Buchmesse - wie kommt man 'rein?

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Judith
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Buchmesse - wie kommt man 'rein?

von Judith (07.08.2007, 02:33)
Hallo liebe Leute,

letztes Jahr war ich samstags auf der Frankfurter Buchmesse. "Für alle Fälle" hatte ich ein Exposé und einige Probekapitel meiner beiden Bücher (einmal Vorlesegeschichten, einmal Jugendroman) dabei.

Leider erwies sich der Ausflug als wenig effektiv. Zum einen ist der Kinder- und Jugendbuchbereich winzig, gerade mal eine halbe Halle. Vor allem aber sind am Wochenende keine Lektoren anwesend. Die kleinen, mir unbekannten Verlage stellten sich z.T. als Kostenzuschussverlage heraus.

Nun würde ich dieses Jahr schon gerne wieder zur Buchmesse fahren, jedoch unter der Woche. Wenn ich keine Lektoren ansprechen kann, lohnt sich für mich der Aufwand nicht. Doch wie kommt man ein einen Fachbesucherausweis? Vor allem für Frankfurt? Hat jemand einen Tipp? Bei BoD habe ich schon angefragt; da geht es nur, wenn man ein Buch fertig hat, und teures Paket + zusätzlich einen Meter Standfläche gebucht hat. Das käme für mich nicht in die Tüte.

Vielen Dank und Grüße,
Judith

julia07
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Re:

von julia07 (07.08.2007, 06:41)
Hallo Judith,

von BoD bekam ich als Autorin den Fachbesucherausweis, bzw. die Berechtigung zu einem solchen(!), bisher auch ohne das Messepaket, aber vielleicht haben sie das ja inzwischen geändert!

Ich gehe auf die Messen außerdem nur, um mich umzusehen und Ideen und Adressen/Namen zu sammeln! Es macht mehr Sinn, erst mal Fakten zu sammeln, diese dann in Ruhe zuhause auszuwerten, um sich dann gezielt an einige wenige Leute zu wenden.

Und ... die gesamten Reisekosten kann auch der sparsame Schwabe prima für die Steuer sammeln. Sie schlagen schön zu Buche, wenn es am Jahresende an die Gewinn/Verlust-Rechnung (des Nebenerwerbs) geht!!

Um ehrlich zu sein, glaube ich auch kaum, dass wir BoD-Autoren auf der Messe Geschäfte machen können, denn die machen die Verlage dort wohl mit anderen, aber, wie heißt es so schön: Versuch macht kluch :-)

LG, Julia

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hawepe
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Re: Buchmesse - wie kommt man 'rein?

von hawepe (07.08.2007, 08:21)
Hallo Judith,

Judith hat geschrieben:
Wenn ich keine Lektoren ansprechen kann, lohnt sich für mich der Aufwand nicht.


Ich habe noch nie gehoert, dass es einem unbekannten Autor gelungen waere, auf einer Messe einen zukunftstraechtigen Kontakt zu einem Lektor zu knuepfen.

Was funktionieren kann, ist Namen in Erfahrung zu bringen, um nicht an die beruechtigen "Damen und Herren" schreiben zu muessen.

Der eigentliche Nutzen von Messebesuchen ist eigentlich die Marktuebersicht, die man sich verschaffen kann. Messen bieten einfach den besten Ueberblick, wer was verlegt.

Doch wie kommt man ein einen Fachbesucherausweis? Vor allem für Frankfurt?


Warum fragst du nicht einfach beim Messeveranstalter? Fachbesucherkarten sind allerdings in der Regel ziemlich teuer, weil ueber sie der Besucherstrom gesteuert wird.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Judith
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Re:

von Judith (07.08.2007, 12:26)
Danke Julia und Heinz!

Letztes Jahr habe ich meinen Besuch auf der Messe dazu genutzt, um mir einen Überblick über die verschiedenen Verlage zu verschaffen. Doch muss ich sagen, dass mir da zwei Stunden in einer großen Buchhandlung beinahe ebenso viel gebracht haben.

Bei einer Lesung habe ich mal den bekannten Kinderbuchautoren Manfred Mai angesprochen. Er riet mir dazu, bei Buchmessen zu versuchen, an die Lektoren zu kommen. Ich will also nicht als BoD-Autor Geschäfte machen, sondern bei Verlagen Interesse an meinem Manuskript wecken.

Julia, bist du auch Schwabe oder war das mit der Sparsamkeit nur auf mich gemünzt? :wink: Klar, ich bin kräftig am Belege sammeln. Wie ich gehört habe, muss ich dann nach spätestens zwei Jahren irgendwas verdienen, damit das Finanzamt die Ausgaben anerkennt. Aber falls ich keinen Verlag finde und über BoD verlegen muss, werden ja zumindest ein paar Euro reinkommen. :P

Schönen Tag wünscht
Judith

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hawepe
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Re:

von hawepe (07.08.2007, 13:35)
Hallo Judith,

Judith hat geschrieben:
Letztes Jahr habe ich meinen Besuch auf der Messe dazu genutzt, um mir einen Überblick über die verschiedenen Verlage zu verschaffen. Doch muss ich sagen, dass mir da zwei Stunden in einer großen Buchhandlung beinahe ebenso viel gebracht haben.


Ich gehe natuerlich davon aus, dass man sich auf einer Messe die vielen Kleinverlage anschaut, die in Buchlaeden oft gar nicht oder nur mit ganz wenigen Titeln vertreten sind.

Wie ich gehört habe, muss ich dann nach spätestens zwei Jahren irgendwas verdienen, damit das Finanzamt die Ausgaben anerkennt.


Das liegt im Ermessen des Finanzamtes. Es duerfen ohne weiteres auch ueber mehrere Jahre rote Zahlen geschrieben werden, wenn die Gewinnerzielungsabsicht ausreichend deutlich ist. Steigende Einnahmen oder ein Verlagsvertrag werden z.B. meistens als Indizien genommen, dass es sich steuerrechtlich um kein Hobby handelt.

Beste Gruesse,

Heinz.

julia07
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Re:

von julia07 (07.08.2007, 14:04)
Hallo Judith,

Ich auch Schwabe? Ja doch, sieh dir mal meinen Wohnort an: Memmingen. Wir sind sogar so sparsam, dass bei uns hier die Devise gilt: "Nicht angeschissen, ist genug gelobt!" :wink:

Wie Heinz schon sagte, musst Du das mit dem Finanzamt und den zwei Jahren wirklich nicht so eng sehen, tun die auch nicht! Wichtig ist aber, dass man die Gewinnabsicht erkennen kann. Die kannst du auf diverse Arten nachweisen, wie z. B. regelmäßige Messebesuche, aktive Mitgiedschaft in Literaturkreisen, Veranstaltung von Lesungen, etc., etc. - und wenn das Buch mal da ist, nicht so viele verschenken, sondern verkaufen :D

Gruß von Schwäbin zu Schwäbin,
Julia

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Judith
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Re:

von Judith (07.08.2007, 23:12)
hawepe hat geschrieben:
Ich gehe natuerlich davon aus, dass man sich auf einer Messe die vielen Kleinverlage anschaut, die in Buchlaeden oft gar nicht oder nur mit ganz wenigen Titeln vertreten sind.


Ja, danach hatte ich besonders gesucht. Nur sind - zumindest im Jugendbuchbereich - gar nicht so viele Kleinverlage vertreten, da die es sich wohl nicht leisten können. Oder sie haben nur einen sehr eingeschränkten Bereich, in den meine Bücher nicht 'reinpassen.

Julia, wenn man auf "Antworten" klickt sind die Wohnorte weg, deshalb hatte ich es nicht gesehen. :wink:

Grüßle,
Judith

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struppel
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Re: Buchmesse - wie kommt man 'rein?

von struppel (09.08.2007, 16:32)
hawepe hat geschrieben:
Was funktionieren kann, ist Namen in Erfahrung zu bringen, um nicht an die beruechtigen "Damen und Herren" schreiben zu muessen.


Aber auch dafür muß man nicht zur Messe fahren ... dafür gibt es doch XING!

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Gruß Sven
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