Abstimmung: Wellende Buchdeckel bei BoD-Büchern

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Seid ihr mit der Qualität der hochglänzenden Softcoverbücher von BoD zufrieden?

Ja, ich bin zufrieden, kein Handlungsbedarf bei BoD
7
19%
Nein, ich bin nicht zufrieden, dringender Handlungsbedarf bei BoD
26
70%
Ich habe keine Meinung dazu
3
8%
Ich klicke immer nur Quatschantworten an, also dann diese hier
1
3%
 
Abstimmungen insgesamt: 37

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FriederikeNielsen
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Re:

von FriederikeNielsen (27.07.2010, 16:34)
Sorry, hat ein bisschen länger gedauert, da ich erst mal mit der Produktion Rücksprache halten musste.

Dafür habe ich gute Neuigkeiten: Die Wellung tritt vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit auf. Wir sind uns des Problems bewusst und haben schon Maßnahmen eingeleitet, um hier künftig Abhilfe zu schaffen. Außerdem hat die Qualitätssicherung jetzt vermehrt ein Auge darauf, dass keine gewellten Bücher rausgehen. Sollte das doch passieren, können die Bücher reklamiert werden und BoD erstattet sie.

Noch zwei Korrekturen zu den Zahlen, die hier kursieren: BoD hat derzeit rund 180.000 Titel von Autoren und Verlagen auf dem Server und druckt im Jahr rund 3 Mio. Exemplare.

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Artus
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Re:

von Artus (27.07.2010, 16:54)
FriederikeNielsen hat geschrieben:
Noch zwei Korrekturen zu den Zahlen, die hier kursieren: BoD hat derzeit rund 180.000 Titel von Autoren und Verlagen auf dem Server und druckt im Jahr rund 3 Mio. Exemplare.


Das macht dann also bei 1,99 € Bereithaltungskosten pro Titel im Jahr allein schon Einnahmen in Höhe von ca. 4,3 Millionen Euro...

Nicht schlecht, Herr Specht! cheezygrin

Staunende Grüße
Artus

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (27.07.2010, 17:16)
Hallo Friederike, vielen Dank für die Information.

@Artus: gratuliere zu deinen Rechenkünsten - allerdings sind sie in diesem Thread nicht gefragt!
Wer der Auffassung ist, ein Dienstleister dürfe für seine Dienste und Leistungen keine Einnahmen erzielen, sondern müsse diese aus Liebe zur Literatur, oder besser noch aus Solidarität mit den zahllosen, selbsternannten Autoren tun, darf doch gerne selbst diesen Service - kostenfrei - zur Verfügung stellen.


Haifischfrau
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (27.07.2010, 17:43)
Artus hat geschrieben:
Das macht dann also bei 1,99 € Bereithaltungskosten pro Titel im Jahr allein schon Einnahmen in Höhe von ca. 4,3 Millionen Euro...

Nicht schlecht, Herr Specht! cheezygrin

Staunende Grüße
Artus



Der Specht produziert allerdings auch Löcher - die heißen Kosten. Die Frage ist nun, ob die Einnahmen die Kosten abdecken und dann noch mehr für das Unternehmen hängen bleibt, als am Finanzmarkt z. B. zu verdienen ist.

Grüße
Siegfried

P.S.: 3 Millionen pro Jahr ... bei 230 Arbeitstagen im Jahr (oder wird da 24/7 gearbeitet?) wären das über 13.000 pro Tag. Da stellt sich die Frage, wie eine umfassende Qualitätskontrolle funktioniert. Jedes Buch optisch kontrollieren??? :wink:

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Artus
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Re:

von Artus (27.07.2010, 18:15)
Haifischfrau hat geschrieben:
@Artus: gratuliere zu deinen Rechenkünsten - allerdings sind sie in diesem Thread nicht gefragt!


Das hast du nicht zu entscheiden. Und achte mal bitte auf deinen Ton!

Im Übrigen war dies nur eine Feststellung und keine Kritik.

Immer noch staunende Grüße
Artus

Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (27.07.2010, 18:24)
Immer wieder spannend der hier stattfindenden Selbstzerfleischung beizuwohnen. Ebenfalls immer wieder herzerfrischend, die harte Kritik gegenüber BoD.

Ich habe mir eben nochmal die Mühe gemacht, die bei mir herstehenden und liegenden BoD-Bücher zu begutachten - und kann für meinen Teil das Problem der wellenden Buchcover nicht bestätigen.

Bzgl. der Qualität der über BoD produzierten Bücher und der mässig positiven Redonanz des Buchhandels und der diversen selbsternannten Buchexperten hierauf, sollte man fairer Weise diesen Aspekt in zwei Bereiche abgrenzen. Zum einen, was den Inhalt und das Layout betrifft, wofür ja in der Regel der Autor alleine verantortlich ist, und zum anderen der BuchdrucK und Vertrieb der Bücher was in den Verantwortungsbereich von BoD fällt.

Der einzige Kritikpunkt den ich aus meiner inzwischen mehrjährigen Erfahrung mit BoD diesem anlassten kann, ist die Dauer der Bereitstellung der Druckvorlagen bzw. der Zeitraum zwischen der Bereitstellung der Druckvorlage und dem Versand der Eigenexemplare bei BoD-Fun. Hier habe ich schon stolze zwei Monate Geduld üben müssen - was ich für absolut indiskutabel halte.

Die dann erhaltenen Buch-Exemplare waren jeoch bisweilen allesamt in Ordnung. Wäre dieses nicht so gewesen, z.B. bei unzureichender Qualität (wellende Buchdeckel), dann hätte ich dieses umgehend reklamiert.

Ich denke, wenn wirklich ein Problem mit wellenden Buchrücken oder ähnlichen bestehen sollte, und dieses von den BoD-Kunden (Autoren wie Bücherkäufern) sofort reklamiert werden würde, dann würde BoD zwangsläufig reagieren müssen - dies allein schon aus kostengründen.

Angelina

Re:

von Angelina (27.07.2010, 19:37)
Das Problem mit der Feuchtigkeit kann ich als Laie nicht so recht nachvollziehen, denn ich gehe mal davon aus, dass sich feuchtes Papier ausdeht (sieht man wenn ein Tropfen auf ein Papierblatt fällt). Wenn man nun auf feuchtes Papier die Folie aufklebt und das Papier dann später trocknet und sich wieder zusammenzieht, müssten sich die Buchdeckel eigentlich nach innen wölben?
Zuletzt geändert von Angelina am 15.08.2010, 01:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (27.07.2010, 19:43)
FriederikeNielsen hat geschrieben:
Sorry, hat ein bisschen länger gedauert, da ich erst mal mit der Produktion Rücksprache halten musste.

Dafür habe ich gute Neuigkeiten: Die Wellung tritt vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit auf. Wir sind uns des Problems bewusst und haben schon Maßnahmen eingeleitet, um hier künftig Abhilfe zu schaffen. Außerdem hat die Qualitätssicherung jetzt vermehrt ein Auge darauf, dass keine gewellten Bücher rausgehen. Sollte das doch passieren, können die Bücher reklamiert werden und BoD erstattet sie.


Liebe Friederike,

danke für die Stellungnahme. Ich finde es gut, daß BoD sich des Problems angenommen hat, und ich finde es gut, daß Abhilfe geschaffen wird.

Viele Grüße

Torsten
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Angelina

Re:

von Angelina (27.07.2010, 19:53)
Ich habs gerade probiert. Legt ein Blatt Papier auf eine Tischplatte. Dann klebt einen Streifen Tesa unter etwas Zug auf das Papier.

Das ist der Effekt, da bin ich mir sicher. Die Folie steht beim Aufkleben auf den Buchdeckel unter leichter Spannung! Da diese Spannung großflächig wirkt, reicht vermutlich bereits eine geringe Foliendehnung beim Aufkleben aus diese spätere Wölbung zu verursachen.

Ich vermute mal die Klebefolie kommt von einer Rolle? Eventuell zieht sie sich gelegentlich schwerer ab und man muß eine höhere Zugspannung aufwenden? Hat ggf. die Temperatur der Folienrolle eine Einfluß auf diese Problematik?

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (27.07.2010, 20:20)
Angelina hat geschrieben:
Das Problem mit der Feuchtigkeit kann ich als Laie nicht so recht nachvollziehen, denn ich gehe mal davon aus, dass sich feuchtes Papier ausdeht (sieht man wenn ein Tropfen auf ein Papierblatt fällt). Wenn man nun auf feuchtes Papier die Folie aufklebt und das Papier dann später trocknet und sich wieder zusammenzieht, müssten sich die Buchdeckel eigentlich nach innen wölben?


Wie soll sich ein Buchdeckel nach innen wölben, wenn sich dort ein 120 Seiten starker Buchblock befindet, der Widerstand leistet? :shock::

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hawepe
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Re:

von hawepe (27.07.2010, 21:34)
Hallo Friederike,

FriederikeNielsen hat geschrieben:
Die Wellung tritt vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit auf. Wir sind uns des Problems bewusst und haben schon Maßnahmen eingeleitet, um hier künftig Abhilfe zu schaffen. Außerdem hat die Qualitätssicherung jetzt vermehrt ein Auge darauf, dass keine gewellten Bücher rausgehen.


Danke, das ist wirklich eine erfreuliche Information. Erstaunlich finde ich allerdings, dass es immer noch Autoren gibt, die uns einreden wollen, diese Problem gebe es gar und sich BoD offenbar täuschen müssen. Ein Fan-Blick ist manchmal schon etwas Sonderbares.

Beste Grüße

Heinz

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (27.07.2010, 22:41)
Siegfried hat geschrieben:
Wie soll sich ein Buchdeckel nach innen wölben, wenn sich dort ein 120 Seiten starker Buchblock befindet, der Widerstand leistet?


Könnte ich mir schon vorstellen. Wenn das Buch frei steht, wölben sich die Einbandseiten nach innen, das Buch sieht dann aus wie eine Bikonvexlinse.


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Angelina

Re:

von Angelina (27.07.2010, 23:33)
Siegfried hat geschrieben:
Angelina hat geschrieben:
Das Problem mit der Feuchtigkeit kann ich als Laie nicht so recht nachvollziehen, denn ich gehe mal davon aus, dass sich feuchtes Papier ausdeht (sieht man wenn ein Tropfen auf ein Papierblatt fällt). Wenn man nun auf feuchtes Papier die Folie aufklebt und das Papier dann später trocknet und sich wieder zusammenzieht, müssten sich die Buchdeckel eigentlich nach innen wölben?


Wie soll sich ein Buchdeckel nach innen wölben, wenn sich dort ein 120 Seiten starker Buchblock befindet, der Widerstand leistet? :shock::


Es wölbt sich eben nicht nach innen, bzw. liegt stramm an, wie es bei einem Feuchtigkeitsproblem des Papiers zu erwarten wäre, da sich die Innenseite später durch die Trocknung zusammenzieht, sondern es wölbt sich ausschließlich nach außen.

Von daher kann es nach meiner Meinung NUR an der Folie liegen und nicht, wie von der BoD-Produktionsabteilung angeführt, der hohen Feuchte.

Sogar das Gegenteil ist der Fall, je feuchter das Papier, desto geringer der negative Effekt, da die Trocknung und damit einhergehende Schrumpfung des innen liegenden Papiers, eine Biegung in Richtung Buchblock begünstigt.

Ich befürchte, dass die Ursache vermutlich an der falschen Stelle identifiziert wurde. Je größer nun die Bemühungen die Luftfeuchte zu reduzieren, desto größer wird das Problem. :(

Vielleicht liege ich ja völlig falsch, aber eventuell kann Frau Nielsen dies ja nochmals durch die QS in der Produktion prüfen lassen?

Wenn es rein nur an der Feuchtigkeit des Papiers liegt: Weshalb gibt es dann signifikante Unterschiede zwischen der Häufgkeit bei der matten und der glänzenden Folie?
Zuletzt geändert von Angelina am 28.07.2010, 00:21, insgesamt 1-mal geändert.

malschaun
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Re:

von malschaun (28.07.2010, 00:18)
Angelina hat geschrieben:
Es wölbt sich eben nicht nach innen, bzw. liegt stramm an, wie es bei einem Feuchtigkeitsproblem des Papiers zu erwarten wäre, da sich die Innenseite später durch die Trocknung zusammenzieht, sondern es wölbt sich ausschließlich nach außen.

Von daher kann es nach meiner Meinung NUR an der Folie liegen und nicht, wie von der BoD-Produktionsabteilung angeführt, der hohen Feuchte.

Sogar das Gegenteil ist der Fall, je feuchter das Papier, desto geringer der negative Effekt, da die Trocknung und damit einhergehende Schrumpfung des innen liegenden Papiers, eine Biegung in Richtung Buchblock begünstigt.

Ich befürchte, dass die Ursache vermutlich an der falschen Stelle identifiziert wurde. Je größer nun die Bemühungen die Luftfeuchte zu reduzieren, desto größer wird das Problem. :(

Vielleicht liege ich ja völlig falsch, aber eventuell kann Frau Nielsen dies ja nochmals durch die QS in der Produktion prüfen lassen.



www.psverlag.de/tech/ubiege.html

Angelina

Re:

von Angelina (28.07.2010, 00:40)
malschaun hat geschrieben:
Angelina hat geschrieben:

Ich befürchte, dass die Ursache vermutlich an der falschen Stelle identifiziert wurde. Je größer nun die Bemühungen die Luftfeuchte zu reduzieren, desto größer wird das Problem. :(

Vielleicht liege ich ja völlig falsch, aber eventuell kann Frau Nielsen dies ja nochmals durch die QS in der Produktion prüfen lassen.



www.psverlag.de/tech/ubiege.html


Danke für den Link. Der besagt es ganz klar. Je feuchter das Papier während der Produktion, desto geringer das Problem der Wölbung nach außen. Entweder ist das Papier bei der Produktion zu trocken, oder die Folie schrumpfT nach dem Aufziehen.
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