Wie schreibt ihr?

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Judith
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Wie schreibt ihr?

von Judith (07.08.2007, 02:20)
Hallo Leute,

in einem anderen Thread wurde deutlich, dass jeder eine andere Art hat, sein Buch zu schreiben. Nun würde mich interessieren, wir es bei euch läuft.

Um mit einem Buch zu beginnen brauche ich Zeit. Im Moment habe ich zwei Wochen Urlaub, mein Mann dagegen muss arbeiten. So kann ich mich auf ein neues Projekt konzentrieren.

Ideen kommen mir meist, wenn ich döse. Also z.B. wenn ich mich mittags für eine Viertelstunde hinlege. Da wird dann die Grundlage für das nächste Kapitel "erarbeitet". Es kann aber auch bei einem ruhigen Spaziergang sein, vorausgesetzt, mein Hund lässt zu, dass ich mich auf meine Gedanken konzentriere. :wink:

Zum Schreiben brauche ich einen linierten (College-) Block, Minenbleistift mit weicher Mine, guten Radiergummi und ein Sofa oder Liegestuhl oder einen Stuhl mit der Möglichkeit, die Füße hochzulegen. Auf der Terrasse im Halbschatten ist es mir am allerliebsten. Der Block liegt auf meinem Schoß. Anders fällt mir nur halb so viel ein. :wink: Außerdem liegen zwei Wahrig-Bücher (gefällt mir besser als Duden) neben mir: Rechtschreibung und Synonyme. Und die Ausdrucke der letzten Kapitel, falls ich mal Namen o.ä. nachsehen muss.

Jetzt in der Urlaubszeit schreibe ich normalerweise pro Tag ein Kapitel (wenn wir nichts größeres vorhaben). Das sind jeweils ca. 6 - 9 Normseiten (im Moment Kinderbuch ab 8 Jahre). Am Nachmittag wird es auf den Block geschrieben, abends am Computer abgetippt (wobei dabei natürlich gleich einige Korrekturen vorgenommen werden). Mein Mann liest dann den Ausdruck durch und gibt seine gnadenlosen Kommentare ab. So kann ich dann gleich noch kleine Korrekturen anbringen. Wenn ich sehr viel verändere, mache ich einen neuen Ausdruck. Der Verschleiß an Papier und Druckertinte ist nicht zu verachten.

Innerhalb des Urlaubs (in den nächsten Wochen arbeite ich auch noch reduziert, habe also noch einige freie Tage dazwischen) sollte das Buch im Groben stehen. Wenn nicht, dann muss ich auf jeden Fall sehr bald nach dem Urlaub daran weiterarbeiten, am besten sonntags, denn wenn ich den Anschluss verliere, fällt es mir schwer, den Faden wieder zu finden.

Ich habe übrigens nur einen seeehr groben Plan im Vorfeld. Von Tag zu Tag werde ich selbst überrascht, wie sich die Geschichte entwickelt. Heute weiß ich noch nicht, was ich morgen schreiben werde.

Im Laufe des folgenden halben Jahres werden dann die Korrekturen und Überarbeitungen vorgenommen. In den folgenden Monaten werden Verlage angeschrieben. Und falls mich nach wie vor keiner will, dann wird alles für BoD fertig gemacht.

Nun gut, das hört sich an, als hätte ich bereits eine Masse von Büchern geschrieben. Im Moment bin ich erst beim dritten. :roll: :oops: Doch mir scheint, das ist für mich die richtige Arbeitsweise, solange sich an meinem Job nichts ändert.

Wie schreibt ihr? Was habt ihr für Angewohnheiten, Tricks und Marotten?

Grüßle,
Judith

Alex1974
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Re:

von Alex1974 (07.08.2007, 08:15)
Hallo Judith,

bei mir ist es eigentlich so, dass ich, wenn ich eine gute Idee habe, diese direkt in den Computer reinhacke, so dass schon mal ein grober Entwurf der Geschichte vorliegt. Die Feinheiten arbeite ich dann in den nächsten Tagen/Wochen heraus und kontrolliere dann noch einmal auf Tippfehler, Word-bedingte Trennungsfehler bzw. Trennungen, die nicht so toll aussehen (z. B. Ges-talt, a-ber, A-bend).

Meine Ideen zu meinen Kurzgeschichten können mir zu den unterschiedlichsten Zeiten und in unterschiedlichsten Zusammenhängen kommen. Es kommt schon mal öfter vor, dass ich abends vor dem Fernseher sitze, mir einen Film anschaue und plötzlich habe ich dann eine von diesem Film inspirierte Grundidee, aus der ich eine neue Geschichte stricke, wobei ich allerdings sagen muss, dass es keine Nacherzählung dessen ist, was ich vorher gesehen habe - wäre ja auch ziemlich langweilig und einfallslos :?. Oft entwickele ich aber auch aus Alltagssituationen (Unternehmungen mit Freunden, Situationen am Arbeitsplatz) eine neue Geschichte. Ich habe über fünf Jahre lang bei einer Steuerberatungsgesellschaft gearbeitet und viele der dort arbeitenden Typen aus dem Management liefern durch ihre Marotten und ihr Verhalten oft genug skurrilen Stoff für eine neue Story :D. Nun arbeite ich bei einem großen Energiedienstleister, wo die Leute eigentlich alle relativ normal sind, aber meine Zeit unter den Anwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern liefert mir bis heute genug Inspiration 8).

Meine Kurzgeschichten haben regionalen Bezug, da sie allesamt im Ruhrgebiet spielen und gerade dort gibt es unendlich viele Kulissen, wo man seine Geschichten spielen lassen kann und damit sind nicht nur Industriedenkmäler gemeint. Oft nehme ich Straßen und Viertel, in denen ich mich gut auskenne, als Handlungsort, oder aber auch Großkirmessen, Revierparks u. ä. Ist m. E. auch wesentlich interessanter, als ständig über die ausgetretenen Klischees zu schreiben, die viele Leute in Bezug auf den Pott im Kopf haben (Zechen, Fabriken, rauchende Schlote). Zu den Industriedenkmälern existiert m. E. auch genug Fachliteratur bzw. jede Menge Bildbände. Als Erstes lege ich den Handlungsort fest, an dem meine Geschichte spielen könnte und überlege, ob die Story dort gut angelegt ist, damit das Ganze nicht so konstruiert wirkt und ich die Handlung dann auf den jeweiligen Ort zuschneiden muss, was dem Fluss der Geschichte eher abträglich wäre.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim Schreiben und viele gute Ideen :D.

Liebe Grüße
Alex

hwg
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Re:

von hwg (07.08.2007, 08:57)
An Ideen mangelt es nie - umgesetzt werden sie allerdings erst dann, wenn ich weiß, dass ich für die Story einen Abnehmer finde. Ich schreibe grundsätzlich nicht für die Schublade.

Erfreulicher Weise kommen immer wieder Aufträge aus den Redaktionen, mit denen ich mitunter schon jahrelang zusammenarbeite. Da kann es schon sein, dass unvorhergesehen die Frage nach - beispielsweise - einem Kurzkrimi kommt. Dann wird er innerhalb der vorgegebenen Frist getippt - früher in die Schreibmaschine, jetzt auf dem PC. Ich schreibe spontan - korrigiert werden selbstverständlich Tippfehler.

Manchmal "verirre" ich mich in der Handlung - dann wird der Text gespeichert. Einen Tag später, oder auch mal zwei Tage, geht mir dann "der Knopf" auf - und die Story ist fertig.
Bis jetzt ist noch jede veröffentlich worden. Und das bestärkt mich in meiner Arbeitsweise.

Von mir wird ja keine "hohe Literatur" erwartet, sondern dem jeweiligen Trend entsprechende "Massenlektüre". Abschweifungen in "literarische"
Genres gestatte ich mir hin und wieder für Literaturzeitschriften. Damit "streichle" ich mein "dichtendes" Ego :lol: .

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (07.08.2007, 10:59)
Ich schreibe direkt am PC. Wenn es aber hakt, der Satz nicht gelingen will, der Anschluss, die Überleitung fehlt, höre ich sofort auf und gehe in den Garten oder ins Städtchen. Wie oft bin ich schon vom Friedhof zurückgekommen (es ist ein ganzes Stück Weg) und habe mir überlegt, ob ich den Blumen überhaupt Wasser gegeben habe, der eigentliche Zweck des Besuches dort. Denn ich formuliere ständig hin und her, neue Sätze werden hinzugefügt. So sind schon ganze Kapitel entstanden. Zu Hause MUSS ich sofort an die Tastatur, alles wird getippt und meist geht es dann auch flott weiter.
Liebe Grüße
Christel

dbs

Re: Wie schreibt ihr?

von dbs (07.08.2007, 11:38)
Judith hat geschrieben:
Hallo Leute,


Auch Hallo! :D

Judith hat geschrieben:
in einem anderen Thread wurde deutlich, dass jeder eine andere Art hat, sein Buch zu schreiben. Nun würde mich interessieren, wir es bei euch läuft.


Wie meinst du das?
Das tägliche Schreiben (also neudeutsch "das Doing") oder die inhaltliche Arbeit?

Judith hat geschrieben:
um mit einem Buch zu beginnen brauche ich Zeit. Im Moment habe ich zwei Wochen Urlaub, mein Mann dagegen muss arbeiten. So kann ich mich auf ein neues Projekt konzentrieren.

Ideen kommen mir meist, wenn ich döse. Also z.B. wenn ich mich mittags für eine Viertelstunde hinlege. Da wird dann die Grundlage für das nächste Kapitel "erarbeitet". Es kann aber auch bei einem ruhigen Spaziergang sein, vorausgesetzt, mein Hund lässt zu, dass ich mich auf meine Gedanken konzentriere. :wink:


Hmm ... mag sein, dass das bei dir funktioniert. Bei mir käme auf diese Art und Weise nur Schrott heraus. Ich kann nicht kapitelweise arbeiten, weil mir dann irgendwann das Gesamtkonzept entgleitet. Meine Arbeitsweise sieht so aus, dass ich am Anfang weiß, wie das Ende auszusehen hat. Dadurch wird das Schreiben zu einem Hinarbeiten auf das Ziel (oder, wie ich es einmal in einem Buch zum Thema "Schreiben" gelesen habe: "Jedes Buch hat eine ganz bestimmte These, und der Autor versucht, diese These mit seinem Buch zu beweisen". Irgendwie hat das was, finde ich).

Beim meinem aktuellen Projekt geht es um die Erkenntnis, dass es manchmal im Leben eine "No-Win"-Situation gibt. Egal, wie man sich entscheidet, man kann nur verlieren. In so eine Situation will ich meinen Helden treiben. Dazu muss ich meinen Helden mit bestimmten Eigenschaften ausstatten - einer Vorgeschichte:

Mein Held (ich nenne ihn mal "X") ist Polizist und hat bei der Jagd auf einen Verbrechter seinen Kollegen verloren. Dem Verbrecher war es gelungen, den Kollegen als Geisel zu nehmen und drohte mit dessen Ermordung, wenn ihm nicht freier Abzug gewährt würde. X muss sich eintscheiden, entweder auf den Geiselnehmer zu schießen und so das Leben seines Kollegen zu gefährden, oder er muss seine Waffe weglegen und den Verbrecher fliehen lassen. X entscheidet sich für Letzteres - der Geiselnehmer verhöhnt ihn als Dummkopf, tötet dann die Geisel und schießt auch auf X. Der kann sich mit knapper Not retten, der Geiselnehmer hingegen entkommt. X ist über Monate dienstunfähig und leidet auch später unter diesen Ereignissen.

Das ist das Paket, dass ich meiner Hauptfigur mitgebe (das ist nicht die Handlung meiner Geschichte!). Mein Ziel ist es, ihn am Ende der Geschichte in eine identische Situation zu bekommen, wo er wieder einem Geiselnehmer gegenüber steht und sich erneut entscheiden muss, ob er auf den Geiselnehmer schießt und so das Leben der Geisel riskiert (eine "No-Win"-Situation eben).

Wenn ich weiß, wohin ich will, lege ich meine Plot-Points fest. Als erstes überlege ich mir, was die ganze Handlung ins Rollen bringt (erster Plot-Point). Was muss ich meiner Hauptfigur antun, damit sie den Hintern hochbekommt und etwas tut?

Als zweiten Plot-Point brauche ich etwas, damit der Hauptfigur klar wird, dass er sich nicht aus der Handlung zurückziehen kann (genau das, woran Bölls "Katharina Blum" so fürchterlich krankt). Die Hauptfigur muss zur Erkenntnis kommen, dass alle bisherigen Ereignisse auf ihn ganz persönlich zielen und alles, was er bisher getan hat, ihn kein Stück vorangebracht hat.

Der dritte Plot-Point ist dann die Wendung zum direkten Konflikt mit dem Antagonisten. Was bringt Protagonisten und Antagonisten in die finale Konfrontation?

Das ist mein Gerüst, auf dem ich dann arbeite. Dieses Gerüst besteht aus einigen wenigen Sätzen, um die eine Menge Fragen herumschwirren (Cluster-Technik). Mit der Beantwortung der Fragen ergibt sich eine immer feinere Struktur, die ich in Form von Karteikarten im PC festhalte (es gibt dafür entsprechende Software). Eine Karteikarte entspricht dabei einer Szene, wobei ich mir immer zwei Fragen stelle: Was trägt diese Szene zur Gesamthandlung bei, und welche neuen Konflikte löst die Szene aus?

Parallel dazu werden die einzelnen Figuren aufgebaut und entwickelt. Wer ist Hauptfigur, wer ist Nebenfigur? Welche Charaktereigenschaften sind wichtig und wie können sie dargestellt werden? Wie sieht das Beziehungsgeflecht der Charaktere untereinander aus? Wer darf Kontakt zu wem haben, und wer auf keinen Fall?

Damit ist aus meinem Gerüst schon ein ziemlich genauer Plan geworden. Durch das Karteikartensystem kann ich Szenen beliebig umstellen und austauschen, muss dabei aber immer die Schlüssigkeit der Gesamthandlung im Auge behalten (nicht, dass mir plötzlich ein wichtiger Hinweis nach hinten rutscht und dadurch eine andere Szene völlig ihren Sinn verliert). Außerdem hilft mir so ein Karteikartensystem bei der Recherche (Stichwort: Fußnoten).

Das Schreiben der Szenen muss jetzt nicht mehr chronologisch erfolgen. Ich kann z.B. mit dem finalen Show Down zwischen Protagonist und Antagonist anfangen, und dann wieder an den Anfang springen und dort arbeiten - weil ich ja weiß, wohin die einzelne Szene führen muss.

Handschriftlich notiere ich mir nur Ideen zu Szenen: eine bestimmte Geste, die ich irgendwo gesehen habe; ein Satz, der in einem Gespräch gefallen ist; ein Geruch, ein Bild, ein Klang, das mir im Kopf hängen geblieben ist (wie klingt z.B. eine Schießerei in einer gekachelten Fußgängerunterführung? Muss ein Höllenlärm sein, wenn Schritte schon so merkwürdig hallen).

Geschrieben wird ausnahmslos am PC, dazu etwas zu trinken, die Kopfhörer aufgesetzt und Filmmusik an (schottet mich von ablenkenden Nebengeräuschen ab und löst bei entsprechender Musikwahl die passenden Gefühle für die aktuelle Szene aus). Im Garten oder in der Kneipe sitzen und schreiben kann ich nicht - viel zu viel Ablenkung!

So sieht das bei mir aus. Und so ist in etwa auch nachfolgender Text entstanden:

http://www.autorenpool.info/ein-leben-ohne-naechte-t249.html

Der Text ist in seiner Aussage und Struktur geplant. Ich wollte meine Hauptfigur am Ende in einer bestimmten Situation haben und den Weg dahin beschreiben. Die geschilderten Ereignisse im Gefängnis habe ich entsprechend recherchiert (Amnesty International hat da einiges an Informationen liefern können, ebenso ein Buch über die diversen Hinrichtungsmethoden im Strafvollzug).

Wie gesagt: Ich kann mich nicht einfach hinsetzen und aus dem Moment heraus schreiben - schon gar nicht, wenn es mehr als vier Seiten werden sollen.

Grüße
Siegfried

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Judith
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Re:

von Judith (07.08.2007, 12:59)
Vielen Dank für die ersten Antworten! Ist wirklich interessant!

Einerseits arbeiten wir alle sehr unterschiedlich, andererseits gibt es Parallelen.

Alex1974 hat geschrieben:
Es kommt schon mal öfter vor, dass ich abends vor dem Fernseher sitze, mir einen Film anschaue und plötzlich habe ich dann eine von diesem Film inspirierte Grundidee, aus der ich eine neue Geschichte stricke, wobei ich allerdings sagen muss, dass es keine Nacherzählung dessen ist, was ich vorher gesehen habe


Ja, das kenne ich von meiner Arbeit als Tanzpädagogin. Ich sitze im Theater, sehe ein Ballett oder Musical, und irgenwann bekomme ich kaum noch mit, was auf der Bühne abgeht. Mir kommt dann plötzlich eine Idee für ein neues Tanzprojekt. Meist hat das absolut nichts mit dem zu tun, was sich da vorne tut, aber "mein Kopf öffnet sich", bekommt einen neuen Anschub für eine Idee.

hwg (Moderator) hat geschrieben:
An Ideen mangelt es nie - umgesetzt werden sie allerdings erst dann, wenn ich weiß, dass ich für die Story einen Abnehmer finde. Ich schreibe grundsätzlich nicht für die Schublade.


Ach, wie gerne würde ich das auch sagen können! :P

hwg (Moderator) hat geschrieben:
Manchmal "verirre" ich mich in der Handlung - dann wird der Text gespeichert. Einen Tag später, oder auch mal zwei Tage, geht mir dann "der Knopf" auf - und die Story ist fertig.


Genau. Das geht mir als Tanzpädagogin so, und ebenfalls beim Schreiben. Manchmal kann man sechs oder acht Stunden kreativ arbeiten und hat ein tolles Ergebnis. Manchmal hockt man zwei Stunden und es kommt kaum was dabei raus. Dann lässt man es besser ruhen. Morgen ist auch noch ein Tag.

Bärentante hat geschrieben:
Wie oft bin ich schon vom Friedhof zurückgekommen (es ist ein ganzes Stück Weg) und habe mir überlegt, ob ich den Blumen überhaupt Wasser gegeben habe,


Stimmt, man lebt dann ganz in der Welt der Geschichte.

dbs (Moderator) hat geschrieben:
Meine Arbeitsweise sieht so aus, dass ich am Anfang weiß, wie das Ende auszusehen hat. Dadurch wird das Schreiben zu einem Hinarbeiten auf das Ziel (oder, wie ich es einmal in einem Buch zum Thema "Schreiben" gelesen habe: "Jedes Buch hat eine ganz bestimmte These, und der Autor versucht, diese These mit seinem Buch zu beweisen". Irgendwie hat das was, finde ich).


Eigentlich dachte ich, ich hätte das geschrieben, aber habe ich wohl vergessen. Ich kann deshalb nur in den Ferien beginnen, weil mir sonst die Ruhe fehlt, die Grundstruktur des Buches zu überlegen. Ich habe also, bevor ich schreibe, schon ein grobes Gerüst im Kopf oder auf dem Papier. Das ist allerdings nicht mehr als etwa eine bis zwei Seiten mit Stichpunkten.

Nun muss ich dazu sagen, dass ich bisher nur bedingt ein Buch mit durchgehender Story geschrieben habe. Das erste waren Kurzgeschichten für 5jährige, da ist eine Geschichte an einem Nachmittag fertig (von Korrekturen abgesehen). Das andere, in dem ein Hund aus einem Tanzstudio berichtet, ist ein Jugendroman, der teilweise auch aus einer Art Anekdoten besteht. Man könnte einzelne Kapitel teilweise herausnehmen, ohne allzu viel über den Rest des Buches zu wissen (oder auch herausstreichen). Der Handlungsrahmen war nur sehr grob.

Von meinem neuen Buch habe ich nun 6 Kapitel. Das wird etwa ein Drittel des Kinderbuches sein. Die Charaktere sind vorgestellt, alle wesentlichen Grundsituationen aufgebaut. Nun muss ich mir genauer überlegen, was, wann wohin führt, damit mir das ganze nicht entgleitet und spannend wird/bleibt. Bevor ich das nächste Kapitel schreibe, muss ich mir also mehr Gedanken bezüglich Mitte und Ende machen und auch einen Charakter nochmal genau überdenken.

Doch hatte es nicht funktioniert, als ich vor dem Schreiben eine Gliederung machen wollte. Viele Ideen kommen beim schreiben, überraschen mich dann selbst. Und das, obwohl ich früher im Deutsch-Unterricht bei meinen Erörterungen immer sehr großen Wert auf meine gründlichen Gliederungen gelegt hatte!

Nicht, dass ich neugierig wäre, aber vielleicht mögen noch einige erzählen, wie sie schreiben... :wink:

Schönen Tag wünscht
Judith

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (07.08.2007, 13:25)
Judith hat geschrieben:
Bärentante hat geschrieben:
Wie oft bin ich schon vom Friedhof zurückgekommen (es ist ein ganzes Stück Weg) und habe mir überlegt, ob ich den Blumen überhaupt Wasser gegeben habe,


Stimmt, man lebt dann ganz in der Welt der Geschichte.


Dazu kann ich noch eine kleine Geschichte anbringen.
Als ich einmal im Text "festgefahren" war, hatte ich eine Verabredung mit einer Freundin. Leider musste die S-Bahn aus technischen Gründen, wie immer so schön durchgesagt wird, für ca. eine Stunde an einem Bahnhof auf dem Überholgleis warten. Während dieser öden Warterei habe ich das Kapitel gedanklich zu Ende "geschrieben", hatte aber kein Papier dabei. Es saßen keine Leute im Wagen, die ich hätte anbetteln können. Raus an meiner Endstation, schnell einen Block und Stift kaufen, irgendwo hinsetzen und notieren, das hätte mich noch weiter in Verzug gebracht, war ja eh schon zu spät dran. Also bei der Freundin die Treppe hochgespurtet, kurze Begrüßung und die Worte: "Ich brauche sofort Papier, Stift und 10 Minuten Ruhe. Wenn ich das nicht sofort aufschreibe, wird mir der Wortlaut den ganzen Abend im Kopf herumschwirren und ich werde mich auf kein Gespräch, keine anderen Themen konzentrieren können." So wurde es gemacht und der Kopf war wieder frei.
Da hat Goethe schon ein wahres Wort gesprochen: Was man schwarz auf weiß besitzt ...
Liebe Grüße
Christel

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Yuki
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Re:

von Yuki (07.08.2007, 13:40)
Hallo Judith!

Bei mir kommt es sehr darauf an, ob ich eine Kurzgeschichte oder ein ganzes Buch schreiben möchte.
Für ersteres schreibe ich einfach drauf los. Entweder es kommt etwas vernünftiges dabei heraus oder ich breche nach einer Seite ab. Ich bin nicht der Typ Mensch, der sich tagelang an eine Kurzgeschichte setzen kann.

Eine Paradebeispiel wie ich schreibe ist wohl mein heißgeliebtes Manuskript Friendship 1 - Der Umschwung, an dem ich nun seit 5 Jahren schreibe. Am Anfang habe ich auch hier einfach drauf los geschrieben und dachte mir, dass ich schon einen Weg finden würde das ganze zu ende zu bringen. Fehlanzeige! Zwei Versionen mit 80 Seiten (bei etwa halb fertig) landeten in der Schublade, da ich mich in der Handlung so verstrickt hatte, dass ich nicht mehr weiter kam.
Aber den Mensch kann ja zum Glück aus Fehlern lernen. Inzwischen arbeite ich anders. Wenn mir eine Idee kommt, dann habe ich meist schon nach wenigen Minuten eine vollständige Geschichte im Kopf. Den Leitfaden schreibe ich mir dann grob auf. Dann setzte ich mich entweder auf mein Bett oder an den Küchentisch und fange an den Leitfaden in Kapitel zu packen. Dazu mache ich mir in ein Büchlein eine Liste mit den Kapitelüberschriften in jedem einzelnen passieren soll. Als nächstes geht es an die Charaktere. Auch hier lege ich mir Listen an.
So und nun kann es richtig los gehen. Das erste Kapitel fällt mir immer schwer, weil ich zu dem Zeitpunkt noch nicht entscheiden kann, was ich alles schon erzählen und erklären muss.
Ich schreibe grundsätzlich immer alles per Hand vor. Dann tippe ich meine Vorschrift ab, wobei hier schon die ersten Korrekturen kommen. Die abgetippten Kapitel kommen dan erst mal zur Ruhe und ich schreibe munter weiter. Wenn ich die Hälfte des Buches geschafft habe, fange ich an zu überarbeiten. Dann geht es mit einem Ausdruck auf das Sofa und es wir kräftig der Rotstift geschwungen. Teilweise schreibe ich ganze Absätze neu, manche Seiten haben auch Glück und werden so abgesegnet wie sie sind, was aber selten ist. Die Überarbeitung übertrage ich die Version auf dem PC, wobei es dann noch einmal zu kleineren Ergänzungen kommt. Der letzte Schritt ist der Stil. Ich lese mir das ganze Kapitel noch einmal durch und schleife kleine Ecken ab.
Am besten kann ich schreiben, wenn ich allein zu Hause oder bei meinem Freund bin oder diese gerade zur Arbeit ist :wink: Für die Überarbeitung brauche ich Ruhe, bei dem Vorschrieb ist es mir egal ob Lärm um mich herum ist, da ich ganz in meiner Geschichte versinke.

Liebe Grüße
Yuki

Rita Hajak

Re:

von Rita Hajak (07.08.2007, 15:05)
Hallo Judith,

per Hand schreiben läuft nicht bei mir, denn ich kann meine Schrift, wenn ich schnell schreibe, kaum noch lesen. Da ich viele Ideen unterwegs, beim Spaziergang mit meinen Hund, habe, nehme ich mir ein winzig kleines Diktiergerät mit. Da spreche ich dann in groben Zügen drauf.
Allerdings habe ich mir auch feste Schreibzeiten eingerichtet, in denen ich am PC sitze und durch das Fenster in den Himmel träumen kann. Da klappt das Schreiben prima. Wenn dann noch der Regen gegen die Scheiben trommelt, springen die Finger wie wild über die Tastatur. Wenn ich aber mal in Urlaub fahre, was so gut wie nie vorkommt, schreibe ich nicht.
So jetzt muss ich weiterschreiben ...


Gruß Rita

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Judith
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Re:

von Judith (07.08.2007, 23:24)
Hallo Christel,

was du erzählst kann ich gut nachempfinden. :lol:

Hallo Yuki,

mir scheint, wir haben eine sehr ähnliche Arbeitsweise. Nur brauche ich zum Schreiben mit dem Bleistift mehr Ruhe als fürs Überarbeiten.

Die ersten sechs Kapitel meines derzeitigen Kinderbuches habe ich ja mehr oder weniger drauflos geschrieben, hatte nur ein grobes Konzept. Wie gesagt war ich nun an einer Stelle angelangt, an der ich mir den restlichen Aufbau gut überlegen musste. Einige wichtige Einzelheiten mussten für mich geklärt werden, damit ich das ganze in die richtige Richtung lenken kann. Heute mittag wollte ich mich nur eine Viertelstunde hinlegen, doch es wurde eine Stunde draus. Geschlafen habe ich nicht, sondern gedacht. Und dann endlich kam die glorreiche Idee, wie sich das ganze verwirklichen lässt.

Ich bin dann aufgestanden, habe etwas gegessen, dann die Kapitel aufgeschrieben. Ich weiß jetzt, dass es 13 Kapitel sein werden und im Groben, was in welchem Kapitel steht. Das siebte ist eben "fertig" (geschrieben und abgetippt, natürlich nicht überarbeitet).

Mal sehen, ob alles wirklich wie geplant funktioniert. Kann ich erst sagen, wenn es fertig ist. :wink: Aber ich bin zuversichtlich.

Grüßle,
Judith

Jakob W.
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Re:

von Jakob W. (09.08.2007, 00:54)
Hallo Judith,

hier meine Arbeitsweisen:

Thema Kurzgeschichten;
Eigentlich versuche ich mich stets mit meinen großen Projekten zu befassen und schreibe kaum Kurzgeschichten, meist jedoch geschieht dies unbewusst z.B. wenn eine Ausschreibung, passend meiner Stilrichtung, ansteht.
Die Ideen dazu kommen alle automatisch, ich suche sie nicht, frag mich bitte auch nicht wie es so kommen mag. I don`t know. ;)
Dann setz ich mich an meinen Rechner und fang mit dem Schock oder der Stille an, je nachdem ob es ein Thriller, Krimi, Fantasy etc. ist. Bei Gedichten sieht die ganze Geschichte anders aus. Der Rest ergibt sich wie bei einer Lehrreichen Tat im Leben, es folgt und endet.

Thema Romane;
Hierzu fällt mir meist ein Titel ein, oder ich habe einen Tagtraum und überlege ob ich diesen nicht in einer Geschichte widergeben kann. Je nachdem wie weit ich mit den anderen Projekten bin. Ich habe schnell gemerkt dass, viele Projekt ein Hinterhalt sind und man eigentlich kaum vorankommen kann, wenn einem ständig viele anderen Ideen beschäftigen.
Zurzeit schreibe ich mein Erstlingswerk zuende, dann folgen zwei andere wichtige Projekte, darunter; Twins und Die Seele des Kriegers. Zwei völlig verschiedene Gerne - Thriller, Tech-Fantasy.

Thema Gedichte;
Ich bin ein Mensch, der durch andere hindurchsehen kann. Manchmal bereue ich diese Gabe, denn ich bemühe mich stets vorsichtig damit umzugehen.
Meist setze ich mich an den Rechner und schreibe gerade etwas unter einem Titel oder Gedanken runter. So entstehen Gedichte ...


Das wars. :)


Mit freundlichem Gruß,
Jakob
Beste Grüße
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Jakob
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Remad
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Re:

von Remad (10.08.2007, 21:29)
Leute, ich fing an zu schreiben, als ich mich bereit erklärte den Menschen über meine Erlebnisse zu berichten.
Die vorletzte Freundin schrieb sehr gerne. Ihre Geschichten nahmen 2-3 Normseiten ein, die sie mir zur Korrektur gab. Ich fand zu viele Rechtschreibfehler. Deshalb fragte ich mich, wie errreichte sie den Realschulabschluss? Ich absolvierte 2006 das Abitur. Durch dieses Training beseitigte ich schlechte Sprache.
Durch den Prozess gegen mich, vom Vater ausgelöst, setzte dies das Schreiben frei. Frau Steenfatt lud mich zu den Hamburger Lesetagen auf der Schule am Heidberg ein. Wir plauderten über das Thema Kindheit. Sie gab mit den Hinweis alles aufzuschreiben.

Das Verfassen läuft an den verschiedensten Orten z.B. in der Firma, an Bächen, Flüssen, Wäldern, eine bestimmte Schule und Seen. An einem Fließgefüge lasse ich die Gedanken frei schweifen. Auf dem Gewässer stelle ich mir die Personen meines Werkes vor. Ich halte schriftlich fest, wie sie in meiner Vorstellung auf festgelegte Situationen reagieren. Sie schreibe ich nieder. Daraus entstand: "Mit dem Vater im Gericht". Möchte ich Gedichte festhalten, entstehen diese meist beim Beobachten eines Ereignisses. Es überkommen mich wunderschöne Worte. Sie muss ich aufs Blatt bringen.

Das ist meine Art und Weise.
Zuletzt geändert von Remad am 11.08.2007, 16:39, insgesamt 1-mal geändert.
Die Scheidung der Eltern ist für die Kinder eine seelische Vergewaltigung.

hwg
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Re:

von hwg (11.08.2007, 08:16)
Mir ist vor Jahrzehnten (ja, die Zeit vergeht viel zu rasch) das rororo-Büchlein "Wie sie schreiben" untergekommen, worin namhafte Autor(inn)en ihre Arbeitsweisen (damals noch ohne PC) anschaulich und deshalb sehr lesenswert schildern.

Dieser Diskussion wegen habe ich es wieder durchgeblättert - und viele hier geschildere Schreibvorgänge finden sich auch darin. Ich habe seinerzeit mir davon etliches abgeguckt, bin aber doch immer bei der Handhabung der Schreibmaschine geblieben. Lediglich Notizen auf "Schmierzetteln" sind handschriftlich.

Außerdem brauche ich einen "fixen" Arbeitsplatz, damit ich mich "entfalten" kann - und dieser ist hauptsächlich in meinen eigenen vier Wänden.

Weil hier auch von einem Gebrauch des Diktiergerätes geschrieben worden ist: Habe ich natürlich ausprobiert, funktioniert bei mir (diesmal jedoch nicht aus technischem Unvermögen :) ) überhaupt nicht. Durch Rundfunksendungen habe ich zwar gelernt "druckreif" zu formulieren, beim phonetischen Festhalten von Gedanken für eine Story ist das allerdings "selbstzerstörerisch".

Es gelingen zwar druckreife Sätze, doch entstehen dabei mitunter wirre und deshalb unbrauchbare Zusammenhänge, deren Ordnung herzustellen, mir viel zu viel Umstände macht. Mit Schreiberät (jetzt PC, aber auch Schreibmaschine) und Papier (jeder am PC getippte Text wird auch ausgedruckt) finde ich das Auslangen. Ideen, die nicht im Kopf bleiben, sind es ohnehin nicht wert, "bearbeitet" zu werden, denke ich jedenfalls. :wink:

roland_lange

Re:

von roland_lange (11.08.2007, 15:48)
Will meine Arbeitsweise auch kurz vorstellen:
Eigentlich habe ich mehrere Arbeitsweisen, die die bereits vorgestellen mehr oder weniger beinhalten.
Ich arbeite hauptsächlich am PC, sammele dort meine Ideen und schreibe das Manuskript. Wichtig ist für mich auch, immer einen Stift und einen Fetzen Papier oder einen Bierdeckel greifbar zu haben, um spontane, situationsbedingte Gedanken festzuhalten, wenn sie denn verwertbar sind. So ein Satz wie: "Als ich Gott zum ersten Mal begegnete, saß er auf einem Fahrrad" (von Jeremy Vine, glaube ich) muss unbedingt aufgeschrieben werden, wenn er einem in geselliger Runde beim 5. Bier einfällt, sonst ist er hinterher garantiert futsch, obwohl er gut war!
Ich habe es bis heute noch nicht geschafft, mich zu disziplinieren und mir feste Schreibzeiten aufzuerlegen. Immerhin bin ich aufgrund meines neuen Projektes (ein Regionalkrimi) gezwungen, nicht nur ausgiebig Recherchen anzustellen, sondern auch eine Art Road-Map zu erstellen, Charaktere zu entwickeln und eine Handlung aufzubauen und zuende zu führen, die nicht nur spannend genug ist, sondern auch möglichst bis ins letzte Detail stimmig und logisch ist. Leider verzeihen Krimileser kaum eine Macke in der Aufklärungsarbeit eines Romankommissars. Da ist es wie mit den Fußballfans - alle sind irgendwie Schiedsrichter.
Dann gibt es natürlich (und gab es lange Zeit vorher) das Arbeitsprinzip "Ich fange mal an zu schreiben und schaue dann, was meine Figuren so machen." Dies Prinzip ist hier ja auch schon angeklungen, war aber für mich mit der Gefahr verbunden, dass mir die Geschichte schnell "auseinanderläuft" und ich zum Schluss alles wieder einfangen muss. Mit diesem Arbeitsprinzip einen vernünftigen Spannungsbogen zu erzeugen, ist mir nicht wirklich gelungen.
Eine weitere Möglichkeit, zu schreiben, habe ich gerade bei meinem aktuellen (im Oktober im eigenen Verlag erscheinenden :-)) Buch "Ein Pferd aus Sagaland" entdeckt. Ich nehme mir einfach meine Kindermusicals vor, die ich mit meinem Komponistenkollegen geschrieben habe, und habe die Handlung für das Buch bereits vorliegen. Gut, die Story musste ich mir beim Schreiben des Musicals zwar auch ausdenken, aber da gab es teilweise Aufträge, die Musicals zu schreiben, und die gaben schon eine ungefähre Richtung vor.

Jau, soweit in aller Kürze und ohne Anspruch auf Vollständigkeit!
Gruß
Roland

hwg
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Re:

von hwg (11.08.2007, 16:38)
Hallo Roland,

Deine Schilderung amüsiert mich, denn darin entdecke ich Gemeinsamkeiten. Der Satz mit dem "Schiedsrichter" hat
es mir besonders angetan! :D

Wenn ich in einem Café sitze - und das mach ich besonders
gern -, und es fällt mir etwas Aufschreibwürdiges ein, greife
ich zu einem Zettel. Dann aber stellt sich heraus, dass ich
dieses Stückchen Papier nicht mehr finde - und wenn doch,
erscheinen mir die Notizen danach eher unsinnig.

So "registriere" ich meine Einfälle hinterm Hirnkastl und hoffe
inständig, dass sie später auch abrufbar sind. Das gelingt
jedoch nicht immer! Und dann wiederum denke ich mir: Wird
schon nichts besonders 'Gscheites gewesen sein .:lol:

Die brauchbaren Einfälle kommen mir direkt an der Tastatur
und unter einem gewissen Zeitdruck. Wäre dieser nicht vorhanden,
würde ich den Müßiggang viel häufiger pflegen.

Lieben Gruß!

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