Vielleicht mag einer gucken...

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Sachmet
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Vielleicht mag einer gucken...

von Sachmet (21.10.2019, 14:24)
...wie ein fertiges Cover aussieht?

Die Cover sind schließlich das auffälligste Bestandteil eines Buches.
Das Aushängeschild, die Visitenkarte.

Ich erstelle meine Cover selbst und habe das große Glück, Elke Bassler zu kennen. Sie arbeitet seit Jahren
mit Grafikprogrammen wie Daz3D und Vue, ist selbst Grafikerin und erstellt nach meinen Wünschen die Figuren meiner Hauptpersonen.
Für die Neuauflage von "Am Horizont der Sonne" mußte zwingend ein neues Cover her. Die "Wieder"- Geburt meines neuen Helden verlangte nach dramatischer Optik, das alte Cover mit dem rekonstruierten Gesicht von Tut-Ench-Amun gab jetzt nicht mehr seinen Charakter wieder.
Alle meine Cover spiegeln im Grunde, auf ein einziges Bild reduziert und voller Symbolik, den gesamten Roman wieder.

Am auffälligsten ist es nun bei dem neuen Cover von "Am Horizont der Sonne"
Der wilde, draufgängerische Tut im Vordergrund steht voll bewaffnet in der Tempelanlage von Achet-Aton. Einem Ort, den er haßt, der Ort seiner Geburt, der Ort seiner gefühlten Schande.
Hinter ihm, als Synonym für ihn selbst, sein Löwe. In ruhiger Gelassenheit abwartend. So, wie Tut eigentlich ist.
In der linken oberen Ecke sieht man einen Vogel. Doch ihn zu erklären, würde eine Schlüsselszene im Roman verraten...

Die Hieroglyphen (Medu Netjer) sollen deutlich machen, um wen es geht: Ka Nacht Tut Mesut, Starker Stier, Vollkommen an Wiedergeburten. Tut-Ench-Amuns "Horusname", eine seiner 5 Königstitulaturen. Dieser Name ist einfach treffend, denn bei mir wird er ja "wiedergeboren"!
Am "E" vom Titel hängt ein Anch (Lebensschleife). Bei den alten Ägyptern ein mächtiges Symbol. Und Tut trägt es selbst in seinem Namen.
Tut heißt Bild / Anch heißt Leben / Tut-Ench-Amun: Das lebende Bild des Amun
Geboren wurde er als Tut-Ench-Aton, nach der Glaubensrefom änderte er seinen Namen in Tut-Ech-Amun.
Im Roman leugnet er die Götter und deshalb findet man weder den Namen von Amun noch von Aton auf dem Cover.

Das Hintergrundbild, der Tempel, stellte mir freundlicherweise Paul Docherty von AMARNA 3D-Projects zur Verfügung.
Eine detailgetreue Rekonstruktion - nach dem Sonnenstand und nach Osten ausgerichtet - des kleinen Atontempels in
Achet-Aton, dem heutigen Tell-el-Amarna.

 Der Klappentext und die ISBN fehlen natürlich auch nicht. Das gehört sich so für ein ordentliches Buch ;-)

Bild
Liebe Grüße
Katharina Remy

http://www.amhorizontdersonne.de

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*****Deshret Rote Erde*****
***Am Horizont der Sonne***

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Monika K.
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Re: Vielleicht mag einer gucken...

von Monika K. (21.10.2019, 17:02)
Hallo Katharina,

mir ist nicht klar, warum in diesem Unterforum immer wieder Cover vorgestellt werden, die zu veröffentlichten Büchern gehören. Damit signalisiert man eigentlich, dass man sie für perfekt hält und keine Änderungsvorschläge hören möchte.

Ich erlaube mir dennoch ein paar Anmerkungen:
1. Warum ist die erste Zeile des Klappentexts eingerückt?
2. Am Klappentext selbst könnte man durchaus noch feilen, aber das gehört nicht hierher.
3. Ich hätte die Schrift auf der Vorderseite des Covers nicht auf diese Weise in die Abbildung hineinragen lassen. Der Autorenname führt zudem den Blick geradezu in den Schritt des Mannes. Absicht oder Versehen?
4. Ich würde den Klappentext etwas kürzer gestalten, um die Lesbarkeit zu verbessern, die zusätzlich darunter leidet, dass der Hintergrund Unruhe hineinbringt.
5. Der Löwe wirkt vor dem Hintergrund seltsam schwebend. Dadurch wirkt der Boden glatt wie Linoleum.

Das Motiv gefällt mir ansonsten sehr gut und scheint zum Inhalt des Buchs zu passen. Ich wünsche dir viel Erfolg!

Viele Grüße
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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mtg
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Re: Vielleicht mag einer gucken...

von mtg (21.10.2019, 17:29)
Das Problem dieses Covers: Es enthält zu viele Elemente und keine Gewichtung. Hintergrund und Text kämpfen um die Vorherrschaft – mal ist der eine deutlicher, mal der andere … viele kleine Illustrationen verwirren … aber am meisten verwirrt mich der Satz:

Sachmet hat geschrieben:
Alle meine Cover spiegeln im Grunde, auf ein einziges Bild reduziert und voller Symbolik, den gesamten Roman wieder.


Bislang dachte ich immer, das Cover soll Appetit machen. Nun lese ich, dass es den Lesehunger schon stillt, bevor man das Buch gelesen hat … nun ja. Chaqu'un a son goût …

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