BoD-Buch durch betrügerische Buchbestellungen gepuscht??

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mtg
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Re:

von mtg (25.01.2010, 16:50)
Dem Kommentar dazu kann ich mich vollinhaltlich anschließen. Wer eine solche Methode als "Werbung" sieht, glaubt wohl auch noch an den Weihnachtsmann ...

Aber auch in dieser Meldung steckt etwas Positives: Es wird doch immer gemäkelt, dass Buchhändler BoD- bzw. on-demand-Bücher nicht oder nur ungerne bestellen. Wenn sie sogar auf Online-Bestellungen reagieren ... dann scheint das Argument ja nicht zu stimmen.

Übrigens: Wo steht eigentlich, dass diese Bestellungen in betrügerischer Absicht eingegangen sind? Das Buch erscheint erst im Februar, also kann sich noch kein Buchhändler beklagen, dass es bestellt und nicht abgeholt worden sei. Oder sollte hier etwa der Börsenverein BoD in vorauseilendem Gehorsam in die Pfanne hauen?

Je öfter ich mir die Meldung durchlese, desto mehr Fragen ergeben sich ...

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Siegfried
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Re: BoD-Buch durch betrügerische Buchbestellungen gepuscht??

von Siegfried (25.01.2010, 17:22)
ehradinger hat geschrieben:
Re: BoD-Buch durch betrügerische Buchbestellungen gepuscht??

Siehe hier:

http://www.boersenblatt.net/354596/


Sorry, wenn ich mich hier einmische, aber:
Überschrift wie Artikel des Börsenblatts sind extrem irreführend.

Meine Nachforschungen bei Amazon sowie bei der Deutschen Nationalbibliothek haben folgende Informationen geliefert:

Amazon:
Das Buch "Die Höhle" von Wilfried Müller mit der ISBN 978-3-8372-0689-0 wird bei Amazon als Buch des Frankfurter Literaturverlags geführt!

http://www.amazon.de/Die-H%C3%B6hle-Fjo ... 884&sr=1-1 hat geschrieben:
Produktinformation
Taschenbuch: 88 Seiten
Verlag: Frankfurter Literaturverlag; Auflage: 1., Aufl. (1. Februar 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3837206890
ISBN-13: 978-3837206890
Durchschnittliche Kundenbewertung: Noch keine Kundenrezensionen vorhanden
(farbliche Hervorhebung von mir)


In der Deutschen Nationalbibliothek, Frankfurt/Main, wird das Buch wie folgt gelistet:

https://portal.d-nb.de/opac.htm?method= ... Position=0 hat geschrieben:
Link zu diesem Datensatz http://d-nb.info/99916001X
Titel Die Höhle : im Fjordland ; [Roman] / Wilfried Mueller
Person(en) Mueller, Wilfried
Verleger Frankfurt, M. ; München ; London ; New York, NY : Weimarer Schiller-Presse
Erscheinungsjahr [2010?]
Umfang/Format 81 S. : Ill. ; 21 cm
ISBN 978-3-8372-0689-0
EAN 9783837206890
Einband/Preis kart. : EUR 8.90, sfr 16.70 (freier Pr.)
Sachgruppe(n) 830 Deutsche Literatur ; B Belletristik
(farbliche Hervorhebung von mir)

Sowohl der Frankfurter Literaturverlag wie auch die Weimarer Schiller-Presse sind Teil eines Frankfurter DKZV namens Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe.

http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurte ... aturverlag

Die Frage ist, warum in dem Artikel des Börsenblattes ein Bezug auf BoD hergestellt wird. Die Kennziffer des Verlages, hier 8372, ist eindeutig dem August-von-Goethe-Literaturverlag zugeordnet und hat nichts (!!!) mit BoD zu tun.

Grüße
Siegfried
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Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (25.01.2010, 17:42)
Meine mich erinnern zu können, dass eine ähnliche Meldung auch schon im letzten Jahr erschienen ist, und dass wir hier schon einmal darüber gesprochen haben.

Für einen Börsenverein übrigens eine katastrophale Rechtschreibung:
"... des Titels ... , das im Februar erscheinen soll."
"... dass Buchbestellungen dieses Titels in betrügerischer Absicht Buchbestellungen per Mail an Buchhandlungen gesendet werden."
(Buchbestellungen - Buchbestellungen)
"Seinerzeit waren zahlreiche Scheinbestellungen per Mail bei Buchhandlungen von Autoren eingegangen, die ihr Werk bei Book on Demand publiziert hatten."
(Mit anderen Worten: Es sind also zahlreiche Scheinbestellungen per Mail bei Buchhandlungen von Autoren eingegangen. Erweckt irgendwie den Anschein, als gehörten diese Buchhandlungen den Autoren.)
Dazu muss man wohl nicht mehr sagen ...

Ich glaube, wir waren damals hier übereingekommen, dass Buchhandlungen nicht verkaufte Exemplare wieder an den Verlag zurück senden können.
Weiterhin kamen wir, glaube ich, zu der Erkenntnis, dass es dann wohl eine Vielzahl gutgläubiger Buchhändler geben muss, die unbekannten Absendern blind vertrauen.

Der Hinweis auf "Book on Demand" scheint mir eher die eigentliche Zielrichtung/Schlagrichtung dieses Artikels zu sein.

Gruß von
Klaus

büchernarr

Re:

von büchernarr (25.01.2010, 18:01)
die ihr Werk bei Book on Demand publiziert

Gibt es nicht einen Unterschied zwischen dem Verfahren "Book on Demand"
und dem Verlag/Dienstleister "Books on Demand?

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (25.01.2010, 18:08)
"die ihr Werk bei Book on Demand publiziert

Gibt es nicht einen Unterschied zwischen dem Verfahren "Book on Demand"
und dem Verlag/Dienstleister "Books on Demand?"


Stimmt, den Fehler habe ich doch glatt übersehen :wink: .
Eigentlich dann:
"die ihr Werk mittels Book on Demand publiziert"
oder bei einem Direktangriff das kleine "s" einsetzen.

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pefi
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Re:

von pefi (25.01.2010, 18:51)
Hallo,

da steht auch nicht, dass es sich um ein BoD-Buch handelt, sondern, dass es im vergangenen Jahr ähnliche Fälle mit BoD-Autoren gegeben habe.

Also: Immer schön sorgfältig lesen! book:
Schöne Grüße aus dem Norden

Peter

Mein BoD-Buch:
Money Man /
Sir Thomas Gresham -Royal Agent
www.gresham-dasbuch.teamdesign.de

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mtg
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Re:

von mtg (25.01.2010, 19:01)
pefi hat geschrieben:
Also: Immer schön sorgfältig lesen! book:


Richtig. Das gilt aber auch für Dich! Denn wenn ich lese (Hervorhebung von mir)

"Wir hatten solche Fälle bereits im letzten Jahr. Seinerzeit waren zahlreiche Scheinbestellungen per Mail bei Buchhandlungen von Autoren eingegangen, die ihr Werk bei Book on Demand publiziert hatten. Die Bücher wurden von den Händlern daraufhin bestellt, aber nie abgeholt. Offensichtlich sollte so der Umsatz der Bücher in die Höhe getrieben werden", erklärt Börsenvereins-Jurist Adil Al-Jubouri.


dann steht da nirgendwo etwas von "BoD". Weiterhin bedeutet "bei Book on Demand", dass eine Firma gemeint ist. Ansonsten müsste es "im book-on-demand-Verfahren" heißen. Übrigens heißt BoD offiziell "Books on Demand" ... und das "s" mehr oder weniger fällt da weniger ins Gewicht als die eindeutig zuzuordnende Groß-/Kleinschreibung.

Trotzdem bleibt Siegfrieds Gedanke zu Recht bestehen, dass das on-demand-Verfahren und die DKZVs (wieder mal) in einen Topf geschmissen werden.

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Beckinsale
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Re:

von Beckinsale (25.01.2010, 19:22)
Man kann es drehen, wie man will. Letztendlich war der Auslöser wieder nur eines.
Missgunst.

So oder so. Die Frage: "Wo ist mein verdammtes Haar in der Suppe?"

My.

julia07
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Re:

von julia07 (25.01.2010, 20:57)
Ihr solltet bei all den Mutmaßungen beachten, dass es tatsächlich eine Firma "book on demand" gibt! Wenn ich mich nicht irre, sind die auch immer in Leipzig auf der Buchmesse.
Vor langer Zeit gab es hier mal jemanden, der dort mindestens ein Buch herausgebracht hat.

LG, Julia

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (26.01.2010, 07:49)
Als könnte ich Gedanken lesen cheezygrin

Geneigte Leser/innen mögen doch bitte den folgenden Thread hier im Forum beachten:

http://www.bod.de/autorenpool/und-dann- ... t9329.html

Ein Schelm ........

usw.

cheezygrin

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