Erfahrungen: Negativ-Rezension bei amazon.de

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storyabc
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Erfahrungen: Negativ-Rezension bei amazon.de

von storyabc (11.01.2010, 21:29)
Ich frage einfach mal in die Runde: Habt ihr mit euren Büchern schon Erfahrungen gemacht mit negativen Rezensionen bei amazon.de, die jeglicher Grundlage entbehren, und die den Anschein erwecken, dass sie einzig dazu dienen, dem bislang guten Verkauf eines Buches zu schaden?

Mein BOD-Buch StoryABC hat sich bislang sehr gut verkauft und ist, wie mir viele erfahrene und erfolgreiche Autoren bestätigt haben, gut geschrieben und sehr informativ. Die Rezension, die ein Kunde geschrieben hat, ist nicht nur ein Verriss, sondern auch - wie ich finde - persönlich verletzend. Was kann man da tun?

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David Damm
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Re:

von David Damm (12.01.2010, 09:22)
Hallo,

ich habe mir die Rezension durchgelesen. Sie ist zwar sehr kritisch, aber wenn dem Leser das Buch nicht gefallen hat, so darf er seine Meinung trotzdem frei äußern. Und, wie ich finde, hat er das in einer höflichen Art und Weise getan.
Verschiedene Menschen haben verschiedene Geschmäcker und Ansprüche. Somit läßt sich gegen diese Rezension nichts einwänden. Als Autor würde ich sie mir kritisch betrachten und vielleicht etwas daraus entnehmen, was man beim nächsten Buch besser machen kann.

Viele Grüße,
David.

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SonjaTsch
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Re:

von SonjaTsch (12.01.2010, 09:22)
Hallo,

Du kannst versuchen Dich an Amazon zu wenden. Evtl. löschen sie den Kommentar heraus.

Mir ging es einmal so, dass ich eine sachliche Korrektur zu einem Buch eines großen Verlages verfasst habe. Die Autorin wurde total ausfallend, beschimpfte mich in einem Kommentar übelst und mein Anwalt meinte, das könnte man schön als Rufmord zur Anzeige bringen.

Mir war das zu blöde. Ich hab Amazon angeschrieben warum sachliche Bewertungen zu einem gelesenen Buch (Buch wurde sogar über amazon von mir bestellt - sprich Nachweis war da) kommentiert werden darf. Kurz später war der Kommentar der autorin gelöscht.

Ich denke daher, Amazon greift ggf. durchaus ein.
Liebe Grüße
Sonja

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Beckinsale
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Re:

von Beckinsale (12.01.2010, 09:50)
Ich würde versuchen, das auch ein wenig sportlich zu sehen. Es ist sicher nicht die Mehrheit, aber es gibt auch Menschen, die besondere Neugier (und Kaufwunsch) entwickeln, wenn etwas - hier ein Buch - ganz offensichtlich oder auch nur scheinbar subjektiv verrissen wurde. Nach dem Motto: "Das kann ja wohl so nicht sein, muß ich mir anschauen" :) V.a., wenn nebenher auch positive Kritiken zu finden sind, und noch einmal mehr, wenn diese auch noch von "großen Namen" stammen.

My.

julia07
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Re:

von julia07 (12.01.2010, 10:13)
David Damm hat geschrieben:
... Verschiedene Menschen haben verschiedene Geschmäcker und Ansprüche. ... Als Autor würde ich sie mir kritisch betrachten und vielleicht etwas daraus entnehmen, was man beim nächsten Buch besser machen kann.

So sehe ich das auch! Mir sind jedenfalls Negativ-Rezis, die auch den Grund für den Unmut nennen lieber, als solche, die offensichtlich mehr den Autor/die Autorin treffen sollen, als das Buch beschreiben.
Das ist mir gerade passiert: Polemische Rezi bei Amazon
Solche Rezis sollte man nicht überbewerten.
Ein ganz anderes Thema sind gezielte Mobbing-Aktionen, die mit Kritik am Buch gar nichts mehr zu tun haben. Darüber mussten wir hier ja auch schon berichten und da kann man auch reagieren, damit klar wird, welche Absicht dahinter steckt.

LG, Julia

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hawepe
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Re: Erfahrungen: Negativ-Rezension bei amazon.de

von hawepe (12.01.2010, 10:39)
Hallo storyabc,

storyabc hat geschrieben:
Die Rezension, die ein Kunde geschrieben hat, ist nicht nur ein Verriss, sondern auch - wie ich finde - persönlich verletzend. Was kann man da tun?


Wo ist sie ein Verriss und persönlich verletztend?

Leider ist deine Reaktion symptomatisch für Book-on-Demand-Autoren und bestätigt die Vorurteile gegenüber dieser Veröffentlichungsart. Aber da wir hier schon ausreichend Diskussionen hatten, ob Kritik nicht nur theoretisch, sondern auch tatsächlich erlaubt sein darf, mag ich dazu nichts mehr schreiben.

Beste Grüße,

Heinz.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (12.01.2010, 10:42)
Ich habe mir die Rezi gerade angeschaut und kann nur Heinz beipflichten.
Offenbar hat der Rezensent von dem Buch etwas anderes erwartet.

Aber eins hast du doch damit erreicht: die Leser hier schauen die Rezi an und damit wirbst du ja auch für dein Buch :wink:

Gruß
Haifischfrau

storyabc
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Danke!

von storyabc (12.01.2010, 12:55)
Erst mal vielen Dank für eure Meinungen. Ich werd´s sportlich sehen! Was anderes hilft auch nicht.

Ich habe mich eben geärgert, weil der Rezensent mich als "oberflächlich", "passionslos" etc. bezeichnet hat und natürlich fühlt man sich da persönlich auf den Schlips getreten (man kennt sich schließlich selbst auch wenig und weiß, dass das nicht stimmt... :lol: )

Nochmals vielen Dank für die hilfreichen Gedanken zu dem Thema!

Nitram
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Re: Erfahrungen: Negativ-Rezension bei amazon.de

von Nitram (12.01.2010, 13:33)
storyabc hat geschrieben:
Die Rezension, die ein Kunde geschrieben hat, ist nicht nur ein Verriss, sondern auch - wie ich finde - persönlich verletzend. Was kann man da tun?


Hallo Jürgen!
Was du tun kannst?
Na ja, vielleicht als erstes mal den link zu deinem buch und zu deiner hp in deiner signatur eintragen, damit man dich leichter findet... ;-)
Auch wäre eine Vorstellung deines Werkes und deiner Person hier im pool nicht schlecht oder habe ich das übersehen?

Aber zum Thema:
Ich habe mir die Rezi durchgelesen und mein Eindruck ist, dass der Rezensent - vorsichtig ausgedrückt - sehr widersprüchlich agiert.
Zum einen spricht er dir jegliche Kompetenz ab, was eindeutig gegen den Autor zielt und daher nicht korrekt ist, denn dazu hat er kein Recht.
Andererseits erwähnt er im letzten Satz, dass er aus dem Buch vielleicht doch etwas profitiert habe... (Kann man auch so interpretieren: ich habe gelernt, wie man es NICHT machen sollte...)
Möglicherweise ist dem Rezensenten nicht bewusst, dass ein Stern "Nicht genügend" bedeutet (= das Buch ist unlesbar).

Stellt sich die Frage, ob man diese Rezi nicht am besten ignorieren sollte...

Gruß
Nitram
Tu felix Austria - die andere Seite der Alpenrepublik - zweite Auflage
ISBN 978-3-8391-0512-2
HP: www.robert-brettschneider.com
Video: http://www.youtube.com/user/RobertBrettschneider

storyabc
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Re:

von storyabc (12.01.2010, 13:56)
Vielen Dank, Nitram. Ich werde mich bei Gelegenheit mal hier im Forum vorstellen.

Du hast vollkommen Recht: Man sollte die Rezi ignorieren. Allerdings tun das eben nicht die potentiellen Leser. Man will ja schließlich seine Bücher verkaufen. Und viele Leser richten sich nun mal nach den Rezis und den Sternen bei amazon. Da ich den Großteil meiner verkauften Bücher über amazon.de verkaufe, wird das dem Verkauf sicherlich deutlich schaden.

Ich habe da bereits Erfahung mit einem anderen Buch (Dramaturgie made in Hollywood). Es lief sehr gut. Dann kam eine negativ-Rezi und mein Buch stürzte förmlich ab. Amazon hat meiner Meinung nach mittlerweile eine sehr große Macht (vor allem über BOD-Autoren - glaube ich). Denn amazon nimmt (und das ist sehr gut so) viele Bücher, die z.B. libri nicht auf Lager nehmen würde, selbst ins Lager hinein.

Ich will jetzt nicht eine Verschwörungstheorie aufbauen, aber es es gibt sicherlich auch andere Verlage oder Autoren, die ihre Bücher eben schlechter verkaufen, wenn das Buch eines anderen Autoren gut läuft. Was liegt da näher, eine negative Rezension zu streuen, um dem Buch zu schaden?

Was meint ihr dazu?

Grüsse
Jürgen
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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (12.01.2010, 16:58)
Ich rate auch mal zu ner Recherche zum Verlag "Books on Demand".

Hallo, hier kann ich schon ein Hauch von Bösheit erkennen blink3
LG,

Lisa

storyabc
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Re:

von storyabc (12.01.2010, 17:28)
Hallo Lisa,

danke, dass du diesen Ausschnitt der Rezi erwähnst.

Für mich ist die Rezi eben deshalb manipulativ, weil sie nach einem bestimmten Schema abläuft:

1. Der Autor ist unbekannt, also schlecht.

2. Der Verlag Books on Demand hat ja sowieso einen zweifelhaften Ruf.

3. „Das Buch hätte ich selbst besser schreiben können“.

4. Dazwischen verstecken sich mehrere Seitenhiebe auf die Kompetenz des Autoren.

5. Auf den Inhalt des Buches wird überhaupt nicht eingegangen!

Ich kenne eine Rezension über ein anderes Buch aus meinem Fachbereich, die genauso abläuft (ebenfalls ein Demand-Titel).

Das alles wundert mich schon ein wenig und lässt mich spekulieren... :?

Beste Grüsse

Jürgen
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Yokai
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Re:

von Yokai (12.01.2010, 18:15)
Gerade im Bereich Fachbuch wird es immer jemanden geben, der meint, er wüsste es besser.
Ich schätze mal, bei fast allen Fachbüchern wird man solche oder ähnliche Rezensionen lesen können.
Die Einwände des Rezensenten könnte man zwar, will man sie persönlich nehmen, als spitzfindig betrachten, aber ganz unrecht hat er sachlich betrachtet ja auch nicht.
Schreibt man über ein Thema, von dem man nur theoretisch Ahnung hat (was ich jetzt mal vermute), ist der Einwand, dass fehlende Referenzen (eigener, erfolgreicher Film) vermuten lassen, dass es an Kompetenz mangelt, auch nicht so weit hergeholt.
Ich könnte bei jemandem, der ein Buch darüber schreibt, wie man einen Roman zu schreiben hat, das aber selbst nie getan hat, auch misstrauisch werden.
Sich andererseits über das "Hollywood-Ziel" aufzuregen, ist zweischneidig zu sehen. Hollywood-Filme sind wahrscheinlich die erfolgreichsten. Ob es die besten sind, darüber kann man diskutieren. Kommt auf das Publikum an.

Was Bod angeht - bod ist halt bekannt dafür, blind alles zu drucken. Dabei kann gutes herauskommen, aber auch Schrott. Es wird eben in der Regel nichts geprüft. So steigt das Misstrauen schon mal naturgemäß. Das ist vielleicht nicht fair. Aber was ist schon fair?
Will man das "Bod-Problem" umgehen, druckt man halt einfach selber.

Dass aber offenbar vor allem Bod-Autoren über negative Rezensionen jammern, wirft auch nicht unbedingt ein gutes Licht auf die Autoren. Man bekommt irgendwie den Eindruck dabei, dass man Bod-Autoren grundsätzlich nicht kritisieren darf. Was das Misstrauen noch weiter erhöht.
Fehlt nur noch, dass man gesetzlich gegen solche Rezensionen vorgeht. Soll schonmal vorgekommen sein.
Der Hinweis auf Bod als gehaucht Bösartig zu bezeichnen, ist ... nun ja. Genauso gerne hacken Bodautoren auf DKZV herum. Im Grunde das selbe Prinzip. Also nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt.
dozey:

storyabc
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Re:

von storyabc (12.01.2010, 18:41)
Entschuldigt mich, aber ich hatte gerade eine etwas verrückte Idee:

Was, wenn das Establishment (ich meine damit die etablierten Verlage) nicht will, dass BOD-Bücher groß rauskommen, bzw. in der ersten oder zweiten Lage der Bücher mitspielen?

Der Verlag BOD ist eine ganz tolle Sache – finde ich. BOD könnte das etablierte Verlagswesen ziemlich in die Bredouille bringen, wenn immer mehr etablierte Autoren ihre Bücher darüber verlegen würden.

Denn man verdient deutlich (!) besser als die meisten Autoren. Man kann sein Buch gestalten, wie man will. Man kann sich einen Lektor der eigenen Wahl nehmen, und und und... Man ist letztendlich viel freier, als die meisten Autoren.

Würde ich zum Establishment gehören, dann würde ich doch alles tun, um diese Querulanten von Demand-Autoren zu schädigen. :twisted: Ich würde sie ein bisschen Geld verdienen lassen – aber niemals zu viel! Niemals würde ich zulassen, dass sie einen echten Bestseller veröffentlichen! :twisted: Das würde ich allerdings nur tun, wenn ich böse wäre. Bin ich aber nicht! :P

Entschuldigt bitte! Meine Phantasie ist gerade mit mir etwas durchgegangen. Sicherlich ist alles Zufall, auch wie sich die Aktienkurse nach oben und nach unten bewegen und von wem wir regiert werden, etc., oder etwa nicht? :roll:

Beste Grüsse
Jürgen

P.S. Glaubt jetzt bitte nicht, ich bin verrückt! Ich bin es höchstens ein bisschen... :?
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M.Hartmann

Re:

von M.Hartmann (12.01.2010, 18:46)
Es ist und war schon immer seltsam, dass gerade BoD Autoren/innen sich über negative Rezensionen aufregen. Manchmal zurecht und manchmal eben nicht.
Hier jedenfalls nicht. Es wird geschrieben, dass es das erste Buch über Drehbuchschreiben war, was dieser gekauft hat und sich wohl einiges davon versprach. Nun, dass ist nicht eingetreten und er oder sie hat dies zum Ausdruck gebracht.
Konstruktiv, über das warum und weshalb das Buch keinen Gefallen gefunden hat und damit durchaus eine berechtigte Rezension.

Man sollte sich durchaus auch mal schlechte Kritiken zu Herzen nehmen, und nicht immer glauben man stehe über den Dingen, oder die Leser hätten ja keine Ahnung ...

8) Marc

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