EILT! eci-Farbprofil / Farbmanagement

Buchblock, Cover, Print on Demand, E-Book-Konvertierung: Euer Forum rund um die Bucherstellung.


dee
Beiträge: 4
Registriert: 19.01.2010, 17:11

EILT! eci-Farbprofil / Farbmanagement

von dee (19.01.2010, 17:38)
Hallo!

Hier kann mir hoffentlich jemand konkret weiterhelfen. Ich möchte ein Buch mit einigen Farbfotos und -grafiken sowie einem Paperback-Cover mit vollformatigem Foto drucken lassen.

Ich arbeite mit PhotoShop und InDesign CS4 unter Windows. Die Fotos stehen mir größtenteils als unbearbeitete RGB jpg zur Verfügung, wie sie aus der Kamera gekommen sind. Die Grafiken liegen als jpg, tif und png in RGB vor.

Das eci-Profil habe ich installiert und in PhotoShop unter color settings voreingestellt. Mein Monitor ist kalibriert.

Nun meine Fragen:

1. Verstehe ich es richtig, dass alle Fotos bereits mit beim Öffnen ins eci-Profil konvertiert werden müssen, also nicht erst in RGB geöffnet und nachträglich in eci umgewandelt werden müssen?

2. Mir wurde dringend davon abgeraten, die Fotos in der CMYK-Vorschau zu bearbeiten. Was sagen die Fachleute dazu?

3. Gibt es die Möglichkeit, einen farbverbindlichen Proof anfertigen zu lassen, und das möglichst schnell?

Vielen Dank im Voraus für eine schnelle Antwort!

Benutzeravatar
hawepe
Beiträge: 7138
Registriert: 15.04.2007, 21:26
Wohnort: Berlin

Re: EILT! eci-Farbprofil / Farbmanagement

von hawepe (19.01.2010, 22:28)
Hallo Dee,

dee hat geschrieben:
1. Verstehe ich es richtig, dass alle Fotos bereits mit beim Öffnen ins eci-Profil konvertiert werden müssen, also nicht erst in RGB geöffnet und nachträglich in eci umgewandelt werden müssen?


Du solltest jedenfalls mehrfache Konvertierung vermeiden. Also nicht erst aus dem RGB-Raum der Kamera in den RGB-Raum des Monitors und dann in den RGB-Raum für BoD konvertieren.

2. Mir wurde dringend davon abgeraten, die Fotos in der CMYK-Vorschau zu bearbeiten.


Da Monitore kein CMYK beherrschen, lassen sich CMYK-Bilder auf dem Monitor nicht wirklich gut bearbeiten. Außerdem: Was willst du mit CMYK? BoD bevorzugt RGB.

3. Gibt es die Möglichkeit, einen farbverbindlichen Proof anfertigen zu lassen, und das möglichst schnell?


Diese Möglichkeit bietet BoD leider nicht. Da es auch keine Referenzexemplare gibt, empfiehlt BoD dafür BoD Fun zu verwenden.

Beste Grüße,

Heinz.

dee
Beiträge: 4
Registriert: 19.01.2010, 17:11

Re:

von dee (19.01.2010, 23:25)
Hallo Heinz, vielen Dank für deine Antwort.

Die Produktion eines Referenzexemplares über BoD Fun dauert sehr lange, so viel Zeit habe ich leider nicht...

Was die CMYK-Vorschau betrifft: PhotoShop bietet die Möglichkeit, RGB-Fotos zwar im RGB-Farbraum zu belassen und zu bearbeiten, die Vorschau aber in CMYK zu sehen, um das spätere Druckergebnis besser beurteilen zu können. Denn das fertige Dokument wird bei BoD vor dem Druck in CMYK umgewandelt. Und das ist der Knackpunkt.

Das Thema Farbmanagement ist sehr komplex und die Angaben von BoD leider nur sehr spärlich... Deshalb wäre ich sehr dankbar für eine Aussage von Seiten der Druckvorstufe.

viele Grüße, dee

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5952
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (19.01.2010, 23:46)
dee hat geschrieben:
Was die CMYK-Vorschau betrifft: PhotoShop bietet die Möglichkeit, RGB-Fotos zwar im RGB-Farbraum zu belassen und zu bearbeiten, die Vorschau aber in CMYK zu sehen, um das spätere Druckergebnis besser beurteilen zu können.


Das musst du mir jetzt mal erklären, wie das auf einem Monitor gehen soll! cheezygrin

Meines Wissens ist CMYK ein subtraktives Farbmodell. Die Hintergrundfarbe ist Weiß. Das bedeutet, das Licht wird in vollem Umfang des Farbspektrums von der Oberfläche reflektiert und erzeugt so in unserem Auge die Farbe Weiß. Durch Auftragen von Farbe werden bestimmte Teile des Farbspektrums von der Oberfläche quasi geschluckt und nur noch Teile des Farbspektrums werden zum Auge des Betrachters reflektiert. Deshalb - weil durch Auftragen von Farbe die reflektierten Bereiche immer kleiner werden - nennt man das ein subtraktives Farbmodell.

Anders bei PC-Bildschirmen.

Bildschirme haben als Hintergrundfarbe Schwarz. Das ist bei CMYK eine der vier Farben - da kann also schon mal was nicht funktionieren (warum soll ich schwarze Farbe auf einen schwarzen Hintergrund malen?). Durch Ansteuern der Bildpunkte eines Monitors wird etwas zum Leuchten gebracht, nämlich rote, grüne oder blaue Punkte. Je nach Intensität der Leuchtkraft mischen sich die drei Leuchtpunkte und führen im Auge des Betrachters zu den Mischfarben.Leuchten alle drei Punkte in voller Stärker, wird der Punkt weiß. Das Leuchten der Bildpunkte führt also zu einer Vermehrung des sichtbaren Farbspektrums. Deshalb nennt man das additives Farbmodell.

Ein Monitor, der im ausgeschalteten Zustand weiß ist und seine Farben durch Entzug von Farbinformationen erzeugt, ist mir bis heute nicht bekannt. Letztlich ist also das Betrachten von angeblichen CMYK-Farben auf dem Monitor nichts weiter als eine Umrechnung von CMYK in RGB. CMYK-Farben kann man nur durch Betrachten des Druckes bewerten - auch wenn uns PhotoShop da was anderes vorgaukeln will. cheezygrin


Grüße
Siegfried
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

dee
Beiträge: 4
Registriert: 19.01.2010, 17:11

Re:

von dee (20.01.2010, 00:18)
Hallo Siegfried, um es kurz zu machen:
http://pinguindruck.de/dateivorgaben/farbmanagement.php unter "Softproof in Photoshop"

Zum entsprechenden Arbeitsfarbraum hätte ich gern eine Angabe eines Mitarbeiters der BoD-Druckvorstufe. Das ist alles.

Was mir neben den Fotos Sorgen bereitet, sind vor allem Grafiken, die vermutlich von Kunden bereits mehrfach umgewandelt wurden.

Aber jetzt erstmal gute Nacht :wink:

Benutzeravatar
hawepe
Beiträge: 7138
Registriert: 15.04.2007, 21:26
Wohnort: Berlin

Re:

von hawepe (20.01.2010, 08:02)
Hallo Siegfried,

Siegfried hat geschrieben:
Das musst du mir jetzt mal erklären, wie das auf einem Monitor gehen soll! cheezygrin


Ganz einfach: Es wird simuliert. Um aus dem simulierten Bildschirm-CMYK wirklich auf den CMYK-Druck schließen zu können, bedarf es aber einiger Erfahrungen. Vor allem von der Leuchtkraft des Monitors lässt sich nur schwer abstrahieren. Und Farben außerhalb des Monitorfarbraums stellt auch ein Softproof natürlich nicht dar.

Mehr als eine sehr grobe Annäherung bietet ein Softproof also nicht.

Beste Grüße,

Heinz.

Benutzeravatar
hawepe
Beiträge: 7138
Registriert: 15.04.2007, 21:26
Wohnort: Berlin

Re:

von hawepe (20.01.2010, 08:07)
Hallo dee,

dee hat geschrieben:
Die Produktion eines Referenzexemplares über BoD Fun dauert sehr lange, so viel Zeit habe ich leider nicht...


Dann musst du bei BoD mit der Unsicherheit leben.

Was die CMYK-Vorschau betrifft: PhotoShop bietet die Möglichkeit, RGB-Fotos zwar im RGB-Farbraum zu belassen und zu bearbeiten, die Vorschau aber in CMYK zu sehen, um das spätere Druckergebnis besser beurteilen zu können. Denn das fertige Dokument wird bei BoD vor dem Druck in CMYK umgewandelt. Und das ist der Knackpunkt.


Wenn du die Vorschau interpretieren kannst, ist doch gut. Und wenn nicht, hilft dir auch keine Auskunft eines BoD-Technikers etwas.

Hinweise auf das von BoD verwendete CMYK-Profil findest du irgendwo in den BoD-Hilfen.

Das Thema Farbmanagement ist sehr komplex und die Angaben von BoD leider nur sehr spärlich... Deshalb wäre ich sehr dankbar für eine Aussage von Seiten der Druckvorstufe.


Mehr als die Angabe, welche Farbprofile verwendet werden, brauchst du auch nicht. Alles andere betrifft das generelle Thema Farbräume. Dazu gibt es einige Bücher, um die man nicht herumkommt, wenn man tiefer in das Thema eintauchen will.

Beste Grüße,

Heinz.

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5952
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (20.01.2010, 11:05)
hawepe hat geschrieben:
Siegfried hat geschrieben:
Das musst du mir jetzt mal erklären, wie das auf einem Monitor gehen soll! cheezygrin


Ganz einfach: Es wird simuliert. Um aus dem simulierten Bildschirm-CMYK wirklich auf den CMYK-Druck schließen zu können, bedarf es aber einiger Erfahrungen. Vor allem von der Leuchtkraft des Monitors lässt sich nur schwer abstrahieren. Und Farben außerhalb des Monitorfarbraums stellt auch ein Softproof natürlich nicht dar.

Mehr als eine sehr grobe Annäherung bietet ein Softproof also nicht.
(farbliche Hervorhebungen von mir)

Nichts anderes habe ich behauptet. cheezygrin

Ein Monitor kann aufgrund seiner Technik nur RGB (additives Farbsystem), auch wenn "CMYK" in der Titelleiste der Anwendung steht. Es wird annäherungsmäßig umgerechnet. Sonst müsste ja der Drucker nicht mit einer Lupe sich über die Druckfahne beugen und könnte alles mit ein paar Zahlenwerten auf einem Bildschirm kontrollieren (lassen)! cheezygrin cheezygrin cheezygrin

Grüße
Siegfried
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Benutzeravatar
mtg
Beiträge: 5691
Registriert: 20.01.2010, 09:59
Wohnort: Berlin

Re:

von mtg (20.01.2010, 14:55)
Siegfried hat geschrieben:
Meines Wissens ist CMYK ein subtraktives Farbmodell.

Oops - bislang dachte ich immer CMYK sei additive Farbmischung (alle Farben zusammen ergeben schwarz) und RGB sei subtraktiv (alle Farben ergeben weiß). Oder vermische ich da was? Da lerne ich gerne hinzu ...

Zurück zu „Buchgestaltung und -herstellung“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.