Onlineshop

ISBN, VLB, Barsortiment, E-Book-Verleih und Buchhandel: Alles rund um den Buchvertrieb.


Jakob W.
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Onlineshop

von Jakob W. (27.07.2007, 17:30)
Hallo Leutz,

ich wollte mal fragen wie ihr dazu steht, ist ein eigener online-shop besser geeignet zum Verkauf der Bücher, oder nicht?


Lieben Gruss,
Jakob
Beste Grüße
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Jakob
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www.buch.de , www.amazon.de

julia07
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Re:

von julia07 (27.07.2007, 18:04)
Hallo Jakob,
leider weiß ich nicht, was ein 'eigener' Online shop ist. Kannst Du das bitte für Unwissende wie mich einmal erklären?
LG, Julia

Jakob W.
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Re:

von Jakob W. (27.07.2007, 18:10)
Sehr gern,

z.B. bei Amazon.de oder lycos.de, es gibt natürliche viele andere Anbieter. Sie geben Menschen die Möglichkeit einen "Eigenes" kleines Geschäft im Internet anzubringen, und somit Dinge zum verkauf anzubieten.
Man kann dabei alles Mögliche verkaufen, sieht wie viel verkauft wurde, welcher Kunde, wo, wieviel der Ware etc. Eventuell werden auch Rezensionen angezeigt, z.B. zu Deinen Büchern, auch der Verkaufsrang der Exemplare.
Mit dem Shop selbst kann man noch etwas dazu verdienen, man muss jedoch bewusst an diese Sache rangehen.



Lieben Gruss,
Jakob
Beste Grüße

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Jakob

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julia07
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Re:

von julia07 (27.07.2007, 19:32)
Vielen Dank Jakob,
das wusste ich nicht. Ist prakisch so etwas wie e-bay, nur ohne Versteigerung. Habe bei Amazon o. ä. bisher immer nur Bücher gekauft und mich nie um die anderen Bereiche gekümmert.
Es hört sich aber nicht schlecht an und da ich ja drei Bücher anzubieten habe, werde ich mich mal schlauer machen und bin gespannt, was wie hier so an Antworten auf Deine Frage bekommen werden.
Bis dann,
Julia

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andihaller
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Re:

von andihaller (28.07.2007, 04:50)
hallo jakob,

ich persönlich bin mit den einkünften meines astore von amazon ziemlich zufrieden. allerdings biete ich dort bücher an, die auf das besucherklientel meiner homepage abgestimmt sind. ca. 95% des eigenen Titel gehen über meinen eigenen store von amazon, gerade bei der speziellen literatur und dem kleinen zielpublikum eine unschätzbare verkaufshilfe.

gruß andi
Meine persönliche Linkempfehlung: http://www.hint-horoz.de

Positivdenker
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Re:

von Positivdenker (30.07.2007, 04:43)
Hallo,

ein kleiner Libri-Shop kostet eine Sicherheitsleistung von schlappen 1000 Euro! Die müssen eingezahlt werden oder eine Bank muß eine Sicherheit garantieren.

Habe dort angefragt wegen einem eigenen kleinen Online-Buchladen. Meine Frage, inwieweit ich meine eigenen Bücher (selbst gedruckt) dort verkaufen kann, wurde aber nicht beantwortet.

Weiter nachgefragen tat ich nicht, mehr wollte ich vorerst nicht wissen.

Ich würde meine Bücher bei ebay anbieten ("direkt vom Autor", evtl. mit Signierung), eine Website und Forum anbieten sowie bei Gelegenheit immer auf meinen eigenen Buchladen aufmerksam machen. Halte ich für sinnvoll als armer Poet, der jeden Euro gebrauchen kann :?

Und natürlich kann man den Buchhandelsrabatt in die eigene Tasche stecken ... Dafür dann die ganze Arbeit mit Abrechnungen, Finanzamt, Bestellannahme, Versand der Bücher und so weiter ...

Soweit man Zeit hat und kaufmännische Fähigkeiten, finde ich das gut geeignet für den Start. Wer selbst keine Ahnung davon hat, jedoch einen Partner mit vielleicht passender Ausbildung, kann das doch auch zu zweit machen.

Besser als nur zuhause rumzusitzen und zu hoffen, die eigenen Bücher kaufen die eigenen Bücher ...

Bei mir ist das alles in Planung.

Herzliche Grüße

Heinrich
Und wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her ...

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Amos
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Re:

von Amos (31.07.2007, 08:35)
Verkaufen und eigener shop,
Der Buchhandel ist die erste Adresse für einen Buchkauf.
Das Internet ist das nächste Tor zur Weisheit.
Einen eigenen shop kann ich keinem empfehlen. Das ist nicht sehr effektiv, sondern nur zeitaufwendig.
Wir alle sind in den besagten onlineshops ohnehin vertreten.
Eine eigene website hat auch fast jeder von uns, da einen kleinen shop dranhängen ist weniger kostenaufwendig und hat auch keinen Verwaltungsaufwand, oder möchte jemand gerne beim finanzamt sich als Händler anmelden mit allen Konequenzen?
Bei Julia habe ich die website angesehen, so geht das doch auch, oder nicht?
Auf dei Bestsellerliste von Spiegel oder anderen Medien ist es nicht einfach drauf zukommen. Dann geht das verkaufen wie von selbst.
Nur nicht aufgeben, e gibt ja die bod- bestseller.
Gruß Amos
Das aktuelle Buch: Die bösen Tage sind vorbei Planungshilfen für den beruflichen Erfolg.
ISBN 3-8334-4103-8
www.amos-ruwwe.de

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hawepe
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Re:

von hawepe (31.07.2007, 08:47)
Hallo,

Amos hat geschrieben:
oder möchte jemand gerne beim finanzamt sich als Händler anmelden mit allen Konequenzen?


Ja und?

Man zahlst einmalig eine Gebuehr fuer den Gewerbeschein. Fuer die Gewerbesteuer liegt man vermutlich innerhalb des Freibetrags (wenn du drueber kommst, sollte dich das allerdings auch nicht stoeren, denn dann musst man wirklich gute Geschaefte gemacht haben), zumal man ja von den Gewinnen alle Kosten abziehen darfst.

Pruefen sollte man nur die Beitragsregeln fuer die IHK, deren Pflichtmitglied man als Haendler wird. Ueblich sind aber auch hier Freibetragsregeln, die eine kostenlose Mitgliedschaft beinhalten. Die Beratungsleistungen usw. kann man aber trotzdem in Anspruch nehmen.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (31.07.2007, 11:16)
hawepe hat geschrieben:
Man zahlst einmalig eine Gebuehr fuer den Gewerbeschein.


Und dann kommt die GEZ und kassiert für Deinen Computer. :wink:
Liebe Grüße
Christel

julia07
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Re:

von julia07 (31.07.2007, 11:50)
Hallo Amos,
Danke für Deine Einschätzung und den Besuch auf meiner Homepage.
Die ist übrigens so eine von der Stange (web.de, Homepagebaukasten für Dummies :wink: ), aber für meine Schreiberlingszwecke ganz gut geeignet. Der größte Vorteil ist der, dass sie absolut ohne Reklame funktioniert und wirklich auch von Dummies betreut (= aktualisiert) werden kann! Ich habe mir viele andere angesehen und mich macht es wenig an, wenn mich Erotikladies anspringen, obwohl ich doch nur sehen will, was die Kollegen so schreiben.

Hallo alle anderen,

Zurück zum Marketing:
Ich glaube auch, dass so ein Onlineshop nur Sinn macht, wenn man die Zeit dafür hat.
Das mit dem Gewerbeschein und der UmSt. wäre für mich kein Thema, denn ich bin sowieso freiberuflich tätig und führe diese Steuer ab. Übrigens, wenn man einmal umsatzsteuermäßig beim Finanzamt angemeldet ist, muss man immer Umsatzsteuer abführen, auch wenn die Umsätze aus einem zusätzlichen Minigewerbe nicht der Rede wert wären!
Diese Auskunft gab mir das Finanzamt.

Hier im Forum gibt es übrigens sehr viele tolle Tipps auch für kleine Marketingaktionen (z. B. von Constanze), die ich nutze und die durchaus Wirkung zeigen (z. B. kleine Buchreklamen, die man einfach gezielt irgendwo 'liegen läßt')!

LG, Julia

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (14.12.2007, 20:44)
Die rechtlichen Voraussetzungen für einen störungsfreien Onlineshop sind erheblich. Du brauchst wasserdichte AGB, die nirgendwo geklaut sind. Du brauchst ein Gewerbe mit allen Konsequenzen, incl. einer korrekten Buchführung (Ich habe gerade 14 Tage Seminar dazu hinter mir, frag einfach). Abgesehen davon kommen dann wirklich alle wichtigen und unwichtigen Behörden und Absahner zu Dir.

Du kommst erheblich besser weg, wenn Du eine eigene Homepage hast und die im Internet überall erwähnst, wo Du Dich bewegst. Bei mir laufen dank eines Blogs die Verkäufe recht annehmbar. Über amazon und Co. läuft nahezu garnichts.

Wenn Dein Verlag keine eigene Website mit Shop hat, dann fehlt dem etwas Wichtiges, wie ich meine.

Ich habe jetzt für den Verlag, der mein Buch auflegt ein Shopsystem gebaut und für das System selbst nichts bezahlt. Allerdings sind für die Anpassung an unsere Wünsche und die gesetzlichen Vorgaben ca. 300 Euro Kosten und rund 300 Arbeitsstunden investiert. Wobei ich gern zugebe, daß ich mich erst in solche wunderbaren Welten wie php usw. einarbeiten mußte.

Gerhard
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Re:

von Gerhard (14.12.2007, 21:37)
... und wenn der Onlineshop dann mal gut läuft und du vielleicht doch einen Mitarbeiter einstellst, musst du aufpassen, dass die Mitarbeitertoilette die richtige Größe hat, der Bildschirm in der vorgeschriebenen Höhe steht und die Küche groß genug ist, damit der Mitarbeiter seine Pausen machen kann. Auch wenn der Mitarbeiter nur Onkel Hugo von nebenan ist.

Dann schon lieber einen kleinen Onlineshop an die eigene Webseite hängen. Aber dann kann es passieren, dass du ganz viele Sachen verkaufst und so richtig erfolgreich bist.... dann bist du wieder Händler und musst den ganzen Zirkus doch machen.

Nee, es macht absolut keinen Spaß, in Deutschland eine Firma aufzubauen. Schon wenn du früh aufstehst und zur Kaffeemaschine läufst, dürftest du wahrscheinlich schon 10 Gesetze, Vorschriften oder DIN-Normen verletzt haben. Ja ich weiß, das war jetzt sehr sarkastisch, zynisch und ironisch, aber ich habe heute von einer Behörde wieder mal so einen Liebesbrief bekommen.... mit 5 Seiten enggedruckten neuen Vorschriften... die spinnen, diese Berliner Laienschauspieltruppe namens Regierung.

So, das musste mal raus. Danke für eure Geduld. :wink:

Herzlichst
Gerhard

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SandraR
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Re:

von SandraR (15.12.2007, 08:02)
Gerhard es gibt dafuer eine einfache Loesung, der Shop ist org oder net und auf einem auslaendischen Server und schon lieferst Du als auslaendischer Shop, der wo auch immer, sitzt nach Deutschland thumbbup. Du darfst auch einen Shop in Timbuktu auf einem Server machen und Onkel Heinz in Hintertupfingen verschickt nur freundlicherweise fuer den Timbuktushop die Artikel und hat davon weder Geld noch sonst etwas.
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Zoba
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Re:

von Zoba (15.12.2007, 08:21)
Hi,

ich kann den Warnern hier nur beipflichten! Finger weg von solchen Shops, wenn man nicht bereit ist, das mit allen Konsequenzen zu machen.

@SandraR: wenn man deutlich als Deutscher gekennzeichnet mit Wohnort in Deutschland (siehe Impressum der Webseite z.B. oder Infos bei BoD) einen Shop vorhält, also vollgewerblich auftritt, dann ist es restlos wurscht, wo der Shop gehostet wird, es gilt das deutsche Recht!

Neben den schon erwähnten Problemchen noch zwei weitere:

- ist man mit Gewerbeschein angemeldet, dann ist man auch zwangsweise Mitglied der lokalen IHK. Das kostet Gebühren, sobald man mit seinem Einkommen über einem bestimmten Betrag liegt. Und es ist weitaus leichter in diesen Zwangsbüttel reinzukommen, als wieder raus. Typisch deutsche Bürokratie.

- so ziemlich alle dieser Shops verlangen eine Umsatzbeteiligung oder Festgebühren oder sogar beides zusammen. Viele erfordern auch ein Merchant Account, auch das kostet gewaltig. Warum noch diese Gebühren zusätzlich bezahlen?

Prinzipiell gibts bei den Shops nur einen Vorteil, den daß man mit Kreditkarte zahlen kann. Das kann man auch einfacher haben. Zum einen bieten die meisten Händler wie Amazon oder Libri eine solche Bezahlung sowieso an, zum anderen kann man sich für die selbst vorgehaltene Kleinauflage einen sehr simplen "Shop" auf der eigenen Seite basteln:

Bestellformular basteln, so einstellen, daß der Betreffende eine Bestätigung erhält, als Zahlungsmethoden die üblichen Verdächtigen anbieten (moneybooker, Paypal, ÜW, Lastschrift) und sich die Bestellungen per Email vom Formular zusenden lassen. Impressum und AGB mit allen notwendigen Infos auf dieser Seite ja nicht vergessen! Und schon hat man seinen Shop, ganze ohne daß man irgendwem noch eine Kommission abliefern muß. Wer mit Kreditkarte zahlen will, kann das via moneybookers oder Paypal. Wer nahe eines AMEX-Outlets wohnt und international anbietet, kann noch American Express Money Orders annehmen.
Gruß,

Zoba

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SandraR
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Re:

von SandraR (15.12.2007, 11:16)
Zoba man kann auch nicht in Deutschland wohnen, wenn es praktischer ist. Respektive auslaendische Freunde darum bitten, manchmal fehlt es nur an praktischen Ideen.
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