Wie anonym ist ein Pseudonym ?

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Richymuc
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Wie anonym ist ein Pseudonym ?

von Richymuc (05.10.2009, 17:13)
Hallo Schreibergemeinde,

die Tage werden wieder kürzer und die Winterabende rücken näher.
Es wird wieder Zeit ein Buch zu schreiben.
Die Fakten sind gesammelt aber brisant.

Wer hat Erfahrungen bei BOD unter einem Pseudonym zu schreiben?
Technisch ist es ja kein Problem, einen anderen Namen als den Echtnamen bei BOD anzugeben.

Das Buch soll aus mehreren Gründen keinen Rückschluß auf den Autor (mich) cheezygrin führen lassen.
Man denke z.B. an die satanischen Verse, ich will nicht dass mein schöner Wohnsitz in Schutt und Asche liegt. (War nur ein Beispiel, nein ich schreibe keine bösen Verse!!!)
Versprochen!!

Mein Thema ist zwar ganz wo anders angesiedelt, aber ich will auf keinen Fall mit dem Buch in Verbindung gebracht werden.
Werbung für das Buch kann ich auch nicht machen, auch keine Homepage für das Buch ist möglich, da ich kein Impressum angeben kann.

Kann man sich da auf BOD verlassen?
Z.B. wenn wer am Telefon bei BOD nachfrägt, wer das Buch verbrochen hat, sollte dieser Mensch auf keinen Fall eine Auskunft bekommen.

Alles ist im gesetzlichen Rahmen, also wird kein Staatsanwalt nachfragen, aber ich will offiziell mit dem Buch nix zu tun haben.

Hat schon wer Erfahrungen als anonymer Autor gemacht?
Bleibt das Geheimnis des Autors gewahrt?

Keiner soll wissen wer der Besitzer der Popel Bildband Sammlung und deren Eigentümer ist (War aber nur ein Beispiel)

Danke für Infos

Gruß vom Richard
www.richymuc.de
Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0
NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (05.10.2009, 17:18)
Du kannst ja mal versuchen, meinen Echtnamen herauszubekommen. :wink:

Ich bin allerdings auch nicht bei BOD.

Die Sache hat mehrere Haken:
- Persönliche Auftritte fallen flach
- Was steht im Impressum? Bei mir geht das nur, weil Lulu als "Publisher" auftritt.
- In Foren muss man/frau höllisch aufpassen, sich nicht zu verplaudern.

Gruß,
Valerie

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T.Tharun
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Re:

von T.Tharun (05.10.2009, 17:51)
Außerdem bekomme ich das sowieso früher oder später raus! cheezygrin

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (05.10.2009, 18:00)
Naja Richy, wenn Du dich nicht grossartig selbst verplapperst, dürfte sich das schon geheimhalten lassen. Du darfst natürlich nicht den Fehler machen, ein Pseudonym zu wählen, das allzu auffällig ist.

Also nicht: "Donald-Egon von Duckenstein" oder so etwas in der Art. cheezygrin

Bei einem unauffälligen Pseudonym weiss ja niemand, dass es sich um ein Pseudonym handelt ... Also versucht auch niemand was herauszubekommen ... cheezygrin

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hawepe
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Re: Wie anonym ist ein Pseudonym ?

von hawepe (05.10.2009, 18:19)
Hallo Richard,

Richymuc hat geschrieben:
Bleibt das Geheimnis des Autors gewahrt


Im Prinzip schon, aber wo Menschen zugange sind, passieren auch Fehler. Eine 100prozentige Sicherheit gibt es nicht. Aber das weißt du auch selber cheezygrin

Die Gefahr, enttarnt zu werden, besteht aber eigentlich auch nur bei Bestsellern. Naja, da du einen schreibst, musst du schon damit rechnen :shock::

Aber sonst ... Der Rechercheaufwand ist schon beträchtlich. Mit ein paar Suchanfragen über Google ist es nicht getan. Wenn du allerdings aufdeckst, dass die CSU-Führung längst bei der Linken gelandet ist, und die Piraten von der SPD gegründet wurden, um auch nach dem Scheitern an der 5-Prozent-Klausel noch in den Parlamenten mitmischen zu dürfen - okay, dann wirst du eine Meute hinter dir herhetzen sehen, dass du Stoff für viele weitere Bücher sammeln kannst cheezygrin

Beste Grüße,

Heinz.

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AmberStuart
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Re:

von AmberStuart (05.10.2009, 18:28)
Hallo Richy,

ich habe fünf Bücher über BoD veröffentlicht
und keine negativen Erfgahrungen gemacht,
was die Geheimhaltung meines Pseudonyms
betrifft.
Allerdings gibt es bei yasni.de folgende Info,
in Verbindung eines Coverfotos von mir:
Amber Stuart, weiblich
Alter: 30
Wohnort: Bayern...
Aber ich denke, mit diesen knappen Angaben
kann man gut leben...

LG, Amber cheezygrin

Lennet

Re:

von Lennet (05.10.2009, 18:43)
ein pseudo hat hat nicht nur den vorteil, dass man sich dahinter verstecken kann, wenn man nicht wirklich zu seinem werk stehen will, sondern hat auch den vorteil, dass man projekte verschiedenster richtungen veröffentlichen kann, ohne dass das erstellte kinderbuch mit dem eigenen erotischen roman kollidiert.

ich habe für verschiedene projekte verschiedene pseudonyme, da sie einfach zu stark variieren. (sachbuch, erotik, kinderbuch, drama, horror). klar, entfallen auf diese art einige werbemaßnahmen, aber ich denke, dass man das mit kreativität und guten ideen wieder wett machen kann.

wenn sich ein buch wirklich zum megaseller entwickelt, kann man sich immer noch überlegen, ob man sich nun doch outen möchte - und sich der öffentlichkeit zum fraß vorwerfen! cheezygrin
das damokles-schwert der enttarnung schwebt natürlich über jedem psydonym. im zweifelsfall sollte man einfach nur dinge schreiben, zu denen man auch wirklich steht, da es sonst wirklich peinlich werden kann! dozey:

ein pseudonym ist so lange anonym, wie kein größeres interesse am autoren besteht. ab einer gewissen auflage oder auch bei kontroversen themen versuchen immer mehr leser heraus zu finden, wer wirklich dahinter steckt. bei kleineren auflagen und unaufgeregten themen besteht wohl weniger die gefahr der enttarnung, als bei ständigen bod-bestseller-autoren, wie beispielsweise kiara singer.
Zuletzt geändert von Lennet am 05.10.2009, 18:54, insgesamt 1-mal geändert.

Thorsten Boose

Re: Wie anonym ist ein Pseudonym ?

von Thorsten Boose (05.10.2009, 18:49)
Hallo, zusammen.
hawepe hat geschrieben:
Hallo Richard,

Richymuc hat geschrieben:
Bleibt das Geheimnis des Autors gewahrt


Im Prinzip schon, aber wo Menschen zugange sind, passieren auch Fehler. Eine 100prozentige Sicherheit gibt es nicht. Aber das weißt du auch selber cheezygrin

Wie sieht das aber mit dem Datenschutz allgemein aus? Angenommen Richard schreibt nun ein Buch, welches für Aufsehen sorgt und auf dem Index landet oder landen soll. Eventuell droht ihm dann noch eine Anklage wegen Volksverhetzung oder weiß der Kuckuck was. In solch einem (seltenen) Fall ist doch der Verlag gesetzlich dazu verpflichtet, alle Daten der (Bundes-)Polizei zu übergeben. Weiß da jemand besser Bescheid als ich? book:

Keine Panik, Richy, war nur ein Beispiel, ich will dir nichts unterstellen. cheezygrin

Herzliche Grüße,
Thorsten

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Bender
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Re:

von Bender (05.10.2009, 19:05)
anschluss-frage:

kann man bei BOD oder SHaker einfach unter preudonym veröffentlichen? denke da ruf ich vorher an?
erfahrungen ? tipps?

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hawepe
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Re: Wie anonym ist ein Pseudonym ?

von hawepe (05.10.2009, 19:11)
Hallo Thorsten,

Thorsten hat geschrieben:
In solch einem (seltenen) Fall ist doch der Verlag gesetzlich dazu verpflichtet, alle Daten der (Bundes-)Polizei zu übergeben.


Auf gerichtliche Anordnung muss der Verlag natürlich die entsprechenden Unterlagen herausrücken. Bis zur öffentlichen Aufdeckung der wahren Identität dürfte es dann nicht mehr weit sein.

Beste Grüße,

Heinz.

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (05.10.2009, 19:20)
Danke, Heinz, dann denke ich also in die richtige Richtung.

@ Bender: Du musst, um ein Buch bei Shaker Media und BoD veröffentlichen zu können, ein Kundenkonto mit Daten zu deiner Person anlegen. Deine Bücher laufen darüber, dir steht es aber frei, ein Pseudonym zu benutzen.

Nun stellt sich mir zwangsläufig die Frage nach dem Copyright (?) eines Pseudonyms. Was wäre, wenn Morpheus nach seinem Matrix-Code plötzlich ein Kinderbuch über fliegende Fische schreiben würde? Es würde sich mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht um "den" Morpheus handeln. cheezygrin

Richymuc
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Re:

von Richymuc (05.10.2009, 19:35)
Hallo und vielen Dank für die schnellen Antworten.

Wie bereits geschrieben, komme ich ja nicht mit dem Gesetz in Konflikt was den Buchinhalt angeht.

Nach euren Antworten zu urteilen ist man also ziemlich sicher.
Verplappern darf man sich natürlich nicht cheezygrin

Keine Spuren im Internet hinterlassen, das ist klar, -aber oft nicht ganz einfach.
In der Regel ist mir mein Ruf ziemlich egal, bzw. was die Leute für eine Meinung haben, aber von dieser Buch Idee muss ich einfach persönlichen Abstand nehmen.

Man hat ja noch gute Bekannte und eine bucklige Verwandschaft, mit der Erbtante will man es sich ja auch nicht ganz verscherzen.

Danke für die Infos, ich glaube wenn der erste Schnee fällt, hau ich wieder in die Tasten.
Mit den Verkaufszahlen des Kreuzfahrt-Füsterer bin ich mehr als zufrieden und das nächste Buch wird noch viel gemeiner und besser. (Glaube ich zumindest)

Nein, nein es wird nicht das erste offizielle Katzenhasserbuch cheezygrin

Und niemand weiß dass ich Rumpelstilzchen heiß:-)

LG Richard
www.richymuc.de

Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7

Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7

Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0

NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4

Richymuc
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Re:

von Richymuc (05.10.2009, 19:43)
Valerie J. Long hat geschrieben:
Du kannst ja mal versuchen, meinen Echtnamen herauszubekommen. :wink:
Gruß,
Valerie


... alles versucht und nix gefunden ...
Keine Homepage mit Namen, keine Bilder, nix!

Also aufpassen und nicht verplappern cheezygrin
Vielleicht kennen wir Dich ja alle aus Film, Funk und Kino?

Claudia Schiffer schreibt heimlich Bücher und wir wissen es nicht.
Oder du bist ein Mann?

Sehr spannend, je mehr man darüber nachdenkt.

Valerie wird immer ein Geheimnis bleiben. (Dein Foto bitte an richymuc@aol.com cheezygrin
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Nitram
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Re: Wie anonym ist ein Pseudonym ?

von Nitram (05.10.2009, 20:00)
Richymuc hat geschrieben:
Wer hat Erfahrungen bei BOD unter einem Pseudonym zu schreiben?
Das Buch soll aus mehreren Gründen keinen Rückschluß auf den Autor (mich) cheezygrin führen lassen.

Hallo Richard!
Nun ja.... cheezygrin
Von der rechtlichen Seite ist die Angelegenheit klar. Es ist dein gutes Recht, ein Pseudonym zu wählen, wenn du dieses in deinen Personalausweis eintragen lässt (als "Künstlernamen") bist du auch offziell berechtigt, ihn zu führen.
Wie hawepe schon schrieb, der Verlag darf deine Identität nur im Zuge einer richterlichen Anordnung preisgeben. Hier kann man sich auf BoD verlassen, denn welches Interesse sollte BoD denn haben, deine Identität wissentlich preiszugeben? Da haben die doch nichts davon.
Allerdings, wo Menschen sind, passieren auch "Unzulänglichkeiten".
Möglichkeiten, dass System auszuhebeln, gibt es immer. Da braucht nur einer mit dem richtigen "Schmäh" beim Verlag anzurufen...
Wenn also jemand ein "Enthüllungsbuch" schreibt, macht er sich damit in der Regel auch Feinde, also sollte man in so einem Fall auf entsprechende "Störaktionen" gefasst sein.
Wichtig ist in so einem Fall, dass alle Behauptungen und Fakten in einem derartigen Buch hieb und stichfest beweisbar sind. (schriftliche Beweise sind hier besser als Zeugen)
Wenn du allerdings ein Geheimnis enthüllst und nur du kannst davon wissen (etwa, weil nur du im Raum warst, wie diese Aussage gefallen ist) dann wird irgendjemand auf dich mächtig sauer sein, da nützt dann auch ein Pseudonym nicht viel.
Die möglichen Konsequenzen muss man selbst nach Lage des Falles abschätzen.
Bei echt brisanten Dingen ist die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Journalisten hilfreich, der weiß, wie man derartiges Material rausbringt.
Allerdings will der dann vermutlich die Story für sich beanspruchen...
Gruß
Nitram
Tu felix Austria - die andere Seite der Alpenrepublik - zweite Auflage
ISBN 978-3-8391-0512-2
HP: www.robert-brettschneider.com
Video: http://www.youtube.com/user/RobertBrettschneider

Richymuc
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Re:

von Richymuc (05.10.2009, 20:12)
Ja Nitram Du hast ja schon Erfahrungen gesammelt.
Alles nicht so einfach.
Es geht ja schon bei einem kleinen "gefundenen" Comicfoto an, der Urheber verlangt sein Urheberrecht und verklagt den Verlag auf Unterlassung, weil ja sein Foto im Buch ist.

Wie sieht es dann mit anonym aus?

Klar muss das Buch frei von geklauten Bildern sein, bei einer Enthüllung muss alles beweisbar sein.
Sonst könnte ja jeder unter einem Pseudonym alles behaupten was nicht stimmt und alles erfinden was einem in den Kram passt.

Also werde ich mein Buch "Atombombenbau für Heimwerker" nochmal überdenken cheezygrin
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