Eine Frage :)

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Tanzmaus
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Eine Frage :)

von Tanzmaus (27.12.2009, 16:34)
Heeey :)

Ich wollte eine FRAGE stellen :)
Weil es mich wirklich interessiert:

Siegfried hat einmal etwas (beim Thema ,,Jungautoren verschollen'') gesagt, er hat gesagt, wir stellen keine Fragen und hat uns Beispiele für mögliche Fragen gegeben.
Also: Hier eine Beispielfrage von ihm, die ich gerne beantwortet hätte :)

Zitat: Willst du wissen, was Hook, Cliffhanger, Turning Point, Spannungsbogen, Katharsis sind und wie sie in einer Geschichte angewendet werden können?

Könnt ihr mir helfen? Bitte.

LG,
Nici

Maxi
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Re:

von Maxi (27.12.2009, 16:49)
Was genau willst du wissen?

Was Hook ist? Hook ist ein US-amerikanischer Fantasyfilm von Steven Spielberg aus dem Jahr 1991. Der Film handelt von einer Fortsetzung des bekannten Film: Peter Pan.

Oder was Cliffhanger ist? ( Ein US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 1993.mit Sylvester Stallone)


Alleine schon diese beiden Filme zusammengewürfelt, ergeben ein ganz neues Fantasy-Epos :-)
Viel Spaß beim Schreiben... cheezygrin
Maxi

Tanzmaus
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Re:

von Tanzmaus (27.12.2009, 16:54)
Zitat: und wie sie in einer Geschichte angewendet werden können

@ Maxi: Entschuldigung. Ich sollte mich mal etwas konkreter ausdrücken ...
Ich wollte wissen, erst mal was Siegfried mit der Frage meinte und er hat geschrieben: wie sie in einer Geschichte angewendet werden können.

Gibt es ganz bestimmte Dinge (wie z.B. SPannungsbogen), die eine Geschichte an manchen Stellen verbessern oder so?

LG,
Nicole

Maxi
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Re:

von Maxi (27.12.2009, 16:59)
Ah, jetzt ja:-)
Spannungsbogen-Suspense.
Nun, da Sigi dies angesprochen hat, sollte er seine Weisheit auch teilen.:-)
Gruß Maxi

Tanzmaus
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Re:

von Tanzmaus (27.12.2009, 17:01)
Okay, ich warte dann auf ihn.

:D

LG

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (27.12.2009, 17:13)
Meine Spannungsbögen (was für ein Wort) entwickele ich nach dem Schema, das ich mal mit dem Schreiben zusammen erlernt habe.

1. Regel
Jede Geschichte besteht mindestens aus der Beschreibung des Ist-Zustandes, der Beschreibung des Abdriftens zur Katastrophe, der Katastrophe selbst und der Errettung ggf. mit Moral von der Geschicht´.

2. Regel
Die Katastrophe besteht eigentlich schon und ist Deine Idee, wie die Geschichte verlaufen soll. Also beginne mit der Katastrophe. Das ist die zweite Hälfte vom Hauptteil.

3. Regel
Nach der Beschreibung der Katastrophe beschreibe, wie sie abgewendet wird und ziehe die Lehre aus der Sache für Deine Darsteller. Das ist das Ende.

4. Regel
Gehe zurück zum Anfang und beschreibe, wie friedvoll und normal alles vorher war. Beschreibe die Figuren, beschreibe die Umgebung. Das ist der Anfang.

5. Regel
Führe nun die Geschichte vom Anfang in die Katastrophe. Das geschieht fast von allein, denn der Anfang und das Ende sind getan.

6. Regel
Lege Dein Manuskript weg und schlafe mindestens eine Nacht darüber, ohne es zu korrigieren. Auch nicht mit Rechtschreibkorrektur.

7. Regel
Beginne mit der Rechtschreibkorrektur und nimm Dir vor, Du willst keine Änderungen am Text vornehmen. Du machst es zwar sowieso, aber es macht dann mehr Spaß.

8. Regel
Schlafe eine weitere Nacht über Deinem korrigierten Manuskript und träume davon.

9. Regel
Korrigiere erneut und füge nun alle Sätze, Worte, Figuren und Plätze ein, die noch fehlen.

10. Regel
Wenn Du Dein Werk bis jetzt noch nicht mindestens dreifach gesichert hast, übertreibst Du Deinen persönlichen Spannungsbogen ganz schön mächtig.



Das wird jetzt Deine Frage nicht abschließend beantworten, doch zumindest ein Punkt ist vielleicht ein wenig deutlicher geworden.

Tanzmaus
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?

von Tanzmaus (27.12.2009, 17:29)
Moment, mal. Jetzt verstehe ich nichts mehr.

Zitat: Toll, jetzt soll der gute Siegfried ausgetestet werden.

Lass´ doch stecken Deinen scheiss.

Kauf´ Dir doch ein Buch Tanzmaus ...


Es wird langsam echt öde; hinter all´ dem Hallas steckt doch immer noch und immer wieder, dass Siegfried es gewagt hat, AngelaB.´s Text zu kritisieren ... im letzten Sommer ...

Ohje.

Mitleid für einen Euro Cent.

Aber Tanzmaus, den musst teilen mit Angela.




Ch. warum ausgetestet? Das war eine ganz ehrliche Frage.
Und ich habe nichts mit dem Konflikt zwischen den Beiden zu tun.
Ich würde gerne lediglich meine Frage beantwortet haben.
Das fände ich schön.
Danke.

Nicole

Tanzmaus
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Re:

von Tanzmaus (27.12.2009, 17:31)
@ CeKaDo :
Vielen Dank!
Werde darauf achten!

LG,
Nicole

Tanzmaus
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Re:

von Tanzmaus (27.12.2009, 17:56)
Das war wirklich ernst gemeint, Ch.

Ich entschuldige mich, wenn es anders geklungen haben soll.

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AngelaB.
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Re:

von AngelaB. (27.12.2009, 18:23)
Lass sie aus dem Spiel 8)
Wenn ich am Himmelszelt mit den
Sternen schreiben könnte, dann würde
ich deinen Namen als erstes schreiben wollen.

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Siegfried
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Re: Eine Frage :)

von Siegfried (27.12.2009, 18:42)
Tanzmaus hat geschrieben:
Heeey :)

Ich wollte eine FRAGE stellen :)
Weil es mich wirklich interessiert:

Siegfried hat einmal etwas (beim Thema ,,Jungautoren verschollen'') gesagt, er hat gesagt, wir stellen keine Fragen und hat uns Beispiele für mögliche Fragen gegeben.
Also: Hier eine Beispielfrage von ihm, die ich gerne beantwortet hätte :)

Zitat: Willst du wissen, was Hook, Cliffhanger, Turning Point, Spannungsbogen, Katharsis sind und wie sie in einer Geschichte angewendet werden können?

Könnt ihr mir helfen? Bitte.

LG,
Nici


Vorab eine Bemerkung: Ich spreche im Nachfolgenden ausschließlich von Unterhaltungsliteratur, Spannungsliteratur usw.
Experimentalliteratur, Selbstfindungsliteratur oder Weltschmerzliteratur sind ganz eigene Themen.

Hook:
Der "Hook" ist im wörtlichen Sinne übersetzt der "Angelhaken", mit dem man den Leser in die Geschichte zieht. Da Käufer im Buchladen oft nur die ersten Seiten eines Buches anlesen, hat der Hook neben dem Spannungscharakter auch einen rein wirtschaftlichen Sinn. Letztlich geht es aber darum, den Leser in die Situation zu bekommen, dass er unbedingt wissen will, wie es weitergeht (und damit das Buch kauft).

Sehr viele Filme arbeiten nach dem gleichen Verfahren. In den erste fünf Minuten passiert etwas Hochdramatisches, was die Folgehandlung auslöst. Der "Hook" ist so etwas Ähnliches. Die Geschichte beginnt mit einem Mord, einer Entführung, einem Autounfall, irgendetwas Mysteriösem, worüber der Leser genaueres wissen will. "Anti-Hooks" sind seitenlange Beschreibungen von Wetter, Landschaft, Städte usw. Deshalb werden solche Bücher nur von einer Minderheit gelesen.

Cliffhanger:
Ein "Cliffhanger" ist eine Schreibtechnik, um beim Leser eine ganz bestimmte Art von Spannung zu erzeugen. Der Autor bringt seinen Helden in eine recht ausweglose Lage, wo ihm ganz erhebliche Gefahr droht (etwa: Er kämpft sich durch die Natur, erreicht mit letzter Kraft eine Straße und bricht dort ohnmächtig zusammen. Dann braust ein riesiger Lkw heran. - Ende des Kapitels - Nun folgt ein Kapitel mit anderen Hauptpersonen und anderen Handlungsorten. Der Leser zittert also mit, ob der Held vom Lkw überfahren wird oder nicht - diese Frage wird aber erst im übernächsten Kapitel geklärt).

Der Cliffhanger kommt im Original aus den so genannten "B-Movies", also Filmen, die nur auf Action setzen und den Held wirklich an einer Klippe hängen lassen, sei es Bergklippe oder die Kante eines Hochhausdaches. Dann wird der Schauplatz gewechselt und was ganz anderes gezeigt. Der Trick besteht im Auf und Ab der Gefühle des Zuschauers bzw. des Lesers, besonders wenn im Kapitel nach dem Cliffhanger gleich der nächste für einer andere Person aufgebaut wird.

Turning Point
Ein "Turning Point" ist ein entscheidender Wendepunkt in der Handlung. Das klassiches Schema für eine Handlung besteht als Drei- und Vier-Akter. Das heißt nichts anderes, als dass man die Handlung in drei oder vier grobe Teile aufteilen kann (das beruht auf Theorien von Aristoteles, die bis heute gültig sind).
Ein Vier-Akter besteht aus vier Teilen. Beim Übergang von einem Akt in den nächsten besteht ein "Turning Point". Es geschieht also etwas, was die Handlung in eine völlig andere Richtung bringt. Das ist etwas, was jeder "Turning Point" auslösen sollte.

Ein Beispiel für einen Vier-Akter:
1. Akt: Darstellung des intakten Lebens einer Familie, alles ist gut, alle sind sympathisch, es werden die Werte und moralischen Vorstellungen der Hauptfigur vorgestellt.
1. Turning Point: Es tritt ein Ereignis ein, das die heile Welt komplett über den Haufen wirft. Nichts ist mehr, wie es war, und nur die Hauptperson kann den ursprünglichen Zustand wiederherstellen
2. Akt: Die Hauptperson geht - so weit möglich - gegen die Störung vor, doch was auch immer die Hauptperson tut, es wird alles immer schlimmer. Die Hauptperson sucht nach einem Ausweg und beginnt, die eigenen Überzeugungen zu verleugnen. Es zeichnet sich eine Lösung ab.
2. Turning Point: Die mögliche Lösung wird zerstört. Durch die Schuld der Hauptperson wird die Gesamtsituation noch schlimmer.
3. Akt: Die Lage wird immer dramatischer, die Hauptperson wird in eine Situation gedrängt, wo ein innerer Konflikt sie zu zerreißen droht. Was ist wichtiger: das Leben der eigenen Familie oder moralische Vorstellungen, nach denen man sein ganzes Leben aufgebaut hat? Alles steuert auf einen kritischen Punkt zu (wichtig ist dabei, dass der Hauptfigur keine Möglichkeit geboten wird, sich aus der Lage herauszuschummeln - häufiger Fehler von Anfängern, die auf die Frage: Warum läuft er/sie nicht einfach davon? keine Antwort haben)
3. Turning Point: der Zusammenprall von Protagonist (Held) und Antagonist (Gegenspieler). Es kommt zum abschließenden Konflikt.
4. Akt: Darstellung der Folgen dieser Konfiktlösung. Wie ändert sich das Leben der Hauptfigur? Happy End oder Tragödie?

Das ist die Funktion der Turning Points in einer dramatischen Struktur - in aller Kürze.

Spannungsbogen
Mit "Spannungsbogen" bezeichnet man die zunehmende Spannung in einer Handlung. Dazu ist ein Konflikt nötig (ohne Konflikt - innerer Konflikt oder äußerer Konflikt - entsteht keine Spannung!). Der Spannungsbogen steigt im Laufe der Handlung nicht kontinuierlich an, sondern hat ein Auf und Ab, wobei das "Ab" niemals unter ein vorheriges "Ab" fallen darf. Der Druck auf die Hauptfigur muss kontinuierlich erhöht werden. Dabei ist auch auf die richtige Reihenfolge von Haupt- und Nebenhandlung zu achten. Beide haben ihre eigenen Spannungsbogen, wobei die Nebenhandlung später beginnt, aber früher beendet werden muss als die Haupthandlung.

Katharsis
Die "Katharsis" kommt auch aus den Theaterdramen der alten Griechen und beschreibt wörtlich die "Reinigung oder Läuterung des Helden". Der Ablauf der Geschichte sollte im Idealfall zu einer Veränderung der Hauptfigur führen. Sie sollte eine andere Sicht auf die Dinge des Lebens haben, als zu Beginn der Handlung. Figuren, die sich am Ende einer Handlung nicht verändern, sind statisch und vom eigentlichen Charakter her (also das, was eine Figur interessant macht) langweilig. Populäre statische Filmfiguren sind z. B. James Bond oder Indiana Jones. Sie handeln immer gleich, verändern sich nicht. Als Figur sind sie uninteressant, interessant ist hier nur die Action.
Schreibt man an einer längeren Geschichte, sollte man diese Veränderung der Hauptfigur im Auge behalten (nur zum Vergleich: Frodo ist zu Beginn beim "Herr der Ringe" ein ganz anderer Hobbit, als er am Ende der Handlung ist).


Wie du siehst, Schreiben ist nicht einfach, eine Idee haben, sich an den Computer setzen und seinen Text in die Textverarbeitung hämmern. Schreiben ist viel mehr. Vor allem aber eines: Harte Arbeit! :shock::

So, das war's jetzt in aller Kürze.
Hoffe, ein wenig geholfen zu haben.
Oder gibt es noch weitere Fragen? cheezygrin

Grüße
Siegfried

(Update: Rechtschreibfehler korrigiert)
Zuletzt geändert von Siegfried am 27.12.2009, 23:51, insgesamt 1-mal geändert.
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Bruno1
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Re:

von Bruno1 (27.12.2009, 18:55)
Hey chnuppesaager
was ist denn los?
müssten sich autoren eigentlich nicht kultiviert verhalten?
oder gehst du in die autoren-krabbelstube?
lass die mädchen in ruhe, oder musst du deinen frust
bei ihnen ablassen?
hol dir einen BIG MAC und relex.

Maro
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Registriert: 21.11.2009, 21:13
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Re:

von Maro (27.12.2009, 18:57)
hallo,
ich habe noch eine Frage.
Besagte die Dramentheorie Aristoteles' nicht, das es ausdrücklich fünf Akte sein sollen, nach dem Schema:
3.Akt: Abzeichnung des Kernkonfliktes,
4.AKt: retardierendes Moment, also die Herauszögerung der Katastrophe um zusätzliche Spannung zu erzeugen und um die Mutmaßungen der Zuschauer über den Ausgang der Geschichte noch einmal ungewiss zu machen und
5. Akt: Katastrophe, Ende der Geschichte.
(Das ganze mal ohne die Truning Points, es ging mir wirklich nur um Aristoteles :P ).

So habe ich das zumindest im Deutschunterricht vor zwei Jahren gelernt. Hat mich jetzt nur verwirrt, weil du, Siegfried, von vier Akten geschrieben hast.


Gruß:
Maro

Bruno1
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Registriert: 27.12.2009, 18:49

Re:

von Bruno1 (27.12.2009, 19:14)
Was verstehst du unter verteidigen? schuppenfrager?

Sie als erstes fertigmachen und dann sagen:

Ja sie hat sich eh entschuldigt- schauen wir mal was die zukunft bringt.

Ich versteh dich nicht schnuppi.
Ich bin was ich bin.

Bruno1
Beiträge: 4
Registriert: 27.12.2009, 18:49

Polizei

von Bruno1 (27.12.2009, 19:19)
schuppensager, sorry aber ich kann deinen namen nicht merken
aber ist doch sicher egal.

was meinst du mit der polizei?
vergiss sie lieber, wenn du nicht aufhörst die
mädchen zu mobben
hetz ich dir die chinesische mafia auf den hals :wink:

oder soll ich dir den simon ammann holen?

:lol: :P
Ich bin was ich bin.

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