Der kleine Kessel 2. und letzter Teil

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Sören
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Der kleine Kessel 2. und letzter Teil

von Sören (29.12.2009, 13:20)
Hier nun der letzte Teil.

"Sein neuer Begleiter kommt ab und zu mal an und fragt wies mir geht. Ihm tu ich Leid, aber meinen alten Herrn nicht.“

„Du lieber Hund,“ meinte eines der Schafe, „Wir wollen dich befreien. Komm mit uns in die weite Welt hinaus.“ Gesagt getan.

Die Schafe erklärten, wer sie aus dem Stall befreit hatte und was sie vor hatten. Der Kessel zeigte sich kurz dem Hund und vergrub sich wieder ins warme Fell des Schafes.
Gemeinsam liefen sie wieder über Wiesen und Felder und gelangten bald zu einem großen Wald.
Riesige Bäume umgaben die Wanderer. An einem blieben sie stehen.

„Der Baum hier gibt uns genug Schutz vor dem Regen,“ sagte der Hund.
Der Stamm des Baumes war so dick, dass sie alle bequem neben einander stehen konnte. Der Baum tat sich auf und die Pilger blickten in einen Garten, wo viele Sträucher und Bäume standen.

Früchte hingen an den Sträuchern und die Bäume trugen das schönste Obst. Es gab auch Bananenbäume und dort standen auch Häuser aus Schokolade und Marzipan.

Die Sonne am Himmel war ein gelber gemalter Fleck, der ein grinsendes Gesicht aufwies.
Viele andere Tiere liefen da herum und ließen sich die Früchte von den Sträuchern und den Bäumen schmecken. Ein Wildschwein lag unter einem Baum und war offensichtlich voll gefressen, so dass es ein verdauungsschläfchen hielt.

„Geht herein,“ sagte der Baum. „Hier könnt ihr mit den anderen in Frieden leben. Es gibt immer reichlich zu essen und zu trinken. Niemand streitet sich hier und niemand möchte wieder zurück aus dieser Welt.“

Die Wanderer traten ein. Hinter ihnen schloss sich der Baum und sie blickten auf ein riesiges Gebäude, dass aus Lebkuchen gebaut war.
„Wer mag das hier alles erschaffen haben?“ wollte der Hund wissen.

„Ich weiß es nicht, aber es sieht aus, als könnte es uns hier gut gefallen,“ meinte der Kessel.
„Hier geht nie etwas zu essen aus,“ meldete sich ein Reh, welches hinter einen Baum herlugte. „Wenn ein Apfel von einem Baum gepflückt wird, dann ist an deren Platz gleich der nächste schon dran.“

„Genauso ist es auch mit vielen anderen Sachen hier,“ meinte ein Wolf, der sich hinter dem Reh befand.
„Ich heiße euch hier Herzlich Willkommen,“ kam ein Bär grüßend auf sie zu. „Hier kommen nur diejenigen her, die schweres Schicksal in ihrer Welt erlebt haben. Aber hier soll es euch gut gehen bis an euer Lebensende.“

So war es auch. Die Schafe und der Hund lebten zusammen mit vielen vielen anderen Tieren zusammen, bis sie eines natürlichen Todes starben.
Der kleine Kessel aber lebt heute noch. Er hat einen nutzen dadurch, Wasser aus einem Brunnen zu erwärmen und dazu braucht er weder Feuer noch einen Herd. Das Wasser was er aufnimmt erwärmt sich von ganz alleine und verwandelt sich in Tee. Wenn er heiß ist, dann nimmt ein krankes Tier einen heißen Schluck aus ihm und wird gleich wieder gesund.

Da dies der einzige Kessel in diesem Land ist, ist er auch sehr gefragt und das Loch hatte der Bär mit Honig zugeschmiert.
Der Mensch ist das größte Raubtier der Erde.

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Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (30.12.2009, 21:15)
Sehr erfindungsreich. Ich würde es als modernes Märchen bezeichnen. Persönlich hätte ich es auch gern in einem Rutsch durchgelesen. Wem wie mir der Anfang gefällt, muss so noch einmal einsteigen. Das ist eine an sich unnötige Unterbrechung. - Arno Abendschön
Geschichten werden niemals richtig erlebt, nur manchmal, sehr selten, richtig erzählt. (Alfred Polgar)

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Sören
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Re:

von Sören (03.01.2010, 14:59)
Hallo Arno.
Danke für deine Antwort und deinen Rat.

Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber ich persönlich habe schwirigkeiten, mir lange Texte im Internet aufeinmal durchzulesen. Bekomme dann Kopfschmerzen und kann mich nicht mehr so recht auf den Text Konzentrieren. Daher habe ich gedacht, werde ich lange Texte von mir trennen.

L.G.
Sören.
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