Kurzgeschichte (noch kein Titel)

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Mr. Fragwürdig
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Kurzgeschichte (noch kein Titel)

von Mr. Fragwürdig (06.09.2009, 20:52)
Hallöle...

Nach einiger Zeit der Abwesenheit trete ich hier mal wieder in Erscheinung. Ich kam auf der Suche nach einer guten Leseprobe in meinen jüngsten Ergüssen zu dem Schluss, dass diese Kurzgeschichte hier wohl das Zumutbarste ist, was ich in den letzten Monaten zustande gebracht habe.

Hoffe, es ist nicht zu viel Text. Bei den knappen 6 Seiten war ich mir nicht sicher, ob ich das Ganze halbieren sollte. Wünsche jedenfalls frohes Lesen und bedanke mich für jeden Kommentar! cheezygrin


Viel zu sehen gab es nicht, dort, wo sich die zwei zerlumpten Figuren über den Sand schleppten. Den Sand und das Geröll, beides bedeckte die Erde in jeder Himmelsrichtung, wohin man auch sah, reichten die Blicke nicht weit genug, um etwas anderes auszumachen. Auch die flackernde Luft trug ihren Teil hierzu bei. Von der Sonne angeheizt täuschte sie ganze Ozeane vor, die jedoch, sobald man sich ihnen näherte, mit dem heißen, steinigen Wüstenboden verschmolzen, bis kein Tropfen mehr übrig blieb. Um dieserlei Täuschungen herrschte verbreitetes Wissen, welches auch den beiden ärmlich gekleideten Gestalten innewohnte. Trotz dieses Wissens hatten sie sich nicht scheuen lassen, die Wüste aufzusuchen, einzig und alleine, um in ihrer vergleichlosen Leblosigkeit zu verweilen.
Staub speiste die Luft. Er erfüllte Mund und Rachen jedes Menschen, der ihn atmete, drang bis hinab in seine Lunge. Auch dort kühlte er nicht ab, sondern verbreitete stattdessen die Hitze des Sonnenscheins nun auch in den noch nicht ausgetrockneten Stücken an Materie in der Wüste – die eigentlich nichts in ihr zu suchen hatten.
Die Füße der zwei waren über die vergangenen Stunden hinweg wundgelaufen worden, der heiße Sand hatte sie gleichsam geröstet, das Gestein sie zerschnitten. Anfangs hatten in jedem der beiden noch ganze Sandstürme an ungezähmtem Zorn und Verzweiflung gewütet. Die Wüste hatte ihnen mit dem Lebenswillen auch diese Emotionen geraubt, ganz zu schweigen von den Kräften, derer es vor unerreichbaren Zeiten noch mehr als genug gegeben hatte.
Blau überschirmte der Himmel das Szenario, den Weg zweier Glückloser durch die Ruinen der Natur. Umgeben von braun-grauen Felsen wurde ein Fuß vor den anderen gesetzt. Selbst die spärlichen Lumpen, in die die beiden gekleidet waren, wa-ren zu einer immer schwereren Last geworden, sie zogen die ausgemergelten Körper immer näher zur Erde, die Knochen wurden zu Stein, die Haut ging in Flammen auf, jede Innerei versagte nach und nach ihren Dienst unter der zehrenden Trockenheit und der fingerdicken Hornhaut, mit der sie ihre Opfer überzog, zur Abschirmung vor allem, was von außen kam, um die innere Wüste mit Leben zu füllen.
„Die Sonne sinkt“ meinte das Mädchen mit tonloser, kratziger Stimme. Die Wüste hatte ihr trotz allem nicht ihren unendlich weiblichen Klang nehmen können. Das Verführerische und zugleich bodenlos Unschuldige darin war geblieben. Außerdem hatte sie Recht. Wie eine Schildkröte kroch die tagesbedingte Hitze zurück, ihrer Mutter, der Sonne, hinterher. Im unangezweifelten Bestreben, ihr noch bis ans Ende der Zeiten zu fol-gen, wie sie es schon seit Beginn der Zeiten getan hatte. Dem Jungen fehlte die Kraft zu einer Antwort.
Kaum sechzehn Sommer hatten die zwei hinter sich. Dafür einen umso längeren, härteren Weg, den man ihren Seelen, wie ihren Füßen, auf den ersten Blick ansähe - wären sie nur sichtbar für die Augen ihrer Mitmenschen. Mit tauber Vorsicht scharrten sie weiter über den staubenden Sand, in dem noch immer die Wärme des Tages saß. Als Geschwister standen die beiden sich nah. Näher jedoch als Paar der Liebe.
„Bald wird der Mond aufgehen“ sprach nun der Junge, mit etwas, das eigentlich gar keine Stimme mehr war. Ein vokalfreies Röcheln wälzte sich wie eine Sanddüne über seine Zunge. „Wenn es für ihn soweit ist…“
„…dann ist es auch für uns soweit“ vollendete das Mädchen den Satz des Jungen.
Es ging lange, aber schneller, als gedacht. So wie alles schnell vorbeigegangen zu sein schien, was in der Vergangenheit lag. Wie die Sonne tagsüber alles röstete, was in den Bann ihrer Strahlen kam, brachte der Mond des Nachts alles zum Gefrieren, was nicht schon fester Natur war. Die zwei wussten es sehr wohl, aber spüren taten sie nichts. Ihr Geist stieß es ab. Einzig und allein die Anwesenheit des Anderen wurde noch bewusst wahrgenommen und erfüllte den letzten Rest des vorhandenen Bewusstseins mit dünnflüssiger Wohligkeit. Aber auch Gleichmut. Gleichmut gegenüber allem, was nicht den Anderen betraf. Die Welt konnte in den Flammen der Sonne versinken, wie diese Wüste, solange sie nur nicht den Anderen verschlangen. Für den Moment aller-dings war ohnehin nicht an Hitze zu denken. Tagsüber war ihnen von der Sonne die Kraft ausgesogen worden. Nun erfüllte der Mond ihre Glieder mit dem, wogegen sie ihre Kraft am meisten brauchten. Eiskalte Lähmung legte sich über sie und die Nacht deckte sie zu. Am Horizont züngelte noch ein letzter Strahl der Sonne, als stünde in weiter Ferne ein Dorf in Flammen. Schließlich schien der Brand gelöscht zu sein. Nach wenigen letzten Schritten blieben die Füße wo sie waren, die Knie brachen nach vorne und die Last der Körper knallte in den kochenden Sand, die Knochen gaben nach, einige verschoben sich ineinander, die Kraft zum Schreien, auch nur zum Stöhnen, besaß keines der beiden Kinder.

Stille.

„Sind wir weit genug weg? Können wir jetzt tun, was wir wollen?“ fragte der Blick des Jungen. Weit genug weg? Weg von den anderen, die sie am liebsten getötet hätten für die Unart, die sie verband? Für das Abnorme, das Unreine, für das man sie schuldig gesprochen hatte, in dem Dorf, in dem man sich ohnehin schon an viel zu wenig erfreuen konnte?
„Ja“ antwortete der des Mädchens.

Die letzten Kräfte, von deren Existenz nur der Teufel wusste, richteten die zwei auf. Ließen sie ihrem Gegenüber in die Augen blicken, schenkten ihnen Gedanken.
Entledigten sie aller Ängste, allen Unwohlseins – alsbald auch ihrer Kleidung und der raumhaften Distanz zueinander.
Im Wüstensand tobten die Seelen der beiden. In wildem Treiben wurden sie eins, verschlangen sich, verfingen sich in allem, was des anderen war, fingen sich gegenseitig ein, wurden gefangen, ließen sich fangen, und nicht wieder herausrücken. Manch ein Beobachter hätte bis zu seinem Tode bewusstes Schweigen über das Gesehene gebreitet – hätte es einen Beobachter gegeben. Selig, von so einigen als seelenlos betrachtet, vergingen die ersten Stunden der Nacht, in denen der Mond den Zenit des Himmels erklomm und die zwei Gestalten wohlweißlich im Schatten eines Felsens verborgen hielt.

Mit der Erschöpfung kam die Erkenntnis. Die Erkenntnis über das Geschehene. Das Geschehene gehörte verflucht. Des Fluches aber fühlte sich keiner verpflichtet. Die Pflicht bestand allein darin, den anderen zu schützen. Schutz aber bot ihnen nichts mehr. Das Nichts in jedem von ihnen kehrte sich nach und nach um, bis es außen stand. Dort stand auch der Mond, der den beiden in ihrem regungslosen Todeskampf beiwohnte. In ihrem Kampf, den sie ohne Schutz und Schild austrugen. Nackt, geborgen in den Armen des Anderen. Ringsum die Felsen. Grabsteine ohne Namen. In einem grau-bläulichen Schimmer des Mondenscheins zerrissen ihre Schatten lautlos die Oberfläche der Erde.

Emotionen wurden eins und lösten sich auf, verschwammen im fernen Kosmos, wo noch tausende Wüsten lauerten, als die Kinder einschliefen. Bis sie geweckt wurden von dem Trampeln näherkommender Reiter.
Zuletzt geändert von Mr. Fragwürdig am 07.09.2009, 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
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frauGeier83
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Re:

von frauGeier83 (07.09.2009, 10:41)
Hallo,

ich wollte nur kurz meine Meinung (ähäm) kund tun.

Was mir besonder gefällt, ist dieser Ausschnitt hier:

Mit der Erschöpfung kam die Erkenntnis. Die Erkenntnis über das Geschehene. Das Geschehene gehörte verflucht. Des Fluches aber fühlte sich keiner verpflichtet. Die Pflicht bestand al-lein darin, den anderen zu schützen. Schutz aber bot ihnen nichts mehr. Das Nichts in jedem von ihnen kehrte sich nach und nach um, bis es außen stand.

Das hat was herrlich Philosophisches.

Was mir aber wiederum gar nicht gefällt, ist dieser Auszug:

Ohne Leibchen, nackt, geborgen in den Armen des Anderen.

Tut mir leid, aber das Wort 'Leibchen' beisst sich irgendwie mit dem anderen. Gibt es da nicht eine bessere Formulierung?

Gruß
Simone
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Mr. Fragwürdig
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Re:

von Mr. Fragwürdig (07.09.2009, 16:37)
Huch! Stimmt! :shock::

Was hab ich mir denn da gedacht?? Werds sobald wie möglich editieren. Vielen Dank! Auch für das Lob!
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AngelaB.
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Re:

von AngelaB. (07.09.2009, 16:55)
Dafür gibts wirklich nur ein Wort: Respekt!

und Daumen hoch thumbbup

Liebe Grüß,
Angela
Wenn ich am Himmelszelt mit den
Sternen schreiben könnte, dann würde
ich deinen Namen als erstes schreiben wollen.

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Siegfried
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Re: Kurzgeschichte (noch kein Titel)

von Siegfried (07.09.2009, 18:43)
Mr. Fragwürdig hat geschrieben:
Wünsche jedenfalls frohes Lesen und bedanke mich für jeden Kommentar! cheezygrin


Gut, dass da ein Smiley steht! cheezygrin

Mein Kommentar zu dem Text: Aua!

Warum ein Aua? Weil der Text ungenau, weitschweifig und - Sorry! - wahnsinnig gestelzt geschrieben ist.

Ich kann - und will - den Text jetzt nicht in seiner Gänze kommentieren, sondern bleibe beim Anfang, um zu zeigen, was ich meine ...

Mr. Fragwürdig hat geschrieben:
Viel zu sehen gab es nicht, dort, wo sich die zwei zerlumpten Figuren über den Sand schleppten.


Schöner erster Satz. Zieht mich sofort in die Geschichte rein. Das ist ein sauberes Bild. Wie im Kino: Bäng - und los geht's!

Mr. Fragwürdig hat geschrieben:
Den Sand und das Geröll, beides bedeckte die Erde in jeder Himmelsrichtung, wohin man auch sah, reichten die Blicke nicht weit genug, um etwas anderes auszumachen.


Beim zweiten Satz habe ich mich gefragt: Warum so umständlich und gestelzt? Der erste Satz war doch so gut, nun wird alles kaputt gemacht. Der erste Satz war kurz, knapp, prägnant. Der zweite ist - nochmals Sorry! - Laberei im Beamtenstil. Warum nicht auch hier kurz, knapp und prägnant?

Vorschlag hat geschrieben:
Sand und Geröll erstreckte sich endlos in alle Himmelsrichtungen bis zum Horizont


Mr. Fragwürdig hat geschrieben:
Auch die flackernde Luft trug ihren Teil hierzu bei.


Ungenaue Beschreibung (oder wie Mark Twain sagte: Schreibe nur das treffende Wort!). Flackert Luft? Gemeint ist hier wohl "flimmernde Luft".

Mr. Fragwürdig hat geschrieben:
Von der Sonne angeheizt täuschte sie ganze Ozeane vor, die jedoch, sobald man sich ihnen näherte, mit dem heißen, steinigen Wüstenboden verschmolzen, bis kein Tropfen mehr übrig blieb.


Auch hier ungenaue Beschreibung. Vorgetäuschte Ozeane verschmelzen mit dem Wüstenboden. Das nehme ich noch hin, obwohl ich nicht glaube, dass vorgetäuschte Ozeane bei Annäherung mit der Wüste verschmelzen. Sie lösen sich in Nichts auf. Aber egal. Geärgert hat mich das hingeworfene "Tropfen". Tropfen was? Wasser? Geschmolzenes Irgendwas?

Mr. Fragwürdig hat geschrieben:
Um dieserlei Täuschungen herrschte verbreitetes Wissen, welches auch den beiden ärmlich gekleideten Gestalten innewohnte.


Beim ersten Lesen war das die Stelle, wo ich aus dem Text ausgestiegen bin. Ist der Text eine Kurzgeschichte oder ein Auszug aus einem Gesetz? "Es herrschte verbreitetes Wissen" ... "welches den Gestalten innewohnte". Schrecklich! Ganz schrecklich!

Abgesehen von diesem Sprachstil habe ich mich beim zweiten Lesen gefragt, warum hier die ganze Menschheit ins Spiel gebracht wird. Warum bleibt der Autor nicht bei seinen Figuren, die durch die Wüste stolpern? Der einzige Grund, den ich finden kann: Der Autor ist sich der notwendigen Erzählperspektive nicht klar. Denn an dieser Stelle muss er sich eigentlich entscheiden: Personale Erzählperspektive (also rein in eine der Figuren), oder weiterhin eine neutrale Erzählperspektive (sachliche Beschreibung der Geschehnisse von außen) oder auktoriale Erzählperspektive, aber ohne emotionalen Bezug zu den Figuren (was dann, wie hier, zum berüchtigten auktorialen Zeigefinger gegenüber dem Leser führt: Achtung, aufgepasst, hier kannst du was lernen!).

Mr. Fragwürdig hat geschrieben:
Trotz dieses Wissens hatten sie sich nicht scheuen lassen, die Wüste aufzusuchen, einzig und alleine, um in ihrer vergleichlosen Leblosigkeit zu verweilen.


Das ist eine Rückblende - die wie bei vielen Hobbyautoren unvermeidlich wie ein Naturgesetz nach zwei Absätzen kommen muss -, es ist wertneutral in der Aussage, und es ist aus ganz, ganz weiter Entfernung geschildert, wie aus einem Fesselballon, der 2000 Meter über dem Geschehen weilt.

Mr. Fragwürdig hat geschrieben:
Staub speiste die Luft.


Ungewöhnliche Formulierung, aber nicht uninteressant.

Mr. Fragwürdig hat geschrieben:
Er erfüllte Mund und Rachen jedes Menschen, der ihn atmete, drang bis hinab in seine Lunge. Auch dort kühlte er nicht ab, sondern verbreitete stattdessen die Hitze des Sonnenscheins nun auch in den noch nicht ausgetrockneten Stücken an Materie in der Wüste – die eigentlich nichts in ihr zu suchen hatten.


Den Satz musste ich drei Mal lesen, bis ich ihn verstanden hatte - und feststellte, dass er nicht funktioniert. Nehmen wir dieses Monstrum einmal auseinander.

Staub erfüllt Mund und Rachen eines jeden Menschen, der ihn atmet ...

auch hier wird wieder generalisiert, weit über die aktuelle Szene hinaus. Auf der Bühne des Geschehens agieren nur zwei Menschen. Das Gefühl, Staub im Mund zu haben, wird aber auf alle Menschen übertragen. Je allgemeiner beschrieben wird, desto weniger Emotionen sind im Spiel. Wie kann ich als Leser die Situation der beiden Figuren nachempfinden, wenn aus der Szene immer gleich ein Generalangriff auf die gesamte Menschheit gemacht wird? Wieder wird aus einer Position weit, weit weg von den Figuren beschrieben.

Staub dringt hinab bis in seine Lunge ...

Ich müsste einen Arzt befragen, was für gesundheitliche Konsequenzen das hätte, aber ich nehm das als literarische Freiheit hin.

Auch dort kühlt der Staub nicht ab, sondern verbreitet stattdessen die Hitze des Sonnenscheins nun auch in den noch nicht ausgetrockneten Stücken an Materie in der Wüste – die eigentlich nichts in ihr zu suchen haben

Da hat es mich wieder geworfen. Der Staub kühlt in den Lungen nicht ab - das habe ich noch verstanden. Aber dieses umständliche "in den noch nicht ausgetrockneten Stücken an Materie in der Wüste", warum zum Teufel wird da nicht einfach von menschlichen Körpern geschrieben? Stücke an Materie - noch unpersönlicher geht es kaum. Wie soll ein Leser mit den agierenden Figuren mitleiden, wenn sie zu Stücken Materie degradiert werden?.

Beim gesamten nächsten Absatz habe ich nur noch den Kopf geschüttelt. Zwei Idioten begeben sich freiwillig in die Wüste, um "in ihrer Leblosigkeit zu verweilen", und jetzt sind sie zornig und verzweifelt und von inneren Sandstürmen gepeinigt ... schön blöd, die beiden, kann ich da nur sagen.

Ab da wurde es mir einfach zu lästig, auch noch den Rest der Geschichte zu lesen, weil sie mich nicht nur nicht gepackt hat, sondern weil Beschreibungen, Handlung und Figurencharakterisierung kaum erträglich sind.

Mein Ratschlag: Den Text nochmal schreiben. Aber dann rein in die Figuren. Klare Erzählposition einnehmen. Den lehrenden auktorialen Finger weglassen. Das Leiden der beiden Figuren spürbar machen. Und den ganzen Schmonzes mit dem Juristendeutsch ganz weit weg schieben.

Soweit mein Senf.

Grüße
Siegfried
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Re:

von Richymuc (07.09.2009, 19:14)
Hallo Siegfried,

schön Dich wieder zu lesen.

Dein "Senf" war nicht schlecht ...

Würde mal sagen der Senf ist von Dir "Mittelscharf"
und wie immer sehr konstruktiv.

Gruß vom Richard
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Re:

von Mr. Fragwürdig (08.09.2009, 17:22)
Juristendeutsch... damit hab ich fast schon gerechnet. Als jemand, dem ständig die korrekten Formulierungen für Geschäftsbriefe eingebläut werden dozey:

Jedenfalls: VIELEN DANK für die umfangreiche Rückmeldung, Siegfried!!!

Freut mich, dass dir wenigstens der erste Satz gefallen hat cheezygrin

Den Rest werde ich nochmal ordentlich durchkämmen.

Auch dir Dankesehr für das Kompliment, AngelaB!
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