Delikat-Datsche-Rennpappe -Die DDR mit Kinderaugen-

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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (08.11.2012, 20:04)
Thomas Becks hat geschrieben:
Der Kalte Krieg war wirtschaftlich gesehen ein Segen. cheezygrin


Da hast Du völlig Recht. Man ging damals viel häufiger in die Wirtschaft. Ich jedenfalls. cool5 cheezygrin
Viele Grüße von Nicolas

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joevonder
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Re:

von joevonder (08.11.2012, 20:13)
Als eBook kommt es auch heraus, allerdings schätze ich mal, dass es noch ca.2 Wochen dauern kann.

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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (09.11.2012, 12:57)
Thomas Becks hat geschrieben:
Atlan_Gonozal hat geschrieben:
Außerdem bekräftigt mich Dein Bericht in meiner Meinung, dass über die DDR wirklich nur "Ossis" richtig urteilen und reden können, ganz einfach, weil der Blick von außen viel zu sehr gefiltert war.

:roll:
Ich war aber nicht außen, ich war mittendrin.


Ja, physikalisch mag das stimmen. Aber das wahre Leben hast Du nie kennen gelernt. Alle denken immer, wenn man ein paar häßliche Neubaugebiete gesehen hat, weiß man alles über die DDR und den Sozialismus. Niemand redet über günstige, stabile Mieten (< 100 Mark), über eine gesetzliche Krankenversicherung *ohne* Patientenabzocke, über gesicherte Arbeitsverhältnisse *ohne* Leiharbeit, 1-Euro-Jobs oder Kündigungen wann es einem gefällt. Den Begriff "Ellbogengesellschaft" kannten wir nur aus dem Unterricht - wenns um den Westen ging. Niemand redet darüber, dass wir mit einem System von ca. 10 verschiedenen Pfandpflaschen ausgekommen sind, dass es "Rohstoffannahmestellen" gab, welche Altpapier, Gläser und Flaschen vergütet haben. Usw. usw.

Thomas Becks hat geschrieben:
Atlan_Gonozal hat geschrieben:
Man mußte schon in diesem Land leben, um eine - fundierte - Meinung darüber haben zu können.

Es gab aber auch Leute, die mit diesem Land leben mussten. Ob sie wollten oder nicht. Ihr wolltet schließlich versorgt und Eure Produkte los werden.


Da hast Du sicher völlig Recht, das wurde aber auch nie bestritten. Abgesehen davon "Unsere" Produkte, welche in den Westen exportiert wurden, waren anerkannte und beliebte Handelswaren von hohem Wert. Ich sage nur "Plauener Spitzen". Die musst man nicht "loswerden", die wurden uns aus den Händen gerissen.
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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (09.11.2012, 13:02)
mtg hat geschrieben:
...Trotzdem finde ich es bedauerlich, dass immer nur argumentiert wird, der »Wessi« kenne den Osten nicht. Der »Ossi« kannte nämlich auch den Westen nicht - außer aus dem Fernsehen. Und das hatte mit der Realität nichts zu tun.


Ja, da wirst du wohl Recht haben. Aber da es in dem Buch nun mal um den Osten geht...

mtg hat geschrieben:
Leider wird bei der ganzen »Ostalgie« immer wieder gerne vergessen, dass mit der deutschen Einheit auch die Bundesrepublik »alter Prägung« untergegangen ist ... aber darüber darf man - so scheint es oft - wohl nicht klagen ...


Nun ja, ich denke, beide Teile Deutschlands haben ihre Vergangenheit verloren, so ist das halt (ist ja schließlich in jeder Ehe so :-))
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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (09.11.2012, 14:10)
Atlan_Gonozal hat geschrieben:
Niemand redet über günstige, stabile Mieten (< 100 Mark), über eine gesetzliche Krankenversicherung *ohne* Patientenabzocke, über gesicherte Arbeitsverhältnisse *ohne* Leiharbeit, 1-Euro-Jobs oder Kündigungen wann es einem gefällt.

Ja, ja, nur ließ sich dieser Traum finanziell auf Dauer nicht stemmen.
Atlan_Gonozal hat geschrieben:
Abgesehen davon "Unsere" Produkte, welche in den Westen exportiert wurden, waren anerkannte und beliebte Handelswaren von hohem Wert. Ich sage nur "Plauener Spitzen". Die musst man nicht "loswerden", die wurden uns aus den Händen gerissen.

Das ist vollkommen richtig, sie waren auch aus den oben genannten Gründen sehr preiswert. Z.B. habe ich damals ein Billyregal von IKEA gehabt, das bei Euch produziert wurde. Es hatte lange gedauert bis IKEA nach der Maueröffnung einen preisgünstigen Produzenten in Asien gefunden hat.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (09.11.2012, 14:17)
Ich mische mal mit :lol:
Als (West-)Berlinerin mit häufigen Besuchen in der "Hauptstadt" (für die Wessis:
unter Hauptstadt verstand man damals Ostberlin!), gefühlte 100.000 Fahrten auf der Transit"auto"bahn, Besuchen in der Ost-Provinz und nicht zuletzt über wissenschaftliche Kontakte, kann ich mir ein gewisses DDR-Bild erlauben. Ein gewisses. Und ich bin der Überzeugung, dass auch ein Fernfahrer, der da oft war, jedenfalls viel mehr DDR mitgekriegt hat als umgekehrt die Bewohner der DDR, die den Westen bestenfalls aus Radio und TV kannten.
Nach der Wende war ich nicht überrascht - über nix!

Berichte über vergangene Zeiten, in denen noch viele heutzutage im Berufsleben Stehende sozialisiert wurden (das hat nun nix mit Sozialismus zu tun :twisted: ), finde ich wichtig, interessant und vielleicht auch als hilfreich für gegenseitiges Verständnis.

Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

joevonder
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1 1/2 Jahre seit der Veröffentlichung

von joevonder (27.04.2014, 12:44)
Jetzt ist das Buch bereits 1,5 Jahre auf dem Markt und gestern hat das Buch Platz 725 im Amazon Bestseller-Rang erreicht. Einen Tag davor noch bei 500000. :-)

http://www.amazon.de/Delikat-Datsche-Re ... ap_title_0
Dateianhänge
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