welcher Verkaufspreis für meinen Katzenkrimi?

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Manu
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welcher Verkaufspreis für meinen Katzenkrimi?

von Manu (28.12.2009, 16:57)
Hallo an Alle,

ich hoffe, Ihr seid nicht zu sehr weihnachtsgestresst und -geschädigt (ich hab mich versehentlich gestern abend auf die Waage gestellt - das war ein Fehler :shock:: )

Ich sitze derzeit an den Korrekturen zu meinem Katzenkrimi. Anfang des Jahres möchte ich ihn "in die Form" gießen, sprich als FUN und später als CLASSIC hochladen und veröffentlichen.
Nun mache ich mir Gedanken um den Ladenpreis. Das Buch hat ein Format von 120x190 mm und wird 156 Seiten stark, Umschlag Paperback.

Der Preiskalkulator nennt mir 9,90 €. Ich würde natürlich gerne ein klein wenig mehr verdienen, aber das auszutarieren, ist schwierig. Welchen Preis soll ich dafür ansetzen?

Maro
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Re:

von Maro (28.12.2009, 17:13)
Hallo Manu

Es wäre natürlich schön, wenn man an seinem Buch wirklich Geld verdienen würde, nur war ich da anfangs nicht sonderlich optimistisch und habe deswegen den Preis für mein Buch äußerst niedrig gehalten. Jetzt verdiene cih kaum etwas daran, müsste, um kostendeckend zu arbeiten 25 Exemplare pro Monat verkaufen (ziemlich utopisch). Aber ich gehe da einfach von dem Gedanken aus: Je tiefer der Preis, desto eher die Nachfrage nach dem Buch eiens gänzlich unbekannten Autors, der über BOD veröffentlicht.
Entsprechend würde ich den Preis nicht sonderlich hoch ansetzen, auch auf die Gefahr hin, dass man nicht wirklich daran verdient, denn, gebe ich offen zu, 10€ für ein Buch mit 156 Seiten wäre für mich als Kunde so ziemlich die Obergrenze, wenn icht gerade Weihnachten oder mein Geburtstag vergangen ist und ich mehr geld als sonst in der Tasche habe.

Ich hoffe, dass ich dir etwas gehlofen habe.

Gruß:
Maro

GüntherT
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Verkaufspreis

von GüntherT (28.12.2009, 17:19)
Ich verstehe natürlich, dass Du gerne mehr an Deinem Buch verdienen würdest, aber 9,90 ist eine klassische "Schmerzgrenze" - wenn der Kalkulatir 8,90 "gesagt" hätte, könntest Du eher auf 9,90 hochgehen als von 9,90 auf 10,90; guck Dir mal die Preisgestaltung in Läden an, da findest Du auffallend oft Preise wie 9,90, 99,90 etc.
Aber trotzdem: viel Ergolg!

M.Hartmann

Re:

von M.Hartmann (28.12.2009, 17:29)
... ein klein wenig mehr verdienen

Bei 9,90 € wurde wahrscheinlich bereits eine Marge von 10 % eingeräumt, was völlig ausreichend ist. Du könntest eher noch auf 5 % verzichten, um einen akzeptablen Verkaufspreis zu erzielen.

Einfach mal selbst die Frage stellen, ob du von einer völlig unbekannten Autorin, deren Buch welches über 10 € kostet, kaufen würdest.

8) Marc

Susanne Henke
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Re:

von Susanne Henke (28.12.2009, 17:57)
Hallo Manu,

der nächsthöhere, "klassische" Preis wäre 11,90. Wäre auch aoaky, wenn Du noch irgendwas Nettes einbaust, wie ein Daumenkino à la "Glenkill" o.ä. Aber knapp unter zehn ist eindeutig besser.

Viel Spaß beim Feintuning

Susanne

hwg
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Re:

von hwg (28.12.2009, 18:10)
Der Buch-Ladenpreis ist seit jeher ein "heißes Eisen".

Doch ich denke, für jeden Lesebegeisterten ist die
"Supermarktmentalität" mit --.90-Preisen zweitrangig.

Wenn ich bedenke, dass ein Mittag- oder Abendessen
plus Getränk im Restaurant kaum unter 10 Euro zu
haben ist, erachte ich etwas höhere Kosten für ein Buch, wel-
ches man, wenn man will, für "die Ewigkeit" haben kann,
vergleichsweise als angemessen.

Und ich bin garantiert kein Millionär... cheezygrin
Neu im JBL-Literaturverlag: H. W. Grössinger, "Fallweise heiter, manchmal bewölkt" - Glossen, Feuilletons und Kurzgeschichten, die zum Schmunzeln verleiten und mitunter zum Nachdenken anregen wollen. Auch über Amazon erhältlich!

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AmberStuart
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Re:

von AmberStuart (28.12.2009, 18:16)
Hallo Manu,

ich würde dir einen Preis von 12,95 vorschlagen.
Oder ist deine Arbeit nichts wert?
Wer dein Buch lesen will, kauft es so oder so... :wink:

LG, Amber

hwg... thumbbup

julia07
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Wohnort: 87700 Memmingen

Re:

von julia07 (28.12.2009, 18:28)
Ich sehe das wie Amber und Hans.

Wozu Bücher zum Selbstkostenpreis verschleudern?
Woher stammt denn eigentlich die Annahme, dass ein Buch weniger als eine Pizza im Restaurant kosten muss? Weil man/frau selbst nicht mehr für ein Buch ausgeben würde? :shock::

An den Preisen der Publikumsverlage darf man sich nicht orientieren, denn diese Bücher sind ganz anders kalkuliert und die Herstellkosten sind viel geringer, als die beim BOD-Verfahren.

Wenn man ein Buch gemacht hat, das durch die Hand von unparteiischen Lektoren gegangen ist, möglichst wenige Fehler und womöglich noch ein ansprechendes Äußeres aufzuweisen hat, kann man auch einen "anständigen" Preis dafür verlangen!

LG, Julia

Lennet

Re:

von Lennet (28.12.2009, 18:42)
Ich bin auch kein Millionär, aber habe schon ein Hardcover für € 24.95 gekauft, weil mir Cover, Werbung und Rezensionen gut gefielen. Ich denke auch nicht, dass der Preis den alleinigen Ausschlag gibt, ob ich ein Buch kaufe, sondern wie sehr ich es haben möchte.

Insofern kann ein Taschenbuch eines unbekannten Autors, das ich aber unbedingt haben möchte (wg. Cover, Werbung, Inhaltsangabe, Rezensionen usw.) auch gerne € 14,95 kosten. Bei Ebay habe ich auch welche für € 20.- ersteigert - und das trotz klammer Kasse: Ich wollte sie einfach UNBEDINGT haben.

Im Gegenzug muss ich ganz ehrlich sagen. dass ich auch stutzig werde, wenn ein (BoD-)Buch zu preiswert ist. Das kann geringen Glauben des Autors in sein Werk suggerieren. Ein (BoD-)Buch für € 5.99 oder € 7.99 würde mich eher misstrauisch machen. Bei uns sagt man "Was nichts kostet, ist auch nichts". Der Preis sollte angemessen sein.

Die allgemeine Auffassung, dass das Buch so preiswert wie möglich sein soll, kann ich also überhaupt nicht teilen. Der Preis soll dem Buch entsprechen. Viele (BoD-)Bücher über € 20.- in der internen Bestsellerliste belegen, dass ein geringer Preis kein Kaufargument - und ein hoher nicht abschreckend sein muss.

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hawepe
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Re:

von hawepe (28.12.2009, 18:59)
Hallo Manu,

die Preisgestaltung ist in der Tat kompliziert. Auf alle Fälle solltest du auch gleich Ausgaben für die Werbung einrechnen. Ich habe z.B. meinen Autoren-Ratgeber so knapp kalkuliert, dass nahezu jede Werbung zu einem Zuschussgeschäft zu werden droht.

Beste Grüße,

Heinz.

Flora Grün

Re:

von Flora Grün (28.12.2009, 19:14)
Hallo Manu,

auch ich würde für 9,90 plädieren, da für den Käufer bei 10 Euro eine psychologische Schwelle liegt. Wenn du in einem Verlag veröffentlichst und nicht gerade Dan Brown heißt, bekommst du um die 10 % Honorar, das wäre ja bei einem VK von 9,90 gegeben.
Beim Durchblättern des BOD-Novitätenkatalogs fallen mir immer wieder Bücher ins Auge, die gnadenlos überteurt sind. Da tut sich der Autor keinen Gefallen. Andere werden für 5,95 fast verschenkt, was wie Lennet richtig sagt, zeigt, dass der Autor sein Produkt nicht wirklich schätzt.
Ich kann dir nur empfehlen, dich im Buchladen oder bei Amazon zu informieren, was Bücher vergleichbarer Dicke und Ausstattung kosten.

Viele Grüße
Flora

Lennet

Re:

von Lennet (28.12.2009, 19:22)
Flora Grün hat geschrieben:
Hallo Manu,

auch ich würde für 9,90 plädieren, da für den Käufer bei 10 Euro eine psychologische Schwelle liegt. Wenn du in einem Verlag veröffentlichst und nicht gerade Dan Brown heißt, bekommst du um die 10 % Honorar, das wäre ja bei einem VK von 9,90 gegeben.
Beim Durchblättern des BOD-Novitätenkatalogs fallen mir immer wieder Bücher ins Auge, die gnadenlos überteurt sind. Da tut sich der Autor keinen Gefallen. Andere werden für 5,95 fast verschenkt, was wie Lennet richtig sagt, zeigt, dass der Autor sein Produkt nicht wirklich schätzt.
Ich kann dir nur empfehlen, dich im Buchladen oder bei Amazon zu informieren, was Bücher vergleichbarer Dicke und Ausstattung kosten.

Viele Grüße
Flora


Die meisten Bücher auf der internen Bestsellerliste kosten weit mehr als 10 Euro, insofern sehe ich das mit der psychologischen Schwelle nicht so.

Flora Grün

Re:

von Flora Grün (28.12.2009, 19:27)
Also für mich persönlich sind die 10 Euro schon eine bedeutende Schwelle, wenn ich ein Buch überhaupt nicht kenne und nur durch den Titel oder einen Zusatztext darauf neugierig wurde. Ich bin auch schon auf pfiffige Titel reingefallen - also mehr als 10 Euronen leg ich unbesehen nicht in ein Buch an.

Lennet

Re:

von Lennet (28.12.2009, 19:52)
Eine wirkliche Schwelle ist für mich nicht der Preis, sondern das Wissen, dass es sich um ein BoD-Buch handelt. Der Preis macht es für mich in der Hinsicht nicht wirklich attraktiver.

Ist das Buch zu preiswert (und hat vielleicht noch ein dilettantisches Cover) frage ich mich eher noch, was da an Rechtschreibung und Inhalt auf mich zukommt, unabhängig davon, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.

Bei einem attraktiven Cover, ansprechender Inhaltsangabe und evtl. positiven Rezensionen zahle ich dann auch gerne einen angemessenen Preis über 10 Euro (€ 12.95 - € 14.95) - ich muss das Buch eben unbedingt wollen.

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (28.12.2009, 20:05)
Hallo Manu,

nimm 11,90. Der Preis beeinhaltet 2,06€ Marge. Schreiben ist schön, aber verschenken wollen wir unsere Arbeit auch nicht. Nachdem viele BoD-Bücher nur in geringen Stückzahlen gekauft werden, legst du bei zu knapper Kalkulation drauf. So hast du auch noch etwas Luft für Marketing.

Viele Grüße

Torsten
Heiteres Gartenlexikon - Heiteres Heimwerkerlexikon - Irgendwas mit Wuppertal - Im Dutzend witziger

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