Verdienstmöglichkeiten eines Autors

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mtg

Re:

von mtg (19.04.2008, 11:24)
Seshmosis hat geschrieben:
Ist das "think big!" oder die Traumebene?

Nein, das ist das "You Can Get It If You Really Want"-Gefühl... :-)

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (19.04.2008, 11:29)
Vielen Dank für die vielen Infos!

Ich finde es tröstlich, dass auch im Profibereich 1000 verkaufte Exemplare schon ein Erfolg sind - unter genannten Umständen.

Viel Erfolg bei deinem neuen Werk!

Ich setz mich heute auch gleich wieder an meinen Roman, mit neuer Motivation ...

LG, Barbara

hwg
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Re:

von hwg (19.04.2008, 16:12)
Obwohl, statistisch gesehen, die Anzahl der Bücherleser in etwa gleich bleibt, haben auch die "großen" Verlage die Mindestauflagenzahlen zuerst von 10.000 auf 5.000 und in letzter Zeit sogar auf 3.000 gesenkt (mit Ausnahme der TB-Ausgaben).

Das spiegelt auch die Einkommensstituation der Autoren, die von 7 bis 10 Prozent des Ladenpreises ohne MWst. pro verkauftem Buch ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen, sofern sie nicht einen "Nebenjob" haben.

Deshalb bin ich froh über die Vereinbarung bezüglich eines Einmalhonorars. Die Haupteinnahmen ergeben sich bei mir allerdings
durch den Abdruck von Kurzgeschichten der verschiedensten Art und journalistische Arbeiten.

In diesen sich vorerst zu üben, rate ich seit Jahren jedem angehenden Autor, der seiner Leidenschaft professionell frönen will.

julia07
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Re:

von julia07 (19.04.2008, 16:20)
Das ist sicher ein sehr kluger Rat!
Das Schlagwort heißt hier (wie fast überall!): von der Pieke auf üben und dabei Erfahrungen sammeln :wink:
LG,
Julia

hwg
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Re:

von hwg (19.04.2008, 16:28)
So ist es, Julia, und der Büchermarkt ist ohnehin übersättigt. Doch kluge Zeitschriftenredakteure sind auch jetzt immer noch auf der Suche nach
für ihr Blatt "tauglichen" guten Texten. Und auch die Honorare sind in der Regel nicht ohne... :lol:

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Judith
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Re:

von Judith (19.04.2008, 17:05)
Hallo Hans,

leider ist es nicht so einfach da reinzukommen. Und so viele entsprechende Zeitschriften gibt's ja nicht.
Im Kinderbereich wird's nochmal viieel dünner. :?

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

hwg
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Re:

von hwg (19.04.2008, 17:50)
Ja, einfach ist es nicht.

Der Autor muss sich eben an das "Niveau" der jeweiligen Zeitschrift anpassen, so schwer es ihm manchmal auch fallen mag.

Mit Texten für Kinder habe ich keine Erfahrung, doch Kurzkrimis, Lovestories, Reiseberichte (es müssen ja nicht nur exotische Länder sein, auch die Umgebung hat oft, gut aufbereitet, viel zu bieten) und originelle, weil aktuelle Feuilletons sind doch immer wieder gefragt.

Viele Texte, die auf meinem Redaktionsschreibtisch landen, sind oft viel zu banal und zu lang. Da muss halt redigiert und meistens etwas gestrichen werden, wobei ich mich mit dem Autor nicht immer "kurzschließe".

Professionelle Schreiber sind meistens ohne Rückfrage mit einer Bearbeitung ihres Beitrages einverstanden, vor allem, wenn das Honorar stimmt. :lol:

Mit Anfängern in diesem Metier gibt es wegen der Textbearbeitung manchmal Probleme, doch nach einem "Aufklärungsgespräch", wozu sich eben nicht jeder Redakteur die Zeit nimmt, zeigt sich der Autor, falls er weiter seine Texte verkaufen will, "lernfähig".

Das heißt ja nicht immer, dass der jeweilige Text "schlecht" ist, die Branche hat aber ihre mitunter schwer einsehbaren "Gesetze".

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (19.04.2008, 18:07)
Hallo Hans!

Das geht aber doch sehr in Richtung "Gebrauchstexte".
Auch ich habe viele Jahre "Lohnschreiberei" auf dem Buckel, doch irgendwann wollte ich meine Zeit nicht mehr damit verschwenden. Der Tod war mir durch schwere Krankheit zu nah auf die Pelle gerückt. Ich sagte mir, lieber weniger Einkommen, dafür aber befriedigenderes Tun.
Das muss jede und jeder für sich selbst entscheiden.

Ich fühle mich jetzt wohler. In den nächsten Tagen erscheint mein dritter Roman im Heyne Verlag und derzeit arbeite ich an einem Theaterstück als Auftragsarbeit. Dort gibt es übrigens ein Festhonorar, dass das Schreiben des Stücks und eine bestimmte Anzahl von Vorstellungen honoriert. Alles was an Vorstellungen darüber hinaus geht (Gastspiele in anderen Städten, Wiederaufnahme in einer späteren Spielzeit) wird extra vergütet.

julia07
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Re:

von julia07 (19.04.2008, 18:29)
hwg (Moderator) hat geschrieben:
... Doch kluge Zeitschriftenredakteure sind auch jetzt immer noch auf der Suche nach für ihr Blatt "tauglichen" guten Texten.

Ich habe gerade gestern Vormittag diesbezüglich eine meiner (nicht erotischen!) kleinen Geschichten bei der hiesigen Zeitung vorgestellt. Die Damen, bei denen ich zuerst vorsprechen durfte, waren sehr angetan, weil sie so etwas nicht täglich angeboten bekommen. Es ist eine Reflexion über "(Heu)Stadel" mit Foto dazu. Sie gaben mir sofort die Durchwahlnummer des zuständigen Redakteurs für "Kultur", da er erst wieder nach seiner Mittagspause im Büro wäre. Leider habe ich ihn dann bis zum Abend nicht mehr erreichen können; E-Mail ist auf der Homepage nicht finden.

Später, als ich einmal zu dem Namen googelte, stellte es sich heraus, dass dieser (fest angestellte) Redakteur ein bekannter Regionalautor ist, der sich inzwischen deutschlandweit einen Namen als Krimiautor gemacht hat und der ununterbrochen wegen Lesereisen unterwegs ist.

Nun frage ich mich, ob das "mein" richtiger Ansprechpartner ist, oder ich lieber mal bei der anderen MM Zeitung vorsprechen soll. Auffallend ist jedenfalls, dass in dieser Zeitung ständig allerlei Hobbymalerei und auch -fotografie zu finden ist, Literarisches aber eigentlich nie. Ich beobachte das nämlich schon eine ganze Weile, weil ich sehen wollte, wie "es" andere so machen - nicht ein einziger Beitrag von Lesern! Naja, vielleicht sind die Memminger ja wirklich schreibfaul :(

Sehe ich da weiße Mäuse oder könnte es einen Zusammenhang geben? cheezygrin

LG,
Julia

hwg
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Re:

von hwg (19.04.2008, 19:03)
Guten Abend Julia!

Irgendwie bin ich irritiert beim Lesen des Satzteiles "...nicht ein einziger Beitrag von Lesern". Du willst ja keinen Leserbrief schreiben, sondern Deinen Text verkaufen! Zwar nimmt auch bei uns die Methode "Leserreporter" überhand, wir Autoren wollen und sollen soetwas ja nicht sein. Gratis veröffentlichen, nur damit eine Zeitung ihren Platz füllt? Dafür wäre ich niemals zu haben! Auch Du nicht, wie ich mir denke, deshalb auch die vorhin angeführte Irritation.

Bei Redakteuren, die auch Buchautoren sind, ist das Verhältnis zu anderen Autoren und deren Angebote oft zwiespältig. Es gibt welche,
die ihre Hausmacht nützen und keinen "Kollegen" heranlassen, und solche, die "Fremdautoren" gerne unterstützen. Ich hatte von Beginn an mit jenen der zweiten "Kategorie" zu tun, war irgendwie auch Glückssache.

Wenn besagter Redakteur stets auf Reisen ist, müsste er doch eine(n)
Stellvertreter(in) haben. Wie schaut's damit aus?

Und so lange diese oder eine andere Geschichte nicht angenommen worden ist, spricht - aus meiner Sicht - überhaupt nichts dagegen, sie gleichzeitig mehreren Redaktionen anzubieten. Ich habe es früher auch so gemacht und keinerlei Probleme damit heraufbeschworen.

Lieben Gruß!
Hans

hwg
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Re:

von hwg (19.04.2008, 19:14)
Guten Abend Seshmosis!

Während meiner schweren Erkrankung mit sechsmonatigem Spitalsaufenthalt habe ich hin und wieder ähnlich gedacht wie Du es beschreibst. Doch nach der Gesundung bin ich froh gewesen, auch aus finanziellen Gründen, wieder in den "Gebrauchtstexte"-Trott "zurückfallen" zu können.

Außerdem brauche ich den Druck von Auftragsgebern, damit mit der Schreiberei "etwas weiter geht". Zudem bin ich zur Erkenntnis gelangt, dass mit der "seriösen" Arbeit an einem "literarischen" Werk derzeit kaum ein finanzieller Erfolg gesichert ist. Und den benötige ich als "freier" Autor unbedingt.

Deshalb erscheinen meine "Werke", die den Massengeschmack hoffentlich noch lange befriedigen, unter Pseudonym, so dass mein "guter Ruf" in Literatenkreisen, wozu ich auf Grund meiner Funktion in Gewerkschaft und IG österreichischer Autoren eben auch gehöre, nicht zu sehr beschädigt wird.

Zu guter Letzt: Mir macht das Schreiben in all seinen Facetten viel Vergnügen. Und wenn dieses Vergnügen sich auf Verleger, Redakteure und vor allem Leser überträgt, bin ich zufrieden.

Lieben Gruß!

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Re:

von julia07 (19.04.2008, 20:20)
hwg (Moderator) hat geschrieben:
Irgendwie bin ich irritiert beim Lesen des Satzteiles "...nicht ein einziger Beitrag von Lesern".

Naja, war sicher nicht perfekt ausgedrückt :wink:

Ich meinte, dass wir eine relativ große, regionale Zeitung haben, die ständig aus dem Sektor "Kunst und Kultur" von Lesern Geschaffenes abdruckt, gemäß dem Motto "Künstler aus unserer Region". Da ist mir eben aufgefallen, dass sich bei uns die Künstler offenbar ausschließlich aus dem Bereich der bildenden Künste rekrutieren. Irgendwie fällt es mir da schwer, an Zufall zu glauben. :wink:

Es gab vor Jahren hier sogar einmal einen Autorenstammtisch, der sich aber just in dem Moment, als ich ernsthaft mit dem Schreiben anfing, auflöste. Ich weiß von dessen Existenz allerdings nur vom Hörensagen. Ich möchte nun wieder einen ins Leben rufen. Könnte mir vorstellen, dass das ganz sinnvoll wäre. Bisher habe ich mich aus persönlichen Gründen mit Werbung etc. ziemlich zurückgehalten, jetzt möchte ich aber mehr... cheezygrin

Da mich, als Noname, wohl niemand danach fragt, doch einmal eine nette Story abzugeben, war mein Idee nun, einfach einmal eine abzugeben. Selbstverständlich ist mein Ziel, dafür auch Geld zu bekommen, sei es auch noch so wenig. Ich glaube, in diesem Fall wäre eine höhere Erwartungshaltung "vermessen" :wink:

LG,
Julia

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (20.04.2008, 12:44)
Liebe Julia!

Genau das - "vermessen" zu sein - befürchte ich auch manchmal und bis deshalb oft sehr unsicher, wieviel man verlangen könnte/ sollte ... Gerade im Raum Berlin und Peripherie habe ich das Gefühl gibt es wahnsinnig viele (gute) (freie) Autoren, was mich manchmal noch mehr entmutigt, überhaupt einer Zeitung/ Zeitschrift eine Kurzgeschichte anzubieten ... :?

Beste Grüße von Barbara

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Re:

von julia07 (20.04.2008, 18:20)
Zufällig habe ich heute Nachmittag in einem Biergarten bei Lindau ein Redaktionsmitglied der anderen Zeitung kennen gelernt! Er hörte, wie ich meiner Freundin mein "Leid" klagte und mischt sich in das Gespräch ein. Wie heißt nochmal dieser herrliche Film mit Jack Nicholson - Besser geht's nicht" cheezygrin
Dort habe ich nächsten Freitag einen Termin. Ist einfach irre, wie klein die Welt manchmal erscheint :wink:

LG,
Julia

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Judith
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Re:

von Judith (20.04.2008, 20:08)
Boh, da warst du wirklich zur richtigen Zeit am richtigen Ort! :D

Grüßle und viel Erfolg,
Judith
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