieben sein mögen - immer direkt im Rundordner landen...
Aus ebenjenen Gründen scheidet eine telefonische Kontaktaufnahme zu Lokaljournalisten aus.
Überhaupt ist meine Zielgruppe ja gerade nicht die Lokalpresse - in meinem Heimatort will ich am allerwenigsten "bekannt" werden - sondern die überregionale "Branchen"-Presse.

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (07.07.2009, 18:14)
Ganz ehrlich?

Nimm 500€ in die Hand und wende dich an eine Presseagentur. Die "sorgen" dann dafür, dass irgendwo eine "gute" Rezi oder ein Bericht in einer Zeitung auftaucht.

Du willst eine Rezi im "Spiegel"? Dann nimm 10000€ in die Hand.

Du glaubst, dass Rezis in großen Zeitungen eine Meinung eines Journalisten widerspiegelt?

Du als "kleiner, unbekannter" Autor klopfst beim "Stern" an. "Hallo!", sagts du, "ich hab ein tolles Buch geschrieben!"
"Aha!", sagte der "Stern". "Schalten Sie mal bei uns eine Werbeanzeige für 100000€, dann finden wir auch alles toll, was Sie schreiben."

Wenn du dich an die Presse wendest, dann nicht mit Pseudonym. Die wollen schließlich wissen, mit wem sie es zu tun haben. Du kannst allenfalls im Anschreiben darauf hinweisen, dass du unter Pseudonym schreibst.
Ich meine, versetz dich mal in die Lage: Würdest du jemanden ernst nehmen, wenn er sich an dich wendet und was von dir will, wenn er nichtmal bereit ist, sich erkennen zu geben?

Ich will dich nicht entmutigen.
Aber so siehts im Grunde aus.

Mit ganz viel Glück, dem richtigen Buch zur richtigen Zeit mit dem richtigen Thema ... das kann auch funktionieren.

Gruß
Hakket

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Aston Skovgaard
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Re:

von Aston Skovgaard (07.07.2009, 18:29)
Hallo Me... äh? Was für ein komplizierter Name...

Schreib dir jetzt mal ernsthaft ! Wenn du Journalisten offen gegenüber treten würdest, warum willst du dich dann vor deinen Mitbürgern verstecken ?

Kenne dein Buch nicht und erlaube mir deswegen auch kein Urteil.

Aber ich komme da nicht mit. Ich kauf mir doch keinen Porsche und lass ihn dann in der Garage verrotten ohne ihn zu fahren?

Wenn ich nicht erkannt werden möchte, setze dir eben eine Sonnenbrille auf ! Und Notfalls noch eine doofe Schirmmütze. :shock::

Gruß

Aston 8)

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (07.07.2009, 18:33)
Ja, es ist schwer, irgendeine Strategie festzulegen, wenn man nicht weiß, worum es geht.
Andererseits - wenn das Buch jetzt so "krass" ist, dass man sich lieber verstecken will, könnte es ja wieder interessant für Journalisten sein.
Aber wenn man schon nicht den normalen ersten Schritt zu örtlichen Presse machen will und gleich ganz groß rauskommen möchte, muss das Buch schon ein Hammer sein.
Die Frage ist, ob es das ist.

Gruß
Hakket

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hawepe
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Re: Rezensionen... Pressearbeit... mir fehlen Ideen...

von hawepe (07.07.2009, 18:42)
Hallo,

medizynicus hat geschrieben:
Klar, ich kenne die kostenlosen Pressemitteilungs-Portale


Wenn man gerade nichts zu tun hat, schaden sie nichts, aber von den Medien werden sie so wenig genutzt, dass größerer Aufwand nicht lohnt.

und habe zahlreiche Emails und auch Briefe verschickt....


Emails an unbekannte Empfänger sind Spam und werden von den Medien in der Regel auch so behandelt. Etwas anderes stellen z.B. die Leserbriefbabteilungen dar. Aber Pressemeldungen verpuffen so fast immer.

Mein großes Handycap: Ich schreibe unter Pseudonym.


Und das dürfte für die meisten Medien zusammen mit Book on Demand ein Ausschlussgrund sein.

aber irgendwie habe ich den Eindruck, daß Emails mit einer Pseudonym-Adresse und entsprechende Briefe - so seriös sie auch geschrieben sein mögen - immer direkt im Rundordner landen...


Logisch. Wenn es nicht eine ganz tolle Geschichte zu werden verspricht, hat man nur viel Arbeit und eventuell auch noch Ärger.

Aus ebenjenen Gründen scheidet eine telefonische Kontaktaufnahme zu Lokaljournalisten aus.


Wie gesagt, bei einem wirklich sensationellen Thema wird das akzeptiert, sonst nicht.

Überhaupt ist meine Zielgruppe ja gerade nicht die Lokalpresse - in meinem Heimatort will ich am allerwenigsten "bekannt" werden - sondern die überregionale "Branchen"-Presse.


Dazu müsste man dein Thema kennen, aber je komplizierter die Kontaktaufnahme ist, desto brisanter muss der angebotene Inhalt sein. Du willst aber vor allem eine Rezension erhalten. Dafür wird aber kaum eine Redaktion einen Riesenaufwand treiben.

Beste Grüße,

Heinz.

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Aston Skovgaard
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Re:

von Aston Skovgaard (07.07.2009, 18:46)
Schieß jetzt mal ´ne Tomate ab. Bitte ehrlich antworten, bist du Scout63

aus dem Forum ? :shock::

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (07.07.2009, 18:52)
Aston Skovgaard hat geschrieben:
Schieß jetzt mal ´ne Tomate ab. Bitte ehrlich antworten, bist du Scout63

aus dem Forum ? :shock::


Ne, wohl nicht.

http://www.amazon.de/Leben-retten-so-Kr ... 846&sr=8-1

Gruß
Hakket

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Aston Skovgaard
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Re:

von Aston Skovgaard (07.07.2009, 18:57)
Hallo Hakket !

Bist ein kluges Kerlchen ! Hut ab, ehrlich ! thumbbup thumbbup


Gruß

Aston :cry:

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (07.07.2009, 19:02)
Ne, isser nicht. :cry:
Da gibs nur so einen www-Knopf unter dem Post vom Medizinius. Den hast du auch. Ist nicht schwer. :wink:

Gruß
Hakket

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Aston Skovgaard
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Re:

von Aston Skovgaard (07.07.2009, 19:07)
Hakket !

Bin - ich - doof ... :shock::

Aston thumbbup

Ursula Prem (Moderator)

Re: Rezensionen... Pressearbeit... mir fehlen Ideen...

von Ursula Prem (Moderator) (07.07.2009, 19:34)
hawepe hat geschrieben:
Hallo,

medizynicus hat geschrieben:
Klar, ich kenne die kostenlosen Pressemitteilungs-Portale


Wenn man gerade nichts zu tun hat, schaden sie nichts, aber von den Medien werden sie so wenig genutzt, dass größerer Aufwand nicht lohnt.


Was die Presseportale angeht, habe ich eine andere Erfahrung gemacht. Der Trick dabei ist, dass man mit einer wie auch immer gearteten Sensation kommen muss, mit einem Teaser, auf den Journalisten auch wirklich reagieren. Am besten funktioniert das mit einem Superlativ.
Als meine Tochter ihr Buch veröffentlicht hatte, stellte ich eine Pressemeldung mit folgender Überschrift auf open-pr ein:
"Jüngste Autorin Deutschlands ( 8 ) veröffentlicht erstes Buch". Der Artikel im Regionalteil der BILD Halle erschien zwei Tage später. Zwei Wochen später folgte noch ein Radio-Interview.
Nun ist es natürlich schwer, sich ein Superlativ aus den Fingern zu saugen. Aber es lohnt sich, darüber nachzudenken: Der jüngste, älteste, oder von mir aus auch dümmste oder hässlichste" zieht faktisch IMMER. Auf das Buch bezogen könnte der Superlativ lauten: das schlechteste, brechreizerregendste, unappetitlichste oder was auch immer Buch der Welt!"
Was nicht klappt: Der, die das beste/schönste/tiefgründigste oder auch verrückteste Buch. Positive Ausdrücke ziehen genau so wenig, wie allgemein gehaltene Adjektive, (vielleicht mit Ausnahme von der/die Jüngste! Aber dieses Superlativ ist ja nun vorläufig besetzt. :-) )
Eines aber ist klar: Es ist mehr als schwierig, sich innerhalb der Fülle der veröffentlichten Meldungen irgendwie abzuheben.

LG,
Ursula

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medizynicus
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Re:

von medizynicus (08.07.2009, 08:43)
Liebe Leute,
Ihr könnt mich gerne in die Fake bzw. Troll-Schublade stecken und vielleicht bin ich das auch, je nach Definition.
Also, daher noch einmal kurz die Facts:
Ich bin Arzt, angestellt in einem Krankenhaus und schreibe und blogge über meinen Arbeitsalltag. Meine Geschichten sind fiktiv - aber Ähnlichkeiten zur Wirklichkeit lassen sich nicht immer vermeiden (und sind ja auch beabsichtigt).
Ich lege Wert darauf, von meinem Chef nicht wg. Bruch der ärztlichen Schweigepflicht fristlos entlassen zu werden und von Patienten nicht aus selbigem Grund verklagt zu werden.
Deswegen bleibe ich anonym.

Ursula Prem (Moderator)

Re:

von Ursula Prem (Moderator) (08.07.2009, 08:59)
medizynicus hat geschrieben:
Liebe Leute,
Ihr könnt mich gerne in die Fake bzw. Troll-Schublade stecken und vielleicht bin ich das auch, je nach Definition.
Also, daher noch einmal kurz die Facts:
Ich bin Arzt, angestellt in einem Krankenhaus und schreibe und blogge über meinen Arbeitsalltag. Meine Geschichten sind fiktiv - aber Ähnlichkeiten zur Wirklichkeit lassen sich nicht immer vermeiden (und sind ja auch beabsichtigt).
Ich lege Wert darauf, von meinem Chef nicht wg. Bruch der ärztlichen Schweigepflicht fristlos entlassen zu werden und von Patienten nicht aus selbigem Grund verklagt zu werden.
Deswegen bleibe ich anonym.


Also eine Art Wallraff des Gesundheitssystems? Das finde ich gut! cheezygrin

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hawepe
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Re:

von hawepe (08.07.2009, 09:06)
Hallo,

medizynicus hat geschrieben:
Ich lege Wert darauf, von meinem Chef nicht wg. Bruch der ärztlichen Schweigepflicht fristlos entlassen zu werden und von Patienten nicht aus selbigem Grund verklagt zu werden.


Sehr gut nachzuvollziehen. Bloß ändert sich dadurch nichts daran, dass eine Öffentlichkeitsarbeit für dein Buch damit sehr schwierig wird. Diese könnte nur ein Verlag leisten, aber den gibt es nun einmal nicht, wenn man book on demand veröffentlicht.

Beste Grüße,

Heinz.

Ursula Prem (Moderator)

Re:

von Ursula Prem (Moderator) (08.07.2009, 09:19)
hawepe hat geschrieben:
Hallo,

medizynicus hat geschrieben:
Ich lege Wert darauf, von meinem Chef nicht wg. Bruch der ärztlichen Schweigepflicht fristlos entlassen zu werden und von Patienten nicht aus selbigem Grund verklagt zu werden.


Sehr gut nachzuvollziehen. Bloß ändert sich dadurch nichts daran, dass eine Öffentlichkeitsarbeit für dein Buch damit sehr schwierig wird. Diese könnte nur ein Verlag leisten, aber den gibt es nun einmal nicht, wenn man book on demand veröffentlicht.

Beste Grüße,

Heinz.


Richtig. Man könnte höchstens versuchen, eben dieses Manko zu einem Vorteil zu machen, indem man beispielsweise betont, dass der Inhalt des Buches so brisant ist, dass er seinem Verfasser beruflich das Genick brechen würde. Das Thema selbst könnte durchaus ein Knaller sein und scheint mir sehr geeignet für das Suchmaschinenmarketing.
Wichtig wäre es halt, jemanden zu finden, der entsprechende Websites impressummäßig auf seine Kappe nimmt, ebenso ein hierzu eventuell betriebenes AdWords-Konto oder Ähnliches. Und es ist wohl sehr genau zu überlegen, wer eine solche Person sein könnte, der man in dieser Weise sein berufliches Schicksal anvertraut.

LG,
Ursula

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