Wieder mal eine Absage ...

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Ruth
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Wieder mal eine Absage ...

von Ruth (22.07.2009, 10:28)
Hatte im April diesen Jahres ein paar Texte für ein Kinderbuch an den Friedrich Oetinger Verlag Hamburg geschickt. Gestern kam ein kleiner Umschlag zurück. Da hatte ich noch etwas Hoffnung, dass es doch etwas werden könnte. Ich hatte nämlich einen Rückumschlag beigefügt, falls dem Verlag die Texte nicht zusagen.

Leider enthielt der Brief eine Absage. Was mich so ärgert ist, dass ich meine Manuskripte nicht wiedersehe und die sogar den Rückumschlag einbehalten haben. Auf der Homepage steht, dass Manuskripte nur zurückgeschickt werden, wenn ein Rückumschlag dabei liegt.

Und nun? Soll ich jetzt da noch mal hinterrufen, damit ich meine Sachen wiederbekomme? Oder soll ich es dabei belassen?

Naja, von der Enttäuschung, wieder mal eine Absage erhalten zu haben, spreche ich erst gar nicht .... cry::
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frauGeier83
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Re:

von frauGeier83 (22.07.2009, 10:32)
Ruth, ich weiß es ist hart.
Mir geht es nicht anders. Ich bekomme andauernd meine Leseproben usw zurück. Das geht einem irgendwann auf den Senkel, weil man an sich selbst zweifelt.
Aber ich kann dir nur eines raten:
Kopf aus dem Sand, auf den Hosenboden gesetzt und alles auf Anfang!
Jede Absage bedeutet, dass du woanders eine neue Chance hast.

Und ja, ich würd anrufen, mailen, brief schicken wie auch immer, damit du deine Sachen zurück bekommst.


LG
Simone
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Ruth
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Re:

von Ruth (22.07.2009, 10:35)
Hallo Simone,

danke für deine aufmunternden Worte. Ja, ich werde nicht aufgeben und weiterschreiben und hoffen, dass ich eines Tages so gut bin, dass ich bei einem richtigen Verlag unterkomme. Mein Ziel ist der Büchertisch! Nicht zu verwechseln mit Grabbeltisch cheezygrin
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CM87
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Re:

von CM87 (22.07.2009, 10:38)
Hm, ich würde mir meine Sachen auch via Mail zurückholen!

Und Kopf hoch! Nur nicht unterkriegen lassen! Einmal schnäuzen, einmal Augen auswischen und weiter geht's! thumbbup

Grüße,
chris
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Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (22.07.2009, 10:41)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 28.07.2009, 16:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (22.07.2009, 10:46)
Ich kenne das. Ich habe schon diverse Male Materialien an namhafte Verlage und auch mal an die Filmstiftung NRW geschickt. Die Enttäuschungen wegzustecken, habe ich mittlerweile gelernt. Nur irgendwie sind die Monate des Wartens beknackt.
Wenn man seinen Freunden was erzählt hat, sehen die einen dann schon in Beverly Hills am Pool sitzen, während man selbst genau um die Unwahrscheinlichkeit des Erfolges weiß. Wenn man dann verrät, dass es mal wieder nicht geklappt hat, reagieren manche unter der Hand schon fast verstört, andere, die sich dasselbe mit ihren Projekten gar nicht trauen, schadenfroh, oder manche erleichtert.
Man selbst ist in den Monaten auch irgendwie neben der Spur, verdrängt irgendwas, ob es nun die Hoffnung ist oder die realistische Einschätzung.
In letzter Zeit habe ich meine Bemühungen (bin arbeitslos) allein auf bürgerliche Jobs gelenkt, was mir zu wesentlich mehr Gelassenheit verholfen hat, auch wenn sich auch hier noch keine ganz konkreten Erfolge verzeichnen lassen.
Aber irgendwann kommt wieder der Wille, mit einem Projekt den großen Wurf zu landen, und ich tu mir das wieder an, denke ich, wenn ich auch momentan die Nase voll von dieser Jagd habe und es lieber gelassener angehe.

Inselchen

Re:

von Inselchen (22.07.2009, 10:48)
Erst mal. Kopf hoch. Es ist ja gar nicht gesagt, dass die Absagen an deinen Texten liegen, ich vermute mal, manches gerät auch ungelesen in
Akte P. Außerdem ist ja auch vieles von der subjektiven Entscheidung desjenigen abhängig, der das gerade liest.

Zum anderen hat sich ja Andreas schon geäußert, daher wiederhole ich nicht, was ich auch denke.

Wünsche sehr viel Erfolg und die nötige Geduld!

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Ruth
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Re:

von Ruth (22.07.2009, 10:51)
Ich bin mir sicher, dass es nicht an den Texten gelegen hat. Ich habe nämlich ein paar Kinderbücher von diesem Verlag und habe aufgrund dessen ein paar Texte verfasst, die eigentlich wie die Faust aufs Auge zum Verlag gepasst hätten. Vom Stil her meine ich.

Und da eine Begründung wie angekündigt nicht mitgeliefert wurde, spinne ich mir selbst was zusammen. Genug Fantasie habe ich ja!

Aber danke, dass ihr alle so nett seid!
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powbase
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Re:

von powbase (22.07.2009, 10:53)
Hallo, ja, laß Dich nicht unterkriegen !!!
Ich habe auch einige Zeit gesucht und dann "Glück" gehabt.
Mein aktuelles Buch mit dem Titel "Achterbahn zum ersten Milchzahn" erscheint nun am 12. Oktober 2009 im Sankt-Ulrich-Verlag. Ich werde das Buch hier auch nochmal wie versprochen ausführlich vorstellen.
Wichtig ist, Dein Manuskript an die entsprechenden Verlage zu senden, die evtl. Interesse haben könnten, sprich Dein Manuskript muss ins Verlagsprogramm passen. Auch ein namentlicher Ansprechpartner beim Verlag ist auf jeden Fall von Vorteil. Kopf hoch !

Sommerliche Grüße

Ruth hat geschrieben:
Hallo Simone,

danke für deine aufmunternden Worte. Ja, ich werde nicht aufgeben und weiterschreiben und hoffen, dass ich eines Tages so gut bin, dass ich bei einem richtigen Verlag unterkomme. Mein Ziel ist der Büchertisch! Nicht zu verwechseln mit Grabbeltisch cheezygrin

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frauGeier83
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Re:

von frauGeier83 (22.07.2009, 10:59)
Der Meinung bin ich auch. Ich probiere es seit Monaten bei Agenturen, was aber nicht den Erfolg bringt.
Ich habe mir überlegt, die Verlage direkt zu bombadieren. Vielleicht sind meine Chancen dann größer. Natürlich erst, nach intensiver Recherche.
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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (22.07.2009, 11:42)
Um noch mal mit schon oft hier erwähnten Zahlen um mich zu werfen: Es heißt, die Publikumsvelage drucken 1 von 1000 eingesandten Manuskripten.
Und ich denke der Interessensfokus der Leserschaft ist doch reichlich begrenzt, sonst wären längst mehr Seitenblicke auf bestimmte Veröffentlichungen zustandegekommen.
Rowling, Brown, Mankell, Irving, King, Hohlbein, Pratchett musst du haben als Mensch, der Bücher liest, und wenn du dann die letzten Wälzer von denen aus hast, sind schon neue von denselben Autoren da.
Die Verlage vermitteln dann zwischen den tausenden Menschen mit Schreibambition und diesem Publikum.
Studien haben ergeben, dass seit Ende der Neunziger Jahre der Durchschnitts-IQ gesunken ist, und seit Einführung des Internets (paradoxerweise) der Interessensfokus der Leute begrenzter geworden ist.
Dann kommen die Leute dazu, die fürs Lesen kein Geld mehr ausgeben wollen. Das verbeitet sich auch immer stärker.
Es sind sauschlechte Zeiten für Leute, die Autoren werden wollen.
Auf der anderen Seite, ich kenne so viele Künstler, die sich mit ihren Texten nicht an einen Verlag wenden, die mit ihrer Band in der Garage bleiben. Wenigstens gehört man zu den Leuten, die sich den möglicherweise entscheidenden Schritt weiter trauen.

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Yuki
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Re:

von Yuki (22.07.2009, 12:05)
Hallo Ruth,

kopf hoch und zurück an den Schreibtisch. Zweifel nicht an dir. Vielleicht hatte der Lektor einen schlechten Tag :wink: Irgendwann klappt es.

Was dein Manuskript betrifft, würde ich jetzt nicht nachfragen. Wahrscheinlich ist das mit einigen anderen zusammen irgendwo im Papierkorb gelandet. Obwohl es natürlich auch interessant wäre, zu wissen ob jemand etwas angestrichen hat.

Lg. Yvonne

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CM87
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Re:

von CM87 (22.07.2009, 12:10)
Wenn es überhaupt je ein Lektor zu Gesicht bekommen hat ... blink3
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hwg
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Re:

von hwg (22.07.2009, 12:21)
Hallo ZeitlOch!

Grundsätzlich könnte ich Deinen Ausführungen zustimmen, wären die "Zeiten für Autoren", welche mit einem Erstlingswerk in einem großen Verlag unterkommen wollen, früher viel besser gewesen. Waren sie aber -eigenen Erfahrungen nach - nicht.

Laut Statistiken des österreichischen Buchhandel-Hauptverbandes hat die Anzahl der Buchkäufe im vergangenen Jahr marginal zugenommen. Auf Newcomer unter der Autorenschaft macht sich allerdings die zunehmende Verlagskonzentration auf wenige, oft vom US-Markt abhängige Konzerne, die mit literarischen Ambitionen meistens wenig bis gar nichts zu tun haben, negativ bemerkbar.

Andererseits hat die Gründung von seriösen Kleinverlagen zugenommen - und bei diesen finden sich für Autoren doch immer wieder vernünftige Veröffentlichungsmöglichkeiten.

Allerdings müssten sich "Jungautoren" viel stärker mit den Verlags- und Buchhandelsusancen beschäftigen, denke ich jedenfalls. Bei Kontakten mit Kolleginnen und Kollegen stelle ich diesbezüglich immer wieder große Wissenslücken fest.

Deshalb machen auch BoD-Anbieter und (mitunter zweifelhafte) Druckkostenzuschussunternehmen gute Geschäfte auf Kosten der Autoren. Positive Ausnahmen bei Kollegen hier im Pool finden allerdings meine hohe Anerkennung!
Neu im JBL-Literaturverlag: H. W. Grössinger, "Fallweise heiter, manchmal bewölkt" - Glossen, Feuilletons und Kurzgeschichten, die zum Schmunzeln verleiten und mitunter zum Nachdenken anregen wollen. Auch über Amazon erhältlich!

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Judith
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Re:

von Judith (22.07.2009, 12:27)
Hallo Ruth,

der Oetinger Verlag ist auch einer meiner absoluten Wunsch-Verlage. Ich bin schon super stolz, zwei Mal in die Lektoratsbesprechung gekommen zu sein (da bekommt man dann keine Standard-Absage, sondern eine etwas anders formulierte). Aber wie von Zeitloch erwähnt, werden bestenfalls ein Promill der unverlangt eingesandten Manuskripte veröffentlicht. Ich bekam auch - im Bereich Erstlesebuch - schon von zwei Lektorinnen zu hören, dass ja immer auf dem Buch hinten steht "von bekannten Autoren", und dazu zählen wir nun mal (noch) nicht.

Wie schon Andreas gesagt hat, mit dem Manuskript kannst du nichts mehr anfangen. Du kannst nur ein druckfrisches verschicken. Höchstens, du benutzt es selbst für deine Überarbeitung.

An wie viele Verlage hast du dein Exposé und die Leseprobe geschickt?

Grüßle,
Judith
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