Bauer, Taube und Verrat

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MarleneGeselle
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Bauer, Taube und Verrat

von MarleneGeselle (06.11.2009, 09:44)
Guten Morgen,

ich möchte an einem Wettbewerb (Kindergeschichte, Altersgruppe 6 bis 12 Jahre) teilnehmen. Die Höchstgrenze liegt bei 20.000 Zeichen, ist also noch genug Platz da. Mein Hauptproblem: Taugt diese Geschichte zum einen für Sechsjährige, die noch mit dem Alphabet kämpfen, und zum anderen für Zwölfjährige Gymnasiasten, die bereits Referate über den Dreißigjährigen Krieg schreiben?



Bauer, Taube und Verrat

Marlene Geselle

Sendgraf Benedikt blickte den Mann, den zwei Kriegsknechte gefesselt in seine Amtstube gebracht hatten, mit einer Mischung aus Neugier und Missmut an. Friedberts Geschichte wurde zwar von Wolfram, dem Hauptmann der Heinsberger Stadtwache bestätigt, ungeheuerlich klang sie dennoch. Benedikt, der als königlicher Vertreter in mehreren Grafschaften des Niederrheins direkt im Namen des Herrschers sprechen und auch den eigentlichen Landgrafen befehlen durfte, befand sich in einer schwierigen Lage. Er musste in einem Fall ermitteln, der so geheim war, dass er mit nur sehr wenigen Menschen darüber sprechen durfte. So, wie sich die Sache derzeit darstellte, war einer von ihnen im Begriff, den König und damit das ganze Land zu verraten.
„Du fandest also eine fremde verletzte Taube neben deinem Schlag. Diese Taube trug eine Nachricht, die du zu Wolfram gebracht hast, weil du nicht lesen kannst. Und dieses Stück Pergament war mit dem schwarz-weißen Faden, der hier auf meinem Tisch liegt, am Bein des Tieres befestigt“, fasste Benedikt den Bericht zusammen.
Friedbert nickte.
Der Sendgraf glaubte dem Bauern. Alles andere als die von ihm vorgetragene Geschichte machte keinen Sinn. Der König befand sich mit einer nur kleinen Begleitung von zehn Männern auf dem Weg von Köln nach Aachen, um dort unter vier Augen mit dem Gesandten des westfränkischen Königs zu sprechen. Ein geheim gehaltenes Treffen, von dem sehr viel abhing, auch für den König persönlich. Und nun landete per Zufall ein Pergament mit einer ungeheuerlichen Nachricht im Taubenschlag eines einfachen Bauern: „Töte den Löwen, noch ehe er die Stadt des Kaisers erreicht!“ Heinsberg, wo man den König übermorgen erwartete, war die letzte Etappe auf dem Weg nach Aachen.
„Wolfram“, wandte sich der Sendgraf an den Hauptmann, „wie viel Aufsehen hat die Verhaftung Friedberts eigentlich erregt?“
Der noch junge Hauptmann antwortete: „Leider eine ziemliche Menge, Sendgraf. Es ist Markttag heute und ich musste mit Friedbert quer durch die Stadt. Aber zum Glück wissen nur die beiden Männer, die ich mitgenommen habe, was los ist. Und die sind verschwiegen.“
Benedikt atmete erleichtert auf.
„Dann will ich dich bitten, Friedbert, zum Schein solange als Gefangener im städtischen Kerker zu bleiben, bis der König mit seinem Gefolge sicher in Aachen angekommen ist. Vorher darf niemand von der Sache erfahren.“
„Eine List, Sendgraf?“, erkundigte sich der Bauer.
Der Sendgraf schmunzelte. „Wie ich sehe, ist die Brieftaube im richtigen Schlag gelandet.“ Für Wolfram und die Kriegsknechte hatte er einen Auftrag. „Erzählt den Leuten in der Stadt, dass ihr Friedbert mit einem gewilderten Reh erwischt habt. Aber schickt jemand zu seiner Frau, damit diese sich nicht unnötig sorgt.“

Herrlicher Sonnenschein flutete durch das Fenster der Amtsstube in den Raum, aber der Sendgraf starrte missmutig auf das bunte Treiben der Marktbesucher: Zwei Männer feilschten um einen Ziegenbock, die Großmagd der Burg plauderte mit dem Töpfer ... Wer immer dem König ans Leben wollte, er musste in seine Nähe kommen. Das konnte im verschlafenen Heinsberg nur an einem Ort geschehen. Aber der Herr dieses Hauses hatte kein Motiv! Und einen Grund, den König zu töten, hatte nur, wer danach mehr in der Geldkatze hatte als zuvor. Entschieden mehr! Den Bauern und Bürgern des Reiches war egal, wer auf dem Thron saß. Jeder Herrscher verlangte Steuern oder überzog das Land mit Krieg, wenn es darum ging, Ruhm und Macht zu mehren. Die Herzöge und Grafen des Landes wiederum mussten um ihre Lehen fürchten, wenn der falsche Mann an die Regierung kam.
„Täublein flieg hin, Täublein flieg her, sing meinem Liebsten eine schöne Mär“, ertappte Benedikt sich beim Zitieren eines alten Liebesgedichts. Er musste lachen.

Gumprecht von Heinsberg, Vetter des Grafen Jonas von Heinsberg und dessen Verwalter, zog ein säuerliches Gesicht, als der Sendgraf sein Anliegen vortrug. Nein, er hatte keine Lust, dem Besucher den Taubenschlag zu zeigen. Und es ging seiner Meinung nach den Sendgrafen auch nichts an, mit welchem Faden er die Briefe an die Beine seiner Tauben band. Auch wenn alle anderen Brieftaubenbesitzer der Stadt Zeit für solche Possen hatten, ihm stand der Kopf woanders!
„Aber Vetter, du musst mit gutem Beispiel vorangehen“, mahnte Graf Jonas seinen Verwalter. „Je eher Benedikt deinen Taubenstall überprüft hat, je eher hast du wieder Zeit, alles Nötige für den kurzen Besuch des Königs vorzubereiten.“
Gumprecht weigerte sich, schützte dringende Arbeiten in der Rüstkammer vor, so dass Graf Jonas persönlich den Sendgrafen zum Verschlag bringen musste. An einem Haken, neben einem alten Manteltuch, hing ein mehrere Ellen langes Stück Zierfaden, schwarz-weiß. Jonas von Heinsberg fluchte schauerlich, als er das Stück Faden in der Hand des Sendgrafen mit dem eigenen Garn verglich: „Elender Mistbock! Die Läuse sollen seinen Bart fressen! Wie stehe ich jetzt da! Benedikt, glaube mir, ich habe mit der ganzen Sache nichts zu tun. Du weißt doch, von wem ich mein Lehen bekam und wie ich zum Königshaus stehe!“
„Das weiß ich, Jonas. Nur die Ruhe bewahren! An deinen Vetter denke nicht mehr, er gehört schon dem Henker. Verzeih, mein Freund, aber bevor ich zu dir kam, habe ich den Stadtwachen und auch meinen Kriegsknechten Anweisung gegeben, alle Stadttore zu verschließen und keine Seele hinauszulassen. Die Großmagd der Burg traf ich auf dem Marktplatz. Sie erzählte mir, dass solche Fäden in deinem Haus in Gebrauch sind. Ist der Verräter klug, wird er sofort gestehen, ansonsten muss sich der Folterknecht des Königs um den Burschen kümmern.“
Graf Jonas hatte noch eine Menge Fragen, die der Sendgraf jetzt, nach der Aufklärung des Falles beantworten konnte. Als der Heinsberger Graf von der Scheininhaftierung des Bauern hörte, lachte er: „Dann weiß ich ja, wem ich meine Tauben schenken kann. Künftig werde ich wieder auf berittene Kuriere zurückgreifen, die landen wenigstens nicht verletzt im falschen Schlag.“
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chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (06.11.2009, 09:50)
Ich glaube, das geht gar nicht.

Vielleicht ist damit einfach gemeint, dass ein Autor sich im Bereich der Kinderliteratur bewegen soll. Also der Autor sucht sich aus, für WELCHE Altersgruppe der Kinder er seine Geschichte verfasst.

Also 12-Jährige lesen sicher völlig anderes als 6-jährige Kinder.

Grüße,


Ch.

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (06.11.2009, 10:15)
Hallo chnuppesaager,

da liegt ja für mich der Hase im Pfeffer. Wenn ich den Ausschreibungstext richtig verstanden habe, soll das aber umfassend sein. Auch Erwachsene sollen noch ihren Spaß an dem Text haben.

Wie ist es denn mit der Verständlichkeit? Ich wollte keine Geschichtsstunde einbauen, die Leser aber auch nicht auf dem Schlauch stehen lassen. Fehlt es an einigen Stellen am Selbsterklärenden?

Liebe Grüße und danke fürs schnelle Antworten.
Marlene
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chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (06.11.2009, 10:39)
Ja, das Erwachsene an einem Text, den auch 12 Jährige lesen Spaß haben können, okay, das kann ich mir schon noch vorstellen ...

Dass aber Erwachsene einen Text gern lesen, den 12 Jährige ebenso cool finden UND dass den Text auch noch 6 Jährige verstehen UND lesen UND gutfinden sollen.

Ähm, bitte? Geht´s noch?

Also Dein obiger Text geht für 6 Jährige überhaupt nicht. Ich glaub das ist ein Text, der für Gymnasiasten ab 12 UND für Erwachsene geeignet ist. Okay, das geht. Und es geht gut. Aber 6 Jährige *räusper

LG
Zuletzt geändert von chnuppesaager am 06.11.2009, 10:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (06.11.2009, 10:40)
Hallo Marlene,

kannst du denn die Altersgruppe selbst eingrenzen? Ich könnte mir vorstellen, dass 6 - 8-Jährige mit deinem (sehr schönen) Text überfordert sind. Verallgemeinern kann man das natürlich nicht.
Es wäre schön, wenn sich hier noch einige Kinderbuchprofis zu Wort melden würden!

Viel Erfolg
Haifischfrau

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (06.11.2009, 11:02)
Danke!

Ich bin froh, dass ich wenigstens bezüglich der Altersgruppe 12+ klüger bin. Was ich bezüglich der 6- bis 8-Jährigen tun soll? dozey:

Das Problem scheint mir auch in der Vorbildung des Lesers zu liegen, nicht unbedingt in der Altersgruppe. Wer sich mit Ach und Krach durch die Hauptschule schlängelt hat in unserem Lande einfach ein anderes Wissen und andere Interessen als ein gleichaltriger Gymnasiast. Es gibt ja nicht einmal "den" Zehnjährigen! :twisted:

Ist euch die eine oder andere Stelle aufgefallen, wo ich vielleicht noch ein bisschen mehr selbsterklärend schreiben könnte? Kommt klar rüber, wer mit dem Löwen gemeint ist? Ist für euch klar, wie die Stadt des Kaisers heißt? Kann man sich unter einem Sendgrafen etwas vorstellen oder soll ich auf einen Königsboten ausweichen?

Liebe Grüße
Marlene
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chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (06.11.2009, 11:33)
Wenn ich ehrlich bin, weiss ich weder was ein Sendgraf ist, noch was mit dem Löwen gemeint ist, noch wie die Stadt des Kaisers heisst.

Dennoch: wunderschöne Sache hast Du da geschrieben.

Ich frage mich halt trotzdem, ob dein Text für diesen Wettbewerb geeignet ist . Eben wegen dieser Rechnung: 6-12+Erwachsene=geht nicht.


Andererseits: Du kannst es ja einfach mal versuchen mit dem wettbewerb. Warum nicht ...

LG


Ch.

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (06.11.2009, 11:35)
Nachtrag: doch, beim dritten Lesen hab ichs verstanden

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (06.11.2009, 11:54)
Danke, chnuppesaager!

Ich denke, in einem Punkt hast du Recht. Allen Lesergruppen werde ich es nicht mundgerecht zuschnippeln können. Wenn ich mir als Altersgruppe die 12+ vornehme, komme ich sehr weit.

An der einen oder anderen Stelle werde ich wohl noch ergänzen müssen. Vorab schon einmal, wenn Du Dir schon die viele Mühe machst:

Mit der Stadt des Kaisers ist Aachen gemeint. Lieblingsstadt Kaiser Karls des Großen und Krönungsort aller späteren deutschen Könige und Kaiser.

Der Löwe soll das Wappentier des regierenden Herrschers sein. Es gab soviele Könige, die den Löwen in ihrem Wappen führten, dass ich mich da gar nicht auf einen bestimmten festlegen muss. cheezygrin

Ein Sendgraf war zur Merowinger- und später auch noch zur Karolingerzeit ein Königsbote, der für den Herrscher die Gerichtsbarkeit übernahm, wenn diese nicht beim jeweiligen Lehnsnehmer lag. Auch mussten die Sengrafen ansonsten die Interessen des Königs in ihren jeweiligen Bezirken übernehmen. Die Ärmsten waren die Mädchen für alles. So ab dem späten 10. bzw. frühen 11. Jahrhundert gab es keine Sendgrafen mehr, weil die Lehnen erblich wurden samt der dazugehörigen Gerichtsbarkeit.

Was ich mit dem Text mache, überlege ich mir, wenn ich mit den Ergänzungen fertig bin. Den Inhalt zumindest kann ich sicher weiterverwerten.

Liebe Grüße und nochmals danke.
Marlene
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chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (06.11.2009, 12:01)
Vor so historischen Romanen/Geschichten hab ich einen Riesenrespekt,
weil da so viel Recherche dahinter stecken muss.

Der Text ist auf jedenfall klasse, ganz egal, ob Du ihn
beim Wettbewerb einschickst oder nicht.

Dran bleiben, echt super.

Viel Erfolg,

Ch.

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Bärentante
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Re: Bauer, Taube und Verrat

von Bärentante (06.11.2009, 12:11)
Peinlich, aber ich verstehe die Geschichte nicht. :oops:

Gumprecht hat Verrat begangen, indem er per Taube jemanden mit der Tötung des Königs beauftragt. Und das soll von einer Person geschehen, die sich in der Stadt aufhält, deshalb hat man die Tore geschlossen. Woher weiß Benedikt das?
Die Magd der Burg kauft in der Stadt ein, also liegt die Burg nicht weit entfernt. Warum schickt man dann eine Taube? Das ist doch - wie ja auch geschehen - viel zu unsicher.
Und wieso ist der Fall aufgeklärt? Der eigentliche Mörder fehlt doch noch.
Ich denke, der letzte Satz ist als kleiner Scherz gemeint. Man könnte ihn aber auch als Geständnis nehmen, dass der Graf doch etwas mit der Verschwörung zu tun hat. Eine gefährliche Aussage in diesen Zeiten.
Liebe Grüße
Christel

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (07.11.2009, 16:04)
Hallo Bärentante,

Die Taube landete verletzungsbedingt nicht im Taubenschlag der Burg, wo Gumprecht sie hätte in Empfang nehmen sollen. Das Tier landete bei einem Bauern, der mit dem Pergament nichts anfangen konnte. Der Bauer ging zum Hauptmann der Stadtwache, der gemerkt hat, dass hier eine Verschwörung im Gange ist.

Dieser Hauptmann marschierte samt Bauern und eigenen Kriegsknechten zum ranghöchsten königlichen Beamten, dem Sendgrafen Benedikt.

Diesem war klar, dass der Besitzer der Burg kein Interesse an der Ermordung des Königs haben kann. Bei Vetter Gumprecht, dem Verwalter der Burg, sah die Sache anders aus. Ein neuer König hätte ihm als Bezahlung für den Mord am alten Herrscher gerne das Lehen überlassen.

Der Rest ist ein wenig Detektivarbeit. Die Großmagd der Burg bestätigt dem Sendgrafen, dass die auffälligen Fäden in der Burg verwendet werden. (Hier könnte ich vielleicht noch selbsterklärend anfügen, dass solche Fäden mehrfach verwendet wurden und als Hinweis auf regen Briefwechsel dienen.)

So, ich hoffe, du kommst jetzt besser mit dem Text zurecht.

Danke fürs Feedback und eines schönes Wochenende noch.
Marlene
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Bärentante
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Re:

von Bärentante (07.11.2009, 16:23)
Danke, Marlene, so war es mir schon klar. Aber die Taube war ja auf dem Weg ZU Gumprecht. Deshalb war der Faden für mich kein Hinweis auf ihn. Reger Briefwechsel mit jeweils dem gleichen Fadentyp, das ist die Lösung.
Warum hat man dann die Stadttore geschlossen, wenn der Mörder in der Burg vermutet wurde?

Darf ich jetzt noch einmal ganz schüchtern nach der List, der Scheininhaftierung fragen?
Man hält den Bauern fest, damit er die Sache mit der Verschwörung und der Taube nicht herumerzählt. Aber ist das eine List? Für mich eher eine Vorsichtsmaßnahme.
Liebe Grüße
Christel

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (09.11.2009, 10:21)
Hallo Bärentante,

zur Scheininhaftierung wurde gegriffen, um kein "falsches" Gerede in Umlauf zu setzen. In den kleinen mittelalterlichen Städten fiel es auf, wenn ein Bauer am hellichten Markttag von zwei Stadtwachen zu einem Mann gebracht wurde, der heute in etwa die Funktion eines Ermittlungsrichters einnehmen würde.

Und die Stadttore zu schließen war damals das beste Gegenmittel gegen einen Fluchtversuch. Sicherheit und Geheimhaltung waren oberstes Gebot, um das Recht der Bürger, jederzeit kommen und gehen zu können, musste sich kein Landgraf oder Königsbote kümmern.

Liebe Grüße
Marlene
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Amos
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Re:

von Amos (09.11.2009, 11:41)
Wie Du an den postings feststellen kannst, haben wir schon einige Fragen zum Text.
Als Märchenerzähler ist es auch oft eine Frage, welche Märchen, welche Altersgrenzen?
6- 12 Jährige fassen wir Märchenerzähler zusammen.

Da sind Märchen angebracht, die in der Welt der Kinder spielen, bzw. eine Identifikation möglich ist und möglichst nur einen Erzählstrang haben, zum Beispiel Hänsel und Gretel( Grimm)

Ab zwölf Jahren sind auch Märchen mit mehr als einem Erzählstrang möglich, kommen häufig in arabischen, bzw. orientalischen Märchen vor.

Deine Geschichte hier ist inhaltlich sicher gut, für Kinder in dem Alter würde ich sie aber nicht sehen.
Das aktuelle Buch: Die bösen Tage sind vorbei Planungshilfen für den beruflichen Erfolg.
ISBN 3-8334-4103-8
www.amos-ruwwe.de

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