Mathematikbuch

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Halmnacht
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Mathematikbuch

von Halmnacht (09.03.2010, 12:48)
Hallo liebe BoD-Autoren,
Ich habe ein paar Fragen zu der Erstellung einer mathematischen Publikation. Das Buch soll sich an Schüler der Oberstufe richten.

Dazu habe ich einige Fragen:

1. Reicht OpenOffice? Die Einstellungen für das Layout sind eingeschränkt und ich habe gelesen, dass die Portierung in PDF (ghostscript) nicht ganz fehlerfrei Verläuft. Sollte ich lieber mit InDesign (inkl. InMath) arbeiten oder gleich auf Latex umsteigen?

2. Findet Ihr Garamond Pro ansprechend für die Zielgruppe/Mathematische Publikation?

3. Kennt Ihr Programme zum erstellen von mathematischen Zeichnugen? Benutze derzeit den Illustrator, der ist mir aber zu vielseitig für die paar Dreiecke und Koordinatensysteme. Open Source wäre natürlich nicht schlecht ;)

Vielen Dank dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Thread zu lesen.

MfG D. Halmnacht

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hawepe
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Re: Mathematikbuch

von hawepe (09.03.2010, 13:20)
Hallo,

Halmnacht hat geschrieben:
1. Reicht OpenOffice? Die Einstellungen für das Layout sind eingeschränkt und ich habe gelesen, dass die Portierung in PDF (ghostscript) nicht ganz fehlerfrei Verläuft.


Das ist ein beliebter Vorwurf jener, für die Payware per Definition gut und Opensource per Definition schlecht ist. Über Ghostscript gibt es bei der Erstellung von PDF-Dateien keine Probleme, nur der OOo-eigene PDF-Export klemmt, wenn Opentype-Schriften verwendet werden.

Ansonsten muss man meiner Meinung doch schon etwas masochistisch veranlagt sein, wenn man in größerem Umfang mathematische Formeln mit einer Textverarbeitung schreibt. Komfortabel ist es nicht und vor allem sind nachträgliche Änderungen vor allem der Schrift und der Schriftgröße sehr aufwendig.

Sollte ich lieber mit InDesign (inkl. InMath) arbeiten oder gleich auf Latex umsteigen?


Von InDesign habe ich zu wenig Ahnung, um etwas sagen zu können, aber ich würde jederzeit LaTeX verwenden. Die Eingabe im Editor ist natürlich ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber dafür braucht man wenig in die Formatierung einzugreifen.

2. Findet Ihr Garamond Pro ansprechend für die Zielgruppe/Mathematische Publikation?


Auf alle Fälle, aber verfügst du über passende Mathezeichen? In LaTeX würde ich wohl auf mathpazo zurückgreifen, d.h. auf die Palatino.

3. Kennt Ihr Programme zum erstellen von mathematischen Zeichnugen? Benutze derzeit den Illustrator, der ist mir aber zu vielseitig für die paar Dreiecke und Koordinatensysteme. Open Source wäre natürlich nicht schlecht ;)


Entweder mit pstricks oder mit Tikz/PGF. Letzteres bevorzuge ich, weil es mit pdflatex zusammenarbeitet, während pstricks überwiegend mit latex übersetzt werden muss.

Beste Grüße,

Heinz.

Halmnacht
Beiträge: 2
Registriert: 09.03.2010, 12:35

Re:

von Halmnacht (09.03.2010, 13:58)
Vielen Dank für die schnelle, sachkundige Hilfe. Ich werd mich mal ein wenig mit Latex beschäftigen. OpenOffice ist zwar ein komfortabler Writer.. allerdings, wie Sie angesprochen haben, ist die Eingabe von Formeln ätzend ;).

idebe
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Re:

von idebe (09.03.2010, 20:29)
Hallo,

für LaTeX würde ich ebenfalls das Paket mathpazo empfehlen, da die Schüler mit dem Formelsatz in den Standardschriften Probleme haben ("ist das ein x???").

Zum Zeichnen halte ich GeoGebra für geeignet. Mittlerweile kann man von dort aus nicht nur nach *.png und PSTricks, sondern auch nach TikZ exportieren. TikZ ist ja extrem umfangreich, und aus dem GeoGebra-Export kann man gerade als Anfänger einiges lernen. Später ist man mit der direkten Eingabe schneller, zumal man beim automatischen Export immer noch händische Anpassungen vornehmen sollte.

Viele Grüße
Ina

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guenther klein
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Mathematikbuch

von guenther klein (09.03.2010, 21:46)
Hi,

ich schließe mich den Vorrednern an.

LaTeX ist erste Wahl im mathematischen Formelsatz.
Auch als Schrift sei Palatino empfohlen. Mit folgender Option:

\usepackage[sc,osf]{mathpazo}

Als Zeichenprogramm würde ich TikZ nehmen.

Ps.:Als ich vor Jahrzehnten eine kleine Windkraftanlage errichtet habe und entsprechende Festigkeits-Berechnungen dem Bauamt geliefert wurden, habe ich mit den Formelsatz mit LaTeX gemacht. Nach ein paar Tagen, können auch ein, zwei Wochen gewesen sein, bekam ich vom Bauamt einen Anruf, mit was ich die Formeln geschrieben habe. Die entsprechende Antwort gegeben - und hin und her, ergab keine zufreidenstellende Reaktion.

Nein, gab ich zu bedenken, LaTeX ist eben kein Bettvorleger.

Viel Erfolg,

guenther

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