Lost Angel (vorläufiger Titel)

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CrackerJack
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Lost Angel (vorläufiger Titel)

von CrackerJack (12.07.2009, 19:47)
So, hier sind meine beiden ersten Kapitel - Anmerkung: Ich hab in Wechselperspektive geschrieben. Falls irgendjemandem auffällt, dass es keinen langen "Vorlauf" gibt: Das ist beabsichtigt.

Kapitel 1
Die Trümmer meiner Vergangenheit

Kate


Es begann an einem dieser Tage, an denen alles, aber auch wirklich alles schiefläuft. Ich war mal wieder schlecht gelaunt auf dem Heimweg: Ich hatte zuletzt eine Doppelstunde Bio gehabt, und meine Lehrerin war sowieso nicht die freundlichste, milde ausgedrückt. Mich aber hatte sie, warum auch immer, besonders auf dem Kieker. Dazu kam, dass sie an jenem Tag besonders schlechte Laune hatte. Das Desaster kann man sich ja wohl ausmalen.
Ich war also auf dem Heimweg, und grübelte über den Sinn und vor allem Unsinn nach, den es machte, die Flugeinrichtungen der Insekten im Unterricht durchzunehmen. Plötzlich sah ich aus der Richtung, in der wir, meine Mutter und ich, wohnten, einen rötlichen Lichtschein. Mein Herz schlug schneller und die Alarmglocken in meinem Kopf schrillten. Ganz ruhig, versuchte ich mich zu beruhigen. Du bist nur mal wieder überbesorgt. Bestimmt ist es ganz woanders. Trotzdem begann ich, schneller zu laufen und dann zu rennen. Man konnte schließlich nie wissen, was war. Vielleicht war ja ein Unfall passiert? Als ich zu Hause ankam, stockte mir der Atem. Da war kein Zuhause mehr, nur eine leuchtende Flammenwand. Sie war riesig, bestimmt zwei Meter oder höher, und ich spürte die Hitze auf meinen Wangen. Durch das Geflacker konnte ich Mauerreste erkennen, zertrümmerte Wände. Trotz der Temperatur fror ich. Panisch fiel mir ein, dass Mom ja heute frei gehabt hatte und daheim gewesen war. Ich betete, dass sie unterwegs gewesen war – einkaufen oder so. Trotzdem, ich konnte nicht einfach warten. Ich musste sie suchen. Ich warf einen Blick zurück, dann sah ich wieder die Feuersbrunst an und holte tief Luft. Dann trat ich hinein, dort, wo die Flammen am niedrigsten waren. Ich hielt mich in die Richtung, in der unsere Wohnung gelegen hatte. Und tatsächlich, dort lag ein halb verkohlter Körper. Ich stürzte darauf zu. Freude, Ungewissheit und Grauen überkamen mich, als ich erkannte, dass es nicht Mom, sondern unser Nachbar war. Ich sah mich um, konnte jedoch nirgends eine andere Leiche ausfindig machen. Also schob ich mit bloßen Händen die Trümmer beiseite, wühlte mich tiefer und tiefer. Mein Puls zog noch einmal an, als ich einen Schopf schwarzes Haar entdeckte. Ich rüttelte an einem besonders schweren Brocken, dann lag die Person frei. Diesmal war es tatsächlich Mom. Seltsam abgespreizt und verrenkt waren ihre Gliedmaßen, aber sonst war sie relativ unversehrt. Und doch wusste ich in diesem Moment, dass sie tot war. Betäubt starrte ich hinab, konnte es gar nicht richtig begreifen.
Plötzlich zerrte eine Hand an meinem Arm, zog mich weg von ihr. Ich sträubte mich dagegen, ich wollte dableiben, bis ich ebenfalls zu Asche zerfiel. Was machte das Leben noch für einen Sinn? Es hatte nie einen gemacht. Doch die Hand war stärker als ich, sie schleifte mich unerbittlich mit, hinaus aus dem Feuer, so sehr ich mich auch dagegen stemmte. Mein Blick wanderte den zur Hand gehörigen Arm hinaus. Er gehörte zu einem Mann, von dem ich im Moment nur die Rückseite ausmachen konnte. Auf jeden Fall war er noch nicht besonders alt, er hatte weder faltige Haut noch graue Haare. „Könnten Sie mich bitte loslassen?“, fragte ich so höflich wie möglich, und konnte nur mit Mühe verhindern, dass meine Stimme zu einem hysterischen Kreischen geriet.
Er warf mir einen flüchtigen Blick zu, und für einen kurzen Moment durchbohrten mich seine grün-blauen Augen. Ich schätzte ihn auf etwa 10 Jahre älter, also 26 oder vielleicht 25, und er war etwa 20 cm größer als ich mit meinem 1,65 m. „Nein, kann ich nicht.“ Er zog mich weiter.
„Und warum nicht?“ Ich blieb stehen.
„Jetzt stell dich nicht so an.“ Er zerrte mich trotz Widerstands weiter. Hätte ich nicht nachgegeben, wäre womöglich der halbe Asphalt mitgekommen.
„Ich soll mich nicht so anstellen?! Ich komm heim und finde als erstes eine zerstörte Wohnung und als zweites meine tote Mutter vor, und da soll ich mich nicht so anstellen?“
„Na und, ich hab meine Eltern und so einiges mehr verloren und hab mich nicht so verhalten wie du.“
„Und so einiges mehr?“
"Das erklär‘ ich dir, wenn wir da sind."
"Wo? Und sollten wir nicht mal die Polizei rufen?"
"An einem sicheren Ort. Und die Polizei hab ich schon gerufen." Er legte ein
Tempo vor, als wäre der Teufel persönlich hinter uns her. Was gar nicht so verkehrt war, aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
"Lass mich los", verlangte ich.
"Nein."
"Vollpfosten!" Vielleicht klappte es ja mit Beschimpfungen. Er zuckte, soweit ich es von hier aus erkennen konnte, noch nicht einmal mit der Wimper.
"Eckfähnchen!" Keine Reaktion.
"HIRSCH!" Er drehte sich endlich um, lief aber weiter. Er sah wirklich
verdammt gut aus...
"Könntest du BITTE aufhören, mich mit irgendwelchen seltsamen Begriffen zu
bewerfen?"
"Könntest DU es unterlassen, mich durch halb L.A. zu schleifen?", gab ich zurück. Wenn er unhöflich war, konnte ich das auch.
"Nein."
"Vollhorst!"
Er drehte sich um und ging ungerührt weiter. Hm, vielleicht sollte ich es auf die andere Tour versuchen. "Hör mal, ich bin kein Promi oder so, ich hab kein Geld. Es nützt dir also nichts, mich zu entführen und ein Lösegeld zu verlangen." Ich wartete kurz, dann fuhr ich fort. "Oder, wenn du mich umbringen willst, weil du ein Entflohener aus der Irrenanstalt bist, dann kannst du mich auch gleich hier verkokeln lassen. - Vielleicht bist du ja auch ein Psychopath, der mich vergewaltigen will", mutmaßte ich weiter. "Wenn das der Fall ist, nun, du könntest sicher etwas Besseres bekommen. Nein? Na gut, aber warum musst du mich hier durch die Stadt schleppen? Du könntest mich gleich ins nächste Gebüsch zerren..." Ich sah seine Hand nicht kommen. Die letzten zwei Dinge, die ich bemerkte, waren, dass mich erstens ein Schlag ins Gesicht traf und dass mich zweitens zwei Hände überraschend sanft auffingen, bevor ich in andere Sphären hinüberglitt.
Zuletzt geändert von CrackerJack am 30.07.2009, 17:21, insgesamt 1-mal geändert.

autoranton
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Re:

von autoranton (12.07.2009, 19:51)
Ich finde der Titel wirkt ein wenig zu beliebig! Aber sonst interessanteGeschichte.

http://www.autorenpool.info/siegessicher-t7415.html
- Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens. -
Johann Paul Friedrich Richter

CrackerJack
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Re:

von CrackerJack (12.07.2009, 20:00)
Ist ja auch nur vorläufig, ich wusste nicht wie ich es sonst nennen soll. Vielleicht ergibt sich ja noch was besseres!

autoranton
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Re:

von autoranton (12.07.2009, 20:02)
Ich habe ja auch keine Vorwürfe gemacht- :wink:


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CrackerJack
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Re:

von CrackerJack (12.07.2009, 20:03)
Hab ich auch nicht so aufgefasst cheezygrin

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Kris. K.
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Re:

von Kris. K. (12.07.2009, 20:04)
Ah- Hi Cracker Jack.
Du hast einen der häufigsten Fehler junger begabter Autoren begangen- einen der auch mir unterlaufen ist. Natürlich willst du das so viele Leute wie möglich einen Größtmöglichen Einblick in dein Werk bekommen- das ist nur natürlich. Doch du meinst es zu gut mit uns. Das ist Viiiiiiiiiiieeeeeeeeeeelllllll zu viel Text um ihn auf einmal einzustellen. Du kannst ihn an passenden Stellen, zum Beispiel nach einer Seite (das wäre ein annehmbarer Textausschnitt für dieses Forum) abschneiden- und den rest staffelweise ein paar Tage später einstellen.
Du verschreckst die meisten leser wenn du sie mit Text überflutest und es bringt auch für die Korrektur und Hilfevorschläge mehr wenn sich die Leute auf kleinere Ausschitte konzentrieren können. cheezygrin

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Carnivora
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Re:

von Carnivora (15.07.2009, 00:16)
Fast genau meine Worte, Kris. Ich kenne sie ja privat und vielleicht hätte ich ihr das vorher sagen sollen ...
Na ja, am besten machst du das im halben-Kapitel-bis-Kapitel-Rhythmus.
Wirkt übersichtlicher und außerdem brauch' ich nicht Stunden zum Durchlesen. Nunja, denn Anfang kenne ich ja schon ...
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CrackerJack
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Re:

von CrackerJack (15.07.2009, 10:44)
Nächstes Mal denk ich dran :wink:

CrackerJack
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Auf ein Neues...

von CrackerJack (30.07.2009, 17:23)
So, ich hab den größten Teil wieder rausgenommen. Hoffe auf viiiieeeele Kommis! :lol:

Lilly
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Re:

von Lilly (02.08.2009, 17:04)
interesante Geschichte macht Lust auf mehr book:

CrackerJack
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Re:

von CrackerJack (02.08.2009, 17:16)
Soooo, hier der nächste Teil
(@ Lilly: is ja witzig, ich heiß auch Lilly ;-) )
____________________________________________________________
Ich fröstelte, als ich wieder aufwachte. Ich öffnete die Augen und sah ein löchriges Dach auf klapprigen Ziegeln, durch das der Wind hindurchpfiff. Zerbrochene Fensterscheiben klirrten und die Wände waren voller Spinnweben und mit Schimmel bedeckt. Ich setzte mich auf. Die Matratze, auf der ich lag, sah um einiges besser aus als der Rest des Hauses. neben mir hockte der unbekannte Verrückte. „Na, deinen Rausch endlich ausgeschlafen?“, bemerkte er zynisch.
„Hä?“
„Von dem ganzen Rauch musst du total bekifft gewesen sein, sonst hättest du nachgedacht, bevor du so einen Unsinn ausplauderst. Oder ist das dein Normalzustand?“
„Haha, wirklich total witzig. Du kannst aber auch nicht anders, du musst immer so nett sein, stimmt’s?“, ätzte ich.
„Genau.“
„Wo sind wir eigentlich? In einem vergrößerten Rattenloch oder wohnst du hier?“
„An einem sicheren Ort.“
„Ah.“ Mit Irren sollte man immer gaaanz vorsichtig umgehen. Wer ein zugiges Dach und zerbrochene Fenster für sicher hielt, war nicht mehr richtig im Kopf. „Und, ähm, wer bist du?“
„Mein Name ist Jared.“
Ich nickte. „Ich bin Kate.“
„Ich weiß.“
Ich runzelte die Stirn. War er ein Stalker? „Tatsächlich?“
„Ja. Und du fragst nicht, was ich von dir will?“
„Äh…“ Ich konnte ihm ja wohl schlecht erzählen, dass ich ihn für einen bekloppten Irren hielt, der mich bei der ersten für ihn unangenehmen Frage abmurksen würde. Wofür ich diese Frage durchaus hielt. Auch wenn ich noch - vorhin? Wie lange war ich bewusstlos gewesen? - lebensmüde gewesen war, mittlerweile war mein Lebenswille wieder erwacht. Ich beschloss, ihn erstmal abzulenken. „Ich fänds besser, wenn wir zuerst diese ganze Vorstellungsphase hinter uns bringen. Ich meine, deinen Namen weiß ich jetzt, aber Alter, Wohnort und so weiter?“
Er grinste unverhohlen.
„Was?“, fragte ich misstrauisch. Das Grinsen wirkte zwar nicht fiebrig, aber ich war trotzdem vorsichtig.
„Du würdest mir keins von beidem glauben, zumindest jetzt noch nicht, und mich obendrein für verrückt halten.“
„Versuchs doch.“ Ich erwähnte nicht, dass ich ihn bereits für verrückt hielt.
„Na gut - aber schieb die Schuld nicht auf mich, wenn du hinterher in die Klapse gesteckt wirst, weil dir keiner diese Geschichte abnimmt.“
„Zuerst kommst du in die Klapse.“ Hups, ich musste vorsichtiger sein – es war noch nicht erwiesen, dass er ungefährlich war.
„Bis dahin bin ich längst wieder weg. Nun, wie gesagt, ich heiße Jared, bin achthundertdreiundfünfzig Jahre alt und wohne in Selegna, der Hauptstadt von Rosevan.“
Mir standen die Fragezeichen buchstäblich ins Gesicht geschrieben.
„Ich hab doch gesagt, du würdest es nicht verstehen. Versprich mir, dass du ohne Vorbehalte zuhörst. Und wehe, du unterbrichst mich, dann droht dir dasselbe wie deiner Mutter.“
„Was?“, fuhr ich auf. „Was soll das heißen? Was hast du mit dem Tod meiner Mutter zu tun?“
„Könntest du mich vielleicht zuerst einmal ausreden lassen?“, fuhr er mich an. „Ich habe gar nichts damit zu tun. Aber die Gegenseite.“
„Was für eine Gegenseite?“
„Hör mir erst mal zu!“
Ich versuchte, mich wieder zu beruhigen, indem ich mir vorstellte, ich wäre ein Gänseblümchen auf einer Wiese. Als ich so weit war, nickte ich.
„Was weißt du über Engel?“, fragte er ziemlich ruppig.
Ich blinzelte. „Wie bitte?“
„Antworte einfach!“
„Naja, ich bin nicht wirklich religiös, also, hm, ich glaube, Engel sind die Geschöpfe Gottes, geflügelte Wesen und so, leben im Himmel, du weißt schon. Das, was man allgemein so hört.“ Ich blickte auf. Unsere Blicke trafen sich. „Moment mal - willst du damit sagen, du bist ein Engel?“
„Ja. Ich weiß, es klingt verrückt“, sagte er plötzlich viel sanfter.
Ich nickte geistesabwesend. „Kann man wohl so sagen. Und wo sind dann deine Flügel?“
„Seine Miene verfinsterte sich. „Dazu komme ich noch. Also, das, was man so über Engel weiß, stimmt zum Teil, zum Teil auch nicht. Wir sind zum Beispiel keine Geschöpfe Gottes und wohnen auch nicht im Himmel, aber wir sind in gewisser Weise unsterblich und haben Flügel.“
Mir schwirrte der Kopf. Unsterblichkeit, Flügel – das klang ganz schön schräg. Warum sollte jemand auftauchen und sich so eine Geschichte ausdenken? Andererseits, wenn er verrückt war, passte es zusammen. Hmm…da fiel mir auf, dass „Selegna“ „Angeles“ rückwärts gesprochen war. So einen Stadtnamen gab es bestimmt nicht wirklich. Also doch ein Verrückter.

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Benni125
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Re:

von Benni125 (05.08.2009, 01:55)
Amerikanische Stadt in der ein Mädel einen Kerl, der in dieser Situation anscheinend verdammt gut aussieht, mit Vollhorst und Pforsten beschimpft? Mhmhmhhh.
Wie soll ich sagen. Einige Sätze sind der Situation nicht angemessen. Ähm. Das der Typ geil aussieht - meinst du nicht, dass das egal ist, wenn du deine tote Mutter gesehen hast? Ach was solls ich nehm mal den kompletten Text ran:

Die Trümmer meiner Vergangenheit

Kate

Es begann an einem (dieser) jener Tage, an denen alles, aber auch wirklich alles schief läuft(muss glaube ich auseinander geschrieben werden - berichtige mich, wenn es falsch ist). Ich war mal wieder schlecht gelaunt auf dem Heimweg: Ich hatte zuletzt eine Doppelstunde Bio gehabt, und meine Lehrerin war (sowieso) nicht die freundlichste, milde ausgedrückt. Mich aber hatte sie, warum auch immer, besonders auf dem Kieker. Dazu kam, dass sie an jenem Tag besonders schlechte Laune hatte. Das Desaster kann man sich ja wohl ausmalen.(Finde ich zu Klischeehaft alles. Jede Jugendstory fängt mit einem schlechten Tag in der Schule an. Bähhh... Da geht mehr. Ich glaube das du entweder phantasiereich genug bist, um es entweder genauer zu erklären, oder dir etwas anderes Ausdenkst. Mh... Okay... du musstest nachsitzen hast deinen Bus verpasst, musstest deshalb laufen. Später wirfst du dieser Frau vor, hätte sie dich nicht nachsitzen lassen, hättest du vielleicht viel früher zu hause sein können und deine Mutter noch lebend gefunden oder so... ist nur ein Vorschlag)
Ich war also auf dem Heimweg, und grübelte über den Sinn und vor allem Unsinn nach, den es machte, die Flugeinrichtungen der Insekten im Unterricht (durchzunehmen = gleich irgendwie sexuell ^^) zu behandeln. Plötzlich sah ich aus der Richtung, in der wir, meine Mutter und ich, wohnten, einen rötlichen Lichtschein (keinen Qualm?). Mein Herz schlug schneller und die Alarmglocken in meinem Kopf schrillten. Ganz ruhig, versuchte ich mich zu beruhigen. Du bist nur mal wieder überbesorgt. 'Vielleicht war ja ein Unfall passiert oder es ist es ganz woanders.' Trotzdem begann ich, schneller zu laufen und dann zu rennen. Man konnte schließlich nie wissen, was war (diesen Satz könntest du dir sparen). Als ich zu Hause ankam, stockte mir der Atem. Da war kein Zuhause mehr, nur eine leuchtende Flammenwand. Sie war riesig, bestimmt zwei ( 2 ist nicht unbedingt hoch 4- 5 vielleicht) Meter oder höher, und ich spürte die Hitze auf meinen Wangen(Nur da?). Durch das Geflacker ( klingt wie ein gemütliches Lagerfeuer : Flammenwand oder nur Flammen) konnte ich Mauerreste erkennen, zertrümmerte Wände. Trotz der Temperatur fror ich (nicht frieren - Der berühmte kalte Schweiß könnte hier zum einsatz kommen). Panisch fiel mir ein, dass Mom ja heute frei gehabt hatte und daheim gewesen war. Ich betete, dass sie unterwegs gewesen war – einkaufen oder so (Bitte nicht oder so, zähl lieber auf, was sonst noch sein könnte). Trotzdem, ich konnte nicht einfach warten (zuschauen?). Ich musste sie suchen. Ich warf einen Blick zurück, dann sah ich wieder in die Feuersbrunst (an) und holte tief Luft. Dann trat ich hinein, dort, wo die Flammen am niedrigsten waren. Ich hielt mich in die Richtung, in der unsere Wohnung gelegen hatte. Und tatsächlich, dort lag ein halb verkohlter Körper. Ich stürzte darauf zu. Freude, Ungewissheit und Grauen überkamen mich, als ich erkannte, dass es nicht Mom, sondern unser Nachbar war. Ich sah mich um, konnte jedoch nirgends eine andere Leiche ausfindig machen. Also schob ich mit bloßen Händen die Trümmer beiseite, wühlte mich tiefer und tiefer. Mein Puls zog noch einmal an, als ich einen Schopf schwarzes Haar entdeckte. Ich rüttelte an einem besonders schweren Brocken, dann lag die Person frei. Diesmal war es tatsächlich Mom. Seltsam abgespreizt und verrenkt waren ihre Gliedmaßen, aber sonst war sie relativ (was ist relativ? ^^) unversehrt. Und doch wusste ich in diesem Moment, dass sie tot war. Betäubt starrte ich hinab, konnte es gar nicht richtig begreifen.
Plötzlich zerrte eine Hand an meinem Arm, zog mich weg von ihr. Ich sträubte mich dagegen, ich wollte dableiben, bis ich ebenfalls zu Asche zerfiel. Was machte das Leben noch für einen Sinn? Es hatte nie einen gemacht(wieso nicht? Hää? Kapier ich nicht). Doch die Hand war stärker als ich, sie schleifte mich unerbittlich mit, hinaus aus dem Feuer, so sehr ich mich auch dagegen stemmte. Mein Blick wanderte den zur Hand gehörigen Arm hinaus. Er gehörte zu einem Mann, von dem ich im Moment nur die Rückseite ausmachen konnte. Auf jeden Fall war er noch nicht besonders alt, er hatte weder faltige Haut noch graue Haare. „Könnten Sie mich bitte loslassen?“, fragte ich so höflich wie möglich, und konnte nur mit Mühe verhindern, dass meine Stimme zu einem hysterischen Kreischen geriet.(DEINE MUTTER IST TOT! Nicht höflich!)
Er warf mir einen flüchtigen Blick zu, und für einen kurzen Moment durchbohrten mich seine grün-blauen Augen. Ich schätzte ihn auf etwa 10 Jahre älter, also 26 oder vielleicht 25, und er war etwa 20 cm größer als ich mit meinem 1,65 m. „Nein, kann ich nicht.“ Er zog mich weiter.
„Und warum nicht?“ Ich blieb stehen.(ich dachte er ist stärker als du)
„Jetzt stell dich nicht so an.“ Er zerrte mich trotz Widerstands weiter. Hätte ich nicht nachgegeben, wäre womöglich der halbe Asphalt mitgekommen.(Ach: Ihr seid wieder raus aus dem Haus - ich schau nochmal wo das steht ^^. Mist finde es nicht. Asphalt der mitkommt. Wie denn. Nicht gut gewähltes Bild.)
„Ich soll mich nicht so anstellen?! Ich komm heim, (und) finde als erstes eine zerstörte Wohnung und als zweites meine tote Mutter vor, und da soll ich mich nicht so anstellen?“
„Na und, ich hab meine Eltern und so einiges mehr verloren und hab mich nicht so verhalten wie du.“
„Und so einiges mehr?“
"Das erklär‘ ich dir, wenn wir da sind."
"Wo? Und sollten wir nicht mal die Polizei rufen?"
"An einem sicheren Ort. Und die Polizei hab ich schon gerufen." Er legte ein
Tempo vor, als wäre der Teufel persönlich hinter uns her. Was gar nicht so verkehrt war, aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
"Lass mich los", verlangte ich.
"Nein."
"Vollpfosten!" Vielleicht klappte es ja mit Beschimpfungen. Er zuckte, soweit ich es von hier aus erkennen konnte, noch nicht einmal mit der Wimper.
"Eckfähnchen!" Keine Reaktion.
"HIRSCH!" Er drehte sich endlich um, lief aber weiter. Er sah wirklich
verdammt gut aus...
"Könntest du BITTE aufhören, mich mit irgendwelchen seltsamen Begriffen zu
bewerfen?"
"Könntest DU es unterlassen, mich durch halb L.A. zu schleifen?", gab ich zurück. Wenn er unhöflich war, konnte ich das auch.
"Nein."
"Vollhorst!"
Er drehte sich um und ging ungerührt weiter. Hm, vielleicht sollte ich es auf die andere Tour versuchen. "Hör mal, ich bin kein Promi oder so, ich hab kein Geld. Es nützt dir also nichts, mich zu entführen und ein Lösegeld zu verlangen." Ich wartete kurz, dann fuhr ich fort. "Oder, wenn du mich umbringen willst, weil du ein Entflohener aus der Irrenanstalt bist, dann kannst du mich auch gleich hier verkokeln lassen. - Vielleicht bist du ja auch ein Psychopath, der mich vergewaltigen will", mutmaßte ich weiter. "Wenn das der Fall ist, nun, du könntest sicher etwas Besseres bekommen. Nein? Na gut, aber warum musst du mich hier durch die Stadt schleppen? Du könntest mich gleich ins nächste Gebüsch zerren..." Ich sah seine Hand nicht kommen. Die letzten zwei Dinge, die ich bemerkte, waren, dass mich erstens ein Schlag ins Gesicht traf und dass mich zweitens zwei Hände überraschend sanft auffingen, bevor ich in andere Sphären hinüberglitt.
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Mhh... Also das mit den Beleidigungen ... unglaubwürdig, genau wie das Gespräch das dem voraus geht. DU HAST GERADE DEINE MUTTER VERLOREN! DAVON MERKE ICH ABER NICHTS!

Mich würde interessieren, so als Leser, wie sieht es in dem brennenden Haus eigentlich aus? Qualm, kannst du atem, gut, schlecht, geht so. Ist es dadrin nicht heiss? Wenigstens so ein bisschen?

Solltest du dir vielleicht noch mal an schauen. Das was in einem Film gut käme, muss in einer Geschichte nicht unbedingt vorteilhaft sein, wenn du verstehst was ich meine.

Das zweite Kapitel schaue ich mir vielleicht morgen an, bin jetzt ein wenig müde ^^

Ja. Nimm mir die Kritik nicht übel, aber ich denke dass es das ist, was du willst, wenn du es hier postest. Oder nicht... ich weiß es nicht ...

Liebe Grüße
Benni

Ich hoffe du kannst mit der Kritik was anfangen. Sind im Übrigen alles nur Verbesserungsvorschläge, die du dir zu Herzen nehmen kannst oder auch nicht.

CrackerJack
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Re:

von CrackerJack (12.08.2009, 19:27)
Also, als erstes Mal, DANKE für die Kritik, mal schauen was ich davon übernehmen werde. Im Übrigen: Das ist noch längst nicht die Endfassung, ich überarbeite das Ganze ständig.

Mr. Fragwürdig
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Wohnort: Wohnender Schwabe, gebürtiger Badenzer

Etws zu zart, deine Schimpfwörter, finde ich...

von Mr. Fragwürdig (06.09.2009, 17:48)
Noch eine Kleinigkeit zu der Sache mit den Beleidigungen...

Ich weiß nicht, ob diese Szene in deiner Endfassung genauso erhalten bleibt, wie jetzt. Aber wenn das Mädchen den Kerl schon beleidigt (was den Umständen nach ja nicht unangemessen wäre) würde ich ein wenig härter zur Sache gehen. "Hirsch" oder "Vollpfosten" oder ähnliches bringt kaum einen Bruchteil der Wut rüber, die in jemandem toben müsste, der von seiner toten Mutter weggezerrt wird.

Trau dich ruhig, da ein bisschen an die Grenzen der sauberen Sprache zu gehen. Es schadet nie, wenn man beim Schreiben derartige Grenzen überschreitet, die einem die gute Erziehung vorgesetzt hat. cheezygrin

Irgendwie hat das auch was Befreiendes. Ging mir jedenfalls so, als ich auf dem Papier erstmals etwas wüst wurde cheezygrin
Was das talentierte Individuum vom erfolgreichen trennt, ist eine Menge harter Arbeit.

Stephen King

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