Rechtsschutz für Autoren

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


houdini
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Rechtsschutz für Autoren

von houdini (16.11.2009, 15:31)
Mal ein eher praktisches Thema:

Kenn jemand eine Rechtsschutz Versicherung die für Künstler/Autoren geeignet wäre?

Viele Versicherer bieten ja auch Schutz für arbeitsrechtliche Fragen, das schliesst aber natürlich keine Freiberufler ein.

Würde sich ja für viele lohnen.

Kennt jemand etwa passendes oder hat sogar schon eine?

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (16.11.2009, 15:45)
Hallo, houdini.

Da kann ich dir folgende Links für weitere Recherchen empfehlen:

http://www.kuenstlersozialkasse.de/

und

https://freiberufler.net/bin/action.php?todo=start

Herzliche Grüße,
Thorsten

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hawepe
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Re:

von hawepe (16.11.2009, 21:39)
Hallo Thorsten,

Thorsten Boose hat geschrieben:
Da kann ich dir folgende Links für weitere Recherchen empfehlen:

http://www.kuenstlersozialkasse.de/


Das ist eine Sozialversicherung, aber keine Rechtsschutzversicherung.

Bezüglich Rechtsschutz würde ich mal nach unabhängigen Versicherungsberatern googlen und dann diese fragen.

Beste Grüße,

Heinz.

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (17.11.2009, 10:55)
Hallo, Heinz.
hawepe hat geschrieben:
Hallo Thorsten,

Thorsten Boose hat geschrieben:
Da kann ich dir folgende Links für weitere Recherchen empfehlen:

http://www.kuenstlersozialkasse.de/


Das ist eine Sozialversicherung, aber keine Rechtsschutzversicherung.


Richtig, da habe ich houdinis Beitrag wohl zu schnell gelesen, Verzeihung. book:

Herzliche Grüße,
Thorsten

hwg
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Re:

von hwg (17.11.2009, 11:02)
Da sich künstlerische Tätigkeit rechtlich schwer definieren lässt,
wird sich kaum eine passende Rechtsschutzversicherung finden
lassen.

(Lt. Auskunft eines mir gut bekannten Versicherungsangestellten).
Neu im JBL-Literaturverlag: H. W. Grössinger, "Fallweise heiter, manchmal bewölkt" - Glossen, Feuilletons und Kurzgeschichten, die zum Schmunzeln verleiten und mitunter zum Nachdenken anregen wollen. Auch über Amazon erhältlich!

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hawepe
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Re:

von hawepe (17.11.2009, 11:25)
Hallo Hans,

hwg (Moderator) hat geschrieben:
Da sich künstlerische Tätigkeit rechtlich schwer definieren lässt,
wird sich kaum eine passende Rechtsschutzversicherung finden
lassen.


So schwer ist es nun auch wieder nicht, weil in Versicherungsverträgen ziemlich genau festgelegt wird, was versichert ist und was nicht.

Als Verdi-Mitglied bin ich z.B. natürlich auch als Publizist und Autor rechtsschutzversichert. Was im einzelnen alles versichert oder nicht versichert ist, müsste ich aber nachschauen.

Beste Grüße,

Heinz.

holz

Re:

von holz (17.11.2009, 11:31)
hier unter Punkt 9 Versicherungen, speziell 9.11 Rechtsschutz
http://www.ratgeber-freie.de/index.php3 ... 279adb4483


ansonsten entsprechender Berufsvereinigung beitreten,
z.B. verdi und VS-Verband deutscher Schriftsteller
http://vs.verdi.de/wer_sind_wir/was_bieten_wir
(für Mitglieder: kostenloser Rechtsschutz in allen berufsbedingten Rechtsstreitigkeiten, kostenlose Rechtsberatung bei Vertragsabschlüssen in allen urheberechtlichen, Steuer- und Versicherungsproblemen)

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hawepe
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Re:

von hawepe (17.11.2009, 11:40)
Hallo,

holz hat geschrieben:
ansonsten entsprechender Berufsvereinigung beitreten,
z.B. verdi und VS-Verband deutscher Schriftsteller


Von den hier aktiven Book-on-Demand-Autoren werden vermutlich die wenigsten die Aufnahmebedingungen erfüllen. Ohne Buchveröffentlichung in einem klassischen Verlag kommt niemand in Verdi hinein.

Wäre sonst auch sehr praktisch: Man veröffentlicht einmal ein Buch bei epubli, tritt der Gewerkschaft bei und zahlt nur den Mindestbeitrag. Keine private Rechtsschutzversicherung könnte da mithalten - und Verdi könnte es letzten Endes auch nur, solange sich genügend Mitglieder finden, die wirklich richtig Beitrag zahlen.

Beste Grüße,

Heinz.

houdini
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Registriert: 12.02.2008, 12:04

Re:

von houdini (19.11.2009, 14:26)
Danke erstmal für die Anregungen.
In der Künstlerkasse bin ich schon.

Verdi scheint die richtige Adresse zu sein. Das reine BODler da eher nicht so gute Chancen haben leuchtet ein. Was wäre aber mit Shaker? Da für die Veröffendlichung kein Geld genommen wird ist es ja keine Selbsfinanzierte.

Da wäre es vielleicht besser wie bei der KSK eine Mindestverdienstgrenze festzulegen oder eventuell einen Nachweis der Mitglidschaft in der KSK.
So das tatsächlich nur hauptberufliche Künstler eintreten können.

Dann wäre noch interessant was der Verdi Rechtschutz abdeckt.
Wichtig wäre ja z.B.: Jemand ist der Meinung ich hätte seine Idee für meinen Roman verwendet und klagt mich an. Ob sowas gedeckt ist?

hwg
Beiträge: 6034
Registriert: 24.04.2007, 16:39

Re:

von hwg (19.11.2009, 15:39)
Hallo Heinz,

etwas verspätet zu Deiner Antwort:
Auch ich bin durch die Gewerkschafts-
mitgliedschaft (Kunst - Medien -
freie Berufe sowie Journalisten - Druck -
Papier) rechtsschutzversichert.

Diese Versicherung bezieht sich allerdings
nur auf den "normalen" Rechtsschutz,
wie ihn jeder andere Versicherte hat, jedoch
nicht auf Beistellung eines Anwalts bei
gerichtlich anhängigen Auseinandersetzungen
hinsichtlich künstlerischer Belange.

Es sei denn, leztere sind durch das normale
Strafrecht nachvollziehbar (Urheberrecht und
Verletzung von beiderseits unterschriebenen
Vertragsbedingungen).

Das österreichische Presserecht ist ohnehin eine spezielle An-
gelegenheit. Es wird derzeit wieder einmal novelliert.

Wennn es zu Streitereien bezüglich künstlerischer
Bewertungen und dergleichen kommen sollte, wird
auf die Klage vor dem Zivilgericht verwiesen -
und da steigt in der Regel keine Rechtsschutz-
versicherung ein.

(Detaillierte Auskunft eines als solid anerkannten
Fachmannes der Branche.)

Vielleicht ist das bei Verdi-Versicherten in D anders.

Kollegialen Gruß aus der Steiermark!
Hans
Neu im JBL-Literaturverlag: H. W. Grössinger, "Fallweise heiter, manchmal bewölkt" - Glossen, Feuilletons und Kurzgeschichten, die zum Schmunzeln verleiten und mitunter zum Nachdenken anregen wollen. Auch über Amazon erhältlich!

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