Namen von Schulen/Orten verwendbar?

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


Tanzmaus
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Namen von Schulen/Orten verwendbar?

von Tanzmaus (31.12.2009, 11:37)
So, mir ist gerade noch etwas eingefallen.

Darf man eigentlich Orte bzw. Schulen in seine Bücher einbauen?
Und auch Songtexte?

Ich glaube hier gab es schon einmal einen ähnlichen Tread, bin mir aber nicht sicher und finde ihn auch leider nicht.

Wenn man z.B. sagt, dass Kantinenessen der Schule XY ist schrecklich und die Lehrer/innen bewerten nur nach Aussehen,
ist das dann nicht diskriminierend für die Schule?
War auch nur ein Beispiel ...

... Liebe Grüße und einen guten Rutsch (heute Silvester :D),
Nici

Sir Adrian Fish
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Wohnort: Hamburg

Re:

von Sir Adrian Fish (31.12.2009, 12:32)
Hallo Tanzmaus,

das Verwenden von Orten und Namen von Schulen sollte weniger das Problem sein. Problematisch wird es dann, wenn du dich auf dein Recht zur freien Meinungsäußerung berufst, dieses Rechtdann allerdings mit einem anderen Recht kollidiert. Soll heißen: wenn du dich kritisch mit der Qualität eines Kantinenessens auseinandersetzt, könnte der Kantinenbetreiber dies als diskriminierend, sowie ruf- und geschäftsschädigend empfinden bzw. interpretieren und könnte auf Unterlassung klagen bzw. ggf. auch auf Schadenersatz verklagen.

Es gibt momentan eine Vielzahl von Online Foren diverser Fach- und Themenrichtungen, die sich aktuell mit Gerichten herumstreiten, weil sich Forennutzer kritisch über Personen oder Unternehmen geäußert habe.

Hierbei ist es erstmal zweitrangig, ob die Kritik berechtigt ist. Dies muss dann im zweiten Schritt belegt werden.

Von daher sei dir angeraten, dir sehr genau zu überlegen und abzuwägen, wie du dich wann über wen ausläst.

GüntherT
Beiträge: 19
Registriert: 08.12.2009, 20:27

Re:

von GüntherT (31.12.2009, 13:12)
Hallo Tanzmaus, schließe mich meinem Vorredner weitgehend an - das Essen in der Kantine als schlecht zu bezeichnen, kann durchgehen, solang es nicht mich konkreten Fakten untermauert wird, die dann nicht stimmen (... nimmt Waren her, die längst abgelaufen sind ...); nur zu sagen "Das Essen schmeckt langweilig" ist m.E. OK.
Wenn Du Lehrern unterstellst, sie würden nach Aussehen o.Ä. beurteilen, ist Vorsicht angebracht, zumal dann, wenn Rückschlüsse auf konkrete Personen möglich sind, denn dann ist man beweispflichtig!

Tanzmaus
Beiträge: 136
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Re:

von Tanzmaus (31.12.2009, 13:48)
Okay, danke euch Beiden.

Was ist eigentlich, wenn ich eine Schule nenne, wo jedoch ,,erfundene'' Lehrer sind? Das geht doch, oder?! ;)

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (31.12.2009, 14:41)
Hoi Tanzmaus,

wenn es irgendwie geht, würde ich es vermeiden, real existierende Einrichtungen in Deinen Texten zu verwenden. Auch eine tatsächlich existierende Schule würde ich deshalb nicht verwenden; in diesem Punkt ist es besser, übervorsichtig zu sein. Auch "erfundene" Lehrer an real existierender Schule finde ich deswegen nicht empfehlenswert - denn es wird Dir kaum gelingen, eine Lehrerfigur zu erfinden, die nicht an einen wirklichen Lehrer erinnert; schliesslich gibt es ja eine Menge Lehrer in einem solchen Kollegium.

Wie gesagt, ich finde halt: besser Vorsicht als Nachsicht ...

Ich habe neulich gelesen, dass besonders Krimiautoren ständig mit Rechtsstreitereien zu kämpfen haben.

Grüße.

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