Einleitung meines ersten Buchs

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Huy
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Einleitung meines ersten Buchs

von Huy (22.12.2009, 14:21)
Hi,

Ich dachte mir, ich veröffentliche auch mal einen Text von mir, damit sich die, die sich dafür interessieren, ein Bild davon machen können, was in meinem Kopf so abläuft. Der folgende Text ist aus reiner Fantasie entstanden und wurde ursprünglich für einen Kurzgeschichten-Schreibwettbewerb verfasst. Er gefiel mir vom Inhalt her so gut, dass ich mich entschloss, ihn als Basis für mein Buch zu benutzen. Dabei repräsentiert er einen "gewöhnlichen" Tag des Protagonisten; im Buch selbst wird dann erläutert, wie es zu solch einer schrecklichen Situation kommen konnte und was der Protagonist in der Zukunft macht.

Und bitte: Kritisiert mich wo ihr nur könnt.
Und wenn ihr einen klitzekleinen Rechtschreibefehler findet: Bitte mitteilen. Ich achte sehr auf Grammatik und will in meinem Buch keine dümmlichen Tippfehler haben. Und dass der Inhalt nicht allen gefallen kann, weiss ich.

Ein Spiegel im Zimmer. Ich starrte ihn an. Schaute jede einzelne Falte an. Was wohl in mir steckte? Vielleicht ein Genie. Vielleicht nur ein Aussenseiter. Ich dachte nach. Plötzlich war der Spiegel zertrümmert. Von mir. Meine Hände, rot, voller Blut. Ich wusch sie ab und machte mich fertig für die Schule.

Es war ein Tag wie jeder andere: Nachdem ich morgens meine Aggressionen losgeworden war, ging es in der Schule weiter. Mathematik war angesagt. Kurvendiskussion, wie ich das Thema hasste. Die Hausaufgaben hatte ich nicht gemacht. Andere hätten sie einfach abgeschrieben. Doch ich hatte niemanden. Ich war alleine. Der Lehrer betrat das Klassenzimmer und ich hatte Angst. Am Anfang jeder Stunde prüfte er die Hausaufgaben eines Schülers. Wer war heute das Opfer? Er blickte in die Runde und forderte mich dazu auf, ihm meine Hausaufgaben vorzuweisen. Ich begann zu stottern, erfand irgendeine dumme Ausrede und nahm hinter mir Gelächter wahr. Man lachte mich aus. Ich wurde immer ausgelacht. Als nächstes erwartete mich eine Prüfung in Physik. Bis kurz vor der Stunde wusste ich nichts davon. Der Lehrer hatte die Prüfung wohl an einem Tag angesagt, an dem ich krank gewesen war. Meine Mitschüler hatten mich nicht informiert. Die Prüfung gab ich dem Lehrer nach zwei Minuten zurück. Ich hatte keine Aufgabe gelöst.

Nach der Prüfungslektion brachte mich der Lehrer zum Rektor. Sie flüsterten miteinander, dann verliess der Lehrer das Zimmer. Der Rektor wollte zuerst wissen, warum ich an den Händen blutete. Ich hatte mir die Wunden während der Wartezeit in der letzten Lektion wieder aufgekratzt, was ich dem Rektor wahrheitsgemäss mitteilte. Er schien mir nicht zu glauben. Also benutzte er das Telefon, um meine Eltern anzurufen. Mein Vater war zu Hause. Sie vereinbarten einen Termin für ein Gespräch. Ich begann zu schwitzen und zitterte vor Wut. Ich hasse es, wenn Eltern ins Spiel kommen. Als ob ich unselbstständig wäre und nichts alleine regeln könnte.

Nach der Schule musste ich noch in die Stadt, neue Schuhe kaufen. Ich hielt noch nie sonderlich viel von Klamotten und verschwendete demnach so wenig Geld wie möglich dafür. Ich trug nie Markenklamotten. Die Mädchen aus meiner Klasse lachten mich manchmal aus, weil ich nur zu grosse und altmodische Kleider hatte. Irgendwelche billige Schuhe fielen mir in die Hände und ich wollte bezahlen. Ein kleines Kind schaute mich kritisch an. Auf einmal fragte es: „Kennst du Adidas?“. Noch so ein verseuchtes Kind. Dem Kommerz ausgesetzt, den Medien ausgesetzt, der Gesellschaft ausgesetzt. Die Gesellschaft ist abscheulich. Ich begann zu schwitzen und zitterte vor Wut. Es lachte mich aus. Ich wurde immer ausgelacht.

Zu Hause erwartete mich Ärger. Mein Vater hatte mich schon einmal verprügelt, als es Probleme in der Schule gegeben hatte. Er mag das nicht. Er wollte immer einen disziplinierten Sohn haben. Einen, der sich in die Gesellschaft integriert hatte. Ich war nicht der Sohn, den er haben wollte, auf den er stolz sein konnte. Die Haustür war nicht verschlossen. Er war also da. Im Wohnzimmer begann das Gebrüll. Er schimpfte mich einen Versager und ich hatte Angst. Er hasst es, wenn Eltern ins Spiel kommen müssen. Er schrie, ich sei unselbstständig und könne nichts alleine regeln. Er begann zu schwitzen und zitterte vor Wut. Dann betrat meine Mutter das Wohnzimmer. Auch sie wusste schon davon. Zu zweit ging das Theater weiter. Ich fühlte mich elend, wusste nicht, was zu tun war und wollte weg. Als ich mich umdrehte und davon rennen wollte, spürte ich, dass mein Vater mich von hinten rammte, und ich verlor das Gleichgewicht.

Ich versuchte meine Augen zu öffnen. Alles war so hell, Licht blendete von allen Seiten. Eine Krankenschwester erkundigte sich danach, wie ich mich fühlte. Nachdem ich meinte, es ginge mir gut, teilte sie mir mit, dass ich Besuch hatte und ging raus. Einige meiner Klassenkameraden betraten den Raum. Ich begann zu schwitzen und zitterte vor Wut. Sie lachten mich aus. Ich wurde immer ausgelacht.


Danke, dass ihr euch die Zeit fürs Lesen genommen habt.

MfG

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (22.12.2009, 15:33)
Sali Huy.

Sehr löblich, so insgesamt. Zum Inhalt aber natürlich kein Kommentar.

Was auffällt: Du benutzt kein "ß"

Bewusste Entscheidung für schweizer Rechtschreibung oder mangelnde Kenntnis der ß-Regeln?

Wenn Du Dein Buch auch in Deutschland verkaufen willst, wär´s
vielleicht besser mit "ß"

Grüße,

Ch.

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Huy
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Re:

von Huy (22.12.2009, 15:36)
Keine Sorge, ich habe mal für eine Deutsche Website eine Kolumne geführt und dort natürlich auf Eszett geachtet. Allerdings verfasse ich dieses Buch (vorerst) als Maturitätsarbeit und da verzichte ich doch glatt mal auf Eszetts. Sollte ich mich irgendwann entschliessen, es in Deutschland ebenfalls zu verkaufen, würde ich selbstverständlich aus "gross" etc. "groß" machen.

MfG

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (22.12.2009, 15:38)
cheezygrin cheezygrin cheezygrin

Ja, sehr ratsam!
:lol:

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Yokai
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Re:

von Yokai (22.12.2009, 16:08)
Was mir im ersten Abschnitt direkt am Anfang auffiel: Er schaut in den Spiegel und betrachtet jede Falte. Gemeint sind wohl die Falten des Gesichts, das er betrachtet. So, wie es da steht, betrachtet er aber die Falten des Spiegels.

Die kurzen Sätze vermitteln Atemlosigkeit. Ich habe den Eindruck, dass hier der Grundstein für die Geschichte eines Psychopathen gelegt wird. Ständig hat man das Gefühl, dass der Hauptdarsteller jeden Moment explodieren würde.
Gefällt mir.

Susanne Henke
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Re:

von Susanne Henke (22.12.2009, 16:20)
Hallo Huy,

ganz schön beklemmend, was so in Deinem Kopf vorgeht ;-)
Mir gefällt Dein Stil, das Knappe und die Wiederholungen. Der Text eignet sich sehr gut zum Vorlesen.
Über die Falten im ersten Absatz bin ich etwas gestolpert. Ist Dein Protagonist nicht noch etwas zu jung dafür?
Bei den Schuhen müsste es, glaube ich, "irgendwelche billigen Schuhe" heißen.
Das Ende macht mich neugierig, weil ich mich frage, warum ihn die Klassenkameraden, die ihn sonst mit Nichtachtung strafen, im Krankenhaus besuchen …

Viele Grüße
'Susanne

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Huy
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Re:

von Huy (22.12.2009, 17:57)
@Yokai: Danke für das Feedback. Ich werde den Anfang wohl nochmal überarbeiten, sodass er eindeutiger ist.

@Susanne Henke: Ich weiss nicht, ab wann Falten genau einsetzen, aber ich denke, dass man mit ~16 Jahren schon erste Falten haben kann. Bei dem Teil mit "billige Schuhe" bin ich mir selber nicht sicher. Vllt. hat weiss das jemand anders mit Sicherheit? Danke auch dir für das Feedback!

MfG

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Huy
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Re:

von Huy (23.12.2009, 18:43)
Dumme Frage, aber gefällt der Text vielleicht besser im Präsens? Ich habe ihn jetzt schon so oft im Präteritum durchgelesen, dass ich das kaum noch annähernd objektiv beurteilen kann...

Ein Spiegel im Zimmer. Ich starre ihn an. Schaue jede einzelne Falte an. Was wohl in mir steckt? Vielleicht ein Genie. Vielleicht nur ein Aussenseiter. Ich denke nach. Plötzlich ist der Spiegel zertrümmert. Von mir. Meine Hände, rot, voller Blut. Ich wasche sie ab und mache mich fertig für die Schule.

Es ist ein Tag wie jeder andere: Nachdem ich morgens meine Aggressionen losgeworden bin, geht es in der Schule weiter. Mathematik ist angesagt. Kurvendiskussion, wie ich das Thema hasse. Die Hausaufgaben habe ich nicht gemacht. Andere hätten sie einfach abgeschrieben. Doch ich habe niemanden. Ich bin alleine. Der Lehrer betritt das Klassenzimmer und ich habe Angst. Am Anfang jeder Stunde prüft er die Hausaufgaben eines Schülers. Wer ist heute das Opfer? Er blickt in die Runde und fordert mich dazu auf, ihm meine Hausaufgaben vorzuweisen. Ich beginne zu stottern, erfinde irgendeine dumme Ausrede und nehme hinter mir Gelächter wahr. Man lacht mich aus. Ich werde immer ausgelacht. Als nächstes erwartet mich eine Prüfung in Physik. Bis kurz vor der Stunde weiss ich nichts davon. Der Lehrer hat die Prüfung wohl an einem Tag angesagt, an dem ich krank gewesen bin. Meine Mitschüler haben mich nicht informiert. Die Prüfung gebe ich dem Lehrer nach zwei Minuten zurück. Ich habe keine Aufgabe gelöst.

Nach der Prüfungslektion bringt mich der Lehrer zum Rektor. Sie flüstern miteinander, dann verlässt der Lehrer das Zimmer. Der Rektor will zuerst wissen, warum ich an den Händen blute. Ich habe mir die Wunden während der Wartezeit in der letzten Lektion wieder aufgekratzt, was ich dem Rektor wahrheitsgemäss mitteile. Er scheint mir nicht zu glauben. Also benutzt er das Telefon, um meine Eltern anzurufen. Mein Vater ist zu Hause. Sie vereinbaren einen Termin für ein Gespräch. Ich beginne zu schwitzen und zittere vor Wut. Ich hasse es, wenn Eltern ins Spiel kommen. Als ob ich unselbstständig wäre und nichts alleine regeln könnte.

Nach der Schule muss ich noch in die Stadt, neue Schuhe kaufen. Ich hielt noch nie sonderlich viel von Klamotten und verschwende demnach so wenig Geld wie möglich dafür. Ich trage nie Markenklamotten. Die Mädchen aus meiner Klasse lachen mich manchmal aus, weil ich nur zu grosse und altmodische Kleider habe. Irgendwelche billigen Schuhe fallen mir in die Hände und ich will bezahlen. Ein kleines Kind schaut mich kritisch an. Auf einmal fragt es: „Kennst du Adidas?“. Noch so ein verseuchtes Kind. Dem Kommerz ausgesetzt, den Medien ausgesetzt, der Gesellschaft ausgesetzt. Die Gesellschaft ist abscheulich. Ich beginne zu schwitzen und zittere vor Wut. Es lacht mich aus. Ich werde immer ausgelacht.

Zu Hause erwartet mich Ärger. Mein Vater hat mich schon einmal verprügelt, als es Probleme in der Schule gegeben hat. Er mag das nicht. Er will immer einen disziplinierten Sohn haben. Einen, der sich in die Gesellschaft integriert hat. Ich bin nicht der Sohn, den er haben will, auf den er stolz sein kann. Die Haustür ist nicht verschlossen. Er ist also da. Im Wohnzimmer beginnt das Gebrüll. Er schimpft mich einen Versager und ich habe Angst. Er hasst es, wenn Eltern ins Spiel kommen müssen. Er schreit, ich sei unselbstständig und könne nichts alleine regeln. Er beginnt zu schwitzen und zittert vor Wut. Dann betritt meine Mutter das Wohnzimmer. Auch sie weiss schon davon. Zu zweit geht das Theater weiter. Ich fühle mich elend, weiss nicht, was zu tun ist und will weg. Als ich mich umdrehe und davon rennen will, spüre ich, dass mein Vater mich von hinten schubst, und ich verliere das Gleichgewicht.

Ich versuche meine Augen zu öffnen. Alles ist so hell, Licht blendet von allen Seiten. Eine Krankenschwester erkundigt sich danach, wie ich mich fühle. Nachdem ich meine, es ginge mir gut, teilt sie mir mit, dass ich Besuch habe und geht raus. Einige meiner Klassenkameraden betreten den Raum. Ich beginne zu schwitzen und zittere vor Wut. Sie lachen mich aus. Ich werde immer ausgelacht.


MfG

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (23.12.2009, 19:07)
Mir gefällt Präsens besser.

Nebenbei: Auch ich finde die Sache mit den Falten eigenartig im Zusammenhang mit einem 16-jährigen. Ich würde es u.U. umschreiben ... vielleicht so in der Art: "Ich lasse den Blick aufmerksam über meine Gesichtszüge schweifen"

Grüße.

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SonjaG
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Re:

von SonjaG (23.12.2009, 21:52)
Hallo Huy,

ich habe Deinen Text ganz gelesen, d.h. ich finde ihn gut. Die kurzen Sätze finde ich in diesem Abschnitt passend, doch ein ganzes Buch in diesem Stil wäre mir unangenehm. Zur Rechtschreibung: Es heißt: Die billigen Schuhe und daher "Irgendwelche billigen Schuhe fielen..."

Der Text gefällt mir übrigens im Präsens ebenfalls besser und ich finde es klasse, dass Du Dir die Mühe gemacht und alles noch einmal umgeschrieben hast.

Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinem Buchprojekt.

Herzliche Grüße
Sonja
"Zeitbandriss: Geschichten",
ISBN-13: 978-3837093551


Meine Homepage: http://sonjamariag.jimdo.com/

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (24.12.2009, 07:27)
gelöscht
Zuletzt geändert von Klaus D. Klimke am 30.11.2010, 11:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Huy
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Re:

von Huy (24.12.2009, 14:03)
@Klaus: Dass man soviel aus einem einzigen Satz machen kann, war mir bisher nicht klar bewusst. Danke für deine Aufzählung. Bei den meisten Beschreibungen stimme ich mit dir überein, aber warum sollte "Ich wasche sie, mache mich für die Schule fertig." die Schule als notwendiges Übel darstellen? Der Satz klingt für mich so eher gleichgültig, der Protagonist empfindet die Schule als gewöhnlichen Bestandteil seines Alltags. Aber das kommt meiner Meinung nach nicht explizit negativ rüber. Oder findest du etwa schon? Wie dem auch sei, ich werde mich wohl für für eine unbeteiligte, nebensächliche Variante entscheiden, weil der Protagonist zu diesem Zeitpunkt keinen Einfluss mehr auf sein Leben hat.

@chnuppesaager: Danke für den Vorschlag für den Satz mit den Falten, ich werde ihn wohl so oder ähnlich einbringen.

@Sonja: Danke für die Korrektur mit den billigen Schuhen und das Feedback. Keine Sorge, gewiss liest sich NICHT das ganze Buch so. ;)

MfG

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (24.12.2009, 14:47)
Hallo Huy,

der Text gefällt mir, im Präsens noch besser.

Was ich mich frage, kann man einen Spiegel wirklich anstarren? Man sieht ja automatisch sich selbst.

Ich starre ihn an. Schaue jede einzelne Falte an.

Zwei Mal "an" am Schluß finde ich nicht gut. Wenn man beispielsweise "schaue" durch "betrachte" ersetzt, würde das entfallen.

Nachdem ich morgens meine Aggressionen losgeworden bin, geht es in der Schule weiter.

Was ist "es"? Stress? Selbstmitleid? Unsicherheit? Provokation?

Die Mädchen aus meiner Klasse lachen mich manchmal aus, weil ich nur zu grosse und altmodische Kleider habe.

Ich dachte kurzzeitig, dass ein Mädchen erzählt. Statt "Kleider" würde ich "Kleidung" schreiben.

Das ist keine böse Kritik, sondern ein Denkanstoß! :wink:
Liebe Grüße
Christel

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Huy
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Re:

von Huy (24.12.2009, 15:13)
Hallo Bärentante,
Schön, dass der Text gefällt. Zu deinen angesprochenen Punkten:

Bärentante hat geschrieben:
Was ich mich frage, kann man einen Spiegel wirklich anstarren? Man sieht ja automatisch sich selbst.

Die Frage würde ich spontan mit "ja" beantworten. Ausserdem meine ich mit "ich starre den Spiegel an" soviel wie "ich betrachte mich hartnäckig im Spiegel". Nur wäre das dann für meinen Geschmack schon zu detailliert und unnötig ausgeführt, wenn du verstehst, was ich meine. In der Einleitung setze ich auf kurze, knackige Sätze. ;)

Zwei Mal "an" am Schluß finde ich nicht gut. Wenn man beispielsweise "schaue" durch "betrachte" ersetzt, würde das entfallen.

Jo, diesen Satz werde ich ganz sicher noch überarbeiten.

Was ist "es"? Stress? Selbstmitleid? Unsicherheit? Provokation?

Aggression. Er ist seine Aggressionen zu Hause durch das Zertrümmern des Spiegels losgeworden, allerdings kommen sie (die Aggressionen) in der Schule wieder auf.

Ich dachte kurzzeitig, dass ein Mädchen erzählt. Statt "Kleider" würde ich "Kleidung" schreiben.

Klingt denn "Kleidung" so viel männlicher? Kann ich natürlich ohne Bedenken so übernehmen, aber ich sehe den Sinn dahinter nicht direkt. Danke auf jeden Fall für dein Feedback!

MfG

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Tamira
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Re:

von Tamira (10.02.2010, 20:59)
Also zuerst einmal: Die Geschichte ist echt fesselnd! Ich brenne richtiggehend darauf, mehr zu lesen cheezygrin

Hast du dich schon endgültig dafür entschieden, diesen Text als Maturitätsarbeit zu nehmen? Ich will nämlich auch meine MA über eine meiner Kurzgeschichten machen, aber ich weiss nicht so recht, was ich dann damit anstellen soll... ^^ Sprich: Ob ich während der MA meinen Text noch weiter verarbeite, oder einfach bloss kritisch reflektiere und all das Zeugs. blink3

Ach ja, woher kommst du ursprünglich? Interessiert mich gerade, weil ich auch asiatischer Abstammung bin, und da fragt man doch gerne nach... cheezygrin

Bei der Diskussion Präteritum oder Präsens, bin ich klar für Präsens!!! Das reisst einen mit und man kriegt das Gefühl, als würde man das Geschehene gerade hautnah miterleben.

Ansonsten ist mir bloss noch der Teil mit den Falten aufgefallen, aber das wurde ja bereits erwähnt.

Viel Erfolg beim Weiterschreiben!

Gruss Tamira

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