Sachbuch über Filmgenre - ein paar Rechtsfragen

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


Slash
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Sachbuch über Filmgenre - ein paar Rechtsfragen

von Slash (20.10.2009, 17:46)
Sers,

ich plane ein Sachbuch über ein bestimmtes Film(sub)genre. Nun haben sich für mich bei nem´ spontanen Brainstorming einige Frage ergeben:

1> In wie weit kann ich (übers Internet verfügbares) Bildmaterial (z.B. Video- und DVD Cover, Aushangfotis) in das Buch einbringen? Wie sieht es da mit dem Copyright aus?
Ich kenne mehrere Filmbücher, die offiziell über den Versandhandel erhältlich sind in denen im Impressum nur kurz angemerkt wird "Die Rechte der Bilder liegen bei der jeweiligen Produktionsfirma/Rechteinhaber", was wohl so viel heißen soll das man nicht vorher die schriftliche Erlaubnis o.ä. eingeholt hat. Ist das rechtlich legal? Oder könnte ich da Probleme bekommen und sollte ganz auf Bildmaterial verzichten?

2> Über das Subgenre das ich behandeln möchte gibt es in Deutschland kaum Sachliteratur - die wenigen, von Verlagen wie "Schwarzkopf und Schwarzkopf" veröffentlichten Bücher sind leider von einer völligen Unkentnniss und Nicht-Schätzung der Materie geprägt, wie überwiegend negative Amazon Kritiken und ein allgemein schlechter Ruf dieser Werke beweisen.

Ich würde nun im Vorwort gerne Bezug auf diese Werke nehmen - mich kurz abgrenzen und sagen was ich anders machen will.

Wie weit darf ich da gehen? Kann ich z.B. die Werke und Autoren namentlich erwähnen und schreiben das diese das Thema "von keinerlei Sachverstand oder Verständnis geprägt" behandeln? Oder könnte dies ein Nachspiel haben (oder dazu führen das Verlage mit Lektorat wie Shaker Medien das Buch gleich ablehnen)? Schließlich kann ich bei einem subjektiven Thema wie Film Rezensionen nicht mit Fakten und Fußnoten belegen das die Meinung der Autoren nichts wert ist. Ist ja subjektiv.

So weit erstmal

mfg

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Siegfried
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Re: Sachbuch über Filmgenre - ein paar Rechtsfragen

von Siegfried (20.10.2009, 18:52)
HI!

Slash hat geschrieben:
1> In wie weit kann ich (übers Internet verfügbares) Bildmaterial (z.B. Video- und DVD Cover, Aushangfotis) in das Buch einbringen?


Ohne schriftliche Erlaubnis des Rechte-Inhabers gar nicht.

Oder anders herum ausgedrückt: Du kannst schon, wirst dann aber vermultich viel Freude mit Anwälten & Co. haben.

Slash hat geschrieben:
Wie sieht es da mit dem Copyright aus?


Willst du das Buch in GB und USA auf den Markt bringen? cheezygrin

In D gilt das Urheberrecht. Ist zwar ähnlich wie das anglo-amerikanische Copyright, unterscheidet sich in einigen Punkten aber deutlich, so z. B. im Rechts-Ansatz. In D wird der Urheber eines Werkes durch dieses Gesetz geschützt, beim Copyright der wirtschaftliche Nutzer.

Slash hat geschrieben:
Ich kenne mehrere Filmbücher, die offiziell über den Versandhandel erhältlich sind in denen im Impressum nur kurz angemerkt wird "Die Rechte der Bilder liegen bei der jeweiligen Produktionsfirma/Rechteinhaber", was wohl so viel heißen soll das man nicht vorher die schriftliche Erlaubnis o.ä. eingeholt hat.


Das sehe ich grundsätzlich anders.
Der Autor bzw. der Verlag hat sich vermutlich das Nutzungsrecht für die Bilder ausschließlich für dieses eine Buch geholt. Jeder weitere Nutzung der Bilder ist untersagt und liegt beim ursprünglichen Rechte-Inhaber. Wenn Bilder unrechtmäßig genutzt werden, kann das neben einer (GEld-)Strafe auch das Einstampfen der kompletten Auflage bedeuten.

Slash hat geschrieben:
Ist das rechtlich legal?


Wenn die Rechte dem Nutzer zugestanden wurden, ist es legal.
Wenn nicht, ist es illegal.

Slash hat geschrieben:
Oder könnte ich da Probleme bekommen und sollte ganz auf Bildmaterial verzichten?


Frag dich selbst:
Du bringst ein Buch heraus. Ich kaufe es. Dann schreibe ich ganze Kapitel unverändert ab und bringe es unter meinem Namen heraus.
Würde dir das gefallen?
Vermutlich nicht.
Vermutlich würdest du mir Probleme machen.
Selbst dann, wenn ich irgendwo im Impressum angebe, dass Teile meines Buches von dir stammen.

Slash hat geschrieben:
2> Über das Subgenre das ich behandeln möchte gibt es in Deutschland kaum Sachliteratur - die wenigen, von Verlagen wie "Schwarzkopf und Schwarzkopf" veröffentlichten Bücher sind leider von einer völligen Unkentnniss und Nicht-Schätzung der Materie geprägt, wie überwiegend negative Amazon Kritiken und ein allgemein schlechter Ruf dieser Werke beweisen.

Ich würde nun im Vorwort gerne Bezug auf diese Werke nehmen - mich kurz abgrenzen und sagen was ich anders machen will.

Wie weit darf ich da gehen? Kann ich z.B. die Werke und Autoren namentlich erwähnen und schreiben das diese das Thema "von keinerlei Sachverstand oder Verständnis geprägt" behandeln? Oder könnte dies ein Nachspiel haben (oder dazu führen das Verlage mit Lektorat wie Shaker Medien das Buch gleich ablehnen)? Schließlich kann ich bei einem subjektiven Thema wie Film Rezensionen nicht mit Fakten und Fußnoten belegen das die Meinung der Autoren nichts wert ist. Ist ja subjektiv.


Das ist die Frage: Wo hört Kritik auf und wo fängt üble Nachrede an - insbesondere, wenn man konkurrierend am Markt auftritt.

Abschließend auch hier meine Standardantwort zu rechtlichen Fragen:
Wer Probleme bei Recht und Gesetz hat, der sollte einen Anwalt konsultieren. Das ist sicherer und besser.

Grüße
Siegfried
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Re: Sachbuch über Filmgenre - ein paar Rechtsfragen

von Slash (20.10.2009, 20:55)
Na, wenn ich mir nen Anwalt leisten könnte würd´ ich hier nicht nachfragen cool5

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Siegfried
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Re: Sachbuch über Filmgenre - ein paar Rechtsfragen

von Siegfried (20.10.2009, 23:21)
Slash hat geschrieben:
Na, wenn ich mir nen Anwalt leisten könnte würd´ ich hier nicht nachfragen cool5


Und du bist dir sicher, dass es hier Leute gibt, die so fit im "Copyright" und "Urheberrecht" sind, dass man damit notfalls vor Gericht bestehen kann? :roll:

Grüße
Siegfried
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Slash
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Re:

von Slash (20.10.2009, 23:36)
Natürlich nicht aber bei der Anzahl hier registrierten Autoren und der zahlreichen BoD VÖs frage ich hier natürlich nach, schließlich ist die Wahrscheinlichkeit hoch das sich damit schon mal jemand auseinander setzen musste (vielleicht hat der/diejenige ja tatsächlich einen Anwalt befragt und ist so nett dieses Wissen mit mir zu teilen).

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (21.10.2009, 07:36)
gelöscht

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