Wagner Verlag, Gelnhausen: Erfahrungen

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Pamela
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Re:

von Pamela (08.04.2014, 14:30)
Gehe ich auf meine Beerdigung?
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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (08.04.2014, 15:20)
Auf jeden Fall schon merkwürdig.

Da verschickt jemand sein Manuskript an zig Verlage, bekommt Absagen noch und nöcher ... und plötzlich kommt so'n Verlag daher und lobt das Werk über den grünen Klee, möchte aber erstaunlicherweise soundso viel Kohle (und zwar nicht zu knapp) für die Veröffentlichung. Also, da ist der Widerspruch systemimmanent, und wessen Alarmglocken da nicht sofort hysterisch schrillen, der ... aber was soll man sagen, da ist halt der eigene Narzissmus bzw. der Wunsch nach einer ruhmreichen Literatenkarriere so groß, dass das Denken aussetzt.

Vielleicht fällt dem Gesetzgeber eines Tages ja noch was gegen dieses grassierende Pseudoverlagswesen ein. Ich hoffe es; damit manche Naivlinge effektiv vor sich selbst geschützt werden können - und den Abzockern endlich das Handwerk gelegt wird.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (08.04.2014, 16:37)
Das stimmt natürlich, Klonschaf, und ich wäre niemals auf die Idee gekommen, einen fünfstelligen (!) Betrag für meine Bücher zu riskieren. Aber in dem Artikel ist auch etwas herausgekommen, das mich irgendwie milde stimmt. Die Autorin hatte ihren Mann verloren und ihre Trauer in einer "Hommage an ihren verstorbenen Mann" verarbeitet. Das Thema beherrschte sie wahrscheinlich so sehr, dass sie anschließend bereit war, das Erbe in die Veröffentlichung des Buchs zu stecken. Sie befand sich in einer psychischen Ausnahmesituation, die übrigens auch gerne von Bestattern ausgenutzt wird. Ich habe es selbst erlebt, dass sich eine Witwe in Schulden stürzen wollte, um ihrem verstorbenen Mann ein halbes "Staatsbegräbnis" zu finanzieren, weil das Beste für ihn gerade gut genug war. Wir konnten sie damals nur mühsam davon überzeugen, dass dies ganz gewiss nicht in seinem Sinne sei. Und inzwischen versteht sie selbst nicht mehr, wie es (beinahe) dazu kommen konnte. Dass sich die "Deutsche Literaturgesellschaft" bei der Akquise ebenfalls auf diesem Niveau bewegt, überrascht mich natürlich nicht. Und das alles ändert auch nichts an der Tatsache, dass die Dame in dem Artikel voll geschäftsfähig war und einen total bescheuerten Vertrag unterschrieb. Aber man sieht, mit welchen Mitteln in diesem Bereich gearbeitet wird. Es steckt nicht immer nur Eitelkeit hinter solchen Verträgen.

Viele Grüße,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (08.04.2014, 17:00)
@Monika

Für mich ist es schon auch Eitelkeit, wenn dem verstorbenen Ehemann derart ein Denkmal gesetzt werden soll, das ist doch total abgefahren. Ich meine, ein bisschen Realitätsbezug sollte schon vorhanden sein bei einem erwachsenen Menschen - sodass er seine Trauer einzuordnen weiß und auch kapiert: da sind viele, denen geht es so, sie verlieren diejenigen, die sie am meisten lieben. Ob die Trauerarbeit daher unbedingt über ein pompöses, unfassbar teures Buchprojekt geleistet werden muss, oder ob diese Sache nicht doch eher in privaterem, stillen Rahmen besser aufgehoben wäre? Und mal ehrlich: zu glauben, dass diese Hommage irgendwen interessiert außer einem selbst bzw. zwokommafünf Verwandten (wenn überhaupt), da gehört schon ne Menge Verpeiltheit dazu. Ganz im Ernst, ich hab meinen Vater mit 8 verloren, ich weiß was Verlust bedeutet. Ich geh einfach davon aus, dass erwachsene Menschen mit Tod und Vergänglichkeit halbwegs umgehen können - daher ... mir tut die Frau zwar leid, aber ich kanns halt nicht kapieren.

Aber mich gehts nichts an, jedem das seine. Ich verurteile es ja nicht und will schon gar nicht darauf abzielen "wer so dumm ist, hat's nicht anders verdient". Ne, das nicht - finde es nur erstaunlich, wie konsequent man Widersprüchlichkeiten ausblenden kann und eines Tages das böse Erwachen hinnehmen muss.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (08.04.2014, 17:17)
Klonschaf hat geschrieben:
Ob die Trauerarbeit daher unbedingt über ein pompöses, unfassbar teures Buchprojekt geleistet werden muss, oder ob diese Sache nicht doch eher in privaterem, stillen Rahmen besser aufgehoben wäre?


Auf alle Fälle! Ich könnte mir diese Art von Trauerarbeit für mich überhaupt nicht vorstellen! Aber theatralische Gesten erfreuen sich in vielen Bereichen großer Beliebtheit.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Judith
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Re:

von Judith (08.04.2014, 20:45)
Hier ein druckfrischer Spiegel-Artikel zum Thema.

Grüßle
Judith
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julia07
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Re:

von julia07 (13.04.2014, 09:04)
Judith hat geschrieben:
Hier ein druckfrischer Spiegel-Artikel zum Thema.

Grüßle
Judith

Guck mal fünf Beiträge über deinem hin :wink:

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Judith
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Re:

von Judith (14.04.2014, 00:39)
UPS! :shock:: Hatte ich ganz übersehen, Julia. Aber doppelt hält besser. :wink:
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Babi212
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[color=red]Aufruf: Geschädigte des Wagner Verlages bitte mel

von Babi212 (07.05.2014, 16:09)
Ich bin eine weitere Geschädigte des Wagner Verlages und habe vor, Wagner zu klagen. Ich bitte alle Geschädigten, sich unter meiner Mailadresse: tina.reiterer@gmx.at zu melden. Es würde mir beim Verfahren sehr helfen, beweisen zu können. dass es hier eine Unmenge von Geschädigten gibt und
so die Machenschaften von Wagner aufzudecken...

Ich habe schon mehrere Rechtsanwälte beauftragt. Ein Staranwalt des Verlagswesens hat nun folgendes Gutachten erstellt:

Mein Vertrag, den ich bei Wagner Verlag unterschrieben habe, ist ein Hereinleger und sittenwidrig und durchaus anfechtbar. Bitte lest Euch auch auch nachstehendes Schreiben an Wagner durch, dass eigentlich alles offenlegt..


Nun kurz zu meinem Fall:

Ich habe 4 Bücher beim Wagner Verlag eingereicht. So wie schon andere Autoren erwähnten: auch bei mir süße Worte, Schmalz und Bauernfängerei.

Nachdem mir die ersten zwei Musterbücher (Text mit Fotos) von Wagner zugesandt wurden, erkannte ich sofort, dass es sich um eine absolute Hereinlegerei handelte. Mieseste Qualität des Papiers und der Fotos. Absolut
nicht verwendbar oder verwertbar. Noch dazu zu einem total überhöhten Verkaufspreis (damit konnte Wagner sicher sein, dass dieses Buch niemals von Kunden gekauft werden würde):

Die 12.000 Euro Beteiligungskosten hatte ich aber schon zuvor an Wagner
überwiesen.

Obwohl mir Wagner vorher per Vertrag seitenweise Marketingstrategien versprochen hatte --- Medien in Österreich und Deutschland werden kontaktiert, Filmvorspann im Berliner Kino und unzählige Dinge mehr...., erhielt ich nach Einzahlung der 12.000 Euro ein Schreiben vom Wagner Verlag, dass ich nun die Medien selbst kontaktieren solle und auch eine Auflistung, wie ich mein Buch nun selbst vermarkten könne. Nichts war mehr von der Einhaltung seiner Vertrags-Versprechungen zu merken.

Bei den anderen 2 Büchern wurde außer eines Covers (das durch einen Knopfdruck automatisch hergestellt wird) und eine Korrekturlesung, nichts gemacht. Es wurden mir nicht einmal Musterbücher zugesandt.

Und die 12.000 Euro waren weg.

Ich streite nun schon seit ca. 1,25 Jahren mit Wagner, dass ich mein Geld retour haben möchte. Auch auf eine Kündigung durch meinen Rechtsanwalt hat er nicht positiv reagiert.

Sprich: Bei mir gab es überhaupt keinen Druck der vier Bücher, keine Vermarktung... nichts. Also so gut wie keine Leistung, außer ein angebliches Korrekturlesen und eine Coverherstellung (Knopfdruck, fertig). Und Wagner hat das Geld einkassiert und gibt es nicht mehr zurück, obwohl ich schon in der Anfangsphase auf seine Hereinlegereien drauf gekommen bin.

Untenstehend seht ihr mein Schreiben an Wagner, das alles beinhaltet.


Sehr geehrter Hr. Wagner!

Sie wissen, dass ich an Sie ca. 12.000 Euro für vier Bücher vor vielen Monaten überwiesen habe und bis heute noch keinerlei Leistung dafür erhalten habe.

Die Musterbücher für Gedichtbuch 1 und 2 waren ein Hohn, was die Qualität des Papieres und des Fotoabdruckes anbelangt.

Hier haben Sie sich absolut nicht an unseren schriflichen, von Ihnen unterzeichneten Vertrag, gehalten, der lautet:

Mit der Hand eingesetzt: Seite 8/Punkt 3: lt. Absprache, das Buch lt. Vorlage übernehmen.


Per Email wurde vom Wagner Verlag mehrmals bestätigt, dass meine Musterbücher, die ich

an den Wagner Verlag per Post zusandte, auch dort angekommen sind und dort zur Bearbeitung aufliegen.

Meine Gedichtbücher haben eine sehr gute Papierqualität und hochwertige Fotoabbildungen.

Auf meine Reklamationen hin, kam das Mail von Fr. Manes, dass Sie bereit sei, die von mir reklamierten Mängel

zu verbessern. Falls ich ihr den Farbton nicht nennen würde, würde die Fa.Wagner selbst einen Farbton wählen…

Ich merke an: die Musterbücher lagen damals noch bei der Fa. Wagner auf.

Ich muss davon ausgehen, dass ein Verlag, der drucken und Bürstenabzüge anfertigen lässt, auch von den entsprechenden Fachkräften den vorliegenden Farbton bestimmen kann.

Ich habe bis heute keine ausgebesserten Musterbücher in der von mir verlangten Qualität und Farbton erhalten. Bis heute nicht.

Das Mail von Fr. Manes diesbezüglich, liegt vor.

Für die Gedichtbücher 3 und 4 habe ich bis heute keine Bearbeitung erhalten, obwohl die gesamte Muster-CD und die von mir ausgefüllten Wagner-Verlage zur Anfertigung schon seit Monaten vorliegen..

Aussage im Vertrag: wenn alles vorliegt, wird das Buch innerhalb einer Frist von 4-5 Monaten auf den Markt gebracht.

Wagner hat bis heute keine Leistung erfüllt, aber das Geld von ca. 12.000 Euro an sich genommen.

Sie wissen, was das bedeutet…

Bitte beachten Sie auch die Klausel auf Seite 15

Beim Modell 1a sind folgende Leistungen enthalten:

Wir als Verlag bieten Ihnen alles, was erforderlich ist, um Ihr Buch in bewährter und professioneller Qualität zu veröffentlichen und zu vermarkten.

Von unserem Lektorat über die Umschlaggestaltung sowie Satz und Layout

des Innenteils, Druck des Buches in der Auflagenhöhe von insgesamt 5000 Büchern,

bis hin zur kompetenten Werbung auf dem Buchmarkt und zum Vertrieb des Buches

über unsere Buchhändler. Sie haben Mitspracherecht bei Ihrem Buch und entscheiden selbst, wie es auf den Markt kommt.


Diesen Punkt haben Sie ebenfalls absolut nicht eingehalten, indem Sie mir

Musterbücher mit minderer Papierqualität und Fotoqualität zukommen ließen.

Sind Sie bereit, dies zu ändern und die Punkte Ihres Vertrages, der von beiden

Seiten unterschrieben wurde, zu erfüllen?

Kostenfrei sind weiters lt. Ihrem Vertrag


ISBN-Nummer

Großhändler (Libri, KNV und Umbreit…)

Amazon wird beliefert

Pflichtexemplar an die Deutsche Nationalbibliothek

Seite 17: Pressekampagne (mit Leseproben)

kostenfreie Seminare

Lesungen (Seite 17)… es wird in Zusammenhang mit Presseaktionen und Messepräsentationen vom Wagner Verlag versucht,

Lesungen für den Autor zu erhalten.


Im Internet bewirbt Wagner auf zahlreichen Internetseiten… (über 1.500.000 Leser)

Ganz wichtiger Punkt:

Seite 18) Druck

Wir lassen die Bücher in Deutschland in erfahrenen Druckereien herstellen.

Der Wagner Verlag verwendet keine billigen „on-Demand“ Drucke, die einige

andere Verlage anbieten.

Hochwertige Qualität, sehr gute Endverarbeitung des Buches wird zugesichert.


Twitter-Werbung

Google-Werbung

Handy-Werbung

Midvox-GmbH

Newsletter


Dann:

Der Autor erhält 30 Freiexemplare pro Buch

Möchte der Autor weitere Bücher selbst verkaufen, muss er 40 % des Ladenpreises bezahlen?


Frage:

Warum soll der Autor selbst versuchen, seine Bücher zu verkaufen?

Nach all den Werbewegen, die von Wagner versprochen werden, braucht er das doch

gar nicht mehr…

Ist der Vertrag bei Wagner so ausgerichtet, dass der Autor selbst noch 370 Bücher kaufen

muss, um diese zu vermarkten?---Das wären weitere 3833 Euro pro Buch…

Für vier Bücher 15.332,8 Euro

Ist das der Ernst vom Wagner Verlag?


Bitte diese Frage ganz genau beantworten….


Wofür habe ich dann ca. 12.000 Euro pro Buch beim Wagnerverlag bezahlt?

Was für Kosten sind in diesem Betrag beinhaltet?

Was mache ich, wenn der Wagnerverlag nicht wirklich etwas dazu tut, um in der vorgesehenen

Frist, die Bücher zu vermarkten? Bin ich wirklich total auf die Seriosität von Wagner angewiesen?

Wie wird mir der Wagnerverlag belegen, dass er alles Versprochene getan hat, um meine Bücher zu vermarkten?


Weitere Frage:

Erklären Sie mir bitte genau den Punkt §10 auf Seite 28, Verramschung..

Was bedeutet das genau?

Erkären Sie mir bitte auch genau den Punkt § 11, Seite 28

Wie hängt dieser Punkt mit dem Verkauf innerhalb der gesetzlichen Schutzfrist zusammen?


Weitere Frage:

Was bedeutet§ 13 Seite 29: Kündigung

Im Falle einer Kündigung durch den Autor wird eine Stornogebühr von 460 Euro berechnet.

Die geleisteten Zahlungen werden bei Kündigung an den Autor zurückbezahlt


Ich möchte nun Antworten auf meine Fragen haben:

Welche Marketingwege sind nun in den ca. 12.000 Euro, die ich dem Wagnerverlag bezahlt habe, inclusive.

Bitte beachten Sie meine händisch eingesetzte Klausel im Vertrag – Seite 8/ Punkt b:

!!!! Modell 1a. Hardcover, 20,5 x 20,5 cm. Alle Leistungen, die im Vertrag angeboten werden, auch Vermarktung, kosten der Autoren 4890 Euro pauschal excl. MWST. Es fallen keine weiteren Kosten mehr an.

Ich lese aus dem Vertrag folgende kostenfreie Werbewege heraus:

Bitte bestätigen Sie mir, dass diese Aktionen für mich kostenfrei sind und welche Aktionen noch kostenfrei sind…

1) Autoren-Internetseite beim Wagner Verlag

2) Zusendung meiner Bücher an die Zweigstellen des Wagnerverlages in der USA und England

3) Kinospot in Berlin, wo meine Bücher präsentiert werden.

4) E-Book

5) 200 Flyer, die mir kostenfrei erstellt und zugesandt werden

6) Facebook-Shop

7) Autorensuchmaschine

8) Bücher werden kostenfrei an Buchhandlungen geliefert

9) Kostenfreie Präsentation auf der Frankfurter Buchmesse

10) 5% der Bücher werden an Presse und zu Werbezwecken versendet. (sprich: Pressearbeit)

11) Seite 10/Pkt. 4: Presseausschreibungen auf Kosten des Verlages

12) Seite 10/Pkt b: regionale Presseaktion vom Verlag. Redaktionen und Buchhandlungen aus der

näheren Umgebung des Autors werden von den Büchern informiert (das zwei Mal)

13) Kostenfreie Dina A3 Plakate (für Lesungen)

14) 19 Stück kostenfreie Briefmarken pro Buch mit Motiv der Bücher

15) 200 Stück Bücher werden auf Kosten des Verlages erstellt

16) Präsentation im Wagner-Buchkatalog

Weitere Fragen:


Im Vertrag steht:

Wir geben Ihnen Sicherheiten, Ihr Buch ist in guten Händen.

Welche Sicherheiten gibt mir der Wagner Verlag?

Im Vertrag steht:

Übersichtliche Abläufe

Erhält der Autor Belege über die versprochenen Werbewege und Aktionen?

Erhält der Autor auch Rechnungen, die belegen, dass diese Werbewege wirklich durchgeführt wurden?


Im Vertrag steht:

Der Verlag bietet Qualität.

Im Vertrag steht:

Es gibt keine versteckten Kosten.

Nochmals die Frage: erhält der Autor über alles Belege?

Was bedeutet:

Der Verlag verpflichtet sich, 5000 Stück des Buches innerhalb

der gesetzlichen Schutzfrist zu verkaufen.?

Wie sehr bemüht sich der Wagner Verlag, die 400 Bücher pro Exemplar zu vermarkten?

Warum setzt Wagner für ein Gedichtbuch einen Verkaufspreis von 25,90 Euro fest?

Ich wurde lediglich gefragt, ob ich 25,90 Euro oder 25,50 Euro als Verkaufspreis möchte…

Ich würde einen Verkaufspreis von 15,90 Euro wollen.


So, das war es. Bitte meldet Euch: tina.reiterer@gmx.at

mhoerl
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Klage gegen Wagner Verlag

von mhoerl (21.04.2015, 22:06)
blink3
Beim Wagner Verlag versprach man mir, die gesamte Autorenbeteiligung zurückzubezahlen, wenn 400 Stück ohne Rabatt verkauft worden wären. Die hat dann mein Schwiegervater bestellt.... nur leider bekam ich nicht die ganzen 5.500 Euro zurück - sondern um 19% weniger (obwohl sie mir noch in einem Brief blumig versprochen hatten, "wenn Sie jetzt unterschreiben,... dann bekommen Sie die ganze Autorenbeteiligung ohne Abzüge zurück!"). Die Argumentation: Wagner hätte die 19% Umsatzsteuer bereits ans Finanzamt abgeführt, die könnten sie jetzt nicht mehr zurückerstatten.
Das ist natürlich Humbug, denn die Umsatzsteuer wird dem Wagner-Verlag sofort wieder vom Finanzamt gutgeschrieben, wenn er eine entsprechende Stornomeldung macht. Mich als Betriebswirt für so blöd zu verkaufen macht noch extra wütend....

Jetzt wird geklagt und durchgezogen...

Mein Tipp: Wer schon mit dem Wagner-Verlag prozessiert: Lasst Euch nicht mürbe machen - die Taktik, Zustimmung zu signalisieren und dann doch wieder zu blockieren, scheint System zu haben: Zieht Euer Ding durch - die Wagner Anwaltsschreiben sind meiner Meinung nach nicht besonders gut vorbereitet und es macht den Eindruck, sie wissen nicht einmal mehr, was sie in Emails rausgeschickt haben!

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Siegfried
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Re: Klage gegen Wagner Verlag

von Siegfried (22.04.2015, 02:35)
mhoerl hat geschrieben:
Jetzt wird geklagt und durchgezogen...


Damit bist du der Dritte in diesem Diskussionsfaden, der mit Klage gegen den Wagner Verlag droht (nach "Molly Adams" und "Babi212").

Hat jemand tatsächlich geklagt? Und wie ist das Urteil ausgefallen? Leider liest man nichts über irgendwelche Ergebnisse.
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mtg
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Re:

von mtg (22.04.2015, 08:19)
Aber der Klagegrund ist diesmal doch leichter nachzuvollziehen. In den anderen Fällen war es ja eher die verletzte Eitelkeit ... hier geht es doch – wenn ich die wenigen Infos richtig interpretiere – um die Nichteinhaltung einer Zusicherung. Wir dürfen gespannt sein.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (22.04.2015, 11:57)
mtg hat geschrieben:
Aber der Klagegrund ist diesmal doch leichter nachzuvollziehen. In den anderen Fällen war es ja eher die verletzte Eitelkeit ... hier geht es doch – wenn ich die wenigen Infos richtig interpretiere – um die Nichteinhaltung einer Zusicherung. Wir dürfen gespannt sein.


Was ich ausdrücken wollte, war nicht der Grund der Klage (ob berechtigt oder nicht), sondern die bereits mehrfach hier wiederholte Äußerung, dass man gegen den Verlag rechtlich vorgehen will - und dass bisher von niemanden eine entsprechende Rückmeldung kam: "Prozess läuft - Urteil ist gefällt" o. ä.

Ich habe ja auch in einer anderen Diskussion (zu einem anderen Thema) einem Betroffenen den Vorschlag gemacht, sich rechtliche Hilfe - zudem noch kostenlos - zu holen, aber da ist wohl auch nicht viel passiert. cheezygrin

Für mich ist es immer wieder faszinierend, wie sehr in diesem Lande gegen bestehende Umstände gewettert wird - inkl. der Drohung, jetzt würde man aber wirklich vor Gericht ziehen - und wie wenig dann tatsächlich unternommen wird.

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt (meine Meinung - muss aber nicht von anderen geteilt werden).
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Sabine Bartsch
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Re:

von Sabine Bartsch (30.06.2015, 16:22)
"Das mit dir und mir" dtv 2014
"A Song about Love" Bod 2015

holz
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Re:

von holz (30.06.2015, 16:45)
Sabine Bartsch hat geschrieben:


Hatten wir hier schon
http://www.bod.de/autorenpool/insolvenz ... 17312.html

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