Verlagsgründung

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UrsulaD
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Re:

von UrsulaD (19.03.2010, 12:42)
Hallo,

laut BOD werden auch die Bücher mit Deiner Verlags-ISBN bei Libri und dem Schweizer Buchzentrum geführt. Libri ist die Muttergesellschaft von BOD und hat 20% Aktienanteile des Schweizer Buchzentrums. Durch die Geschäftsanbahnung mit BOD hast Du also auch diese Connections.
Allerdings musst Du die Preise auch in CHF bekanntgeben. Beim Preis für Österreich den Steuersatz von 10% berücksichtigen. Du hast 18 Monate Buchpreisbindung.
Empfehlenswerte Bücher: "Verlagswirtschaft" von Lucius, "Buchsatz für Autoren" von H. W. Pahlke und "ABC des Zwischenbuchhandels".

Du musst mit Gründungskosten um die EUR 550 rechnen, wobei die IHK-Gebühr unter Umständen für die ersten beiden Jahre erlassen werden kann. Hinzu kommen Kosten für Coverphoto-Lizenzen, Marketing, Rezensionsexemplare (geringer Rücklauf). Deine Zeit brauchst Du erst gar nicht zu rechnen.
Es wird schwer sein, markttaugliche Manuskripte zu finden, und selbst die mit interessantem Thema bedürfen meist monatelangem Lektorats. Auch solltest Du bedenken, dass die ISBN-Gebühren jährlich neu anfallen. 60 EUR Minimum bei bis zu 20 Titeln + 3 EUR pro Titel bei mehr.
Auch mit der VG Wort solltest Du Dich befassen.
"Sohn der Nacht" - Düster-atmosphärischer Vampirroman vor der Kulisse des Venedigs des Rokoko
www.ursula-donner.de

Poet78
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Ein paar Rückfragen...

von Poet78 (24.05.2010, 16:25)
Moin,

ich habe mir die Diskussion hier aufmerksam durchgelesen und habe nun noch ein paar kleine Rückfragen.

1. Derzeit betreibe ich eine kleine private Homepage, die sich jedoch etabliert und einige regelmäßige Leser hat. Ließe sich jene auch für einen Verlag nutzen, oder könnte der Web-Anbieter (in diesem Falle Strato) etwas dagegen haben? Ändert sich da etwas, wenn ich plötzlich "Geschäftsmann" bin?
2. Die Krankenkasse. Als Selbstständiger würde sich ja auch in diesem Bereich etwas ändern. Hat da jemand Daten, wie hoch die Beiträge bei einem Kleinstverlag sind, der ja sicherlich in den ersten Jahren kaum Gewinn machen wird?
3. Im Beitrag vor mir wurden "Gründungsausgaben" genannt. Lassen sich diese Ausgaben nicht zeitlich "aufsplitten"? Die Gebühren beim Gewerbeamt müssen ja als erstes geleistet werden, damit man mit dem Verlagsnamen auftreten und Autoren gewinnen kann. Wenn man einige interessante Werke aufgetrieben hat (was ja durchaus lange dauern kann), muss man die ISBN-Nummern kaufen. Der Eintrag ins VLB jedoch muss m.E. aber ja erst beantragt und bezahlt werden, wenn die Werke erschienen sind und man Kunden finden möchte. Sehe ich das richtig? Somit wären die 550 Euro, die genannt wurden, ja eventuell auf etwa 1 Jahr verteilt - und dann schon keine so große Summe mehr.
4. Wie günstig sind diese bekannten Onlinedruckfirmen für Visitenkarten und Flyer? Man bekommt ja ständig Werbung mit so Gratisaktionen (meistens Visitenkarten). Lohnt es sich, dort auch Flyer oder sonstiges Werbematerial herstellen zu lassen oder sind herkömmliche Druckereien vor Ort i.d.R. sinnvoller?
5. Sind die im vorigen Beitrag genannten 60 Euro nicht statt einer ISBN-Gebühr vielmehr die VLB-Gebühr?
6. Steigern sich nicht die Gründungsausgaben noch deutlich durch die Pflichtexemplare? Sobald ich ein nennenswertes Verlagsprogramm von sagen wir mal 20 Bücher (dann hätte man die 60 Euro VLB ausgeschöpft) erreicht hat, müsste man 60 Belegexemplare versenden - das ergibt bestimmt 1000 Euro Kosten!
7. Habe ich noch finanzielle Aspekte vergessen?

Vielen Dank für alle Antworten, die ich bekommen werde...
Schönen Pfingstmontag noch!

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SandraR
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Re:

von SandraR (24.05.2010, 17:01)
Also für eigene ISBN Nummern musst Du keine Firma gründen. Die kannst Du auch so kaufen, frage warum solltest Du dies tun? Nur damit nachher nicht mehr BoD drauf steht? Ich bitte Dich, du kannst als Herausgeber fungieren und gut ist es. BoD bleibt als Verlag drin und interessiert ehrlich gesagt nur die Kenner des Buchgewerbes ob die nun aber so viele potentielle Käufer für dein Buch ausmachen würden ist zu bezweifeln.

Pflichtexemplare verschickt man nur bei der Neuerscheinung und bei Neuauflagen. dem entsprechend 20 Titel a 3 Pflichtexemplare a 10 Euro! 20 Titel kannst Du im Leben nicht pro Jahr auf den Markt bringen. Wenn Du 18 Stunden pro Tag nur diesen einen Job machen würdest schaffst Du vermutlich maximal 6.
Vergiss nicht für jeden Titel musst Du auch noch Werbung machen. Machst Du es professionell bedeutet dies 600 Mails pro Buch an die Presse! Damit bist Du dann auch schon mal eine Woche beschäftigt, den Du willst ja nicht im Spamordner landen, also jeden einzeln Anschreiben.

Ich mache es nebenher und schaffe 3 Bücher pro Jahr, mit viel Mühe auch mal 4 Bücher. Doch selbst wenn Du pro Titel pro Jahr 500 Stück verkaufst mach Dir mal die Mühe nachzurechnen wie viel Du verdienen würdest.

Den, ohne Lektorat und Korrektorat geht nichts und ein guter Designer schadet auch nicht! Diese Kosten sollte man abziehen!

Ein Harry Potter und Du kannst in Rente gehen, aber glaub mir die Chance ist gering. Nimm es als das was es ist, ein nettes Hobby! Und ja ein Hobby bei dem man auch Geld verdient aber nicht genügend um damit gut zu Leben und auf andere Einkünfte zu verzichten.

Und ja es würde schon erwähnt...gute Manuskripte! Weißt Du wieviel Schrott man angeboten bekommt? Glaub mir täglich grüßt das Murmeltier mit Schrott.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

Poet78
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Re:

von Poet78 (24.05.2010, 18:23)
Das weiß ich doch alles, was hat das mit meinen Fragen zu tun?

PS: Von 20 Titeln pro Jahr habe ich an keiner Stelle gesprochen.

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SandraR
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Re:

von SandraR (25.05.2010, 07:22)
Du fragst nach Verlagsgründung nach und dort steht der Tipp warum dies nicht die einzige Variante ist und sogar eine der schlechtesten Varianten!

Alles andere steht ja bei BoD und beim VLB!
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Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (25.05.2010, 09:47)
gelöscht
Zuletzt geändert von Klaus D. Klimke am 30.11.2010, 10:30, insgesamt 1-mal geändert.

Poet78
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Re:

von Poet78 (25.05.2010, 10:51)
Klaus D. Klimke hat geschrieben:
Moin Poet78,

Ganz ehrlich jetzt, du stellst hier einen Fragenkatalog ein, den du dir ohne weiteres selbst beantworten kannst.

Das gilt für alle Fragen, die hier gestellt werden. Sehr viele beantworten sich sogar durch einen simplen Blick auf die BoD-Homepage. Trotzdem antworten andere Menschen hier sachlich auf sachliche Fragen. Weshalb also wirst Du so scharf vom Tonfall her?

Klaus D. Klimke hat geschrieben:
Das Zauberwort heißt „Recherche“, und zwar bei den zuständigen Stellen, Ämtern, Behörden und Institutionen. Nur dort wirst du kompetente Leute finden, die dir ohne Umwege weiterhelfen können. Das kostet natürlich Zeit, ist dafür aber wesentlich informativer, sprich: genauer.
Der Autorenpool mag zwar für die eine oder andere Frage ganz hilfreich sein (du wirst sicher nach einigem Suchen, hier in diesem Chaos von Themenbereichen und entsprechenden Antworten, fündig werden: benutze die Suchfunktion) aber dein komplettes Geschäftskonzept solltest du dir schon selbst erarbeiten oder erarbeiten lassen. Auch für letzteres gibt es entsprechende Dienstleister.

Was für ein Geschäftskonzept? Ich habe lediglich ein paar Fragen gestellt, die jeder, der diesen Schritt bereits gegangen ist, sofort aus dem Stehgreif beantworten könnte.
So funktioniert doch ein Forum: Menschen, die gewisse Erfahrungen bereits gemacht haben, helfen Menschen, die in dem Bereich noch unerfahren sind.
Ein Beispiel: ich hatte kürzlich eine aufwändige OP mit einem langen, sich anschließenden Heilungsprozess. In einem Forum fragte jemand, bei dem diese OP jetzt ansteht, nach dem besten Verbandsmaterial für die Zeit nach der OP. Natürlich habe ich ihm meine Erfahrungen geschildert, und nicht gesagt: "Frag Deine Apotheke!"

Klaus D. Klimke hat geschrieben:
Selbstverlag ist ein hartes und zeitaufwändiges Geschäft. Ohne entsprechendes finanzielles Polster wirst du dort schnell am Hungertuch nagen.

Deshalb frage ich ja den Ausgaben, die entstehen würden.

Klaus D. Klimke hat geschrieben:
Mal eben schnell eine müde Mark machen ist da nicht drin.

Das ist auch nicht mein Ziel.

Klaus D. Klimke hat geschrieben:
Idealismus, Durchhaltevermögen und entsprechendes vorhandenes(!) Eigenkapital ist neben umfassenden Kenntnissen über die Buchherstellung, Vermarktung etc. unabdingbar. Ich erspare mir die ganzen erforderlichen jahrelangen Ausbildungen (Berufe) aufzuzählen.

Warum sollte man mehr Kenntnisse und (abgesehen von den genannten Gründungskosten sowie den Pflichtexemplaren) mehr Kapital benötigen, wenn man als Verlag und nicht als Autor über BoD veröffentlicht?

Klaus D. Klimke hat geschrieben:
Sollte dich all das nicht abschrecken, wünsche ich dir auf jeden Fall viel Erfolg.

Ich möchte gar keinen "Erfolg" haben. Ich bin kein Kapitalist, ich habe lediglich ein paar simple Fragen gestellt...
Zuletzt geändert von Poet78 am 25.05.2010, 11:43, insgesamt 1-mal geändert.

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hawepe
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Re:

von hawepe (25.05.2010, 11:11)
Poet78 hat geschrieben:
Du Scherzkeks...


Der Ton macht die Musik und der lässt doch erheblich zu wünschen übrig. Um mich von dir beschimpfen zu lassen, Fragen nicht so wie von dir gewünscht zu beantworten, ist mir die Zeit zu schade.

Heinz.

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (25.05.2010, 11:31)
gelöscht
Zuletzt geändert von Klaus D. Klimke am 30.11.2010, 10:29, insgesamt 1-mal geändert.

Poet78
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Re:

von Poet78 (25.05.2010, 11:44)
Dann beantwortet doch einfach die Fragen vernünftig, dann schimpft auch keiner. Erst Blödsinn schreiben und dann über die Reaktion heulen, ist ja wohl etwas kindergartenartig.

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hawepe
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Re:

von hawepe (25.05.2010, 11:52)
Poet78 hat geschrieben:
Dann beantwortet doch einfach die Fragen vernünftig,


Ich biete dir gerne einen kostenpflichtigen Support, die Stunde für 55 Euro.

dann schimpft auch keiner. Erst Blödsinn schreiben und dann über die Reaktion heulen, ist ja wohl etwas kindergartenartig.


Ansonsten geh woanders spielen :twisted:

Nach langer Zeit wieder mal mit unfreundlichen Grüßen,

Heinz.

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (25.05.2010, 12:14)
gelöscht
Zuletzt geändert von Klaus D. Klimke am 30.11.2010, 10:29, insgesamt 2-mal geändert.

Poet78
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Re:

von Poet78 (25.05.2010, 12:22)
SandraR hat geschrieben:
Und ja es würde schon erwähnt...gute Manuskripte! Weißt Du wieviel Schrott man angeboten bekommt? Glaub mir täglich grüßt das Murmeltier mit Schrott.

Diese Aussage finde ich interessant. Wie finden diese ganzen Leute, die ihre schlechten Manuskripte anbieten, Dich denn? Wenn man "Verlag" bei Google eingibt, wirst Du ja kaum auf den ersten Seiten stehen... Wo machst Du auf Dich aufmerksam, sodass diese ganzen schlechten Autoren Dich finden?

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SandraR
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Re:

von SandraR (26.05.2010, 06:22)
Ich bin eine Buchreihe und kein Verlag! Ansonsten haben meine Vorschreiber genügend geschrieben, dass ich gerne bereit bin mit zu unterschreiben.
Willkommen im 21 Jahrhundert! Wenn Du nicht weißt wie Du gefunden wirst als Verlag, lass die Finger davon! Und mich findet man, wenn man entsprechend sucht, mach dir nicht um uns sorgen!
Zuletzt geändert von SandraR am 26.05.2010, 10:16, insgesamt 1-mal geändert.
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julia07
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Re: Ein paar Rückfragen...

von julia07 (26.05.2010, 07:08)
Poet78 hat geschrieben:
1. Derzeit betreibe ich eine kleine private Homepage, die sich jedoch etabliert und einige regelmäßige Leser hat. Ließe sich jene auch für einen Verlag nutzen, oder könnte der Web-Anbieter (in diesem Falle Strato) etwas dagegen haben? Ändert sich da etwas, wenn ich plötzlich "Geschäftsmann" bin?


und dann:

Poet78 hat geschrieben:
Ich möchte gar keinen "Erfolg" haben. Ich bin kein Kapitalist, ich habe lediglich ein paar simple Fragen gestellt...

Aha - interessanter Gedankengang :shock::

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