Das Unternehmen Gott

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Judas Aries
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Das Unternehmen Gott

von Judas Aries (15.11.2009, 15:39)
Titel: Das Unternehmen Gott
Autor: Judas Aries

Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3-8370-3912-2
Seiten: 456 Seiten
Preis: 38,90 €

Der Autor über das Buch:

In den biblischen Schriften gibt der "liebe Gott" reichlich Religionspolitik und Unternehmenspsychologie preis. Meine berufliche Tätigkeit als Kriminalhauptkommissar im Polizeilichen Staatsschutz (politisch motivierte Straftaten, Extremismus und Terrorismus) legen eine fachbezogene Untersuchung der Handlungen Gottes nur nahe. Ich ging unvoreingenommen zu Werke. Die Ergebnisse erstaunten mich selbst.

Klappentext:

Dass unsere Welt sich in einem beklagenswerten Zustand befindet, hat schon lange den Verdacht genährt, dass mit dem vorgeblichen Schöpfer des Universums, dem allgüti-gen Gott, irgendetwas nicht stimmt. Sind Religion und Kir-che am Ende gar nicht das, was sie zu sein vorgeben?

Ausgerüstet mit profunder Bibelkenntnis und analytischem Scharfsinn macht Judas Aries sich ans Werk, um dieser Frage auf den Grund zu gehen. Akribisch klopft er in sei-ner „technologischen Analyse“ die heiligen Schriften auf Hinweise ab, ob sich hinter dem „lieben Gott“ womöglich extraterrestrische Akteure verbergen, die nichts Gutes im Schilde führen. In der darauf aufbauenden „kriminologi-schen Analyse“ beleuchtet Aries, inwiefern das mysteriöse „Unternehmen Gott“ verwerfliche Methoden anwandte, um sich die Erdbewohner gefügig zu machen. Bei seiner Un-tersuchung geht der Autor bewusst sachlich und nüchtern vor. Schließlich will er nicht mit kruder Esoterik in einen Topf geworfen werden.

An Aries’ Abhandlung fasziniert der systematische Zugang genauso wie sein unaufgeregter und bisweilen spöttischer Ton. Sein Buch bietet eine Fülle überraschender Anre-gungen, Religion und Religionsgeschichte anders zu den-ken, ohne den Glauben über Bord zu werfen. Eins ist Ju-das Aries nämlich gewiss nicht: Atheist.


Inhalt:

Pressetext (Books on Demand)
Glaubenssache
Was ist Gott? Ein Wesen? Ein Glaube? Eine Masche? Oder ist Gott für jeden etwas anderes? Religion befasst sich hauptsächlich mit Gott, seinen Geboten, seinen Werken und dem, was er den Menschen gelehrt hat. Doch ist das wirklich Gott oder steckt hin-ter der höheren Existenz viel mehr die niedere Rasse Mensch? Sind es die Menschen, die aus Gott mehr machen wollen als nur ein allwissendes und nie erreichbares We-sen? Judas Aries verfolgt in „Das Unternehmen Gott“ (erschienen bei BoD Norder-stedt 2009) die Spur Gottes und deren menschliche Abzweigungen.

Das Unternehmen Gott ist ein Buch über Gott und GOTT. Die Entstehung der Erde hat, wie mittlerweile allseits bekannt ist, wenig mit einer übermächtigen Kraft zu tun. Doch was mit dem Leben auf der Erde geschehen ist, folgt, wenn man daran glauben will, göttlicher Fügung. Judas Aries beschäftigt sich in seinem Werk mit unserem Schöpfer GOTT und dem, was er als „Unternehmen Gott“ bezeichnet. Dabei stellt er keineswegs die Existenz Gottes in Frage. Vielmehr geht es ihm darum, den Gott von GOTT zu un-terscheiden. Denn vieles, was den Gläubigen als Gottes Werk oder Gottes Wille ver-kauft wird, hat nichts mit Übermenschlichem zu tun, sondern verfolgt ganz andere, ei-gene Ziele. Hierbei ist GOTT als physikalisch allmächtige Schöpfungskraft und weltan-schaulicher Rückhalt zu sehen. Gott wiederum kann mit dem menschentypischen Machtstreben religiös-politischer Art erklärt werden, das den Menschen immer wieder dazu treibt und treiben wird, nach der Unterwerfung der Anderen zu streben.

Judas Aries strukturiert sein kritisches Werk in vier Kapitel, die sich zuerst mit ver-schiedenen Forschungsansätzen sowie deren technologischen Möglichkeiten ausei-nandersetzen, dann direkt auf die heilige Schrift und einzelne Kapitel derselben einge-hen, um dann zuletzt Jesus und dessen Leben genauer unter die Lupe zu nehmen. Hierbei überrascht er selbst den belesensten Christen mit neuen und ungeahnten Wendungen.

Profunde Bibelkenntnis, analytischer Scharfsinn und der Glaube an GOTT ermöglichen eine Art der Abhandlung, deren systematischer Zugang zu einer Fülle von Anregungen und neuen Ansätzen zur Bibellektüre leitet. Judas Aries wendet sich mit seinen aufklä-rerischen Worten besonders an skeptische und aufgeklärte Menschen, egal welcher Religion sie angehören, und kommt zu einer Gewissheit: nicht überall wo Gott drauf steht, ist auch GOTT drin.

Homepage:
http://www.judas-aries.de

Autorenportrait:
http://www.bod.de/index.php?id=296&objk_id=200815
Dateianhänge
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guenther klein
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Re:

von guenther klein (16.11.2009, 15:21)
Man kann ein Buch über Gott schreiben. Aber die Beziehung des Autors zu Gott, sich nämlich über Gott stehend zu wähnen, ist nicht nur zu bemängeln, sondern Ausdruck seiner eigenen Sünde. Man kann auch kein Buch zu Gott schreiben, denn in beiden Fällen kennzeichnet das eine Ferne der Begriffs Gott und Mensch. Dieser räumliche Abstand - Gott – Mensch, bedingt auch einen zeitlichen. Daher ist es weder mit mathematischen, physikalischen, noch kriminaltechnischen Mitteln möglich, Gott zu erfassen oder sonst wie näher zu bestimmen. Damit ist Gott weder ein Wesen (mit einem langen Rauschebart) noch eine Person.

Anders natürlich, wenn ich von einem persönlichen Gott oder besser Herrn spreche. Ein persönlicher Herr ist eine Person und ein Wesen, die mir persönlich bekannt sind und über die ich etwas sagen kann. Dieser letzte Satz erfüllt obige Kriterien. Jesus Christus sagte von sich selbst, dass, wer ihn ansieht, sieht den Vater (also Gott) an.

Über eine persönlich bekannte Beziehung kann ich schreiben. Über einen unbekannten Kontakt schweigen. Im Übrigen kann man Gott nicht haftbar machen für etwas, was wir Menschen verbrochen haben.


Gruß
genther h.klein

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (16.11.2009, 15:27)
[quote="guenther klein"]Man kann ein Buch über Gott schreiben. Aber die Beziehung des Autors zu Gott, sich nämlich über Gott stehend zu wähnen, ist nicht nur zu bemängeln, sondern Ausdruck seiner eigenen Sünde.
Über eine persönlich bekannte Beziehung kann ich schreiben. Über einen unbekannten Kontakt schweigen. Im Übrigen kann man Gott nicht haftbar machen für etwas, was wir Menschen verbrochen haben.


Hallo Guenther, Sünde???? Mit diesem Begriff kann ich in diesem Zusammenhang rein gar nichts anfangen, deine Interpretation kommt mir sehr dogmatisch-altkatholisch rüber! Und ich verstehe das Buch nicht so, dass Gott haftbar gemacht werden sollte.

Gruß
Haifischfrau
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guenther klein
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Re:

von guenther klein (16.11.2009, 16:32)
Hallo, Haifischfrau,

Schön, dass auf meine komplexe Aussage geantwortet wurde.

Der Begriff "Sünde" komt von "sind" bzw. "sund" und beschreibt eine Trennung zwischen Gott und Mensch. Beispiel: Fehmarnsund-Brücke. Ohne diese Brücke wäre es nicht möglich, von einem Festland zum anderen zu kommen.

Die Vermutung, ich sei ein "altkatholischer Dogmatiker", liegt zwar voll daneben, erinnert mich andererseits aber an das so genannte Schubladendenken.

Einer Therapeutin dürfte dieser Lapsus nicht passieren.

Mit Gruß

guenther h.klein

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RaelWissdorf
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Re:

von RaelWissdorf (16.11.2009, 17:00)
Öhm... also grundsätzlich kann es meiner bescheidenen Meinung nach nicht genug Bücher geben, die sich mit Gott, Religion und allen verwandten Ideologien kritisch auseinandersetzen. Denn die Religion halte ich - nach der menschlichen Gier und dem machtpolitisch sanktionierten Diebstahl - für das grösste Übel auf dieser Welt. Dabei meine ich nicht die jeweilige Religion an sich (die für sich stehend vollkommen wertfrei ist), sondern der menschliche Umgang damit.

Eines sollte sich dabei aber immer stärker herausbilden: die Klarheit über den Umstand, dass sich das individuelle Gottesbild je nach Kenntnis- und Erfahrungsstand (Naturwissenschaften, persönliche Erlebnisse) sehr stark verschiebt. Immerhin erkennt die katholische Kirche mittlerweile an, dass die Erde rund ist, und sich um die Sonne dreht (statt umgekehrt). Der vormals sehr deutlich antropromorpholgisierte "Schöpfergott" dessen Erscheinungsbild stark von mittelalterlichen Moden geprägt war (Rauschebart), und der laut Bibel die Welt vor ca. 10.000 Jahren buchstäblich wie ein Gamedesigner entworfen hat, wird bei den meisten aufgeklärten Christen längst nur noch zum transzendenten Superwesen, welches bestenfalls den Urknall ausgelöst hat.

Hier stellt sich dann die Frage, inwieweit man ein solches Wesen verantworlich machen kann.

Wäre ich der Schöpfergott und stünde vor der Aufgabe ein lebendiges und vor allem selbstverantwortliches und sich weiter entwickelndes Universum zu erschaffen (und vor dieser Aufgabe stand ich im kleinen Rahmen als Gamedesigner schon öfter), so würde ich es wahrscheinlich genauso machen wie "er/sie/es". Denn das Sytem funktioniert ja perfekt, oder? Menschen, die sich gegenseitig zerfleischen sind doch allemal spannender als ewig in bräsiger Harmonie dahindümpelnde Gräser....

Bevor man also Leid und Tod und all diese Dinge verurteilt, sollte sich zunächst mal drüber klar werden, dass sie eine klare Funktion erfüllen. Und die allseits ach so hochgepriesene "Natur" ist brutal, grausam und gleichgültig gegenüber Leid, Freude und allem, was uns wichtig erscheint. Ginge es der Natur nach, wären hier die meisten wahrscheinlich gar nicht mehr am Leben...

Ich gehe jetzt hier natürlich stark davon aus, dass erwähntes Buch keineswegs die üblichen Verdächtigungen liefert, wie "Jahwe, der ehemalige Wettergott der Edomiter, der sich erfolgreich zum Obergott gemausert hat, wahllos Menschen umbringt (von Jericho bis zur Sintflut) und eifersüchtig alle anderen Götter wegbeisst - und dabei absolut willkürlich Menschen für absolute Kleinigkeiten abstraft (siehe der arme Kerl, der am Sabbat Holz sammelt und dafür von Jahwe zu Tode gesteinigt wird)". Ich hoffe DIESER biblische Gottesbegriff ist für moderne Christen bestenfalls noch eine Metapher. Mit Fundamentalisten kann man nämlich eh nicht reden ^^

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (16.11.2009, 17:24)
Hallo Guenther,

ein Lapsus? Ich bin weder Religionswissenschaftlerin noch Therapeutin in allen Dingen, sondern überzeugte Atheistin, die den Begriff "Sünde" anders interpretieren mag (nämlich als soziales Druckmittel), als christlich-religiöse Menschen. (Jedem das Seine!)

Und ich möchte hier keine Diskussion über Therapeuten und Therapien anfangen. Mir jedenfalls geht es nicht um Hirnwäsche und Anpassungsmanöver.

Ich frage mich, warum du von "Sünde" sprichst - nicht aus etymologischer Sicht, sondern einfach ganz praktisch in bezug auf das hier vorgestellte Buch.

Gruß
Haifischfrau
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Judas Aries
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Re:

von Judas Aries (17.11.2009, 12:31)
Hallo Guenther Klein,
selbstverständlich stelle ich mich nicht über GOTT. GOTT ist das Unerklärliche, was schon immer war, was ist und was immer sein wird. Insofern stimme ich voll und ganz zu. Ich denke und ich handele im Sinne dieser Aussage.

Wir reden nur von zwei Seiten einer Medaillie. Ich glaube zwar mindestens so fest wie der Papst an die Existenz Gottes und an das Wirken der Propheten. Gleichwohl kann der beiderseitige Glaube nicht gegensätzlicher sein, wie Himmel und Hölle, schwarz oder weiß.

Das Ergebnis meiner technologisch-kriminologischen Untersuchung der biblischen Vorgänge ist das schlüssige Resultat, dass die Begebenheiten in der Bibel äußerst glaubhaft sind (vornehmlich das Handeln der Protagonisten). Ich komme aber auch zu dem ebenso schlüssigen Ergebnis, dass in den Handlungen Gottes und seiner Mitstreiter eine fragwürdige Politik, Ideologie und Struktur erkennbar ist.

Und dieses Ergebnis als das Handeln GOTTES anzusehen, das wäre schon wieder blasphemisch.

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RaelWissdorf
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Re:

von RaelWissdorf (17.11.2009, 13:55)
Hm, hab ich es doch mit Fundamentalisten zu tun? Dann wäre jede weitere Diskussion sinnlos. Denn zu denken, dass die Ereignisse in der Bibel "glaubhaft" sind, erfordert ein hohes Mass der Ignoranz historischer und naturwissenschaftlicher Tatsachen.

Aber gehen wir mal einfach davon aus, dass die Fabeln der Bibel glaubhaft sind, dann ergibt sich für mich ein viel erschreckenderes Bild. Dazu müssen wir nur die Entwicklung der 10 Gebote untersuchen, und inwieweit sich Jahwe selbst an sie hält (nämlich gar nicht). Ich zitiere die Gebote mal aus dem Exodus:

2 Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.

--> schon hier zeigt sich für mich, dass dies kein Gott der Menschen ist, sondern nur ein regionaler Gott eines bestimmten Volkes. Ich bin in Deutschland (ehemals Germanien) geboren, folglich ist das hier schonmal nicht mein Gott.

3 Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.

--> damit gibt er zu, dass es andere gibt, und dass er eifersüchtig ist, wie ein ungezogenes Kind.

4 Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.

--> gegen dieses Gebot wird von jedem verstossen, der an ihn glaubt. Es ist also ein absurdes Gebot, welches sich als Paradoxon erweist. Wie kann ich an einen Gott glauben, von dem ich mir kein Bild machen darf?

5 Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation;

--> erstens ist das eine Wiederholung (Gedächtnisprobleme?) und zweitens sagt er hier ganz offen, wes Geistes Kind er ist. Eifersucht ist eine niedere Gefühlsebene, die nichts als Leiden schafft. Ferner droht er hier drakonische Strafen an, die sich auch auf vollkommen Unschuldige erstrecken (bis ins 4. Glied).

6 bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld.

--> es geht also wieder nicht darum, sich ethisch und moralisch zu verhalten, sondern nur darum, ihn zu lieben. Ich nenne das narzistisch gestört.

7 Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht.

--> hier wäre eine Erläuterung notwendig, unter welchen Umständen ein Missbrauch vorliegt.

8 Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig!

--> warum? keine Begründung.

9 Sechs Tage darfst du schaffen und jede Arbeit tun.

--> ok, das ist halt die Betriebsanweisung eines Arbeitgebers, nichts gegen einzuwenden.

10 Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du, dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin, dein Vieh und der Fremde, der in deinen Stadtbereichen Wohnrecht hat.

--> erneute Wiederholung (deshalb wurden die Gebote wohl später auch auf 10 reduziert, man nennt das Redundanz).

11 Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel, Erde und Meer gemacht und alles, was dazugehört; am siebten Tag ruhte er. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für heilig erklärt.

--> ok, da haben wir ja wenigstens eine Begründung, wenn auch eine willkürliche. Warum soll ich ruhen, nur weil er geruht hat?

12 Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.

--> das ist das erste vernünftige Gebot.

13 Du sollst nicht morden.

--> auch sehr vernünftig. Aber warum hält er sich selbst nicht dran? Laut neueren Zählungen hat Jahwe ca. 2.7 Millionen Menschen umgebracht (wir reden hier von klaren Auftragsmorden, nicht von Naturkatastrophen oder menschlichen Taten, sondern eindeutig von erklärtem und bezeugtem Mord).

14 Du sollst nicht die Ehe brechen.

--> keine Einwände, wenn auch unzeitgemäss.

15 Du sollst nicht stehlen.

--> das wichtigste Gebot, dessen Bruch die Basis allen Unrechts ist.

16 Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.

--> keine Einwände, ein sehr gutes Gebot.

17 Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.

--> so, hier haben wir es. Grundsätzlich ist das ein gutes Gebot, nur, es erstreckt sich offensichtlich auch auf "Sklaven". Das impliziert, dass Gott die Entrechtung anderer Menschen für legitim hält. Er akzeptiert also ohne besondere Einwände die Versklavung von Menschen durch Menschen. Auch Weib und Kind werden im Weitesten Sinne als Besitztum betrachtet. Steht ja wörtlich da: "Nichts, was deinem Nächsten GEHÖRT." Das impliziert, dass ein Sklave nicht dein Nächster ist, er ist eine Sache, ein Gegenstand.

Ende der Untersuchung. Fazit:

Wer an den Gott der Bibel glaubt, legitimiert Unrecht und niedere Beweggründe (Eifersucht, Mord, Versklavung) und ignoriert damit die Charta der Menschenrechte. Amnesty International wäre der grösste Ankläger Jahwes, gäbe es diesen Gott wirklich. Eine Welt, die unter der Ägide eines solchen Gottes lebt, wäre die Hölle.

Kein Wunder, dass Jesus von Nazareth diese Gebote komplett umgeschmissen hat, nachdem er erkannte, dass dies alles nichts aber auch gar nichts mit einem liebenden Gott zu tun hat. Er war demnach der konsequenteste Ketzer aller Zeiten und ein erklärter Rebell. Sich gegen eine Weltmacht wie die Römer aufzulehnen, ist eine Sache. Sich aber gegen GOTT aufzulehnen und ihn nicht nur in Frage zu stellen, sondern ihn sogar zu KORRIGIEREN, ist eine der herausragenden Leistungen des neuen Testaments. Wie aber aber eine gesamte Zivilisation den Spagat hinbekommt gleichzeitig an BEIDES zu glauben, wird mir bis heute ein Rätsel bleiben.

Ich sage dazu nur: Es gibt diesen Gott der Bibel nicht, und dafür DANKE ICH GOTT.

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RaelWissdorf
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Re:

von RaelWissdorf (17.11.2009, 14:05)
Hm, habe mir die Webseite des Autors mal angesehen und finde seine Methodik und den sehr sachlichen kriminalistischen Ansatz höchst spannend und interessant. Eine Art JAHWE CSI. Ich werde mir das Buch kaufen und damit nach Kräften sündigen! muha.

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Thomas Sichelschmied
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Re:

von Thomas Sichelschmied (17.11.2009, 14:45)
Hast du mal auf den Preis geschaut?

GRüße Th. Sichelschmied
Grüße
Th. Sichelschmied

BERSERKER
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Re:

von BERSERKER (17.11.2009, 19:23)
Es ist wohl ein Hardcoverbuch mit einer Marge von etwa 3,71 €
Für diese Seitenzahl, bei BOD kaum anders machbar als HCover. Und die Marge ist nicht übertrieben bei dieser Seitenzahl, finde ich.
Preislich zwar nicht konkurrenzfähig, aber dennoch i.O.

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Judas Aries
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Re:

von Judas Aries (18.11.2009, 12:44)
Rael trifft mit seinem Betrag den Nagel auf den Kopf. Irgendwas muss doch faul sein, wenn der vorgebliche Schöpfer des Universums dermaßen machtbesessen strafte und intrigierte.

Doch was ist, wenn Jesus kein Rebell war? Wenn er mit dem fragwürdigen Gott und wenigen weiteren zentralen Gestalten der biblischen Handlungen programmatisch verbunden war?

Die Gläubigen werden sagen: ‚Du redest über Selbstverständlichkeiten. Jesus selbst verweist mehrfach auf das Alte Testament und das Alte Testament auf den kommenden Jesus. Das ist Gottes Programm!’

Richtig, aber was ist, wenn jemand aus einer religiös neutralen Position heraus und mit gutachtlichem Vorgehen die biblischen Schriften untersucht und ein glaubhaft schlüssiges und reales Wirken erkennt? Und wenn im Ergebnis konkrete und tatsächliche Anhaltspunkte die Annahme rechtfertigen, dass fragwürdige Akteure mit fragwürdigen Motiven unser immanentes Gottesstreben auf sich umlenkten? Und wenn Jesus hierbei eine schlüssige Rolle zukam?

Viel zu fantastisch? Sicherlich nicht so fantastisch wie die Annahme, dass die wahre Schöpfung dinglich fassbar aber moralisch unfassbar auftrat.

FraRa
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Re:

von FraRa (18.11.2009, 13:17)
Finde die Buch-Idee gut, wenn auch eben nicht neu. Es gab schon nach dem Erdbeben von Lissabon 1755 eine europaweite hochgeistige Debatte darüber, ob Gott hier zumindest fahrlässig gehandelt habe.
Wäre die Welt eine PC-Simulation (was manche vermuten), die von einem User namens Gott administriert wird, könnte er durchaus an seinem Punktestand arbeiten.
Aber selbst unsere bizarrste Fantasie und erst recht die naiven Vorstellungen vieler Frommer (Am ersten Tag erschuf...usw.) dürften kaum der wirklichen Beschaffenheit des Universums gerecht werden. Wenn ich neuesten physikalischen Erkenntnissen folge, ist selbst unser Zeitstrahl nur eine Illusion. Wir haben sowas von gar keine Ahnung.
(Dies mal am, wie ich gerade sehe, Buß-und Bettag gepostet.)
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